Mannheim
Compact Memory

Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1932-10-01 · 13 (1.10.1932) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IX (1932-1933)
Issue
13 (1.10.1932)
Date
1932-10-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/4904101-5442797-5443255--3650-4907483
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Sicher« byiiilulif* ii | [" jWvertuHiife&ei' AififfttUiftiürleln ni FettttU-flnffekra M Ä SBoHkeommaitdite SieqmutuL “Weil MW—in-, TH«— S8S44/45 ‘Stuttgart. Dir l(U. Mitgliederversammlung der I s r. W ,i i s e n - ii n|l Lrzichtings -Anstalt ..W i I Ii »■ I in - p f 1 »• g e" fand am 25. September im Gemeindehaus statt. Der \ urstand. Landgrrichtsdirrktor u. I). L. St e rn. gab einen kurzen Rückblick über das vergangene Jahr, in das die wolilgt-lnugcnc Hundertjahrfeier der Anstalt gefallen war. und dankte allen, die siih wieder um den Fortbestand dieser ältesten jüdischen \\ (dilfnhrt'institutuin V\ ürttembergs verdient geimuht haben. Dem Kassier. Dr. (lu-tji l.iiw e n s t e i n . der 'einerseits die vorbildliche Arbeit 'eines \orpiinpers. des allzu früh ver- 'te.rluneu S. Herz, rühmend herxorhoh. wurde l.nilastunp erteilt und für seine im Jiibiläumsjalir besonders umfangreiche Arbeit der Dank der- \ ersanimlunp ausgesprochen. Die 'atzunpsgrtiiuK aii"<h> idenden AiissihiiRinitplieder xxurden eiii'tiinniip xxirdergexxühlt: ferner xxurelen I lirektor Ii n liert I e \ i. J a in e s N ii r II b e r p. Dr. I d p a r I i j> p e n h e i III e r und Landgerichts- 1.1t (.ii'l.i \ . Sliissel neu in den Ausschuß pew.thll. I.Jer I.eitunp des 5 » re ins. insbesondere .null dein Aii'talt'direktor I h. II utli- ' >h i! d . gebührt höchste Aiierkeniiiiup fiir ihre vorbildliche W irk'anikeit. Stuttgart. Die F r a u e II x e r e i n i p u n p d e r > t u t l g a r t - l. o p e beab'ithtipt. xx ährend des kominendeii W iuierhaIb jahre- Schüler und Schülerinnen durch er'thln"ipe Kadikräfte Nach- |i i I f e ' t ii n cl e n zu vermitteln. Die- Fraiienx c-reinip n iip fordert auf Seile 120 dieser Nummer alle in 1 rape kommenden Litern auf. sich hierzu .'iizimielden. Stuttgart. I )ie I r a u cn x e r e i n i p ii II p d e r > l u t l p a r t - 1. o p e will allen pexxerblich tätipen Klauen unserer Gemeinde Gelepenheit pehen. die von ihnen pefertipten Handarbc-itc-n und kunstgewerblichen Arbeiten auf der anfanps N.ix einher 'tattfindenden ( h a n n k k a ni e ' s e zum \ erkauf .iiiszii'tc llc-n. Alle lutere"« iitinneu xerxxeiseii XX ir auf die dic-shezüpliche Ankündipiiiip rsc-ite I2«> dieser Nummer. Stuttgart. I )ie G e n e r a I x e r ' a in in I u li p di-' l'euts ch cii S t a a t ' b ii r p e r i ii n <• n - \ erb indes findet hier vom 6.—s. Oktober -talt. \lieft die jüdischen Krauen sollten sich a’n dieser bedeutsamen Tapunp repe beteilipen. Di r I. a n d e ' x e r b a n il W ü r t i e nt b e r p des J ii d. I r a ii e n b ii n d e s macht auf die se Tagung in einer offiziellen Mitteilunp «Seite 119) besonder' aufmerksam. Stuttpart. Auch in diesc-m Herbst rufi die / en- 1 r.