Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IX (1932-1933)
- Issue
- 1 (1.4.1932)
- Date
- 1932-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/4904101-5442797-5443231--3515-4907360- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
- s — BiOX-ULTRA-ZAHNPASTA Z: r*°^lt| *** macht dl« ZAhna blandand w«IB und basaltlgt Mundgarueh, aprltzt nicht. Ist hochkonzantrlart, dahar so sparsam. Klalna Tuba 90 Pfg. Max Elb *.* 3. Drasdan Fest- und Feiertage, der frohen und heiteren, aber auch der ernsten und trüben Zeiten unsdimiegt. Diesem Zwecke dient die sorgsam gepflegte Kleinarbeit des Tages, die sich nach den natürlichen Bedürfnissen des Hauses regelt und bei der gar nichts unwichtig ist. nicht einmal, wie das Kind seine Stiefel wichst, wie es beim Bettgehen seine Kleider auf seinen Stuhl legt, wie es seinen Löffel zum Munde führt. Diesem Zwecke dient vor allem das Verständnis- und liebevolle Zusammenleben aller am Krziehungswcrk Beteiligten mit den Kindern. Das sagt sich so leicht hin. Es erfordert aber viel geistige Beweglichkeit und Weite bei der Vielgestaltigkeit der Erscheinungen im Kindesleben, viel Lebenserfahrung und Takt bei der gesteigerten Empfindlichkeit der Heimkinder, viel Selbstlosigkeit und Hingabe bei der hundertfältigen Inanspruchnahme des Erziehers für die kleinen und kleinsten Anliegen der Kinder. (Fortsetzung folgt.) Aus dm Qememdm lüueUemAeegs. Stuttgart. Goethe- Ehrung aus dem Munde eines Toten. Der grolle jüdische Goetheforscher F r i e d r i th G 11 n d o I f sollte gelegentlich der an der Pariser Sorbonne vorgesehenen Goethefeier die Gedenkrede halten. Der Tod vereitelte diese Absicht, doch fand sich die schon fertiggestellte Rede im Nachlasse des Gelehrten. Durch die Güte der Witwe des Verstorbenen konnte Professor Beutler diese Rede bei der in Goethes Geburtshaus abgehaltenen Gedenkstunde zur Verlesung bringen. Wir entnehmen darüber der „Schwüb. Tagwacht": ..Nach der „Scsenheim“-Stunde des Südfunks folgte im Rahmen der Goethe-Ehrungen als Reichssendung die Hebertragung einer Feier aus Goethes Geburtshaus, bei der Professor Ernst Beutler, der Goethe-Haus-Direktor. vom Mansardenzimmer des dritten Stockes aus den unsichtbaren Hörern in aller Welt Grüße aus der Wohnung von Goethes Jugend entbot, dem Schauplatz seiner frühesten dichterischen Visionen und Gestalten. Von dort aus wurde auch des inzwischen verstorbenen Friedrich Gundolfs Ansprache gesprochen, die er bei der Goethe-Jahrhundertfeier der Sorbonne zu halten gedachte. Diese Rede gab der Feier einen eigenen Glanz, eine besondere Weihe. Hier sprach ein Dichter und Forscher, der die menschliche und künstlerische Größe Goethes zum .Maßstab des Bedeutungsvollen erhob.“ Stuttgart. Der Württ. Ausschuß fürden jüdischen Aufbau Palästinas, der es sich zur Aufgabe macht, die Verbundenheit der Juden unseres Landes mit dem Land unseres Ursprungs und unserer Hoffnung aufrecht zu erhalten oder neu zu befestigen, veranstaltet zur Erfüllung dieser Aufgabe und zur Werbung für den Aufbaufonds (Keren hajessod) von Zeit zu Zeit Vortragsabende, unter denen der um 19. März abgehaltene unzweifelhaft einer der bedeutendsten war. Der gute Besuch bewies das lebhafte Interesse leider nur eines Teiles der Gemeinde für den Gegenstand und für die beiden vorgesehenen Redner. P r o f. Dr. T ä u b 1 e r aus Heidelberg und S u 1 ui an S ch o ck e u. Leider war 8aIman Schocken durch einer plötzliche Erkrankung im letzten Augenblick atii Kommen verhindert, so daß Dr. R o s e n b 1 ü t h aus