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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1932-02-16 · 22 (16.2.1932) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VIII (1931-1932)
Issue
22 (16.2.1932)
Date
1932-02-16
Page
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r Jfice $äße gehören zur Behandlung ins JUuämeHiadl Modern eingerichtetes Fußpflegeinstitut fuhr.M i (»bi-rli-liri-i \\ o tii e n in .1 r k ‘Kassien, l’riv.itiri V De«-., » >v 1 iinH A. Schäfer. \n dir Mitglieder MMsdinmliiug schloß «ich > >>> V. ertrag mim Rechtsanw alt I )r.' M i 11 \ S ch w a 1 /- ■Stuttgart lilirr da« I IiiMiia „R ii ch l> I i <h 11 *■ \11-s blick" an. In packender I )arlegung’ zeigte ,|« r Redncm. wir der ( .V in unermüdlicher \rl.rit dt,1 (.rfahrrn de« wachsenden Judenhasses 11 begegnen versmht hat. IX-r Ausblick in <iir Zukunft *ri zw a, nicht erfreulich. dir jüdische :.. uneiii'chaft I, dir alle I 1111 Verlauf ihrer Ge- -<hnhte 'ti i- I . In ii'kraft genug gezeigt. um auch _M..lle Gefällten /II ül»-rw indem. Mit dt I Mahnung. (reu /in jiidi'tht II (,< meiii'tfiafl und /uni dc-iitschi-ii \.dke /u stellen, schloß l)r. Schwarz »eine mit großem Beifall aufgenoiniueiieii Ans liihrniiien. \n d.M 'idi anschließenden Yu««ptache betei- -ijrtrn 'idi <. 11 ' t .1 \ Lion. Rechtsanwalt Dr. K 1 1 / sind, im Jii'tin Stern, stud.jur. 1; 1 1 , (. I 11 ck , 1 II» I lehr, I \\ 11 >h e 11 in a 1 k . nd l!r. Iif'.iin» all I >1 II a \ 11 111 II. riihilisiMi. Am l.lebinai 'i'i'diinl infolge . 11,rs | |ri/«chlag« S\ uagogeuv erw alter Elias \V a - »r 1 in a n II im Uter Min "s JahriMi. Was- •riiiiaiin.dll Mir l> Ja hi eti miii Gmünd nach I nlniitirii nl»Msirdtdlr. iihernahiii Mir sechs Jähen das \mt eine' -ö nagogenv erw alters. das er um Irene und (»ew isseiihaftijrktMt c ersah. Die dl^rineinr Wertschätzung des ht-stheidt nt n und Enedltchen Mannes kamen sowohl durch die Teilnahme seiner »ielen jüdischen und nichtjüdischen freunde al' auch durch die Vnwesenhrit sämt- 11,fir 1 \ 11.1 <• h. i Ihm seinem Begräbnis /um Aus .. f l Im. Vm »V Jauiiai 'teilte1 der iiationalso/.iali-tische S'ladttat Dreher im Gemeinderat den \nli.iL. 1111 Stadt. Schlachthaus das Schlichten mit -.di Mim ■: \\ irkung / 11 \ e r h i e t e 11. f r brachte _!>u,h/iMtm riniMi I ccMiluahintra^ ein. der dahin -in::. dir >chln(htliaiisgebiihren für das Schächten „rjjiJirnrtilalls um das Jo fache zu erhöhen. I m-geuiiber \ eru ie« Bürgermeister S i n d - nijar aiil e ine 11 gleiche n \ntr»g der deutseh- ,iali-in.de 11 Rathaiisfraktion Mim O. Mär/ v.Js.. der scfnin damal~ u ir hallen seiner/eit hieriihiM Ii, richte I alipelehnt wurde. Bürgermeister Sjn,Hing, 1 erklärtewiederum, daß in YY nc tteinberg das -Schächten landesrechtlich ge- •r.'