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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1931-10-01 · 13 (1.10.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VIII (1931-1932)
Issue
13 (1.10.1931)
Date
1931-10-01
Page
[Seite] (sequence 15)
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sind, die Summen für ihre noch so sparsam eingerichteten Haushalte aufzubringen. Im Zusammenhänge hiermit stellte der Redner fest, daß es die Großgemeinden seien, die helfen könnten und müßten, wenn die kleineren Gemeinden nicht untergehen sollten. Die sachlichen Ausführungen Dr. Königsbergers weckten bei den Aertretern der Gemeinden sowie bei den anwesenden Mitgliedern der Landesversammlung großen Beifall. Line rege Debatte schloß sich au. Im übrigen beschloß die Versammlung einstimmig: I. Das von Dr. Königsberger gehaltene Referat soll an sämtliche israelitischen Gemeinden Württembergs, an den Oberrat und an die Vertreter der Landesversammlung mit der Bitte weitergeleitet werden, die Wünsche der am 6. September in Crailsheim vertretenen Gemeinden zu unterstützen. 2. Die Landesversammlung wolle gemäß § 37 Abs. 3 der Verfassung beschließen, daß in Zukunft der Prozentsatz, der als Maximalsatz für die Ortskirchensteuer aus Einkommen- und dreifacher Vermögensteuer erhoben werden kann. 10% nicht überschreiten darf und daß der darüber hinausgehende Teil unbedingt von der Zentral küsse getragen werden soll. Eßlingen. Anläßlich des 100jährigen Bestehens der Israel. Waisen- und Erziehungsanstalt „W i 1 h e I m s p f I e g e“ in Eßlingen findet in den Räumen des Waisenhauses am 11. Oktober, vormittags I0V& Uhr. eine Feier statt.' Das Programm derselben finden unsere Leser auf der ersten inneren Umschlagseite dieser Nummer. In Anbetracht der wirtschaftlichen Lage hat der Ausschuß des Waisenhauses von dem geplanten Bankett Abstand genommen. Wie schon erwähnt, findet nur ein Festakt im Waisenhaus statt, zu dem alle Gönner und Freunde der Anstalt einzuladen, dem Ausschuß leider in Ansehung des zur Verfügung stehenden Raumes nicht möglich war. Die Gemeinden des Landes werden des Jubiläums in den Sabbathgottesdiensten vom 10. Oktober gedenken. Der Isr. Oberrat hat die Gemeinden ersucht, die anläßlich des Aufrufeiis erfolgenden Spenden dem Waisenhause zuzuwenden. Freudental. Am I. Oktober 1731 hat die Gräfin Christine W' i 1 h e 1 m i n a von Würben die Freudentaler Judenordnung erlassen. Die Israelitische Gemeinde Freudental hatte beabsichtigt, die Erinnerung hieran durch eine Feier zu begehen, da sie aus dieser Verordnung den Bestund der Gemeinde ableitet. Durch die Ungunst der wirtschaftlichen Lage hat sich die Gemeinde jedoch veranlaßt gesehen, die Feier vörläufig zu verschieben. Frcudental war lange Zeit Sitz eines Rabbinats. Nachdem während der Inflationszeit die Lehrerstelle vorübergehend nicht besetzt war, ist diese vor einigen Jahren wieder errichtet worden. Sie wird zur Zeit durch Lehrer Wolf Berlinger aus Berlichingen versehen. Göppingen. Dir Firma Einstein & Guggenneim, Manufakturwaren, blickt am 1. Oktober auf ihr 23jähriges Bestehen zurück. Dieser Tag bietet Veranlassung, dem Inhaber, Julius