-ll e i t iiiip für W o h I t ä I i p k e i t in W u r t t e in I) e r p durch die Tage-pn—-e zu einer Sammlung fiir die \Y ii r t t. Nothilfe auf. Dieser Aufruf i't u. a. auch vom \\ ii r 11. b a li cl e ' x Ir b a n cl für i s r a e I. W ohlf a h r t ' b e ' t r e b u n p e n unterschrieben. Auch die W iiriieniberpi'che Regierung soxx je der Kxanp. ()lu rkircheiiral da» Bischöfliche- Ordinariat und der I - ra c- I. Ober rät haben sich dem Appell der Zentrulleitunp anpeschlossen. Der Aufruf schließt mit folpenden schönen Sätzen: Die unterzeidiiii-n-n Verbände bitten da' xx iirttembcrpi'cbe \olk drinpend. ihre Arbeit durch einmalipe und fortlaufende- .Spenden in Geld oder Naturalien kräftip zu fördern und selbst in persönlicher und unmittelbarer Hilfe 'ich der hedranpten Brüder und Schwestern anzuiii-hinen. \|le. die noch Vrlx-it und Verdienst habe n, müssen inithc-lfen und ‘Opfer bringen. Luser Volk i't nun einmal in diese schwere I.ape hineinp^stellt. Da hilft kein Jammern und Klapen. da hilft nur: I esI zu s.a in m e n ' t e h in . s j ch g >- p e n ' e i t i p stützen, p e tf) eins a m di« N - > t t r a p cn ii ii d mit vereinten Kräften ii b e r xx i n d e n. Möpen ~ie in der jüdischen Gemeinde Stuttgart und in den israelitischen Gemeinden des Lande' die pebührende Beachtunp finden! — 128 — Stuttgart. Im nächsten Jahre findet das große D e u t s ch e Turnfest in Stuttgart statt. 200 000 Turner aus allen Teilen des Reiches werden hierzu . erwartet. Um allen Teilnehmern Unterkunft bieten zu können, bemüht sich der Turnfestausschuß heute schon um Privatquartiere für die Gäste und hat durch die Presse die Stuttgarter Bevölkerung aufgefordert, die zwischenzeitlich allen Haushaltungen zugegangenen Frage- Imgeii auszufüllen und freie Quartiere anzumelden. Ks ist eine selbstverständliche Pflicht auch des jüdischen Bevölkerungsbestandteils, freie Zimmer den Turnern zur Verfügung zu stellen. Wir fordern nochmals an dieser Stelle alle Gemeindemitplieder auf. sich an den diesbezüglichen An- . meldungen recht zahlreich zu beteiligen. Stuttgart, ln mehrjähriger Arbeit hat der R.j.F. die Liste der jüdischen Gefallenen zusammengestellt und einmal in einem alphabetischen Naniensx erzeichnis und außerdem in einem Ortsverzeichnis in diesem Buche niedergelegt. Kin Nachwort gibt nähere sachliche Krläuteru npen. I Mit diesem G e cl e n k b u ch e r r i ch t e t | der R.j. K. den im Weltkriege gefalj I e ii e n j ii d i s ch e n Soldaten ein b I e i - I b e n d e s Denkmal. Kr erfüllt eine Klircn- ) pfiieht. die die Gesamtheit der deutschen Juden angeln: das Andenken an die Gefallenen zu I wahren und späteren Generationen zu liiuter- I lassen. Aber auch ein anderes Moment darf für die deutsche Judenhc-it hierbei nicht unbeachtet blei- ■ ben. Die |>olilisthe Bedeutung dieses Geilenk- 1 buche-' ist von nicht zu unterschätzendem Wert. : Sein Krscht-inen xxird nicht nur von allen jüdischen Kreisen, sondern in hohem Maße a u ch von maßgebenden p o I i t i s ch e n. nicht- , j ii d i s ch e n Kreisen mit besonderer! Aufmerksamkeit e r w artet. Ks ist e i n Dokument von b ö ch s t e r S ch 1 a g - I kraft i nr Kampfegegen die auf Knt-; r ich t ii n g der cl e u t s ch e n Juden g e - j r i ch t e t cn B e s t r e b u n g e n. I Das Gt-detikbuch xxird im Oktober zur Ausj gabtgelangen. Ks ist eine Klirenpflicht der deut- I sehen Juden, das Andenken ihrer gefallenen! >< ltne durch den Krwerb dieses Buches kominen-! den Generationen zu vererben. (Siehe Anzeige; Seite 120). Stuttgart. Anläßlich des s>. Geburtstages des