Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VIII (1931-1932)
- Issue
- 18 (16.12.1931)
- Date
- 1931-12-16
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- II — Marx: Frau Sofie Marx: Theodor Marx; Albert Mayer (Sehlosserstr.): Hermann Mayer (Sattler- Mraße): Paul Mayer: Dr. Hermann Merzbacher; Julius Merzbacber: Dr. Siegfried Merzbacher: Max Meyer: Sally Moos; Simon Münzesheimer. Frau Hermine Nachmann: Hugo Nathan: Dr. Josef Neu: Neu & Grünwald: Dr. Eugen .Neuburger: Frau Luise Ney: Frau Helene Nord linger: James Nürnberg. Max Osterberg: Dr. Benno Ostertag: Joseph Ostertag: JuliusOstertag» Eugen Ottenheimer: Josef Ottenheimer: Dr. Ludwig_ Ottenheimer. Frau Frida Perlen: Edgar Pich: Dr. Manfred Pich: Moses Pohorvles; Isidor Ponie-ranz. Georg Reichner: Frl. Amalie Reif: Dr. Eugen Reit: Joseph Reif: Samuel Reilinger: Gustav Reis: Sigmund Reis: Frau Emm> Rescher: Dr. Paul Rieger: Dr. Karl Ries: Herbert Riese: Moritz Rini|x-I: Frau Charlotte“ Rosenbusch: Dr. Fritz Ros, nfeld: Lothar Rosenfelder: Louis Rosenstöch:! iiiaimel Rosenthal: Karl Rosenthal (Lessingstr.): Moritz Rosenthal: Sigwart Rost: Arthur Rothschild (Ciisar-Flaiseblen-Str.): Arthur Rothschild i Königstraße); Frau Berta Rothschild: Friedrich Rothschild: Fritz Rothschild: Frau Lina Rothschild: Moritz Rothschild. Arthur Sänger: Dr. Siegfried Sänger: Dr. Emil Sander: Simon Schauer: Albert Scheuer: Julius “scheuer: Frau Martha Scheuer: Moritz Scheuer: Julius Schlessinger: Max Schloß: Frau Henriette Schlofiberger: Frau Dr. Clothilde Schmal: Dr. Robert Schmal: Julius Schmidt & Cie.: Dr. Julius Schmidt: Dr. Robert Schmidt: Frau Helene srhohl: Bernhard Schreiber: Siegfried Schwarzenberger; Josef Schwarzschild: Adolf Sichel; Dr. Manfred Sichel; Julius Simon: Frau Rosa Simon; Max Sondheimer (Azenbergstraße); Felix Southeimer: Max Southeimer (Sehlosserstr.); Theodor Spiegelthal; Josef Steiner: Frau Dr. Klarisse Steiner: Bruno Stern: Ernst Stern; Julius Stern (Seestr.): Leo Stern: Ludwig Stern (Seestraße); Dr. Max Stern; Hans Sternheim; Wilhelm Stettiner: Gustav Stößel: Max Straus; Straus & Co.; Heinrich Strauß: Dr. Max Strauß; Dr. Rudolf Strauß: Frau Erna Sußmann: Frau Heinrich Sußniann. Dr. Paul Tänzer: Dr, Moritz Tannhauser: Mo ses Tobias. Oscar l hlman: Richard Lhlman: Louis f IImann. Richard Vogel. Eugen Wachenheinier: Dr. Max Wälder: Moritz Warscher: Eduard Weil: Dr. Hermann Weil: Nathan Weil: Philipp Weil: Richard Weil; Robert Weil-Wolf: Samuel Weil: Dr. Sigmund Weil: Frau Anne Weiß: Berthold Weiß: Salomon Wertheimer: Jakob' Wichler: Leopold Wild: Moritz Wildmann: Adolf Wolf (Reinsburgstr.); Jakob Wolf (Kronprinzstr.): Jakob Wolf (Olgastr.); W. Wolf & Söhne: Frau Rosa Wolf; Sali Wolf: Frau Selma Wolf: Adolf Wolff (Danneckerstr.): Frau Felix Wollf: Dr. Ludwig Wolff: Frau Theres,- Wolff: Hermann Wormser: Frau Valentine Wormser: Max Wortsmann. Dr. Ludwig Ziirndorfer. Franz Fried (Vaihingen a. F.). Emil Feigenbaum (Zuffenhausen). Hundert Jahre synagogale Musik in Württemberg. Von Leo Adler, Stuttgart. i ii-1 ii sx n,i"i,i;i ii-Melciclic-ii werden vielfach . - ■" ic111i«»iic-ljcgepriesen, in dem Sinne-, ulihr I i-pi IItili .Ulf den 1 einpc-lgc'^ing zurück n:u ii wurde. Diese Viin.ihine muß als irrig •i-.-i i.