Berlin. Mitglied des Präsidiums des Keren hajessod und des Rats der Jewisli Agency, mR einem gewissermaßen aus dem Stegreif gegebenen Bericht über die gegenwärtige allgemeine Weltsituation der Judenheit für ihn entspringen mußte. Dr. Tüublcr. der auch in Stuttgart wohlbekannte Ordinarius für Geschichte an der Heidelberger Universität, hatte sich die Aufgabe gestellt, die Bedeutung des j ii d i s ch e ii Palästina f ü r d u s d c u t s ch e J ii d e n t ii m . wie für die Diaspora überhaupt uu einem kurzen Geschichtsabriß der geistigen Strömungen im Judentum aufzuzeigen: Zu allen Zeiten war Palästina der Mittelpunkt, zu dem sie hinzielten, und um den sie kreisten. Uralt die seelische Verknüpfung durch Verheißung, Sehnsucht und Erinnerung, die das Land gleichzeitig als Stammesheimat und als VV esensursprung empfinden ließ. Die bedeutsamste religiöse Idee des Judentums, die messianische, aus der sich die immer neue Tatbereitschaft des Volkes, seine nie versagende Aktivität entwickelt, ist aufs engste uu den geheiligten Boden gebunden, ln wechselnden Formen mischen sich im Lauf der Jahrhunderte Palästinasehnsucht und messiunische Hoffnungen. Sie steigern sich zu höchster Hingabe in der Gestalt eines Jeliuda Hulevi und versinken in Betrug und Schmutz im dunkeln Treiben pseudomessianisdier Betrüger com Schlage eines Jakob Frank. Erst der sich ausbreitenden zionistischen Bewegung konnte es gelingen, sie aus diesen Niederungen wieder frei zu machen, über ihre jüngste Verflechtung in das Getriebe der britisch-arabischen Weltpolitik bedeutet eine neue Gefahr. Es fehlt dem Judentum an einer Zusammenfassung, die geeignet wäre, solchen Gefahren zu begegnen, so wie tlie katholische Kirche sie als Einrichtung im Papsttum, aber auch der minder straff organisierte Islam und Protestantismus in freiwilligem Zusammenschluß sich zu schaffen beginnt. Daß aber die Schaffung einer solchen zentralen Stelle uns heute mehr not tut als je zuvor bedarf kaum näherer Begründung. Für diese „wirkende Mitte unserer seelischen Erneuerung“ gibt es keinen anderen Ort als das uralte Sammelbecken jüdischer Sehnsucht und Erinnerung, und wenn wir die Einheit des Judentums wollen, so müssen wir auch den Mittelpunkt w o J- I e » und schaffen helfen, der allein diese Einheit zu tragen imstande ist: das jüdische Palästina als „ideelle Mitte unserer universalen Existenz“. Die in Form und Aufbau gleich wertvollen Ausführungen Dr. Tüublers ergänzte der zweite Redner. Dr. Roscnbliith. durch wirksame Darlegungen mehr wirtschaftlicher und politischer Natur. Die Weltkrise, die alle Sicherungen fragwürdig macht, habe viele Juden gelehrt, umzudenken. auch in ihrer Einstellung zu Palästina. Schwierigkeiten gäbe es auch dort, wie überall, aber alle Schwierigkeiten sind überwindbar. wenn sie von außen kommen. Um ihnen wirksam zu begegnen, tut nur eines not — der i n U n s selbst liegenden Schwierigkeiten Herr zu werden, unsere Gleichgültigkeit und Verständnislosigkeit — der Trägheit des Herzens. An solche äußere Schwierigkeiten als der einzige Ausspracheredner des Lundgerichtsdirektor Stern, darunter an die ernsteste v'on allen, die An deren Lösung es wäre über den Ra Vortragsabends hinausgegangen, sich cU verbreiten — zweifellos viel mehr dun Schwierigkeiten auf beiden Seiten gc als durch äußere. Aber der Leiter der V luiig. Ministerialrat Dr. 11 i r s ch. konnte alle Hörer stark' au rührenden Schluß Recht darauf hinweisen. daß Schwierigkjc zu da sind, daß wir ihrer Herr werden, mungel in Palästina