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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1932-07-16 · 8 (16.7.1932) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IX (1932-1933)
Issue
8 (16.7.1932)
Date
1932-07-16
Page
[Seite] (sequence 6)
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Sickere Eapltelulage la | pHMmHRi iu renfM-iypnciei Ipül i **** I J&aMkcomtttcmdite Siegmuttd Weil Aus xLen Qememden IDücttem&ecgs. Stuttgart. Sitzung des Vorsteheramtes am 6. J u I L Zu Beginn der Sitzung teilt der Vorsitzende. Oskar Rothschild, mit, daß R.-A. Dr. Tänzer infolge Erkrankung der heutigen .Sitzung fernbleibe und spricht unter Zustimmung des Kollegiums den Wunsch aus. daß der Erkrankte recht bald genese. Er behandelt dann in seinem einleitenden Berichte eine Anfrage des Überrates wegen des Wahltermins Mir die Ersatzwahl zur Landesversammiung für den verstorbenen Siegfried Kahn, Cannstatt, und seinen aus Württemberg verzogenen Stellvertreter Friedmann. Das Vorsteheramt erklärt sich damit einverstanden, daß die .Neuwahl zum Vorsteheramt in Verbindung mit dieser Ersatzwahl zur Landesversammlung im November stattfinden soll, um eine zweimalige Wahlhandlung zu vermeiden. — Das Kollegium nimmt sodann erfreut Kenntnis von der Mitteilung, daß in dem Befinden des Religionsoberlehrers Adelsheimer eine Wendung zum Besseren eingetreten ist. sodaß bereits nach den Ferien mit einer Wiederaufnahme des Dienstes durch ihn gerechnet werden darf. — Die Mitteilungen über die Statistik des religiösen Le bens in der Gemeinde Stuttgart werden noch an anderer Stelle dieses Blattes vollinhaltlich zum Abdruck gebracht. — Der Vorsitzende gibt hierauf Kenntnis davon, daß der Oberrat der Gemeinde verschiedene Akten, welche die Tätigkeit des verewigten Kirchenrats Dr. v. M a y e r betreffen, abschriftlich mitgeteilt hat. — Der Neudruck des Adreßbuches soll im Verlag der Gemeinde \orgenommen werden: über Einzelheiten soll die Finanzabteilung die Entscheidung treffen. — Der Dispositionsfonds hat für den ihm von der Gemeinde aus Stiftungsmitteln überwiesenen Betrag gedankt: ebenso der Oberrat für die Jubiläumsstiftung. über deren Anlage und Arbeitsform vom Oberrat Mitteilung eingegangen ist. Mit einer Bekanntgabe über die am Sonntag, den 17. Juli, stattfindende Aussprache des L.I.W. über die Wanderfürsorge beschließt der Vorsitzende seinen Bericht. Eine kurze Aussprache über den Erlaß des Oberrates wegen der Erhebung von Vorauszahlungen auf die Landes- und Gemeindeumlage für 1932 33 führt zu der Entschließung, daß. entsprechend der Ermächtigung, vorläufig die Hälfte der vorjährigen Jahresstenern an Landesumlage als Vorauszahlung für 1932.33 zu erheben, gleichzeitig auch die Gemeindeumlage zur Hälfte erhoben werden soll. _ Als Obmann der Finanzabteilung berichtet Karl Levi von Gesuchen des Fürsorgeamtes und des L.I.W. um die Bewilligung höherer Beiträge. Die Finanzabteilung hat gegen diese Bewilligung verfassungsmäßige Bedenken, da die Gemeinde bisher nur 10 % ihres Steuereinganges für Wohlfahrtszwecke verwenden darf. Die finanzabteihing empfiehlt dem Fürsorgeamt erhöhte Sparsamkeit und schlägt vor. ihm vorerst 500 RM. monatlich vorzuschießen und das noch vorhandene Restkapital in Höhe von 2000 RM. zu beleihen. Dem Bedenken gegen eine erhöhte Bewilligung für Wohlfahrtszwecke schließen sich Dr. f legenheimer und Eduard Weil an. Ein Antrag des Stadtrabbiners, dem Fürsorgeamt monatlich 1000 RM. vorzuschießen, wird abgelehnt und der Vorschlag der Finanzabteilung angenommen. Für den L.I.W. schlägt die Finanzabteilung