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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1931-12-01 · 17 (1.12.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VIII (1931-1932)
Issue
17 (1.12.1931)
Date
1931-12-01
Page
[Seite] (sequence 35)
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✓ V - Dies geschah in der Form, daß den Ortsarmcn Wochenbeiträge von der Kirchenpflege gereicht wurden und Brennmaterial für die Winterinouate unentgeltlich geliefert wurde. Das Unterstützungswesen erfuhr seine Neuorganisation durch das Gesetz vom 13. August 1864. welches die Versorgung der israelitischen Armen auf die IHtlitische Gemeinde übertrug. Vom 23. August dieses Jahres an durften den Notleidenden keine Unterstützungen mehr aus der israelitischen Kirchenpflege gereicht werden. Mit diesem Tage ging das Wohlfahrtsw esen in den Lauclesgemeincle» auch gesetzlich in die Hand der bestehenden Wohlfahrtsvereine über. Die württembergische* Judenheit hat außer ihren Ortsvereinen drei Landesinstitiitionen: das KAIinger Waisenhaus, das Sontheim e r A 11 e r s a s y I und das Stuttgarter Sch westernheim geschaffen, eine imponierende Leistung, geme ssen an der Zahl der wiirttembergischen Juden. Die Schaffung eines jüdischen Krankenhauses, zu dessen Verwirklichung bereits wesentliche Vorbereitungen getroffen waren, mußte wegen der Ungunst der /eiten vorerst unterbleiben. Sie ist die nächste große Wohlfahrtsuufgabe der württembergische» Judenheit. Der Würti. Rabbiner-Verein. Von Rabbiner Dr. Schweizer-Horb. Die Rabbiner des Landes haben schon frühzeitig ein Streben gegenseitiger Kühlungsnahme an den Tag gelegt. Seit dem I. Juli 1867 ist unter dem Vorsitz des Rabbiners Haus von Freudental der sog. Leseverein ins Leben getreten, dem sämtliche Rabbiner des Landes augehörten und der sogar Portofreiheit genoß. Der Zweck des Vereins war die Beschaffung solcher theologischer und pädagogischer Schriften und Werke, welche geeignet erschienen, die Rabbiner in ihrer Fortbildung als Geistliche und Prediger zu fördern. Die Statuten waren von Kirchenrat Dr. \. Maier, Stuttgart, entworfen worden. Unterm 3. Juni 1871 hat auch die Israel. Oberkirchenbehörde zu dem neu gegründeten Verein Stellung genommen und folgenden Erlaß herausgegeben: „Der Wunsch, \\ ege und Mittel zur Fortbildung in ihrer Berufsw isseuschaft zu finden, hat sich unter den Rabbinern des Landes bei verschiedenen Gelegenheiten zu erkennen gegeben und hat in neuerer Zeit den Rabbiner Haas in Freudental veranlaßt, bei der Oberkirchenbehörde den Antrag zu stellen. daß ein den Diözesenvereinen der christlichen Geistlichen nachgebildeter Rabbinerverein und in Verbindung mit diesem ein theologischer Lesevercin unter den Rabbinern des Landes gegründet werden solle. Die Oberkirchenbehörde hat in Anerkennung der Wichtigkeit des Gegenstandes. nach Einholung des Gutachtens eines der älteren Rabbiner, den Antrag in sorgfältige Beratung gezogen und ist zu dem Resultat gelangt, daß ein den christlichen Diözesenvereinen ähnliches Institut für die Rabbiner wegen der großen Entfernung der Rabbinutssitze voneinander nur sehr schwer ausführbar wäre, und der Nutzen wohl nicht im Verhältnis stünde zu dein Aufwand an Geld und Zeit.welchen ein solcher Verein verursachen würde, daß aber ein zweckmäßig eingerichteter Leseverein als ein geeignetes Mittel erscheine, dem Bedürfnisse, wenn auch nicht ganz, so doch teilw eise abzuhelfen. Zugleich hat dieselbe ihre Bereitwilligkeit erklärt, zu den Kosten des Vereins einen Beitrag bis zu 50 Gulden aus der Israel. Zentralkirchenkasse zu bewilligen.