Guggenheim, die besten Glückwünsche darzubringen. um so mehr, als sich das Geschäft aus kleinen Anfängen durch weitblickenden Geschäftssinn gepaart mit unermüdlichem Fleiße zu einem Unternehmen entwickelt hat, das heute an führender Stelle der Branche steht. Julius Guggenheim erfreut sich sowohl im Geschäftswie Privatleben allgemeiner Beliebtheit: er amtiert seit einigen Jahren als Gemeindevorsteher, der seine Aufgabe in vorbildlicher Weise erfüllt. Wir wünschen der Firma auch weiterhin viele Jahre gedeihlicher Entwicklung! Göppingen. Unser hochgeachtetes, in allen Kreisen geschätztes Gemeindemitglied, Frau Fanny 1 reudenberger, feiert am 14. Oktober in voller körperlicher Frische und bewundernswerter geistiger Regsamkeit ihren 70. Geburtstag. Ein Leben, einfach und anspruchslos für sich selbst, gepaart mit großer Menschenliebe. liegt hinter ihr. Ein Leben, das neben glücklichsten Jahren auch bittere, schwere Stunden brachte: aber in Freud und Leid ist die Jubilarin in ihrer schlichten und edlen Art stets ein Vorbild gewesen. Bekannt als stille Wohltäterin der Armen und Bedrückten, nimmt sie weit über den Rahmen ihrer Familie hinaus an allem innigsten Anteil. Wir wünschen, daß all die Liebe und Güte, welche die würdige Frau erweist, auf sie selbst zurückfällt, und daß sich die Jubilarin noch vieler froher Jahre erfreuen möge! Heilbronn. Am 9. Oktober feiert Frau F a n n i Kahn Wwe. geh. Jakobi, gebürtig aus Aufhausen, im Kreise ihrer Kinder und Enkel in voller körperlicher und geistiger Frische ihren 80. Geburtstag. Schon früh Witwe geworden, hat die Jubilarin es doch meisterhaft verstanden, Bntklaarige Fabrikate (Or Tanz, Straße und Sport ln (Korseletten, Hüftfonner, Büstenkalter, Sportgürtel und Strümpfe algana Maiand Beparatar-Warkstitt# Mieder- und Strümpfe-Spezialhaus L.U Dl ULM ■ÜmTHFUT» l> - TBLEFON7315 — 147 — ihre Kinder zu tüchtigen und brauchbaren Menschen zu erziehen. Möge der bescheidenen, frommen und fleißigen Frau, die sich durch ihre Güte und Nächstenliebe die Herzen aller erwarb, noch ein recht sonniger Lebensabend beschjeden sein! Laupheim. Am 10. Oktober vollendet Frau Lina Löwenthal Wwe. ihr 80. Lebensjahr. Eine jener immer seltener werdenden ehrwürdigen jüdischen Frauengestalten, denen Religion und Haus, Familie und Gemeinde noch den Inbegriff ihres stillbescheidenen frommen Lebens bildet, tritt an diesem Tage aus ihrer Zurückgezogenheit etwas heraus, um zu dem seltenen Anlaß Zeichen der allgemeinen Hochachtung und Verehrung aus nah und fern entgegenzunchmc-n. Noch am letzten Versöhnungstag folgte die Jubilarin fastend und andächtig Tauschend — ihr Augenlicht ist seit Jahren getrübt — dem Gottesdienst ohne Unterbrechung. Möge die ehrwürdige Frau, die mit bewunderungswürdiger Ergebung und stets freundlicher Zufriedenheit ihr Schicksal trügt, noch recht viele schöne Jahre, umhegt und umpflegt vonder Liebe und Hingabe ihrer Kinder, Enkel und Urenkel und getragen von der allgemeinen Wertschätzung, durch Gottes Güte erleben! Olnhausen. Am Sthubbos Sch uw oh wurde der Einweihung der hiesigen Synagoge, die vor 30 Jahren stattfand, nach der Thoravorlesung durch eine