Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VIII (1931-1932)
- Issue
- 7 (1.7.1931)
- Date
- 1931-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Belongs to
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wt-udic scuPM-n. erspart. wodurch eine wesentliche- Erleichterung der Finanzlast erfolge. Die Gemeindevertretung dürfe nicht gerade am Religionsunterriehl sparen. Dr. F I e g e n h e i m e r. Karl I.evi und Oberrech nungsrat Meyer machen demgegenüber ernste finanzielle Bedenken gegen di«' Einstellung einer n«*uen L«*hrkraft geltend. V ielleicht könne in diesem Notjahr so- 2nr auch auf die Kinstellung eines Ifilfsvorbeters Verzicht geleistet werden. Gegen die Stimme des Stadtrabbiners beschließt die Versammlung, den (»«errat zu ersuchen, vorläufig von der Anstellung eines weiteren Lehrers für die Gemeinde abzusehen. Der Vorsitzende macht hierauf Mitteilung davon. daß die bisher aus den Schulkassen gewährte Entschädigung für den jüdischen Religionsunterricht am Mädchengv mnasium und an der Städtischen Handelsschule fortfallen werde. Die Versammlung tritt sodann in eine Aussprache über Flat'- und Steuerfragen ein. Sie beschließt auf Antrag des Vorsitzenden, die noch nicht zur Kinkommen'teuer oder V ermögensteuer 19i*9 veranlagten Steuerpflichtigen auf Grund des jf i*6 des w ürttc »ibergischen Gesetzes über die Kirchen, für das Rechnungsjahr 1930 31 zu einer Vorauszahlung in Höhe der halben Landes- und Gemeincleumlage des Rechnungsjahres 1929 30 heranzuziehen. Ferner teilt der Vorsitzende mit. daß durch Frlaß des- Oberrats das Vorsteheramt angew iesen worden ist. auf (»rund des 8 26 des württembergischen Gesetzes für die Kirchen die Landesumlage des Jahres 1930 31 zur Hälfte als Vorauszahlung für das Meuerjahr 1931 32 einzuziehen, nnd daß das Vorsteheramt zur Befriedigung der Gemeinde bedürfnisse im Rechnungsjahr 1931 32 ermächtigt wird, ebenso die Hälfte der für das Steuerjahr 1930 31 geschuldeten Gemeindesteuer zu erheben. Fs wird demgemäß beschlossen: 1. die Landes- und Gemeincleumlage des Rechnungsjahres 1930 31 wird zur Hälfte als Vorauszahlung liir das Steuerjahr 1931 32 eingezogen: 2. die Landesumlage wird als Gemeindesteuer erhoben: 3. von der V orauszahlung für das Steuerjahr 1931 3g ist die erste Hälfte sofort, die zweite Hüllte am 13. August dieses Jahres fällig: 4. von Steuerpflichtigen, deren Veranlagung zur Einkommen- oder Vermögensteuer für das Kalende rjahr 1929 noch aussteht, wird die Hälfte der stcoc-r desjenigen Rechnungsjahres eingezogen. Icii das die V eranlagung zur Landesumlage und Gemeindesteuer zuletzt erfolgt ist. V» der Aussprache, die zu diesen Bechlüssen liihrte. beteiligten sich außer dem Vorsitzenden I >r. I ii n z e r. Dr. Flfgenheimer, der Gemeindeplliger Dr. Cohn und Arthur Essin g c r. \n die öffentliche Sitzung schloß sich :nc nichtöffentliche Aussprache an. ■Stuttgart. Der Jüdische Frauenbund i s \ > ■: md V\ iirtternberg Stadtverband Stutt- -;t c .i:i-t.c:!c i jeden zweiten Mittwoch des -t- " i gutem Wi tter eine Zusammenkunft . (i-.iug.-iic- Vri!agont. Hierzu sind alle ii;i!