zwar eine Folge krise. aber auch der ungenügenden der Welt judenheit an diesem auch für i kunft so bedeutsamen Werk sei. keineswegs jedoch ein Beweis gegen das Werk M.. rinnerte. Abends. :nit RecRt ' erfrage, men des rüber zu Ri innere irclet ist ersammin einem ,ort mit iten da- Geltl- Weltilnahme hre Zu abi ihr call der T? Stuttgart. Die g e m ii t I i ch e I stunde des 1 s r a e 1 i t i s ch tn F vereinsam P u r i in f e s t c. Hurtnlos|c heiterkeit war die Grundstimmung de liehen Kaffeestunde, zu welcher der verein seine Mitglieder eingeladen, ha Auftakt der in allen ihren Teilen gel Veranstaltung war allerdings der sprechend ernst. Die Vorsitzende, Frau zienrat Wolf, erzählte von den sozialen gebieten, die der Frauenverein in letzteil sein Arbeitsprogramm aufgenommen, in Krankheitsfällen zur Weiterführung halts geeignete Hilfskräfte unentgeltlich fiigung und läßt durch gebildete ju rinnen die Schularbeiten von Kindern, an der rechten Hilfe im Hause fehlt, tigen. kurz, er tritt überall dort ein. wo rechten Hilfskräften fehlt und solche werden. Frau Berta B a ch ergänzte d teilungen durch den Bericht über den E Pftindsummlung von Lebensmitteln. Es her in einem Jahre 600 Pakete im W 6—10 Mark zur Verteilung gekommen, durch diese Sendungen vielfacher Not werden konnte. Aber auch durch die BeH von Arbeitsmöglichkeit ist vielen a f f e e - ■ u ii e ii - > Purim behag- Fruuente. Der tng> Frauen des Mittelstandes eine Verdienst: keit erschlossen worden. Den Uebergc gemütlichen Teile bildeten nach der Ka die reizenden Vorträge lustiger Gedi Erl. Jacobs überaus anmutig zu Gebot Zwei niedliche Kinder erfreuten durch zettele Tanzkunst, während Erl. Lisi mann durch die Rezitation fröhlicher dichtungen heitere Stimmung vermitte Höhepunkt des Nachmittags bildeten vollen und mit großem Charme vorge selbstverfaßten Apercus der Frau Han ger. aus denen goldener Humor, feinsit ohachtungs- und treffsichere Darstell sprachen. Die Zwischenpause füHten von Grammophon platten, welche das haus Jacob liebenswürdigerweise fiigung gestellt hatte. So vergingen mittagsstiinden wie im Fluge, so daß der nach einer baldigen ähnlichen Veranstalt allgemein geäußert wurde. cs ungenen eit ent- Ifommer- Arbeitsr Zeit in Kr stellt Hauszur Ver- Helfedenen es bpaufsich-=r an den benötigt tese Mit folg der sind bisirte von so daß gesteuert! chuffung j üdischen möglichng zum 1 Feepause hte, die brachte, ihre rei- Feld- Dialekt te. Den geist- Iragenen i Metz nige Be igskunst Vorträge in Musikzur Verie Nach Wunsch ung ganz KOSCHER FOR PESSACH Zwei koschere Pflanzenfette so sparsam, so bequem! noo -IffD Tomor, hergestellt unter Aufsicht Seiner Ehrwürden des Herrn Rabbiner Dr. Wolf, ist reinste Mandelmilch-Margarine I Sie können sie als Brotaufstrich unter Fleischbelag verwenden und für Kuchen und Torten, die Sie unmittelbar nach der Mahlzeit reichen wollen. Tomor enthält keine tierischen Fette und darf daher zu allen Speisen ohne Unterschied gebraucht werden. Palmin koscher besteht zu vollen 100°/, aus reinem Cocosfett. Beim Kochen, Braten, Backen — immer freuen Sie sich über seineAusgiebigkeit und seinen reinen Geschmack. Palmin koscher enthält keinen Tropfen Wasser — es spritzt daher nicht aus der Pfanne, dds ganze verwendete Quantum wird voll ausgenützt. Und dabei istPalmin koscher so leicht verdaulich, daß es selbst dem empfindlichsten Magen gut bekommt. TOMOR PALMIN .... .. ... c „ KOSCHER Mit diesen beiden retten gelingen die österlichen Speisen zu Ihrer vollsten Zufriedenheit TPK3—111