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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1932-11-16 · 16 (16.11.1932) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IX (1932-1933)
Issue
16 (16.11.1932)
Date
1932-11-16
Page
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— 174 - 9<n|*titi|( jvage Dou s»cht schön möbliertes Zimmer Bet n. Z*l*fratoax$za§ ca ir itua r<r(. rjfcn'Ue kirmt. li^rkrtt satte A. H. 1250 ti die <?t«nx^«|rTtaiq. gttttf rt. ynHMteftiiag laifTHnrtit Br in IHtefc Mtttuvert Keren Kalenea Lei Israel trtstrartc Shrtttart Arr. Donnerstag. 24. November, abends 8 Uhr. findet im Jugendheim. Friedrichstraße 54 m. ein LidKMIdcr-Alicnd statt, ar. dem BLMer atu der 30 jährigen Arbeit für Palästina gezeigt werden. Wir taden sämtliche Gemeindemitglieder, alt und juni. hierzu herzlich ein. Der K. K. L. - Ausschuß Am Dienstag, den 29. November 1932, abends 8 Uhr. findet im Hause des Deutschtums, Eingang Karlsplatz 1. Stock, ein VORTRAG von Herrn Dr. Midiael Traob, Benin über „Amerika und Palästina — ein halbes Jahrhundert jüdischer Wanderbewegung“ statt Hierzu laden wir sämtliche Gemeindemitglieder herzlich ein. Aussdluß h. ’t ' > H**ilbronn. r- P--zitationen die Anwe- — L».V - ’t «pirl.-T.-Je Kapeile . ... auf ii»r«- Rechnung - , - r - .. .- ii, m wahr- .j . W - t ii i >i - 't^iiier v. ii.t-raar*-_- Fur- W . . t / f«■ i d . r. ■'tutt-art. ii»-It ■j.-iT. n ' rrr,:. di- Pkuifiiifi-t ■ i.,,r \i.-le Fani.lt«-n > r- •: K: «-i«;*-r-.i.:ifür .. - unn H--!t?!- i-t v*-r- 4 f«-rn_-Mitglieder eil*, ii) -»Ticklli.d Hu- ». - ■ - \..T ■ . . d».-* j u i. : h 1 - - : ... -!- - . - r. 1 r . ,, <■ n - r - - i . - r_- - n :b«-a W u : t z f «•'•:«• r - ii iM-iu»-r über di»- J>t tt . lii,-: J.,_« :.d*. D':*<hw dl)' :--Tt-r!,.!.i. :.f'.r-»r.> . Arb*-it-v.-rmtttlunu-w. * -7 :!:d :•» _■ T. ihr. H-r 5 f';7 r, -1 _ /: int* r*---i r-:. Ei tu- :>'!>- .->1!>• -cf.! 1 :i V: .-!. H-ilbronn. i -. . t-_rnr*r»»- i--! . i—lt an: J .. ‘,;j -- r : i * 7 > a >:- in :'.Di -- tz. .1f .;i \ i ’ •* r . z--«l,-iiite r . V. \-r-t-ii L^iid. -- ■ ■ -! *r F r : n / H i r - ih und ... -. \ f (> p p «• : li - , m ■ r I I I- - mit. -. <li.- Min-: /u r "p- Hin; .... t . ch f,*-1j«-r ui---.- r durch freiiinuauf.'- iiracl.t w.,r<! ••:. »iü i. Ila- .- :■ i-uch R.j.f. wird aii-ti > r ii- I-' a:i<-r »rt-»r-ippu „ Kr»-!"--: /»- .. ..ci .<>«ht u-de u. I ■ - 7 1- - i i / -K i =- <h h ■ i in - - r-tcittt-- hu - - f k j"-nt,*-ruJit. Bei n Wahlen .<• - -> M.-i< n_- Au-'thufi u ider-eu abli. Heilbronn. 1;> - Ju'l. Jiij' -elb -nd ..M--n t - n -litif : r - i'laltc-I-* .n -in.-'l * «h . •, \ - - je r a <h >; - A b c-nd. r regnen / d. -!Ü«-n K"<-i-«-n I--r Gc-n(--iri<bfand. I t--r.-l .--zt»- I>r. lut/ Redensart c-iniäv« t.-r ci.,it/L<he /um Wi -en de- Pouti-chen übc-rhju;it uizur zezenuartizen Snuati'in dar. F.r -c. -.-,u den Jud'-n besonderheute <-rn-thchi- Br-f.i-' -nz mit politischen Din.en. In der Pc-ijtik -ehe > - nicht nur um Machtfrazen auf materiellem Gebiet. -,ndern /uzleich um die h-ch'ten C.utr t»»n l!e<ht und Freiheit Wir ier- (l-ilikteii d--m p o 1 i t i - dl e n Fortschritt er»t mr-'re- -.oilt t:«-!tun. ,d~ zleichheri-chtizte >taat»- Imr.i-r. IJ--r Referent umritt die zan/e demiikra- -ti-di-liberale l.ntu icklunz und die Bedc-utunz der audein Judentum hc-r\orzeeaneenen Politiker \c-n C.abriel Biefier hizur Jetztzeit und warf die Frage auf. oh die Juden die-e Linie heute, \erluwn vcollten. FJer Redner ginz dann zu den aktuellen politNchen Problemen über und erörtertem-chlieflend die Stellung der Parteien zur Judenfrage. Die Au-'prach--. c-,n Iz-hrer