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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1931-08-16 · 10 (16.8.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VIII (1931-1932)
Issue
10 (16.8.1931)
Date
1931-08-16
Page
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Geburtstag f. Fürsorgeamt. Anl&$lkh des Aufrufen» zur Thora: Hermann Apt; Rabbiner Dr. H. Auerbach (2mal); Max Dreifus, Gähkopf: Samuel Ebstein; Karl Ellenberg; Vorsteher Arthur Essinger; Max Fischer; Adolf Gumbrich; Max Gundelfinger, Cannstatt; Jakob Gutstein; Heinrich Henoch; Adolf Hirschheinier; M. Lentschner; Albert Levi, Hermannstr.; Emil Levy; Josef Levi, Kanonenweg; Wilhelm Levi, Hermannstr.; Richard Loeb; Oberrechnungsrat Max Meyer; Paul Mayer, Lindenspürstr.; Sally Müller; N. N.; Bernhard Neumetzger; Moritz Oppenheimer; Moritz Pohoryles; Georg Reichner. Spenden, eingegangen bei den Vereinen: Brautausstattungs-Verejin : Abraham Kulb, anl. der Verlobung s. Sohnes; Konsul Max Strauß, anl. s. 70. Geburtstags: Josef Tiefenthal anl. der Verlobung s. Tochter. Durdireisendenverein: Theo Kaufmann. Israel. Frauen verein: Frau Regina Abendstern, anl. der Verlobung ihres Sohnes; Frau Betty Elsas Schoderstranl. ihres 70. Geburtstages; Konsul Max Straus anl. seines 70. Geburtstages; Alfred und Julius Wolf, anl. Jahrzeit. Isr. Männer-Verein für Krankenpflege und L e i eh e n b e s t a 11 u n g : Rechtsanwälte Drs. Hermann und Siegfried Merzbarher, anl. Jahrzeit ihres s. Vaters; Julius Stern, anl. des Hinscheidens seines Schwiegervaters, d. Herrn Leo Mayer. Ortsarmen verein : Hermann Levi, zum Andenken an Herrn Karl Levi. Reisekasse des „Stadtverbands Stuttgart des Jüd. Frauenbundes“: Regina Abendstern; Rudi Bach; Albert Bach; Baer, Eberhardstr.; Max Bieringer; Josef Brandt; Rechtsanwalt Erich Dessauer; Ludwig Dreyfus, Moltkestr.; Clara Edenfeld; Arthur Essinger;. Chiel Feldmann; Isidor Gärtner; Max Gailinger; Leopold Goldschmidt; Emil Halle; Max Hartstein; Dr. Arnold Hauser; Alfred Hayum; Fanny Hayum; Arthur Heidenheimer; Isidor Heidenheimer; Louis Heilbronner; Heinrich Henoch; Wilhelm Jeitteles; Benedikt Kaufmann; Alfred Kiaschek; Simon Krautkopf; Hermann Levi; Julius Lindauer; Hugo Marx; Albert Mayer; Max Mayer, Wilhelmstr.; Hermann Merzbacher; Josef Neu; James Nürnberg; Dr. Julias Ottenheimer-Neuwirth; Herbert Riese; Dr. Bernhard Rosenberg; Ferdinand Rosenberg; Benno Rosenleid; Dr. Siegfried Sänger; Julius Scheuer; Hermann Ernst Stern; Max Wolf; Frau Kommerzienrat Rosa Wolf. Isr. Waisenu. Erziehungsanstalt „W ilhelmspfleg e“: Juni 1971: Adolf Adler, Edelfingen; Moses Adler, Edelängen; R. Glaß, anl. Todestag s. Vaters; Frau Flora Haarburger u. Carl Kaufmann, anl. Todestag ihrer Mutter; David Nathan, Cannstatt (Vermächtnis); Gustav Spier, Haigerloch, Sammlung bei Hochzeit L. Bernheim; Konsul Max Straus anl. 70. Geburtstag; Israel. Verlagsanstalt,- in Form eines Kostennachlasses: Frau 8. Wertheimer, Ludwigsburg, anl. Ablebens ihres Gatten; Alfred u. Julius Wolf, anl. d. Todestages ihrer Mutter. Juli 1971: Adolf Adler, Edelfingen; L. Baer, München, an Stelle eines ihm zugedachten Geburtstagsgeschenks; Frau Betty Elsas anl. 70J Geburtstag: Frau Flora Haarburger u. Carl Kaufmann, statt einer Kranzspende für Herrn S. Herz; Israel. Gemeinde Cannstatt, anl. 75. Geburtstag des Herrn Ferdinand Mayer; Frau Sofie Kramer, statt einer Kranzspende für Herrn 8. Herz: Frau Thekla Levi, zum Todestag ihres Gatten: Frau Bertha Rothschild; Ungenannt, znm Todestag von Frau Else Dreifus. Bericht des israelitischen Fürsorgeamtes über den Monat Juli 1931. Sprechstunden der Fürsorgerin: Sonntag, Montag, Diens-| tag, Donnerstag, Freitag) Mittwoch vorm. 9*4—1144 Uhr nachm, von 3—5 Uhr Kleiderausggbe: nur Dienstag nachm, von 3—4 Uhr Das Israel. Fürsorgeamt hat im Monat Juli 1971 unter Mitwirkung der angcschlossencn Wohltätigkeitsvereine für unten genannte Zwecke folgende Beträge zur Verteilung gebracht: Mk. 187' Laufende Unterstützungen . . Einmalige Unterstützungen . . Gesuudh.- u. Erholungsfürsorge Alterslürsorge. Jugendfürsorge .. Wanderfürsorge. Der Sprechstundenbesuch umfaßte 249 Beratungen; im Außendienst wurden 74 Besuche bei Familien und Behörden gemacht. 