Ansprache des Vorstehers und Gemeinderats Nathan Gutmann gedacht. Seine- Rede gipfelte in dem Wunsche, daß das gerade noch vorhandene Minjan noch lange dem Gotteshaus erhalten bleiben möge und klang in einem Appell an die jüngeren Gemeindcinitglieder aus, den Gottesdienst nicht verwaisen zu lassen. Unser Gemeinden,itglic-d Jacob Hirsch hatte einen schönen Prolog gedichtet, den Nathan Gutinann zum Vortrag brachte. So feierte unsere kleine Gemeinde den 30. Jahrtag der Synagogeneinweihung auf schlichte Weise. Ulm. Am 24. September durfte eines unserer ältesten Gemeindemitglieder. S a I o ni o n H i 1 b . seinen 83. Geburtstag feiern. Mögen dem würdigen Jubilar noch viele frohe Jahre im Kreise seiner Lieben vergönnt sein! Bankconnandlte Slegnuidüeil warnmt. m«Mw, tw. sm«4/«s HECHISQBS / TÜaiNQMN / SIQMARMQEN in-u.ausL Wertpapiere / Einlagen aa gün*t- Zinssätzen / Industrie-Kredite / Hypotheken Aus du. Qesdiäftsweit Für kühle und nasse Monate Gasheizung! Gasheizung ist für die kühlen und nasseij Monate äußerst ungenehm und billiger als jedjcandere Heizung. Gerade während der jetzigen Jahreszeit kommen die Vorzüge der Gasheizung iu der Wohnung voll zur Geltung. Unser Wohlbefinden hängt im wesentlichen von der richtigen^/.!»,inerte mperatur ab: wollen wir uns behaglich fühlen, darf es weder zu warm noch zu kalt fein. Bei der Heizung mit festen Brennstoffen scheut man es jetzt häufig noch, den Ofen in, Betrieb zu setzen und nimmt dafür lieber ein Frösteln in Kauf. Ein unbehagliches Gefühl empfindet man in allen Wohn räumen, und Krankheiten!v erschiedener Art werden als die alljährlichen Nebenerscheinungen des Herbstes angesehen. Wird nach einigem Zögern der Kohlenofen schließlich doch in Betrieb genommen, so gibt es bei den verhältnismäßig milden Außentemperaturen der Lebergangsmonate allenthalben überhitzte "Zimmer: auch darin liegt wieder eine Gefaljr für die Gesundheit. Der Gasofen w ird hier _zum Helfer. Zu jeder Zeit betriebsbereit genügt ein Ijlandgriff. u'm ihn int Augenblick zu einem Wärntespender angenehmer Art zu machen. Er erfordert keinerlei Wartung; kein Rauch, kein Ruß, keine Asche stört die Behaglichkeit. Ist die gewünschte Zimmertemperatur erreicht so genügt ein Handgriff, um die Flammen klein zu stellen oder ganz zu löschen. Die Regulierung der Flamme ist auch durch automatische Temperaturregler möglich, die jede Beaufsichtigung des Ofens überflüssig mache». Es liegt auf der Hand, daß 'die Gasheizung bei diesen Vorzügen gerade: während Ulm a. 2). Pelzhaus Fritz Hilble Spezial-WerkstStte für feine Pelz-Bekleidung Aufbewahrung / Umarbeitung Anfertigung nach Maß Albert Cramer Ulm a. D. Plaizßatie 25 - Telefon 298t HonstlArberef i. dm Wudi-liitall TadsllMS Arbatt! Klmesta Lieferfrist! Fecfckaadlge Bedienet 1 Abkolaag and Lieferst aat Aarat kaatamk». Schirme E. Friedmann Bahnhof.tr. i Fabrik solider Teieton 28S7 Qualitätsschirme Kauft 1 ra,®a. Klassenlos bei dar StaatL Lotterie-Einnahme -DOOS Ulm a-D., Münsterpl. 38 WERBET fOr die Qtnralnda« Zeitungl Huber x_ Werkstätte für Innendekoration z Telefon 3102 G. Maler’s Nachf. E. JOOSS Raset a. 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