Kahn zielsicher geleitet, ceriief aufier-t angeregt. In spater Stunde er*t trennte man sich unter dem allgemeinen Findruck, datt davom ..Montefiore"’ unternommene Wagnieine^ politischen Aussprache-Abends durchaus gelungen war. Laupheim. Man schreibt une Nel«-n den beiden konfessionellen Verbänden wurde unlängst auch der Isr. Frauen verein aufgefordert, .ich an einer Sammlung für die Bahnhofsmissjon zu beteiligen. Leider konnte der Israel. F raueqw-rein dieser Einladung diesmal nicht entsprechen. da die für die Sammlung vorgesehenen v.nntage mit den jüdischen Herhstfeiertagen zrume rific-len. U-jtc-r erhielt der Frauenverein eine Ein- 'f.ng zu einer Besprechung ül>er die im \o- •r in I.iiupheim stattfindende ..Deutsche - -t. c- /„ den im AnschlnL an die Versammlung gebildeten Ansschutt wurde auch ein Vor- -tand'tnitglied de» Frauenverein. gewählt. Auch in diesem Jahre sorgte der F rauenverein dafür, daß die Schuljugend eine -chone Sukkoh hatte-. Die-e wurde von der Jugend mit Begeisterung und Liebe geschmückt und während des Laubhuttenfe-tes eifrig besucht. An den beiden c-r-ten Fe-tabenden erhielten die Kinder durch L*hrer Einstein eine reiche Belehrung über die Fe-t.ymFiole. Einige Tage später versammelte -ich die Schuljugend an einer Kaffeetafel IM Gemeindezimmer, welche einige Mütter liebeoll vorbereitet hatten. Der »chöne Nachmittag •‘rhi«-lt durch Spiele. \ortrüge und da« Erlesen --iner religiösen Legende reiche Abwechslung. «o -orgt der Frauenverein unermüdlich dafür, dull in-re Ec—te für die Jugend an-chaulich und b-ben-volI ge-ta-ltet werden. Im F rauenverein gilt meiner da- -chön-- Wort: ..L a - - e t u II - mit :ii-eren Kinilern leben!” Reutlingen. Au« Anlaß seines vor kurzem stattr-fundenen Jvjahrigen Geschäft-jubi- I a in - wurden I_. W rubel von allen Sc-iten reiche Ehrungen zuteil, w rubel erfreut sich in w.-iien Kreisen der Bevölkerung dt— besten Ruf- -. Möge es ihm vergönnt sein, auch weiterhin für -e in Unternehmen erfolgreich zu wirken! Ulm. Anläßlich des Simcha« Thora-Fe-tes fand uiich in-mal wieder ein Jugt-ndgotte-- d i «• n - t -,iatt Rabbiner Dr. Cohn hielt eint- «lern \er-tändnicler jugendlichen Hörer anzepattte An-prache. erklärte den Sinn des .Simcha- 1 hora-Fc-te- und wiemit eindrucksvollen Worten auf die heiligen Ge-etze und Pflichten im- 'er C>em«-in-chaft hin. Gespannt lauschten di«- Kleinen — und aldie* ältere Jugend aufz>-rnfen war und die Thorarollen herumgetragen wurden, folgten -ie mit -trahlenden Augen, ihre Fähnchen -chwingend. dem feierlichen Zug. Die F rc»de erreichte den FFöhc-punkt. al» jedes Kind ein ..-üttt- PücKcheh" zur Feier de< Tages erhielt. Ulm. Der ..Israel. Lee verein" hielt am 24. i »ktober eine >imchas Thora-Feier ab. Nach einer Begrüßungsansprache des Vorstands. Dr. U r v. wurden die Gäste durch hervorragende gesangliche Darbietungen von Pauja Kapper von den Württ. Landestheatern in Stuttgart und Konzert-änger O. G o e 1» e I aus München aufs be»te unterhalten. Die Begleitung hatte Frau Rueß in wie immer vorzüglicher Weise übernommen. Der harmonisch verlaufene Abend wurde durch ein Tänzelten beschlossen. Lim. Am 2>. Oktober feierte Isak Neuburger in voller Frische seinen 85. Geburtstag. Mögen dem allgemein geschätzten Jubilar, der schon viel für das Wohl der Israel. Gemeinde geleistet hat und auch heute noch allen Vor- Jüdisdtcr Frauenbund Stadtverband Stuttgart Wir bitten alle Frauen Stuttgarts, ihr Interesse an den bevorstehenden Gemeinde-Wahlen durch eine recht rege Beteiligung zu bekunden. gangen in ihr größtes Interesse entgegenbringt noch viele gesegnete Lebensjahre