“ Erst im Jahre 1894 kam ein wirklicher Rabbiner-Verein. wie er schon längst ersehnt wurde*, zustande. Die Gründung des Vereins ist ausschließlich das Werk des im April 1894 nach Stuttgart berufenen Stadtrabbiners und Kirchenrats (seitdem 25jährigen Regirrungsjubiläum des damaligen württ. Königs Wilhelm II.. Herbst 1916, mit dem zum erstenmal einem Rabbiner verliehenen Ehrentitel Oberkirchenrat ausgezeichnet) Dr. Krön er. Von der richtigen Erwägung ausgehend, daß vereinte Kräfte stark machen und Ersprießliches nur durch gemeinsame Arbeit geleistet werden könne, hatte Dr. Kroner bald nach seiner Niederlassung in Stuttgart die Anregung gegeben, den Verein ins Leben zu rufen. Durch Rundschreiben vom 8. Mai 1894 hatte Rabbiner Kahn- Heilbronn, der Anregung folgend, sämtliche Rabbiner des Landes eingeladen, sich zu einer „R a b b i » e r - K o n f e r e n z“ zu vereinigen. deren Aufgabe es wäre, über religiöse Angelegenheiten, wissenschaftliche Fragen, über die Angelegenheiten des Rabbineramtes und die Interessen der Gemeinden, endlich auch über die Standesinteressen einen lebendigen Meinungsaustausch herbeizuführen und Verständigung zu erzielen. Sämtliche. Rabbiner hatten sich alsbald znstimmend geäußert, so daß auf den 10. September 1894 die konstituierende Versammlung nach Stuttgart berufen werden konnte*. Unter dem Vorsitz Dr. Kroners wurden die von ihm vorgelegten Statuten des „Vereins Württemberg!- LmenHtuiieriimei müwrdwWidmiBii 1. Vortitxender: Julius Wissmann 2. Vorsitzender and Kassier: Hans Sternheim Schriftführerin und Dezernentin für die «8oz. Nothilfe“: Jlse Sommer AusschuBmitglieder: Dr. Walter Einstein Lehrer Spier, Haigerloch Hermann Hirsch, Ulm Jacob Srodek, Göppingen (als Wand erwart) Hans Kirchheimer, Heilbronn (als Junggroppen-Qaulelter) BcrflHMd Aaerbadi-Vercti Stuttgart z Gegründet 1894 1. Vorsitzender: Hans Stemheim 2. Vorsitzender: Dr. Martin Cohn Kassier: Julius Wissmann Schriftführerin: Martha Strauß, Cannstatt AussdiuBmitglieder: Dr. Fritz Bauer J. David Ruth Ebstein Dr. Walter Einstein Hilde Jacobs Joseph Läufer Herbert Schiftan Sieghert Wertheimer iflr «le luttrappca: Herbert Süßkind Israelitischer Wohltätigkeitsverein e.V. Cannstatt Gegründet 1872 1. Vorsitzender: Ferdinand Mayer 2. Vorsitzender und Kassier: Emanuel Adler Schriftführer: Julius Strauß AussdiuBmitglieder: Leopold Strauß Siegfried Kahn Ernst Ostertag Israelitischer Unterftützungs-Verein Göppingen Gegründet 1?00 Vorsitzender: Begirksrnbbiner Vr. fl TSntzer Kassier: stlsred «Vttentzeimer Schriftführer: Georg Lendt pnsschnBmitgiieder: R..fl. Vr. fllbert Steiner Kuno fieiRher Gagen Gemtzeirner Moritz Rofenthnl 'Un ion - CM Stuttgart GEGRÜNDET 1906 Jfld. Jntendrtnd ttriUari Gegründet 1930 * Vorsitzender: Dr. Walter Einstein Mitglieder: ftnuajirti—i «cs BracL VMttcfecraaüs SMMirl BcrtktM laarMHterct» WemifMiii «cs catfraiferctes fladMcr WH- Mricr IMMkeittMfeai, ortsirwe SMttarl imilMMcr WftoialNDNl (J. J. W. B.) nKiacriiciH Deutsch-Jüdischer Wanderbund, Ortsgruppe Stuttgart Israelitischer Wohltätigkeits-Verein Göppingen Gegründet W3 1, Vorsitzender:. Sejtrksrnbbiner Vr. fl länger L. Vorsitzender: Sigmund Meinseider Kassier: Sigmund frankfurter Schriftführer: Ge-irksrabbiner Vr. fl. Tänzer flnsschusimitglleder: Mag knirsch Sigmund Gutmuuu will« SStzm - Rei.-d>berlet|rer S. feri Leopold fldeisheirner Ist. wohltätigkeits- und Nrankenpftege-Verein Crailsheim (Cb«>rn Semllns chafodim ntoikor choiim) Gegründet 1«3* T*«t * Vorsitzender: Vuvid Stein Schriftführer: Samuel friedmann Kassier: kjermauu fjilb flusschnsimitgiieder: 1 Siegfried Gppsiein _ i fldols fjetnsfnrtcr / ""; Simon Schlotzberger . flibert Stein i

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