>, -Stuttgarts höflichst «ungeladen. - - ' > ' das Inte resse all der Arbeit—des ... - -■ und ein Zusammenschluß der diei-.I - dien -Stuttgarts geschaffen werden, "e! ' '•.■!/«!-. ,!- 7h, ■Stuttgart, I >d | i... k > e n e r a I v e r s a n> in - in- ■ i ■ - r Di i. Waisen- und frzi' lin i-- :.'*. i Wilhelmspflege in! i■! 11c_<; r in 21 Juni dem Vorstände. I.and- -i i i. Iit-iii i ektor I. n d w; g s t e r n . Gelegenheit, i r c in in jeder Bezieimng befriedigendes Veri!-; ■!it .zu bericht n. Die Vnstalt ist zurzeit mit Kind, rn v<>l 1 belegt, »o daß eine große Anzahl ' ii Vnfn.diinc gesiidi. „ zuriiekgewiesen werden di il'i. . |). ii Einnahmen v-m 34S3s.2t \lk. stand- Ii l" i i! i, i Heilster W i rt-ch.iftsf jjh fiillg 34 '41 .‘Kl M.i i c* V i-i dci n gegc-nuln-r. sc, daß ein minimaler I eiier. di;ß '.eil 11023 \|k. V erbleibt Bei den •intei d. ii gegenwärtigen VV irtschaftsverhält- — 76 — stellvertretender Kassier wurde Dr. Gustav L «lewi-ii'toin. Gc-mc-inclevorstand Oskar Rothschild dankte für die ihm als Vorstand der größten Gemeinde des Landes gewordene Einladung und gab seiner Freude darüber Ausdruck. in öffentlicher Versammlung die Sympathie des Vorsteheramtes für die VVaisenanstalt bekunden zu dürfen. Das Vorsteheramt werde allezeit zur tatkräftigen Förderung bereitgefunde-ii werden. Oskar Rothschild betonte-, mit welchen Schwierigkeiten die Vereine-, die heute me hr denn je auf S|>eneleri angewiesen seien, zu kämpfen haben. Viele, die geben wollen, können es nicht mehr, um so größere Pflicht sei es derer, die noch mit Glücksgiitern gesegnet seien, großzügige Wohltat zu iiben. Olierlehrer Roth- - ch i I «1 begründete die Ablehnung von Neu anfnalnnen. da das für 60 Pfleglinge berechnete Haus bereits 63 Kinder beherberge. Doch seien bis jetzt mir Gesuche von außerhalb Württemberg abgelehnt worden. Sollten aus Württemberg weitere- Aufnahrnegesuche einlaufen. so werdeman versuchen, denselben, wenn irgend möglich, zu willfahren. Dem erkrankten Kassier des Vereins S. Herz wird auf Anregung von Louis H i r s di durch den Vorstand mit besten Grüßen der Wunsch baldigster Genesung übermittelt. Mit einem Hinweis auf das im Oktober stattfindende Fest des 100jährigen Bestehens des Vereins schließt der V orsit/c-ndc- -die Versammlung. Die ln-vorstehende Gedenkfeierder Anstalt wird uns Gelegenheit geben, ausführlich über di«- Geschichte des Waisenhauses zu berichten, der: Männer und Frauen zu gedenken, die im Laufe des Jahrhunderts die Anstalt zu so hoher Blüte führten. Heute wollen wir uns darauf beschränken, zu reichlicher l ntcrstiilzung der Anstalt auf/ufor- «Icrn. Ls gilt, auch für die weitere Zukunft, die Stätte zu erhalten, der schon so viele armen und verwaisten Kinder geistige und körperliche Förderung zu verdanken haben. M.O. Stuttgart. Auch wähn-tid der Sommerzeit tritt« d«-r B e r t Ii o I d A u e r b a ch -Verein mit versthiedenen hochinteressanten Veranstaltungen hervor, die das Interesse seiner Mitglieder und freunde- Verdienen. Am 23. Juni sprach Oskar v an P «■ r I s t ti n in schöner Weise über ..P roll I ctu «• i in m o d cr ii e ii Sv uagcig cn b a ii". Leber diesen Vortrag werden wir in nächster Nummer berichten. f ür «len 7. Juli ist ein ..Jüdischer Rozit a t i o n s a b e n d“ vorgesehen, der eine Ge dichtausw ahl von Zweig. Ziickc-rmann. Rosenfeld ii. a. in. bringe n wird. — Am 21. Juli findet zwischen Leo Hirsch. Cannstatt.' und Lehrer Siegfried VV eil. Fßlingc-n. eine Aussprache über ..Was erwartet die Jugend v o in m oder ii c-ii Religionsunterricht?