.Tt s,m und durch ort'poli/oilitho Vorschriften acht j,'ändert werden könne. K« bestehe für ■ ii ii ( .eiiieiriderat kein Grund. /11 der Angelegenheit , : tieut '■'tellung /II nehme II. nachdem eine \eiicleT 11 ng in den Rechtsgrundlagen nicht eintreten sei. Hierauf ging man nach einer hef- 1‘i'en Debatte /ui I agc s'irdniing über. Auch der 1 m 111ii.dantr.i; Drehers wurde abgelehnt lim. 111 den I s 1. f 1 a 11 e 11 \ e r e i n e n Min 1 I in . Ii 11 ch a 11 und G ö |i |i i 11 ft e n sprach unlanL'st f r.m < a heimtat (> p p e n h e i m e r . Mün- ■ In n. über J ü d i s ch cf r a 11 11 n d j ii d i s ch e s s. di i ck ' a I" In vortrefflicher Weise entwarf die Redl» rin ein Bild der Jüdische n Krau miii d> 1 biblischen /eit bis zur Gegenwart. Alle Zeit auf' innigste mit dem Schicksal ihrer Gemeinschaft \erblinden, hat die jüdische Krau, stets an b r Erhaltung dieser Gemeinschaft wirkend, bis /11 Beginn des 10. Jahrhunderts ihr Lehen in häuslicher Mille verbracht, wo sie durch vorbildliche Wirksamkeit ihr und ihrer Angehörigen Leben heiligte Die Rednerin führte dann ihre aufmerksame Hörerschaft durch die Zeiten des Mittelalter« bi« in die neueste Zeit, in der die indische f rau nicht nur für die eigene Gemeinschaft bahnbrechend wirkt. Sie gedachte der führenden Persönlichkeiten in der modernen Jüdischen f rauenbewegung und richtete abschließend an die \nwescuiden einen warmher/igeMl ,\p|>ell. auch die heutige schwere Zeit mit clasoin'bejaheitdem Optimismus /u ertragen und sich verantweirtungsb. w nßt in den Dienst der Gemeinschaft zu «teilen. Lim. \ondei De utsche n Si»irtbeheudc werden an die "V) Besten auf den verschiedenen Gebieten der Leichtathletik alljährlich Kh renn adeln verliehen. Unter denen, welche die Khrennadel im Hochsprunp bekommen haben, befindet sich Grete I Bergmann. Lauphcim. welche die ■süddeutsche Meisterschaft im llochsprung im Jahre 1950 in ne hatte. Die Atts/eich Illing ist ihr /»gleich für ihre Mitwirkung in der 4 X 100 m- — 250 — Staffel /merkantil worden. — Hanna Mann. Ulm. die in dieser Staffel mitlief, hat mit den beiden anderen Läuferinnen ebenfalls die Ehrennadel erhalten. Die beiden erfolgreichen Sportlerinnen gehören dem f irner Fnßballverein 1894 an. Jiidischet <Kumoc. So leben wir,' so leben wir .... \ w rcimel begegnet seinem alten Freunde ( hajim. den er «eit Jahren nicht mehr gesehen hat. W tc geht es dir?" ...Xu. Gott sei Dank, ich habe me inen Kaffee und Kuchen /ui rechten Zeit, mein Gläschen Wein, mein Hühnchen, meine Kreppchen. meine Gänse grieben. alles zur rechten Zeit.“ ...So. ko. ist doch wirklich gut. bist du doch ein glücklicher Mann!" ..Schaute, verstehst du mich nicht? Zur r e cht e n Zeit habe ich gesagt: Kaffee Und Kuchen bekomme ich am S ch e wuaus. Wein zum S e - der. ein Stücken Geflügel am Erow Jomkip p 11 r von den Kappores. Kreppchen am Puri m und Gänsegrieben an C h a n 11 k k a." „Und das ganze Jahr?" ,Vn. hungert man sich mit Gottes Hilfe durch." 