Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IX (1932-1933)
- Issue
- 13 (1.10.1932)
- Date
- 1932-10-01
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- [Seite] (sequence 6)
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I - 124 - Jmc die SeUctaqe empfehlen *wir unfere bekannt Vorzug/. Qualitäten in täglich frischer Teebutter Tafelbutter Kochbutter JlUe Sorten feiner Käse Tllotkecei JCuhn Sonnenftr. 5 / Telefon 243 73 Jitude. Cannstatt: Bahnhoff/r. 13, Telefon 57073 "wir-! I'»"’’ 'M/iiildcinokrali-'lur Abgt*or«Jiu*t«*r j der b.itli-chi'ii Kninniir. I'«>7 Mitglied der Rrichsj V>- lluiipt d< - rc*x i-ioiii-ti-chin h Iti- -i! i|, : ] ti lirfiiiuiirirt « r >()mii ,dbadi-chri’ - -• i:;itirlit-<I finr täliuo Mitarbeit d«*r ■ >.:ii 'M all-, uft mich l « bi-rxx iiiihmg -chw rj fl \\ id i-tälidr im > i-> l>> l> l.agiT. Du* -oziu-! i-ii-<ö< J jt iiill»-«« Ii>!5I ihm bc-iomlrr- .ml Ihr/rn. N.ichihiii die- -ozialdc-inohrati'cht* l'ctdi'i.^'fi.iktiiiM in den c*r-t«*n V iigu-ttag«*li •!ij.dir*■- I */l 4 d>> Krüg-krcditi* I>t■ w i 11ijrt hatte. ii.• -1cii-t -i*b >ler Jude und .''wi/iüldemukrat trank -«hlnhi. ■ ■lim* l’n-e. in I., lüliiing einer, nach d> r ü.diiinu -einer l'artei ilim -elli-n er-t.indlith er- -<lu iii' ii.it n Plliiht. krie^-freiu illii: und fallt, im , I -len t >efe<ht Iiej ,\i >i— nun ui rt am ■'. September i'M4. -. in. Verbundenheit mit der Heimat mit :■;> ln I!'- bi-ii*gc*llld. I a-t zxxri Jalir/ehnte -ind -eit dem Halide- . ji|\ Ü tideien vejli'i—en. I )ie deiit-die Judetlli.;i -lebt iin aiifgrzxx imgi-iii-ii Abuehrkampf .e-elt dl sei-te-/er-ti»rendell und N'lijrioih- .:^[i<■ r: 11 (i \nti-emiti-mu-. In die -c r Stunde* j. ' erii-f-t**n (a fahr für die de Iil-chc ii Juden n : die f rmntrimg auf au den -ehitk-al-huften * »I>1.‘i1'de- Juden Dr. I rank, (iedenkt man!I d*' — -tiden Heldentumdie-ejudi-dien k. unpfeiin der x rrg«*fflich—chiH'lh'higc-ii /eit. in der puliti-iber Hall und het/ende Lnvernunft br iter V ulk—thithten die Stunde reiriereii' Sind ii >iz de- Hinuei-eauf die /u ülftau-end G«*falletien der jiidi-iben G«*in«*in-ch<ift die \erleumderi-rben Viiirrifl«* auf die f.hre der deiit-ibetl Jaden weniger ^euuideni' Verlar -ie nicht x i«*r Jahie n,uh der Maat-nm« ülzung einen der prallten und besten ihrer Mahne durch hin «-Mistigen Vlemhelmard' Hat man es dem Juden Hugo l’reull grcl.i* 1 I. dal! er. um mitl dem früheren IIeuh-perie* ,i-identen Dr. Simons /u >pr«*- ihen. ..Hi-1< I.rbe audein Strudel des Weltkriege- und .. i Rexolulioii in -einem uertvollsten I eil,* dc*r Ri ich-< iulic it. hat retten helfe»".! da- ..x c*rfa>siiug-gc*sc!iichtlichc* Wunder" xoll-! brachte, aus ..einem Chaos wieder einen Kosmos zu pe-talten"? Wozu die Opfer? ..Der Jucle ist : -chulcl " Wofür die Blutzeugen? ..lut nichts, der . Jude wird X crbrannt!" Dank cles Vaterlandes? Nicht clarum gebt es. sondern um Gerechtigkeit.; F* uiril einmal ein Zeitalter kommen, in dem die C.epenwart mit liecht aldi»* /eit des p roßen Cure ch t e s bezeichnc't u c-rclc-n u ircl. Schani i