Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VIII (1931-1932)
- Issue
- 11 (1.9.1931)
- Date
- 1931-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
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Photographiere billiger! Entwickeln: Abzug*: P1»tt.,j*d* Gr66* — .to S»,rx9 9}<'2 f Ro,,fl,m.-.«0 "~M ~ '5 ßihotomaloH KSoigsbaupKUg* Nr. 19, »m »iminj Hot*l Murquardt |- —■«•II. Zw.ir fehlte m: mnnclic-s. was in f ric-ili-ns- /litcn an ih r heiimillichc-u l.ifc-l \tijrt- II,„I Miiml c-ig,>t/tc-. aller \» ■ r hellen me anifi ilukarge Mahl ent Iiiiiinle» umf kamen luilil in Riiusciill.isciu>,i«>-StiiuniuMg. Nach dem Beiisifien ging c > .. (.olti'dieii'l. Mit tiefer Rührung lau-chten wir alle "dein fc-kigi a itc-u < ha-oil. I >a rollte niainhe I , ne ,d» . die W anken'der Junten und in die Hart-- der Alten. I nalle einte da- Gebet und die Ibütnung auf ein \\ ieder-ehen mit nn-eirii liehen. I i lilrabbinei I Ir. Sa In miin ' k i . letzt in Berlin, hielt eine ergreifende Predigt. \hei v, er halle in diesem Vugc-nblick daran gr- •;,<■ 111. :i.d* in/« i-ifien nn-er Rc gii>ieut alarmiert «o? len «ar lind sjci, in sciiw c-r-Ic-u kämpfen hei Tltiepval il t'le ...Nitw abeu"l befand' Wahrend «11 um ein glückliches Jahr Rc-htc-u -landen iin-eir Kameraden im ->fi« er-len feindlichen I l iier, da- « ir -o hald «ieder -elh-t v c-r-pii rc-n -■ dl len. \i heil nii-erem ( ■otte-dien-t fand gleichzeitig ein (-otte-dien-t für die judi-chcn Bürger ■'t. Quentm- -talt. den «ir aller auf Befehl ü-ero- \ rmeei.ihhinernicht be-iicheii durften, -o «iinle ..hei I rennd und I l ind' mit gleicher Innigkeit um I I jeden gefleht. diel «ie lange -eilte enodi hidahin dauern! Nach den Neil jah r-lagen mufften «ir wieder all die |-rollt. Wie heilte -iifi in/« i—heil die komp.igiiie verändert! Ni uiaiuher freund «a, jr*-- faüen. v e'r « nIldeI oilel in ’< .efangen-chaft gei len. \nden lle-ten der Kompagnie «luden — 112 - neue Kampfabteilungen gebildet lind an <Ien Brennpunkten des ..Grandcourt-Riegels“ eingesetzt. Inzwischen nullte der V ersöh n ii ligstag. Wieder gingen die jüdischen Mannschaften auf \ rmeehefehl /um Felclgnttesdic-nst nach St. Quentin. Als ein/ip überlebender Zugführer der Kompagnie Mich ich zurück und verbrachte den Join kippur-Tag heim Regiment in den kümmerlichen Be-ten unserer Stellung. Iletfl brannte die llerhst-onne auf das *c-(Nchossc-ne l.and. jAher an die-ein läge «artete ufT nur für meine Kameraden auf Verpflegung denn ich selh-t fastete von Vbeud /ii Altend. — Und heute midi ich «jeder an die \ ic-lc-n denken. die hoffnungsvoll am f esttagsgottesdienst von St. Quentin teilnahmen und so hald darauf für ihr \aterland starben. Sicher aber ist dalf wir alle unaudieser feierlichen Stunde neue Kräfte holten, sicher i-t. dalf Tausende von ehemaligen jüdischen f rontkampfern am kommenden Btiusdiha-cfiono-f c-stc- « jeder an diese Zeit erinnert «erden. Mag die heutige Zeit schwer genug sein schwerer waren jene läge! Der jüdische Selbstha$. N-it hundert Generationen gehören die jaden zu den Gehallten. Kgibt kein Land und kein \olk. keine Zeit und keine Kultur ohne Judenhai!. Die Wurzel de- Judenhasses i-t die Unkenntnis vom Judentum. Die Religion ohne (lotteshild «ai für die heidnische wie für die christliche Welt ein unverständliches Mysterium Daiinvci'tanch ne f rc-inde w ird stets gefürchtet. N> i-t von Human an bis zu ( oii-tantiii Brunner die kür/i-te Begründung des Judenhasses der Ausspruch geblieben: ..Ihre Art i-t anders als die der anderen Volker.“ 1-1 Unkenntnis vom Judentum die Gruudcpic-Ibde— Judenhasses, -o wird eine Rütselerschcinung im Judentum der Gegenwart v erstäudlich: der NAHUM SOKOLOW der neugewählte Präsident der Jewiah Agency und der Zionistischen Organisation j ii d i s ch e Sei h s t h a Ii. Der Jude von gestern empfand den Judenliali als Schicksal, als Teil seiner Wesenheit, f.r « ulite. warum er litt, und pries jeden Morgen seinen Schöpfer, der ihn /um Juden gemacht und ihn um dieses Jinlescins willen /um Leiden bestimmt hatte. Das wurde anders, als der Jude durch die bürgerliche- Gleichstellung Volksgenosse der Nation geworden in der er lebte. Der Juden hall, den er früher als selbstverständlich, als naturgegeben hingc-nomnien. fing an ihm unverständlich /n werden, ihm paradox /ii erscheinen. Wiekonnten ihn dieselben Völker hassen, die ihn eben noch als Volksgenossen anerkannt hatten? Sie brachten Gründe gegen ihn vor: El-' Versuch bei der 'lüaschecei Jxdk UlrichztrsBs 1 / Telefon 28370 mied Sie zum 'Daueekunden machen! S mt che Haushalt- und Stärk- ■.äsche wird bestens ausgeführt Anlage und Beschaffung von 3üfpothek=JiapÜal durch 9iecmcum Steuer Verwaltungspraktikant, Tel. 24206 Neue BruckeH, Geschäftsgründ. 1880 Für die Feiertage empfehle Ia Masthühner / Ia jge. Hahnen Ia Mast-Gänse / Ia Mast-Enten sowie sämtliche Fleisch- und Wurstwaren in bester Qualität M. A. M A R X Inhaber: A. Friedmann KatharinenstraBe 35 / Femspr. 25208 ' Unter Anfilcbt der Iar. Rellgleeigeeellsdiaft ud de, Stadtrabbinats Stuttgart MONTBLANC Füllbleislifte tm Spezial.Geschäft «IMiU, Hlelgatr.es Für die Festtage empfehlen wir: Kaffee unübertroffen in edlem Aroma und Ergiebigkeit Santos Mischung 'c Pfd. -.53 Hau sh alt-Mischg. ‘/»Pfd. -.33 Bremer Mischung‘APfd. -.73 Hamb. Misdig. . 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