7lern Jkichec. Eine Encyklopädie. der Religion. Mit dein Erscheinen der 115. Lieferung liegt nunmehr die /weite Auflage des Handwörterbuches für Theologie und Religionswissenschaft vor. das Hermann Gunkel und Leopold Zscharnadc in Verbindung mit einer großen Reihe der besten deutschen Lehrer der Theologie herausgegeben haben. Mit berechtigtem Stolze darf der Verlag von J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) in Tübingen auf das vollendete Werk schauen, das als eine .Musterleistung deutscher Gelehrsamkeit, als ein Standard Werk im Wortsinn bewertet werden darf. Die fünf Bände des Handwörterbuches ersetzen eine ganze Bibliothek. Kür Jedes Fach ist sein bester Vertreter zum Wortführer geworben worden. In knappster und doch immer zureichender Form haben alle Probleme der neuzeitlichen Religion und Religiosität die sachkritische Behandlung erfahren. Aber auch alle Vach bargebiete der Theologie. Kunst und Kultur. Politik und Staatswissenschaft. Philosophie und Naturwissenschaft finden in diesem Buche als Grenzwissenschaften die fachliche Behandlung. So darf die zweite Auflage des Handwörterbuches als ein völlig neues Werk angesprochen werden, da es alle einschlägigen Stoffe, die bereits in der ersten Auflage Behandlung gefunden, neu gestaltet und auf den Stand der Gegenwart gebracht hat. Es ist ein Werk entstunden, das als eine nie versagende, fast unerschöpfliche Fundgrube des religiösen Wissens und Erkenntnis bezeichnet werden darf. Erfreu lieft an ihm und besonders zu rühmen ist die Weitherzigkeit, mit der die Bearbeitung der Stoffe der katholischen Religiosität katho- 1 i s ch e 11 Referenten, die des jüdischen Lebens jüdischen Gelehrten übertragen worden ist. Rabbiner Dr. B a e ck . Professor Dr. El beige 11 und Professor Dr. G 11 t m a 11 n sind die drei jüdischen Gelehrten, die zu Mitarbeitern am Handwörterbuch berufen worden sind. Es wäre dem Handwörterbuch sicher nicht von Schaden gewesen, wenn sich diese drei jüdischen Gelehrten nicht über einige wenige Fragen und Personen hätten äußern dürfen, sondern auch bei der Beurteilung der großen religiösen Probleme mit zum Worte hätten kommen können. In dem ganzen letzten Hefte, welches über 400 Spulten umfaßt, kommen die drei nur je einmal zum Worte: Baeck über jüdische Wohlfahrtspflege. Gutmanii über Zionismus. Elbogen über Leopold Znnz. Dagegen werden nicht wenige jüdische Stoffe und Persönlichkeiten gerade im Schlußteil des Handwörterbuches behandelt. Anregend und interessant sind die Schilderungen der deutschen Dichter jüdischen Glaubens: Wassermann. Werfel, Zuckmayer, Arnold Zweig und Stefan Zweig, denen Professor Knevels, Heidelberg, der Verfasser des guten Buches über das moderne Drama, kurze über doch zureichende Darstellungen widmet. Es ist dabei vielleicht nicht gleichgültig, daß er bei keinem der fünf ihre Zugehörigkeit zum Judentum zu notieren vergißt. In den Artikeln über Welt. Weltanschauung. Weltbild usw. wird die Einstellung des Judentums leider mit keinem Wort erwähnt. Dennoch bleibt das Handwörterbuch auch in der vorliegenden Form eine großartige Leistung der deutschen Wissenschaft und ein unentbehrliches Hilfsmittel zur Erkenntnis aller Fragen und Aufgaben der Religion. Ein Registerband, der noch im Sommer dieses Jahres erscheinen wird, soll das Werk abschließen, das für viele Jahred i e Enc yklopädie der Religion bleiben wird. ^Bütmmschau. Württ. Landestheater. „Freie Bahn dem Tüchtigen“, ein Lustspiel in drei Akten von August Ilinridis. bereitete bei seiner