Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IX (1932-1933)
- Issue
- 6 (16.6.1932)
- Date
- 1932-06-16
- Page
- [Seite] (sequence 8)
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— 56 — Briefmarken / Jür Sammler / Alben Kataloge-Fälze^^^. SBrtef markenhaut Könhqtb+u K6nigsbaapA3**Qr “ WILHELM MÜLLER Daohdeokermelstar OlgastraB« Nr. M / Foraraf Nr. 7S714 Dachalndackiiagea mit Sdiiefer / Ziegel / Dachpappe u. s. w. HdagegerQste Raparalum «cfanell u. billig. Anstreldien von Dachrinnen JUmopcaktik C Nervenbehandlung ) ttfaiqzeidies JmsüUU Olgastr. 39 a1 / Telefon 285 74 Ein preußischer General jüdischer „Rasse". In der „Frankfurter Zeitung“ vom .. 2». April 1932 findet sich folgende No tut: In Heidelberg starb der General der / Kavallerie a. D. Walter von Mossner im 88. Lebensjahre. Er war von Is92 an Adjutant des früheren Kaisers. 1895 wurde er Kommandeur der III. Garde-Kavallerie-Brigade, später Chef der Militärreitschule in Hannover. 1905 wurde er Gouverneur von StraBburg. Mossner hat sich auch als Rennreiter einen .Namen gemacht. Er war von jüdischer Abstammung und hatte es daher schwer. Offizier zu werden. DaB ihm dies doch gelang, verdankte er der Intervention Kaiser Wilhelms I„ der dem Vater Mossner aus dem Jahre 1848 her verpflichtet war. Mossner hat sich später als Offizier groBe Verdienste erworben. Edürfte die Leser dieser Zeitung interessieren. was Fürst B ü l o w in seinen Denkwürdigkeiten ngl. Fürst Bülow. Denkwürdigkeiten. Bd.4 8. 235 ff.. Verlag L'llstein. Berlin) über die I .uifbaiin dieses Offiziers zu erzählen weiß, nachdem er an einer früheren Stelle berichtet hat. wie er -ich als Premierleutpant bei einer Attacke im "sieb/isrer Krieg ausgezeichnet hat. Fürst Ivulow schreibt: ..Ich habeschon erwähnt, daß der Kegimentsadint.int, Leutnant Mossner. sich der von Ruilolphi -am 19. November is70i gerittenen Attacke freiwillig angeschlossen hatte-. Mossner war einer der besten Offiziere des Regiments und. ich kann wohl ohne L'ebertreibung sagen, als er zu höheren Chargen aufrüekte. einer unserer ausgezeichnetsten Kavalleristen. Lr war der Sohn eines Berliner Bankiers, der Gelegenheit gehabt hatte. Is4s dem damaligen Prinzen von Preußen treue Dienste zu leisten, als der Prinz, in den traurigen Mar/tagen als ..Reaktionär" und ..Absolutist“ \ r r-chrieen. gezwungen wurde*. Berlin zu verlasM-n. Kaiser Wilhelm I. vergaß nie einen ihm geleisteten Dienst. Als er zwei Jahre nach seiner Thronbesteigung dem Bankier Mossner begegnete. frag er ihn. ob er ihm nicht einen Wunsch erfüllen könne. Der Gefragte erwiderte, daß er 'einen jungen Sohn habe, der für einen guten Reiter gelte und brennend wünsche, bei der Kavallerie einzutreten. Der König versprach gerne, daß er den jungen, damals gerade 18jährigen Mann bei -einem eigenen Regiment, den Künigshusaren. einstellen lassen werde. 1865 bei den blauen Husaren in Bonn eingetreten, fand Walter Mossner dort nicht gerade eine freundliche Aufnahme-. Mossner entstammte einer israeliti- -chc-n Familie, und das Offizierskorps weigerte -ich. ihn zum Offizier zu wählen. So kam es zu einem der wenigen Fälle, in denen Wilhelm 1. ein Offizierskorps zwang, einen ihm nicht genehmen Avantageur in seinen Kreis aufzunehmen. Der König ließ den Offizieren seines Ilu-arenregiments durch den Regimentskommandeur sagen, er würde die Nichtwahl des Avantageurs Mo— ner als eine persönliche Kränkung empfinden. Daraufhin zum Offizier gewählt, machte sich Mossner sofort dadurch eine gute .-Stellung, daß er einem Fähnrich, der sich seiner Wahl Ivesonders lebhaft widersetzt hatte, in einem Duell einen tüchtigen Schwadronshieb über den Kopf gab. Im Februar 1*66 zum Leutnant ernannt, verdiente sich Mossner in der Schlacht von Königgrätz den Roten Adlerorden mit Schwertern. Von 1867 bis 1872 Regimentsadjutant. genoß er als solcher das volle Vertrauen. die volle Zufriedenheit, die Freundschaft und die Liebe des Obersten von Loe. 1872 wurde er zum Großen Generalstab kommandiert. 1887 etatsmüßiger Stabsoffizier bei den Leib-Garde- Husaren. von 1891 bis 1895 deren Kommandeur. 1695 erhielt er die III. Garde-Kavallerie-Brigade. 189s wurde* er Chef des Militär reit Instituts. 1899 Generalleutnant und Kommandeur der Garde- Kavallerie-Division. 1903 Gouverneur von Straßburg. Nicht lange vor dem traurigen Ende des W eltkriegs. in dem er sich als stellv. Kommandierender General zur Verfügung gestellt hatte, verlieh ihm Wilhelm II. den höhen Orden vom Schwarzen Adler. Mossner war. wie ich glaube, der letzte preußische General, der den Schwarzen Adlerorden erhielt. Eine wohlverdiente Auszeichnung für einen Mann, der sich in zwei Feldzügen Im*vvährt, der ein trefflicher Regiment-adjudant. Eskadron-Chef. Regiments-, Brigade- und Divisions-Kommandeur gewesen war und außerdem einer der besten Reiter der Armee*, der zw e imal das große Armee-Jagd rennen gew onnen hatte*." Dr. B. Körp«rpflag« Bestrahlungen TP Anny Löhr,ärztlich geprüft Stuttgart, Roteetr. Nr. 26 HERMANN KRIEG Hegelstr. 53. Eck« HSldertlnstr. Fernepreeher Nr.flttl Stets frisch gebrannten Kaffee / ff. Teemischungen Weine/ Conserven/Confitüren / Feinkost IMm a. D. Alberl Cramer, Mdt/il KiusflAiDerei o. chm Wasduuufall Plaizgaue 25 / Fernruf 2981 Annahmestelle: Inlsntrilc 14 parterre Hell-, Wandand Hauptniederlage: Zaideltor-dpofhcke Ulm c d JETTER 6 SPXTH BAHNHOF-HOTEL ALBERT WIELAND Inh.: Verleger Bestgeführtes Haus Täglich Treffpunkt des Israel. Lesevereins Zimmerei, Treppeibai ml Banibreiierei Lantengasse 9 / Ulm a.D. z TeL SA. 2270 fiastav Modellier am Judenhof Feige Briefpapiere / Füllfedertialter IM* WM, Irtlium m Mn 1Mi Neutorstr. 21 - Tel. 2S23 Brennstoffe nur erster Qualitäten Adolph Moos Witeit- ». 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