und Fkel würden an jedem anstiindip Denkcn-; den anpc sjchts der maßlose» Hetze xerantwortiinp'laser Demapopen. dem hemmunpslosen Propagieren iinrelipiöser Haßmaximen pepen eine wehrlose Minderheit. Und die Menschen : spaterer Cencrationell wird das praller Krbarnien überkommen mit der mißleiteten Kreatur, die in dem würdelosen Schmähen der Bestell ihrer Nation -ich selb-t entw iirdipte. in blinder l nx erminfl die Wahrheit nicht sehen wollte. W e I ch p r ,i (h 1 \ o I I e K ä m p f e r n a t ii r w a r dieser T o t e . der mit der heiteren, ptitipen Naturhaftipkeit und unbeirrbaren Geradheit -eines Wesens xerband den starken Sinn für das |>oliti'th Reale den festen Glauben au -eine |Hilitis(.he Aufpabe. die Hilfsbereitschaft des Not und L'iiterdriicfciing aus jahrhundertelanpem C»hettolelH*n nur zu put kennenden Jüdischen Menschen! Der ..internationale" Jude und Sozialdemokrat Dr. Krank spricht am 24. Juli 1014 auf einer Krioden«kiindpobunp zu den Mannheimer Arbeitern, bei denen er. wie bei der irbeiteiidcn Bexülkeriinp des badischen Landes überhaupt, eine, beispiellose Popularität nnd Verehrunp penofl. über die Kriepspefahr. und züperte nicht, trotz der V orfolpuiipen seiner Parleianhänper unter dein alten Repime. zu sapen: ..Wir .x aterlandsloseu* Gesellen xx isseit aber, «laß x, ir. xxenn auch Stiefkinder, so «loch Kinder Deutschlands sind, und daß xx ir uns unser Vaterland pepen die Reaktion erkämpfen müssen. Wenn ein Kriep ansbricht, so werden also auch die sozialdemokratischen Soldaten gewissenhaft ihre Pflicht erfüllen". Schreibt, nachdem er sich kriep-freiw illip gemeldet hat. an Kriedriih Stampfer am 20. August 1914. daß das Motiv seines Handelns «ar. ..durch die Tat zu zeigen, daß unser Be-chluß xom 4. August nicht äußerem taktischem Zxxanp. sondern einer inneren Notwendigkeit entsprang. — daß es uns also mit der Pflicht der Verteidigung der Heimat bitter eni't" gewesen ist. Seinen Freund Prof. Gustax Vlexer grüßt er am 27. August, kurz vor dem Abmarsch ins Feld, mit den Worten, er sei glücklich, all das tätig miterleben zu dürfen. ..Wenn ich gesund heinikommc. xx arten große Arbeiten. Die internationale Idee ist auf lange i hinaus zuriitkgedränpt durch die Realität einer | nationalen A rbeiterbexx epunp. Statt eines | Generalstreiks führen xx ir für «las preußische! Wahlrecht einen Krieg." Der gleiche Ludwig Krank, der kurz vorher anläßlich des berühmten /.abern-Zxx ischenfalles in einer meisterhaften Rede die lnter|>ellation seiner Partei im Reichstage liegründete und in einer Wendung gegen den Thronfolger ausführte, daß ..das höchste Sol- - datengliick". xon dem der Kronprinz sprach. ..an der Spitze des Regiments in die Schlacht zu reiten", für da«, deutsche Volk das größte L n- ■ glück sein müsse - der gleiche Ludwig Krank stellt sich in der Stunde* der Gefahr dein Vater- Fleig ^Cftoigstrsft« 211. Stock ✓ Tdefon 28070 HAARFÄRBEN INSTANDSETZEN VERFÄRBTER HAARE lande zur Verfügung, iin festen Glauben, nach Beendigung des Krieges der Arbeiterklasse dir Gleichberechtigung