1879.16 799.24 810.77 184.15 700.88 193.42 Einmalige Spenden erhielt das Fürsorgeamt von: Herrn Direktor Julius Lämmle, anl. seines 70. Geburtstages; Israel. Verlagsanstalt, in Form von Kostennachlaß; Herren Drs. Hermann und Siegfried Merzbacher, anl. Jahrzeit für ihren Vater: Frau B. Rosenfeld, Jahrzeitspende; Familie Max Schames, Jahrzeitspende für ihren Vater: Frau Kommerzienrat Zinn, anläßl. ihres 70. Geburtstages. Ein Weckruf der Gerechtigkeit. Es gehört zu den bittersten kindheitserinnerungen jedes jüdischen Menschen, der eine nichtjüdische Schule besucht hat, wie die harmlose Kindergemeinsdiaft der ersten Schulmonate um die Weihnachtszeit ihre Trübung erfuhren hat. Auch der gütigste Lehrer und die verständigste Lehrerin konnten es nicht verhüten, daß dann in die Herzen der ihnen anvertrauten Kinderschar der Judenhaß einzog. Mit berechtigter Begeisterung hatten sie von der Geburt und Kindheit Jesu erzählt und eine tiefe Liebe zu Jesum in ihr geweckt. Und nun kamen die Juden — denn Pharisäer, Sadduzäer und hohe Priester Bitte! Wir benötigen dringend guterhaltene Anzüge, Herrenwäsche und Herren- und Kinderschuhe. Die Sachen werden nach telefon. Mitteilung abgeholt / Tel. 22896 Israelitisches Fürsorgeamt Stuttgart waren Begriffe', die der kiudcriiitelleikl nicht zu scheiden imstande war - und \erf< Igten. >erllammten und kreuzigten Jesum. Ke n Wunder, dal! sich ein tiefer Groll gegen diese argen Juden in den kinderseelen regte. Kinder denken eben nicht historisch. Sie »ergossen, dal! s'itdem fast 2000 Jahre vergangen sind. Sie projizieren ihren kiudergroll auf die Juden, die sie kennen, und das sind ihre jüdischen Mitschüler, »u I das kindliche Verhältnis zu diese» ist unheilbar >crgiftet. Der christliche Kamerad sieht in dem bisherigen jüdischen Freunde den \erfolger. weit» erste Ansiiicht gar den Mörder Jesu, und die saut des Argwohns ist in die empfänglichen \ orurteils- Kinderseelen gestreut. Wohl weiß die freie Bibelkritik längst, dal! Jesus ui ht von den Juden, sondern von den Römern aus politischen Beweggründen hingerichtet worden ist. dal! die Szene, in der sich Pilatie wäscht, um seine L »schuld am Tode Indisch zu bezeugen, aus einer späteren Jude n feindlichen Absicht entstanden, welcher die Römer entlasten und die Juden belasten w hat I. ti d w i g P h i I i p p s o u ein übe wertes Schriftche» verfallt: ..Habest! I i eh di e J u d e u J e s u in g e k r (erste Auflage IS60. NeuuuJJage 1001 den bündigen Nachweis für die geschichtliche und religiöse Schuldlosigkeit der Juden am Tode Jesu erbracht hat. Aber noch immer wird die alte l'eberiieferung int Religionsunterricht festgreifbaren die Hände Jesu sytn- >11 te. WOhl raus losensw irke u z i g t?” . in der er Jesu! isten Male. •er I. r n s t ng in einet gehalten: Die* Juden sj„,| die Mörder Es geschieht meines W issens zum c dal! ein christlicher Lehrer. Oberieh I. i n d e in Gotha, diesen Gotlnnkcngu l.ehrerzeitung behandelt. In einer ..I arfreitagsbetrachtung für die Gemeinschafts-uhule" über das Ihema: ..Die Juden haben den Herrn Jesus gekreuzigt" bespricht er in der in Weimar erscheinenden ..Thüringer l.ehrerzeitung“ vom 27. März 1071 dieses ..Fehlurteil". Ei stellt sich dabei als Judengegner vor. ...Nicht v eil ich ein besonderer Freund der Juden, ein Philosemil. wäre, das bin ich so wenig, dal! mir vielmehr gewisse jüdische Typen. Charakter- und Rassenmerkmaie sehr zuwider sind, und daß ich keineswegs die Gefahr verkenne, die ein Yorwulten des jüdischen Elements im W irtschafts- und Zeitungs-, im Theater- und Börsenwesen zeitigen würde'. Aber ich halte es für meine Pflicht als Mensch und Christ, gerecht und duldsam zu sein. Und dies, meine* ich. sollten wir alle sein besonders wir Lehrer, denen die Erziehung der kommenden Generation anvertraut ist. Ungeh 'iier ist die Verantwortung, die wir auf uns lader. wenn wir vergiftenden Haß gegen einen Teil unserer Mitmenschen. gegen unsere' jüdischen Landsleute (denn daß auch sie nicht minder gute Deutsche sind, wie wir anderen, das haben s e auf den Schlachtfeldern des Weltkriegs bewiesen) in die F0rNaclHnirofi,aal Hni-, Narvan-, Pr au an lala •* BiOXrSAUERSTOFF-BÄDER E» gibt »Mite Buu»»r»c zur Bemhigung «m H»rz Md Nmm, »bMio nr Erfrischung bd htettfgkdt u. lteb«r»»«teM»gu»g. B»d M 130 in Apoth. u. Drog. Mts Elb A.-D- 0r«»dM 28

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