<him-i werden. U ir li.clx-n keine Melodien, die : ‘ ein -ii li'.lie- \lter ziirück-ctiauen könnten, i ät i (l-ic)i können wir von traditionellen Meli, ■ Ren .prechen. sofern solche schon jalirhiinclerte- . :iu und von einem großen le-il der Juden genügen w. rden. Die für da- \orbeteramt sich uheie-itc ncli-ii ( lia-aiiini Anrbc-tc-ri mußten, da -cIniftliehe Aufzeichnungen fehlten. I» de ntendi \orlieter aiif-nifien. um hei ihnen das ( hasonii- -n erlernen. In Deut-chlund bildeten -ich vei- -• inedenai ti-e “singvv ei-en. von denen heule die Ii it'cl.en -uddeiit-iheiii lind polni-chen die Ix - i "i e ii * I -1, : i -ind. Während da- -iiddent-ihe C ha- -i.il durch Einfachheit in der l.iiiienfüha.:-z. v.hnc i. ist dapolni-che rc-idihaltiger. e-ü-iiniigiT. durch Schnörkel die unserem! .:>fi uie.i fremd -iml -o überladen daß da- ' ii ii i:: [ ioi-v ZI,gedeckt i-i w ährc-ncl die -üddent- -'1,1 t.e--:ige ic-lfaiI. ein, I )iir-Ionart zur f ■ n udi ige!i11. i-, |,e; den polnischen in der 'l"!I-li:-|,irl de. l-iiitiiü der -lavvischen l’m- ■-•<-letng im v c-rkeimbaj. I 'azn kommt noch der I m-lcitic! ih * >-i nde. der.iintc-r -cfivjerc-m -etii-.ficn l-*riifki -u'i leben fri-tc-tc-, viel mehr di - Ihdiir'nih. 'r' -iih im klagenden Gelx-te : -ziili-jx-n. W. ii wi. ainfi in Süddc-ntschland i' iiiii-chen -sa. .e-wei-eii im Gottesdienst bei uns l-egegiieii. -O ‘ i;.I — der Nic cIer-d>Iag von Re- — liehen der -mgeuden Juden andem Osten. I - Id--!■- i.a- \ - idic n-i dc-r früheren Israel. ( ßii i kii-ü nbelioide. nicht nur eine- (iottesdiensto-lir .-[g ge-cfieffc-ii ondc-rn auch einen - uidigi n .ette-dieii-t mit einer c-inheitlichc-n I i 111: g n - - -1 ,i -1 i, h t, -1 zu haben, indem sie da- ■ i I i " ' V iter. da- Iinr mündlich überliefert v-.it. ei :i,i :lim ^uddeiit-chlaiid in Noten festii-i 1 ii s,hon in ih n r-ten Jahren ihrer I \ i -1 * -11im Ja Im l*’4 erhielt der Vorbeter i i| jg Har Mann Ii e i m e r in Kopenliage; den \uftrag. ..Sämtliche jüdischefa-bc-ie. wel.he -idi zum t.e-aug eignen, in Musik zu -t-lzc-ii für ( hör und \ orlx-te-r.“ So entstunden die in allen (,c-nii inclen def.andes „och v nrhaiidenc-n l horal-t a -.inge znm (,c brauche bei dem israel. (»otte-dien-le d.ltc-ft: Melodien für den Suhh.ith-Gottc-clicm-t: II.: für Neujahr nid \ ersöhmingstag!". ein Werk, welcheviel-; uh als das deeinstigen stift-kirche Organi -'i n und Professoram Königl. Konservatorium +• I I II II e I y a i ß t ange--h'-n wurde, weil das ii. iiilati keinen koinponi'trii nennt, sondern in:i ni.eli die Bc*inerkung tragt: ..Auf \eranstal- "mg der Königl. israc-liti-chen < »x-rkirchen- 'u-hicrde". l aißt - Arbeiten auf die -cm Gc biete— er -chuf später Partituren für den Gottesdienst in der Stuttgarter Svnugogr müssen aber hoher eingc-schatzt werden. Damit soll für unsre ( hornl-Gc-säugc kein Werturteil im einzelnen gegeben sein: es sollen auch die vielen Fehler unberücksichtigt bleihcn. welche die Vorlage aufweist. Wir müssen uns auch hier eine Untersuchung versagen, die etwaige Anlehnungen an weltliche Gesänge uiifVeigen könnte. Das Ganze* war eine Tal für die damalige Zeit, angeregt und gefördert durch den Rabbiner Dr. Maier, die mit ” Gulden nicht übermäßig bezahlt war. Die-c-( liurul-Gt-sängclim Stile der Choräle, einfache-. leicht zu singende \kkordfnlgc-u). meist drei- und vierstimmig, führten zur Bildung von < hören, die zur Verschönerung eines würdigen Gottesdienstes beitrugen. Das erste- Heft (1857) erwarb -ich überall so großen Beifall, daß das zvveite nicht schnell genug gedruckt werden konnte il845). Für die Beliebtheit dieser Gesänge spricht noch die Tatsache, daß der Verfasser sie auch den Gemeinden Berlin. Cassel. Magdeburg ii. u. in. liefern mußte. Damals mag auch die Redensart entstanden sein: ..Der kann Chasan in Ki>|x-nhagen werden“: ein Lob für einen Vorbeter. der besondere Qualitäten aufzuweisen hatte. Kiminte rc -saute Duplizität kann leider hier nur audeiitimgsweise behandelt werden. Finegroße Zahl unserer Choral-Gesänge finden wir nämlich im Meisterwerk „Schir Zion“ von S. S u 1zer wieder, teils in der Originaltonart. teils überarlreitrt. Schöner kann die Tradition nicht bewiesen werden. Unsere Gesängelagen 18>4 drnckfertig vor. während Sulzer.- I. Band 1838 erschien. Mannheimer, ein Süddeutscher — wie sein Name schon verrät - fertigte seine Arbeit in Darmstadt (wo er bei Verwandten 4 Wochen zu Besuch weilte) und bei einem achttägigen Aufenthalt in Stuttgart. Sulzer. ebenfalls Süddeut- -cher in Hohenems bei Bregenz 1804 geboren . be kam seine Ausbildung an der Musikschule in Karlsruhe und bei vc-rschiedenen Vorbeteru: er wurde Kantor in Wien, wo er den Sohn oder Bruder unseres Mannheimer als Rabbiner vorfand. Unwillkürlich erhebt sich darum die Frage*, inwieweit der eine* vom andern beeinflußt worden ist. -Vach Einführung dieser Melodien erhielten sämtliche Rabbiner und Vorsänger des Königreichs die Auflage (29. Juli 1844). ..daß letztere bei dem Gottesdienste sich dieser Melodic-en zii bedienen und von nun an aller Profangesänge sich strenge zu enthalten haben“. Noch einfacher gestaltet sich der Nachweis, wie unsrealten Gesänge tradiert wurden, an Hand einer Sammlung, die trotz ihrer vielen Mangel von unschätzbarem Werte ist. weil sic* namentlich den rezitativen Teil unsres Gottesdienstes festhält, während in den Choral-Gesängen der rein gesangliche aufgezeichnet ist. Die jüdischen Ausverkauf: II LetftwiMft«,! ■Ml BCttWkStM. Made, IHM«, I aracll., Welle, ■anwarca.l gm] f Mta Wlnklai KuxMstr. 1 Lehrer Württembergs, welche ihre Ausbildung am e vangelischen Seminar in Eßlingen erhielten, empfingen gleichzeitig Unterricht in den besonderen jüdischen Belangen von den Lehrern (Vorsängern) der dortigen Gemeinde bzw. den Hausvätern des Waisenhauses. Die Oberkirchenhc-hördc hat sich angelegentlichst dafür eingesetzt. daß die herangebildeten jungen Lehrer auf liturgischem Gebiete auch den Ansprüchen der Gemeinden gerecht werden konnten. Das war oft kein Leichtes, zumal in jeder Gemeinde gute Laien-Vorbeter lebten, die mit den traditionellen Melodien vertraut waren. Einer dieser l.ehrer in Eßlingen war M. 11. Levi. dem die liturgischen Uebungen der Seminaristen von 1845 ab übertragen waren. Er hat sich der großen Mühe unterzogen! den Gottesdienst des ganzen Jahres in Noten festznhalten. mit unterlegtem hebräischen Text, und versehen mit den liturgischen Einzelheiten, die bei jedem Gottesdienst zu beachten sind, um seinen Schülern eine Unterlage- und de ii iin Amte befindlichen Vorsängern ein Hilfsmittel zur Weiterbildung bieten zu können. Mit diesen und noch anderen Hinweisen, aufgemuntert von Rabbiner Herz (späterem Kirchenrat in Göppingen) in Jebenhausen und vielen Vorsängern des Landes, legte l.e-vi seine von großem Heiße zeugende Arbeit tlc-r Oberkirchc-nbc-hörde zur Prüfung vor und bat um Drucklegung (18. Dezember 1854). Dc-r von der Oberkirchenbehörele uiigeriifc-nc Sachverständige — > orsänger M. Eichberg, Stuttgart sollte sein Gutachten nach drei Gesichtspunkten abfassen: I ..Ob diese- Melodien in der Art der Tradition entsprechen, daß zwischen ihnen und den bisher in der Synagoge üblichen keine wesentlichen Verschieden beiten vorhanden seyc-n?