Ilerrn Reichspräsidenten von llindenburg xxird diese-' Jahr die Wohlfahrtspost karte bereits; ab I. Oktober zur Ausgabe gebracht. Der Verkaufspreis dieser. Karte, die vom Israelitischen F ii r s o r g e a m t. Stuttgart. Hospitalstraße 56. Telefon 22s 9s. bezogen werden kann.! beträgt 10 Pfennige.! Ks darf erwartet werden, daß sich sämtliche Genieindemitglieder durch den Krwerb dieser Ku rte an der 11 i n d e n b u r g - W o h 1 f a h r t s - spende beteiligen. Stuttgart. W ir machen unsere Leser darauf aufmerksam, daß das vom Israel. Oberrat herausgegebene große Bililerwerk ..Jüdische i Gotteshäuser und Friedhöfe in W iirt-; lemberg“ .vor kurzem im Dr. Benno Filser - Verlag. Augsburg, erschienen ist und nunmehr durch den Buchhandel bezogen xx erden kann. Wir kommen demnächst auf das Work zurück. Stuttgart. Unter ungewöhnlich großer Anteil-; nähme weiter Kreisedurfte am 22. September i I ran Babc-tte I.e x i geh. Wolf die seltene I Feier de s hx. Geburtstages in beglückender gei- - stigi-r und körperlicher Frische begehen. Frau j l ex i ist die von den Ihrigen und einem großen; Bekanntenkreis»- hochverehrte Patriurchin einer! großen Familie. Sicist die treue Hüterin der j guten Kamilientraditionen. ein Urbild schlichter tirxx iichsiger Lebensfreude, kerniger Herzens-! güte und tateifrigen Judentums. Kin gesundes! Urteil über Menschen und Dinge-, witzige Schlag-! fertigkeit und natürliche Nächstenliebe sind die! , Wesenszüge ihrer Persönlichkeit. Getreu den Ueberlieferunpen des Klternhauses. ihrer Geschwister und ihres eigenen engeren Familienkreises ist ihr stilles Wohltun Herzensbedürfnis. Ihre Anverwandten. Kinder. Enkel und Urenkel - schauen zu ihr in dankbarer Liebe empor. Es ist i kein Wunder, daß die Frau mit dem goldenen Herzen und dem jugendlichen Temperament auch über ihren Yerwandtenkreis hinaus nur Freunde besitzt. Möge sie ihnen allen noch viele Jahre in ungebrochener Kraft und Frische erhalten bleiben! . Stuttgart. Am 26. September durfte Frau Clara Perlen, die Ehefrau unseres Gemeindemitglieels Julius Perlen. Lungestraße 12 B. ihren 75. Geburtstag feiern. Die Jubilarin gehört zu den ältesten der in Stuttgart selbst geborenen Gemeindemitgliecler und nimmt, wenn sie auch in der Oeffentlichkeit nicht hervorgetreten ist. doch an allen Vorkommnissen des Gemeindelobens warmen Anteil. Wir wiederholen die W ünsche, die wir an dieser Stelle der Jubilarin und ihrem Ehegatten anläßlich ihrer im November v. Js. stuttgefundenen Goldenen Hochzeit ausgesprochen hüben, und wünschen Frau Clara Perlen noch viele gesegnete Lebensjahre! Stuttgart. Nach schwerem Krankenlager verschied am 22. September unser überall beliebtes Gemeindemitglied Adolf k o h ii. Mit ihm ist ein einfacher, von hohem Pflichtgefühl erfüllter Mann dahingegangt-n. Er war so recht einer von den stillen Helden des Alltags: ein unermüdlicher Arbeiter für seine Familie. Darüber hinaus aber beschäftigten Adolf Kohn stets alle Vorgänge in der Gemeinde. Sein besonderes Interesse wandte er unseren Wohl fall rtseinriditungen zu. und hier war es in erster Linie die C liewra Kadis ch a . der sein Interesse galt. W o er einen Armen oder Kranken wußte — stets lenkte er die Leiter des Vereins auf alle Not und sorgte sich um die Bedrängten. Weite Kreise werden des braven, grundehrlichen Mannes