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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1932-07-01 · 7 (1.7.1932) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IX (1932-1933)
Issue
7 (1.7.1932)
Date
1932-07-01
Page
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Sichere Kapitalanlage I» AirtertHluHettM, A*w«J- I ifulMei ml FeflitMiMkekn IA Is 0&ankcommandUe Siegmuttd Weil TSMtta S9S44/4* band unumgänglich erschien, wurde in einer außerordentlich gut besuchten Versammlung am 18. Juni verwirklicht. Der bisherige Obmann der Sportabteilung, Bernhard Orljansky. begrüßte die Anwesenden und erstattete einen kurzen Bericht Uber die bisherigen Erfolge der Fußballmannschaften. Der Rednör gab dann die Gründe bekannt. die zur Einberufung der Versammlung veranlaßten. — Hierauf richtete Kurt Hiller in einer Ansprache an alle Sportfreunde die Aufforderung, in dem nun zu gründenden neuen Verein tatkräftig mitzuarbeiten. ln der sich anschließenden Diskussion wurde in ausgiebiger Weise für und gegen die Gründung gesprochen. Mit großer Stimmenmehrheit kam schließlich ein Beschluß zur Gründung des „Sportklubs Hakoah Stuttgart" zustande. an dessen Spitze bis zu einer später vorzunehmenden Wahl Dr. Edgar Heilbrunner, Eduard Januar und Bernhard Orljansky berufen wurden. Stuttgart. Am 26. Juni beging der Chemiker Professor Dr. Julius Schmidt in Stuttgart den 60. Geburtstag. Die Oeffentlichkeit weiß wenig von dem Mann, der ein Gelehrter von Weltruf ist. Er hat picht nur eine umfassende literarische Tätigkeit ’ entfaltet, sondern auch, zum Teil gemeinsam mit seinen Schülern, wichtige Experimentaluntersuchungen durchgeführt. Sein Lehrbuch der organischen Chemie ist außer in vier deutschen Auflagen, in einer französischen, englischen und amerikanischen Ausgabe erschienen. Schmidt ist seit 1900 an der T e ch - nischen Hochschule in Stuttgart habilitiert. erhielt 1905 Titel und Rang eines außerordentlichen Professors und wurde außerdem 1923 zum etatmäßigen Professor für Chemie an der Höheren Maschinenbauschule in Eßlingen ernannt. Den Krieg hat er als Leutnant im mobilen Landsturm-Infanterie-Bataillon Eßlingen vom August 1914 bis Dezember 1918 mitgemacht. — Wir entbieten dem Jubilar unsere verbindlichsten Glückwünsche. Stuttgart. Die Ferien Vermittlung der Erholungsfürsorge des Jüdischen F rauen bundes hat ihre Tätigkeit in vollem Umfange wieder aufgenommen. Die Vermittlungsstelle kann dem Bedürfnis nach billigem rituellen Ferienaufenthalt im Schwarzwald und — 61 — anderen herrlich gelegenen Luftkurorten sowie Heilbädern bestens entsprechen. Für Unterkunft in nur bestempfohlenen Privathäusern ist weitgehend vorgesorgt. — Wir empfehlen unseren Lesern, von der durch den Jüd. Frauenbund gt botenen günstigen Gelegenheit Gebrauch zu machen und verweisen auf die diesbezügliche Anzeige Seite 58. aus der auch die Anmeldestellen hervorgehen. Braunsbach. Dem verdienten Vorsitzenden des Isr. Vorsteheruints. Salomon Pfeiffer, wurde anläßlich seines 60. Geburtstags der „C li o - we r" Titel verliehen. .Heilbronn. Am 25. Juni durfte Sigmund Löwengardt in voller Frische des Körpers und des Geistes seinen 80. Geburtstag begehen. Der Jubilar ist der Gründer der bekannten Likör- und Farbenfabrik S. Löwengardt in Heilbronn und hat durch seinen rastlosen Fleiß, der in der Gemeinde fast sprichwörtlich geworden ist, und seine hohen kaufmännischen Fähigkeiten das heute von seinen Söhnen geleitete Geschäft zu großer Bedeutung entwickelt. Er ist auch in unserer sdinellebigen Zeit der ruhende Pol seines Kreises geblieben, über den hinaus die soliden Lebensgrundsätze Sigmund Löwengardts stets beispielgebend gewirkt haben. Wir wünschen dem Jubilar noch einen langen