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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1932-12-01 · 17 (1.12.1932) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IX (1932-1933)
Issue
17 (1.12.1932)
Date
1932-12-01
Page
[Seite] (sequence 13)
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Verlage der „Gemeinde - Zeitung für die ifrael. Gemeinden Wiiettemveegs IX. 3oOrootto etifttoart, 6ra 1. »esraiDer 1932 3hr. 17 Namen und Amtsdauer der Gemeindevorsteher t832—i932 Dreifus, Dr.. Dez. 1832 bis März 1843 10 Jahre Kaulla, Salomon Jakob, Hofagent. Dez. 1832 bis März 1855 23 Jahre Rat v. Kaulla, Wolf. Dez. 1832 bis Juni 1837 5 Jahre Kaulla, Salomon Meyer. Juni 1837 bis März 1863 26 Jahre Holland, Buchhalter. März 1843 bis Okt. 1853 10 Jahre Löwenstein, 8... . Okt. 1853 bis März 1863 10 Jahre Levi, Adolf, Hofrat. März 1855 bis Febr. 1883 28 Jahre Herz, B. Febr. 1857 bis März 1863 6 Jahre Nördlinger, L,. April 1861 bis März 1866 5 Jahre Kaulla, Max, Rechtsanwalt .. März 1863 bis April 1906 43 Jahre Stettheimer, C. März 1863 bis März 1869 6 Jahre Levi, 8. März 1863 bis März 1871 8 Jahre Sontheimer, Gottlieb, Bankier. März 1866 bis SepL 1897 31 Jahre Neumann, M. B. März 1869 bis Mai 1875 6 Jahre Amson, Jakob. März 1871 bis Mai 1877 6 Jahre Koch, Hermann. Mai 1873 bis Febr. 1879 6 Jahre Nördlinger, 8. D. Mai 1873 bis März 1881 8 Jahre Neuburger, David.L . Mai 1875 bis Jan. 1899 24 Jahre Kiele, Louis. . . Mai 1877 bis März 1894 17 Jahre Spiegelthal, Julius.. . Febr. 1879 bis Aug. 1909 30 Jahre Ruff, Dr. März 1881 bis März 1891 10 Jahre Loeb, Salomon. April 1883 bis März 1891 8 Jahre Carlebach, Emanuel. März 1891 bis Sept. 1903 12 Jahre Weil, Eduard sen. März 1891 bis Juli 1898 7 Jahre Hausmeister, Max, Bankier. Febr. 1895 bis Mai 1908 13 Jahre Schwabacher, David. März 1897 bis Febr. 1919 22 Jahre Wolf, Isidor. Jan. 1899 bis April 1908 9 Jahre Eppstein, Max. Jan. 1899 bis Aug. 1913 14 Jahre Nördlinger, Sigmund. Sept. 1903 bis Dez. _J910 7 Jahre Gunzenhauser, Alfred, Dr. R. Anw. Jan. 1907 bis Dez. ^12 6 Jahre » Reif, Karl.|. . Mai 1908 bis Juli 1912 5 Jahre ff Wolf, Adolf, Kommerzienrat.. . Mai 1908 bis Juli 1928 20 Jahre Strauß, Stephan, Bankier. Okt 1909 bis Jan. 1922 13 Jahre Flegenheimer, Moses. Dez. 1912 bis Mai 1924 12 Jahre Grünwald, Rudolf. Dez. 1912 bis Mai 1923 11 Jahre Kahn, Siegfried, Oberkirchenvorsteher . . Dez. 1912 bis Juni 1918 6 Jahre Lepman, Henry, Dr. Rechtsanwalt .... Dez. 1912 bis Mai 1924 12 Jahre Simon, Siegfried.. Dez. 1912 bis Aug. 1917 5 Jahre Stern-Spie^elthal, Ludwig.I. . Dez. 1912 bis Nov. 1922 10 Jahre Loeb, Benjamin, Fabrikant.. . Dez. 1913 bis März 1923 10 Jahre Gottschalk, Gnstav . .. Febr. 1919 bis Febr. 1921 , 2 Jahre Mandel. Karl. Febr. 1919 bis Jan. 1922 3 Jahre Schmidt, Julius, Fabrikant. . Febr. 1919 bis Dez. 1926 8 Jahre Weil, Eduard, jun.. Jan. 1922 bis Dez. 1926 Und Dez. 1929 bis Dez. 1932 Weil, Sigmund, Dr„ San.-Rat. Jan. 1922 bis Dez. 1929 8 Jahre Wollt, Felix. Dez. 1922 bis Okt. 1929 7 Jahre Bauer, Sigmund.. Sept 1923 bis Mai 1924 1 Jahr Strauß, Moritz, Fabrikant. Sept 1923 bis Mai 1924 1 Jahr Ebstein, Ludwig. Mai 1924 bis Dez. 1932 8 Jahre Essinger, Arthur, Privatier. seit Dez. 1912 Kiele, Fr. L, Bankier. seit Dez. 1912 Rothschild, Oskar, Fabrikant. seit Sept. 1923 Flegenheimer, Eugen, Dr. R. Anw.. seit Mai 1924 Hommel, Max, Dr. med.