beschic-deu Fahrt durch Osigalizien. Aus einem Tagebuch von Otto Abeies. Die Kerzen von Tarnopol. Wohlgepflegt und stattlich, überraschend schön; sind die- Hauptstraßen von Tarnopol. Diese* Stadt. ■ wiederholt zerschossen, in Brand gesteckt, geplündert. hat inan im Vorjahre aus Anlaß einer Ausstellung auf Glanz hergerichtet. Das Pflaster ist blank, die Rasenflächen und Beete der Anlagen sind beinahe großstädtisch. Und so noble I Ruhebänke, wie in Tarnopol. habe ich überhaupt noch nicht gesehen. I Aber dort unten, wo aus dem Teich Sumpfi geruch aufsteigt und das heisere, Schreien der I Frösche in der Dämmerung zu ekstatischen An- . klagen anschwillt — dort in den Niederungen enthüllt sich ..Tarnopol von rückwärts“. F.in Knäuel lachhaft zerdrückter Gassen, zer- | beeilter Dächer, die sich tief über zerschundene. triefende Mauern neigen. Kein freundlicher Anblick. Nur. daß just hier in dieser verkrampften Enge des Ghettos — auch die Judenstadt Tar-; nopol hat noch ihr besonderes Judenviertel — eben erst, nämlich vor dem Juli 1914. das wirk- , liehe Jüdische Leben pulsierte. | Von einem Ausflugsorte »ah ich das Profil des! Judenviertels in der Judenstadt. Es ist räumlich i abgesondert von der llaskalah-Burg. der be- : rühmten Perl-Synagoge, und ihr Wahrzeichen i-t die alte Schul, die mächtig auf einen Hügel gesetzt ist. ein scharfkantiger, monumentaler Steini block, wie vom Himmel gefallen. Um dieses Haus der Lehre scharen sich viele ..weihedunkle Schu- ' len", wie sie Hugo Zuckermaun nannte, darunter manche edle Klaus. ' Freitagabend, ein heißer, heller Abend, war ich Zaungast. Auf Betpulten, in den Hängeleuch- : lern, am Alniemor. an den Wänden brannten! viele Kerzen. Fünfmal, zehnmal so viele Kerzen E brannten, als Betende an den Pulten standen. Die Schulen sind leer, die große Synagoge ist leer. Die Kerzen sind Totenlichter der sterbenden Judenstadt. In Tarnopol gibt es eine große Kaserne, erbaut; in der Zeit vor dem Wiener Kongreß, da die i Stadt noch dem Zaren gehörte. Am Tor der Um* : fassungsmauer sind zwei barbarische Masken in den Stein gehauen. Sie grinsen hohnvoll: ..Die Schulen sterben — so vernichtet man Euch!" Leber die Hauptstraße klappern die Hufe der ■ kleinen zottigen Pferde. Heute ist Trachtenfest des ruthenistiien Bauernvolkes. Es leuchten die Buntstickereien der Mädchen, es flattern die Haarbänder, es glänzen die Gürtel, die Waffengürtel der Reiter mit den Kosakenmützen. Diese sind nicht unterzukriegen, diese sitzen auf der Erde, auf ihrer Erde. Die Sünde _Boryslaw“. Boryslaw ist unsere Schande, unsere jüdische Schande. Zwischen den ungezählten Bohrtürmen, die in Boryslaws entschwundener Glanzzeit schwere Reiditümer in jüdische Privatkassen pumpten, kleben die elendsten menschlichen Behausungen. die ich jemals in einer städtischen Siedlung sah. Armut ist hier noch um einige Grade ärmer als anderswo, der ganze Ort von 40 000 Bewohnern sieht nicht stattlicher aus. ab ein Ablagerungsfeld für Mist. Scherben und Gerümpel. Hier haben jüdische Petroleure das Geld gescheffelt. Die meisten kamen nur, ihre Angelegenheit zu betreiben und wurden niemals seßhaft. Kein Milderungsgrund. Sie haben hier nach IMm a. D. Albert Cramer, Ulm lh. Kofttirfecrd ■. cfeemWaufeustall PlaizgAUC 15 / Fernruf 1981 Annahmestelle: Mc Milnui, lealerstraftc 14 parterre X Wilh. Kölle lnh.i Fr. Herdegen UM Neutor«tr. 21 - Tel. XQ Brennstoffe nur erster Qualitäten Konditorei <£ n f t Mülzel fjCTbtrnufcerftT, 1», TcL *513 hält f i di heften» empfohlen Feines Kunstgewerbe im KU N STHAUS GOBEL

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