eine Bewilligung von 400 RM. vor. In der Aussprache über diesen Vorschlag äußerte Dr. Flegenheimer den Wunsch, daß sich die Zentralkasse bzw. die Landesversammlung nach dem Vorbild der badischen und bav rischen Landesorganisation in erhöhtem Maße an den Wohlfahrtsbestrebungen der Landeszentrale durch die Bewilligung von größeren Mitteln beteiligen solle. Zu einer lebhaften Aussprache führte die Behandlung der Protesterklärung von 54 Gemeindegenossen gegen die Bewilligung von Mitteln zur Mietung des Jugendheims und des? Begleitschreibens des Wortführers der Protesterklärung Ludwig Oppenheimer. Der Vorsitzende teilte mit, daß das Vorsteheramt von dieser Erklärung Kenntnis genommen habe. Auf die Verlesung der Erklärung wurde, da der Wortlaut den Mitgliedern des Vorsteheramtes bekannt war, verzichtet. Dr. Flegenheimer erklärte, daß das Vorsteheramt pflichtgemäß gehandelt habe, entbehrte aber die Erteilung einer Antwort auf den Protest, worauf Eduard Weil daran erinnerte, daß Dr. Flegenheimer und Dr. Tänzer mit der Abfassung einer solchen Antwort beauftragt worden sind. Dr. Flegenheimer gab hierauf Kenntnis davon, daß er sich mit Dr. Tänzer dahin geeinigt, der Versammlung nur die Kenntnisnahme der Eingabe vorzuschlagen, daß aber später die in — 70 - der Begleitschrift Ludwig Oppenheimers getadelten angeblichen Mißstände im Jugendheim von der Jugendabteilung des Vorsteheramtes durchberaten und im Plenum behandelt werden sollen. Auch Sanitätsrat Dr. Ries entbehrte die von Dr. Flegenheimer und Dr. Tänzer vorbereitete Beantwortung des Protestes. Zur Angelegenheit äußerten sich außer dem Vorsitzenden wiederholt Eduard Weil, Dr. Ries und Dr. Flegenheimer. Besonders Eduard Weil vermißte eine bündige Erklärung, daß das Vorsteheramt mit seiner Bewilligung über seine Befugnisse nicht hinausgegangen und die ihm gemachten Vorwürfe entschieden abwehre. Dr. Flegenheimer sieht in der heutigen Aussprache eine vollgültige Antwort auf die Protesterklärung, hält aber alle weiteren Erörterungen über diese im Hinblick auf die Zeitlage für unangemessen. Der Vorsitzende und Friedrich L. Kiefe schließen sich dieser Anschauung vollinhaltlich an. Weil nimmt darauf seinen Antrag, eine Antwort auf die Protesterklärung im Sinne einer Abwehr gegen die erhobenen Vorwürfe zu erteilen, zurück, womit die Aussprache über die Erklärung geschlossen ist. Den Bericht der Finanzabteilun^ erstattet Karl Levi: dem Verein Agudas-Achim soll ein Monatsbeitrag von je 2t RM. auf i Monate bewilligt werden; der Reichszentrale für Schachtangelegenheiten und dem Kuratorium von Rodges werden Subventionen bewilligt. Ebenso wird die Erlaubnis zu verschiedenen kleineren baulichen Verbesserungen erteilt Für die Friedhofsabteilung berichtet Eduard Weil von den Vorbereitungen zur Erschließung des neuen Friedhofes. Er erinnert wiederholt daran, daß auf dem Friedhofe nur Grabdenkmäler errichtet werden dürfen, die den vorgeschriebenen Bedingungen entsprechen. Für die Beerdigungen von Gmünder Glaubensgenossen auf dem hiesigen Friedhof wird der Wunsch geäußert, daß, falls in Gmünd bereits eine Grabrede auf die betreffenden Verstorbenen gehalten worden, hier nur die rituellen Gebete vor der Bestattung gesprochen werden sollen. Der Bericht der Jugendabteilung und die Besprechung der Vorschläge des Jugendrings soll erfolgen, wenn der Berichterstatter Dr. Tänzer wieder genesen ist. In einer die Sitzung abschließenden BesprecKefflkowi 1 Strümpfe, um ■ M TrHMlwaMkc 1 Wsflwsrcw a. nanu.1 Y«l Ti* «rtra4taau«»run Tel. 3430 •Mir. 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