stets in Ehren gedenken. Die außergewöhnlich große Beteiligung an der Beerdigung Adolf Kolms zeigte noch einmal so recht, welch hohe W ertschätzung sich die ser schlichte Mann in weiten Kreisen erworben hatte. ßaisingen. Am 25. September durfte 11 i r s ch B e n e il i k t seinen 87. Geburtstag feiern. Der geistig und körperlich noch rüstige Jubilar ist das älteste Mitglied der Baisinger jüdischen Gemeinde. Wir wünschen ihm noch viele gesegnete Lebensjahre im Kreise seiner Familie! Eßlingen. Am 1. Oktober kann Frau I) i n a W ol f f. die Inhaberin des ..Salamander'-Schuhhauses W’olff. auf ein vierzigjähriges Bestehen ihres Geschäftes zurückblicken. Das Unternehmen wurde von ihrem vor vielen Jahren verstorbenen Ehegatten in Stuttgart gegründet und 1897 nach Eßlingen verlegt. Seit dem Tode des Gründers führt rrau W cd ff. dieerst vor kurzem ihren 60. Geburtstag feiern konnte, mit Unterstützung ihrer Tochter in umsichtiger Weise das Geschäft. Göppingen. Am >5. September verschied nach schwerer Kranichen H e r m a n n II i 1 b im Alter von 57 Jahren im Stuttgarter Katharinenhospital. In ihm verliert die Göppinger Gemeinde ein Mitglied. das sich durch sein bescheidenes Wesen allgemeiner Wertschätzung erfreute. Bei se iner Bestattung, die unter großer Beteiligung stattfanel. ließ Rabbiner Dr. Tänzer nochmals das Bild des stets pflichtbewußten Familienvaters und treuen Bekenners der jüdischen Religion erstehen. Heilbronn. Ein seltenes D o p p e, I j ii b i I ü u m durften unlängst Mitglieder des Synagogen-- chors begehen: Seit 25 Jahren hüben die Altistinnen Frau Flore H cnT e und Frau Anne K i r di h e i m cr ihre hohe Gc-sangskunst in den Dienst des Svnagogenchors gestellt und unermüdlich zur Verschönerung des Gottesdienstes beigetragen. Der Synagogenchor feierte denn auch nach de m Sabbathgottesdienst vom 17. September seine Jubilarinnen durch Gesangsvorträge. eine Ansprache des \ orstands Meier Stein und eine ge mütliche Stunde des Zusammenseins, wobei die Mitglieder des Chores festlich bewirtet wurden. Lanpheim. Vor kurzem feierte Frau Berta Weil geb. Regensteiner in voller körperlicher und geistiger Frische ihren 70. Geburtstag. .Die durch tiefe Frömmigkeit und innige Nächstenliebe ausgezeichnete Frau erfreut sich überall hoher Wertschätzung. Wir wünschen ihr auch weiterhin einen gesegneten Lebensabend! Park«ttboden*Hartwachs das anerkannt beste Hochglanz-Wachs, eig. Fabrikat Kilodose RM. 1.65,1 > Kilodose — .85 Prima BOdan wachs auseig.Fabrikation Kilo RM. 1.—, 1 »Kilo RM. —50 Blütenweiße Wasche erzielen Sie mit meinem Spezialfabrikat Borax-KamsalfenspSna das mildeste und ausgiebigste Waschmittel der Neuzeit. Carl Haag, Seifenfabrik Kanzleistraße Nr. 12 — Hirschstraße Nr. 28 BMtaUuwQMi durch Tai. 2S42S, Ualaruwa frei Hm 3m £uxus Omnibus Erich Dreyfus 3.— 8. Oktober Mrtt.HK. ** — 6. Oktober zarkK-Lazera.hm. is.— 7>.— 7. Oktober BMll MS MMeaz ... HK. I«. 5. —11. Oktober Wian Fahrt mit Voll- Verpflegung.HK. SS.— 6. -17. Oktober 12 Tage SQdtirOl dav. 8 Tag« in Bosaa Fahrt u. Vollverpflegung HK. 18.51 (Traubenkur) 8.—13. Oktober Iklf HMH-PMH Fahrt mit Vollverpflegung HM. 91.5# Verlangen Sie Sonderproapekte. Auskunft u. Karten- Ausgabe nur im Zigarrenhaus E. Diez & Co. f»2££lenburebau 9-AusftaU^

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.