“ Antwort: ..Die vorliegenden Melodien entsprechen iin wesentlichen der Tradition.“ 2. ..Ob sie in der Art vollständig seyen. daß in dem Teil, der vorliegt, keine Melodie und kein Recitutiv vermißt werde?“ Antwort-: ..Vermißt wird in dem Vorliegenden keine Melodie, vielmehr ist zu bedauern. daß der Verfasser, gleich den Vorbetern der alten Zeit, überflüssige und geschmacklose- Passagen bc-ibehalten hat, für die nicht einmal Textesworte vorhanden und die somit der Würde* des Gottesdienstes nidits weniger als förderlich sind. Hingegen leiden die (sogenannten) Recitative an einer großen Notenarm>it. so daß oft viele Wörter nacheinander ganz ohne Noten sind.“ Die Passagen hätte mau weglassen können. Sollte aber Eichberg nicht gewußt haben, daß man für Wörter, die auf dem gleichen Ton zu singen sind, nur eine liegende Note zeichnet?! 5. „Ob dieselben kunstgerecht und auf eine Weise w ic-dergegeben seyc-n, daß der Musikverständigesich aus einem solchen Werke selbst belehren könne?“ Antwort: ..Die Noten laufen in der vorliegenden Arbeit, gleich der hebräischen Schrift, von der rechten zur linken Seite: auch sind die Pakt-Arten fast nie vorgezeichnet, noch gehörig c-ingehalten, sodaß öfters überzählige Noten in einem Takte Vorkommen. Es dürfte somit diese Arbeit weder eine „kunstgerechte“ genannt werden, noch dem Musikverständigen zur entsprechenden Selbstbelehrung dienen.“ So vernichtend hätte das Urteil nicht sein müssen. Man hätte die Mängel beseitigen können. Es ist nur schade, daß ein Band dieser Sammlung abhanden gekommen ist. Sicher ist er auf einer Stelle des Dindes noch zu finden, zumal Levi seine Aufzeichnungen mehrmals ausgefertigt hat. Es wärtzu wünschen, daß er dem Oberrat bald zugeführt würde. Gedruckt wurde die Arbeit Levis nicht; aber die Früchte derselben sind heute noch zu sehen; die Melodien leben weiter — draußen in den Gemeinden. Das haben wir in letzter Zeit mehrfach feststellen können an Hand von Aufzeichnungen, die dem Oberrat zugegangen sind, zwecks Sammlung des Materials auf diesem Gebiete. Auf diesen beiden Fundamenten wurde der Gottesdienst in Württemberg weiter ausgestaltet, und die Oberkirchenbehörde hat viele heiße Kämpfe geführt, um ihrer Synagogen-Ordnung Geltung zu verschaffen. In letzterer waren auch die ganze Liturgie festgelegt, alle Gebete, die gesprochen und weggelassen werden sollten, um die Dauer der Gottesdienste zu verkürzen. Ferner schrieb sie vor: .„Außer den hebräischen Gefl*? C hdfticd»rT, reiner »»tznentenffee Standard - Mischung . . 1 > Pfund Mk. >.90 Rekord-Mischung . . . 1 > Pfund Mk. 1.30 Fest-Mischung exquisit ' > Pfund Mk. 1.00 Ceylon- Teespitzen . . '-« Pfund Mk. 1.»- ftafVeeVontor 3tirV Telefon 27033 1. Stock Königstraße 54 B, dm Strumpfbau* Fried) £ 4 Möbelhaus XecmoHK Stahl Möbellagar Schreinerei Brunnenstrasse 7 / Ruf 25207 Preiswerte Qualitöts-Möbel R. LEVI Buchliaii«H«n9 z Antiquariat Gegr. 1840 Calwerstraße 25 / Fernruf 225 77 Bücher Jeder Art