gesegneten Lebensabend im Kreise seiner Lieben!.. Heilbronn. Am 9. Juli begeht Rentner H. F a I - 1 e r seinen 85. Geburtstag. Der Jubilar ist eine in der Gemeinde allseitig geschätzte Persönlichkeit, die durch eine tiefe Frömmigkeit besonders ausgezeichnet ist. Wenn es nur seine Kräfte gestatten, nimmt Faller am Gottesdienste teil, zu dessen eifrigsten Besuchern er in früheren Jahren gehörte. — Wir entbieten dem Jubilar unsere herzlichsten Glückwünsche. Heilbronn. Nach alter Tradition hielt der Verein „Einklang“ wieder ein Kinderfest im Garten der Harmonie ab. Trotz ungünstiger Witterung fanden sich die Jungen und Alten in grosser Zahl ein, um sich für einige Stunden einem fröhlichen Treiben hinzugeben. Karussel. Kletterbaum, Sackhüpfen und andere unterhaltsame Dinge sorgten für frohe Stimmung. Eine Polonaise der Kleinen leitete das Fest ein. das unter den Klängen einer guten Kapelle einen schönen Verlauf nahm. Ludwigsburg. Am 7. Juni durfte unser Gemeindemitglied Louis Elsas in voller körperlicher und geistiger Frische seinen 70. Geburtstag feiern. Die vielen Freunde des würdigen Jubilars benutzten gerne diesen Ansaß. um ihm aufs neue ihre Sympathie zum Ausdruck zu bringen. Audi der Isr. ü b e r r a t hat Louis Elsas ein ehrendes Glückwunschschreiben übermittelt. Möge dem geschätzten Jubilar, der den Ehrennamen eines vom r JJice Jtiiße gehören zur Behandli TUiuCUtcHfa zd Modern eingeriehtetes FuBpflegel stitut höchsten Pflichtbewußtsein erfüllten Ma ines verdient. noch viele glückliche Lebensjahre beschieden sein! Rottweil. Ein schöner und gemütlicher Abend vereinigte vor kurzem die Mitglieder^ des hiesigen Frauenvereins. Die Vorsitzern!e, Frau Singer, berichtete in eingehender W ‘ise über die vor kurzem in Stuttgart stattgi’fundene Hauptversammlung des Landesverbandes Württemberg des Jüdischen Frauenbunds. Die Ausführungen der Referentin vermittelten einen vorzüglichen Ueberblick über die jüdische Frauenarbeit des letzten Jahres. fBuhnensdum. Württ Landestheater. „Die Portu s ch e S di 1 a ch t“, eine Komödie in von Ernst Penzoldt. ist das 1 i inte re l r a 1 e s i - Bildern ressante hat und talt: Ein ron erfblichkcit. 1h ab? r so gean keine cjines Vol- Land. Er Person erstehen. Diesem Dpfer und Werk eines Dichters, der etwas zu sa es auch zu sagen versteht. Der ln schwärmerischer Jüngling auf dem strebt für sich und sein Land Unste Realitäten gibt es für ihn nicht — winnt man keine Schlachten, erobert *nj Welten. König Sebastian, der Abgott kes. bringt also nur Unglück über sein selbst fällt in der Schlacht, um in de irgendeines armen Teufels wieder uufzi dem man einredet, er sei der König Wahne fällt der Pseudomonarch zunv erleidet den Märtyrertod. Das Stück ist ausgezeichnet gemacht, aber der furchtbare Ausgang lastet schwer auf de i Hörern. Bei der Erstaufführung tat dies aber dem Erfolge keinen Abbruch. Darsteller, Spielleiter und Dichter wurden tnit lebhaftem Beifall ausgezeichnet. Glänzende Leistungen waren der Köt ig (Herr F e r n a u). die Königin-Großmutter (Frau Rem o 11). Donna Anna (Frl. K o p pl. Muh i Muloko (Herr .Wiste n>. Recht ansprechend;'ab Herr Lauben thal den Grafen Christoph an. Herr Hellmund hatte die einzelnen Szenen aufs beste herausgearbeitet und-dafür gesorgt, daß in dem dunklen Gemälde die'Liditmoniente entsprechend hervortraten. So gereichte die Aufführung unserem Landestheater zur hohen Ehre. Die ausgeglichene Darbietung stand ganz auf der Höhe moderner Schauspielkunst ng ins I ZJCeMtxuw a.7l. TÜ 3876 Si J/ih- ItüfJn Mh.^fachonrodar 3NH- EUGEN ZIEGLER STR: 11t KONDITOREI / CAFE Qceinec Bahnhofstr. 33 - Heilbronn Tel. 3602 G. ROHRBACH Inh.: N. Huber, Ing. 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