|. . seit Mai 1624 Tänzer, Paul, Dr. R. Anw. seit Mai 1924 Levi, Karl, Fabrikant.. . seit Jan. 1926 Meyer, Max, Oberrechnungsrat. seit Jan. 1926 Ries, Karl, Dr. Sanitätsrat. seit Dez. 1929 Stern-Weil, Ludwig, Fabrikant. seit Dez. 1929 Kirchenrat Dr. Josef v. Maler Kirchen rat Dr. Moses v. Wassermann Die jüd. Gemeinde Stuttgart im Mittelalter und vor der Gemeindegründung. Die erste Erwähnung einer Judengemeinde in Stuttgart stammt aus dem Jahre 1343. Sie ist im November 1348 ein Opfer der furchtbaren Judenverfolgung geworden, die alle württembergisdien Gemeinden vernichtet hat Aus dem Zinsbuch der Stadt Stuttgart vom Jahre 1350 erfahren wir, daß die Juden damals in der Efllinger Vorstadt in einer Gasse gewohnt hatten, die den Namen Judengasse geführt, und daß sie hier eine Synagoge gehabt. Dabei wird das Haus des Juden Leo genannt den wir als den ersten dem Namen nach bekannten Stuttgarter Juden bezeichnen dürfen. Die Judenschule und das Judenbad befanden sich im Hause Brennerstr. 12, die Jahrhunderte hindurch noch die „Judengasse" hieß. Hier wohnte auch Baruch, der Jude, der 1393 genannt wird. Am 22. Juli 1434 verliehen die Graten Ludwig I. und Ulrich der Vielgeliebte dem Moses Jadclin samt Familie und Gesinde das Bürgerrecht in Stuttgart. Er hatte für dieses jährlich 33 Gulden Schutzgeld zu zahlen, das am 29. Februar 1440 auf 50 Gulden erhöht wurde. Ungefähr gleichzeitig wurde der Jude Salomo 1441 und Lazarus 1443 in Schutz genommen. Neue Judenniederlassungen werden 1488 erwähnt. Es handelt sich dabei aber immer nur um einzelne Personen, die hier Wohnrecht erhielten. Auch im 16. Jahrhundert haben dann und wann Juden wie der berühmte Ingenieur und „Goldmacher“ Abraham Colorni und der handelseifrige Maggino Gabrieli (1596) kurze Zeit in Stuttgart gelebt. Wenige Wochen fand sogar damals im Armbrustschützenhaus ein jüdischer Gottesdienst statt. Zu einer Gemeindegründung ist es aber nicht gekommen. Herzog Eberhard Ludwig nahm 17131 eine Gesellschaft jüdischer Handelsleute als Hofjuden auf. die 1726 mit Erlaubnis des Herzogs ein Judenbad einrichten durften. Am 28. November 1736 erhielt Süß Oppenheimer Vollmacht, einige jüdische Familien, von deren guter Conduite er versichert war. in Stuttgart und Ludwigsburg aufzunehmen. Nach einem Erlaß vom 21. Januar 1737 hatte er die Oberaufsicht Uber sie. Diese Judengemeinde wurde aber bereits am 20. Februar 1740 aufgehoben. Nur einzelne sogenannte Hofjuden wie Löw Amsterdam aus Fürth, David Ullmann aus Kriegshaber und Seligmann aus Frankfurt fanden seitdem in Stuttgart Aufnahme. Nathanael Seidel wurde 1758 zum Münzdirektor ernannt; die Brüder Aaron und Elias Seligmann pachteten 1759 den Salzhandel auf 20 Jahre. Nach einer Auskunft des Stuttgarter Oberamtes vom 17. Dezember 1770 wohnten, damals vier jüdische Familien in Stuttgart. Die letzte und bedeutsamste Einzelaufnahme erfolgte 1797, als Friedrich Eugen der Witwe des Hoffaktors K a u 11 a von Hechingen die Niederlassung in Stuttgart gestattete. 1803 wohnten fünf Judenfamilien in der Stadt. 1808 lebten hier bereits 14 jüdische Familien mit zusammen 109 Seelen, deren Zahl bis 1S4Z auf 119 Personen angewachsen war. Die Geschichte der jüdischen Gemeinde Stuttgart im ersten Jahrhundert ihres Bestehens. Man darf den ersten Anfang der jüdischen Gemeindegründung in Stuttgart in das Jahr 1808 verlegen. Damals richteten die Familien Wolf K a. u11 a, Madame Kaulla, Benedict, Moses Benedict, Jacob Ottenheimcr, Dreifuß, Aaron, Jonas Aaron, Uhlmann. Mayer, Jonas Hausmeister, Löw Hausmeiste,r, Lazarus Hausmeister und Schächter I s a a c einen Betsaal im „Alten Waldhorn“ ein. Allerdings erfolgte die

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