durch die Tat erkämpft zu haben. Noch dazu ein Politiker von Format, aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge Bebels, glänzender Redner mit «lein Feuer wissenschaftlichen Wollens und edlem Pathos der großen Fiihrerpersönlichkeit Lassalle, dem er überraschend ähnlich sieht, ein Parteiführer, der seine* |M>litische Karriere*, ohne Wesens zu muchen. in der Stunde der Not hintanstellt. Kin V erhalten, in einer Zeit, in der das Wort national von gewissen Kreisen in Erbpacht genommen xxorden ist. gewiß der Erinnerung wert. Der preußische Minister des Innern Dr. Severing xvat es. der in seiner letzten Rundfunkrede zur le tz teil Rfichstagswuhl den sozialdemokratischen Abgeordneten und Juden Dr. Frank den mit der Verleumdung des Landesverrats und der Desertion arbeitenden politischen Gegnern verhielt und der breiten Oeffentlichkeit wieder Kunde gab Ton dem stillen Heldentum eines ihrer Besten. Der deutschen Juden heit sei der Tod des Kämpfers Frank und mit ihm der Verlust von 12 000 deutschen Juden in ernster Stunde* ein Mahnruf, stets gegen den Wahnwitz des grausamen All-- Vernichters Krieg für den Frieden einzutreten. Schon mehren sich die Stimmen, die auf diese Aufgabe des Judentums im gegenwärtigen Moment hinxveisen. Der Schriftsteller Dr. Bauer hat unlängst in der Aufsehen erregenden Broschüre ...Morgen wieder Krieg“ das Judentum als eine Friedenshoffnung angesehen, wenn auch seiner Ansicht nach keine von entscheidender Bedeutung. Der Dichter Oskar II. Schmitz hat iinzugerufen. daß. um den Frieden zu erhalten, nur eine Gemeinschaft helfen könne, die seit dem Aufstund des Bur Kochba ihre militärische Tradition nicht mehr erneuert habe. Für Fried e ii ii n d Kultur ist von jeher die weltgeschichtliche Mission des Judentums gewesen. Lud so schreien auch wir es mit des Toten Freund J. Bali heraus, wie entsetzlich dies ist. dies eine Schicksal unter abertausend wesensgleichen: Da ging ein junger, starker, gesunder Mensch auf der Höhe seines Lebens und glücklichen Wirkens in die Kaserne, drei Wochen trug er Kasernenluft und ungewohnten Dienst mit Festigkeit und Laune, eines Tages ist Abmarsch. ein paar tausend Arbeiter umdrängen den Wagen, werfen Blumen und rufen: ..Frank xx iederkommen!“ und achtundvierzig Stunden danach ist ein schöner Morgen, die Sonne scheint auf Tau. und durch helle Luft und Wind geht das Regiment in sein erstes Gefecht, eine Weile liegen sie im Schützengraben, dann ein Signal: zum Angriff, sie springen vor, und seitwärts in der hohen Stirn, die so sehr an Lassalle erinnerte, sitzt ein kaltes Stück Blei“. mit biologischer Sauerstoff - Wirkung die sparsame Weiße Zähne rein deutsche Reiner Atem ZAHNPASTA Spitzen / Gardinen / Taschentücher fetel eKindeH$ucgptatz 3 TJlocie Steinhardt FEINE BINDEREI BLUMENHAUS und I I DEKORATIONEN L.baCkle jeder Art Paulinenslr.31, Tel. 63199 Mitglied der europAJechen Blumenependen-Vermittlung Schreibmaschinen alle Systeme, neu und gebraucht, zu billigsten Preisen. 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