Erstaufführung um 9. Februar den das Haus füllenden Hörern einen überaus vergnügten Abend. Man hörte ein sich von Akt zu Akt steigerndes gesundes Lachen und befand sich in einer Atmosphäre zweifellos ausgezeichneten Wohlbehagens. Das Stück ist keineswegs originell: der Studienrat. der nur sich und seinen Leistungen seine Wahl zum Direktor verdanken will, aber nur dank der geschickten Manipulationen seines Freundes gewählt wird, der Gegensatz zwischen Eltern und der modernen Jugend sind gerade keine neuen Motive Aber sie sind in sehr geschickter Weise mit launigen Einfüllen verbrämt und geschickt verwertet. Die Aufführung unter Kurt Junkers Leitung war ganz, ausgezeichnet: vor allem Emil Heß als Brücker bot eine Glanzleistung. Ganz vorzüglich auch die Damen Pfeiffer, Legal. Beilke. die Herren Junker. Fernau. Arndt. Köstlin. Dittrich. Mendler. Wer sich einige Stunden Frohlaune verschaffen will, sehe sich dieses heitere Spiel an. das mit dem Stücke und seiner Wiedergabe geltenden starken Beifall aufgenommen wurde. Dame »der Herr findet gemütliche» 3intntev traft oute ftenVion zum 1. März 1932. Sellhorn, Königstrabe Nr. 17. FAMILIENNACHRICHTEN Stuttgart. Februar I95J. Verlobung:. Ruth Lindauer Brandeis, Zürich. mit Walter Eheschließung: 5l. 1. 5J. Dr. Walter Strauß. Danneckerstr. 12. mit Hilde Lewy-Peiser. Heilbronn. Roßkampfstr. 21. Geburt: 29. I. 52. I rsula Regina. Tochter des Kaufmanns Dr. Manfred Sichel u. s. Ehefrau Sophie geb. Wolf. Silberne Hochzeit: 24. 2. 52. Max Schorsch 11. s. Ehefrau Laura geb. Bär. Goldene Hochzeit: lb. 2. 52. Fritz Neuburger u. s. Ehefrau Josy geb. Frauenfeld. Degerloch. I.eonorenstr. 45. Crailsheim.?0. Geburtstag: 20. 2. 52. David Heinsfurter. Creglingen.?•. Geburtstag: 22. 2. 32. Frau Caroline Preßburger. Frflngel&Ulmer STUTTGART MrtMstnfti 35. NMfstnfc 40 FrMrttstnfti 60 Fachmännische Bedienung / Billige Preise fetstraReroi Eltvldlll: Rollfilm jed. OrflB« » Pfg. logwrai Absage 0 x 8 1« Pfg. . 9 x 12 — 15 Pfg. lfltUNtlkikHl BSIIagantmB« Kr. 44 Schwab. Hall. Gebart: 24. 1. 32. Moses, Sohn des Salomon Lewkowitz 11. s. Ehefrau Gertrud geb. Rosenberg. Heilbronn. Silberne Ho ch Zeiten: 23. 1. 52. Emil Wertheimer 11. s. Ehefrau Rosel geb. Rindsberg, Olgastraße. 24. I. 52. Berthold Heilbronner u. s. Ehefrau Franziska geb. Rosenstein. Schillerstraße. Künzelsau-Nagelsberg. 8 8. Geburtstag: 11. 2. 32. Hirsch Schlachter. Tübingen. S t e r be f a 11 : I. 2. 32. Synagogen Verwalter Elias Wassermann. 78 Jahre alt. Ulm. Geburten: 22. 1. 32. Ernst, Sohn des Walter F riedmann u. s. Ehefrau Kläre geb. Bauland. 2b. 1.32. Ursulu, Tochter des Hermann Nathan u. s. Ehefrau Anna geb. Dreifuß. Chr. Sfallmann’s Nadil. Stuttgart TMufon 27 734 Kfinigsbau BMta Jn- und Ausländisch» Fabrikate Herrenhüte Sport- und Automützen Aparte Damenhüte für Straße - Reite - Spart Ncnwasdwrci Bodt "ÄÄi? H*rrm-S<Sik> aaS DuMa-Wbd«, FtalltonM«, BatelwSsik«, naft. trocken, gemengt und schrankfertig. OroBe Frelleft - Trackeiiplltse. — Prompte Abholung und Zustellung durdi Auto kostenlos.

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