“ statt, die das Interessevon jung und alt finden dürfte. f.s i-t «lern Verein nun gelungen, aus Mit- TJleme Sondecpceise <zuc Jleise Benützen auch AI» mein billiges Sonder-Angebot. Es bietet Ihnen große Vorteile. OSKAR BECKER Offenbacher Lederwaren Charlottenatr. 2 RotebOhlstr. 1 B gliedern und Freunden ein Streichquartett zu gründen, das am 28. Juli zum erstenmal an die Oc-fTentlichkeit tritt und ein nusgewühltes Programm bietet. (Näheres siehe Anzeige Seite 74). Stuttgart. Am 14. Juni 1931 durfte Frau Henriette Eßlinger geb. Brettaner, Witwe des 1922 verstorbenen Privatmanns Constantin Eßlinger. in voller Gesundheit und körperlicher und geistiger Frische ihren 80. Geburtstag feiern. Die Jubilarin entstammt einer weitverzweigten Familie aus Hohenems, aus der zahlreiche führende Männer der Finanz- und Bankwelt hervorgegangen sind. Schon im Elternhausc wurde sie neben der Pflege des Familiensinns auch auf die größeren Aufgaben für die Allgemeinheit hingewiesen. Dieser Tradition ist sie stets als stille Wohltäterin der Armen und Bedrückten treu geblichen. Möge es ihr vergönnt sein, noch lange Jahre in dieser Art weiterzuwirken. Haigerloch. ..Jüdische Politik" lautete das Thema des Vortrags, zu dein der hiesige J ug cii d v c r e i n die Gemeinde am 14. Juni eingelaelen hatte. Es sprach Rechnungsrat Wißin <i n ii aus Stuttgart, der Vorsitzende des ..Landesverbands der jüdischen Jugendvereine Württembergs“. Lehrer Spier begrüßte den Redner, der einleitend einen Ueberblidc über elc-n Begriff ..Politik“ überhaupt gab. Er schilderte einleitend die verschiedenen Epochen in der Geschichte des jüdischen Volks, ging dann auf das Mittelalter über und stellte fest daß es lange Zeit keine eigentliche jüdische Politik gegeben habe. Die jüdischen Gemeinden wie die Judenheit überhaupt waren ganz und gar Objekte der nicht jüdischen politischen Machthaber. Erst seit der Emanzipation gibt es wieder aktive Politik innerhalb der jüdischen Gemeinden und ..l.andesgenieinden“. Seit dieser Zeit hatte die liberale Partei jahrzehntelang die Führung, aber nicht immer zum Wohl des jüdischen Geistes in den Gemeinden. Die Gründung der Trennungs- JleutCmqen Willi. Hahn Tapeten z Linoleum / Wandbekleidung Reutlingen Katharinenstr. 10, Fernsprecher Nr. 3329 gesucht Xeutltngen IIIIHIHIIItnillHHUIIinUUUIlIHnUUHIUIIimWmiMMNMNHMMI die fleißige Industrie» und Handelsstadt Htm a. D. fii--c-n mit Sicherheit voraii-zusehcndcn Minderc-iiiii.diiiäjr muß fiir das laufende Betric-bsjahr c ui reciit Fa :r .dnlieh-— Defizit befürchtet werden Die» iaht die dringende Bitteum Spenden an die. die noch in der glücklichen Lage sind, geben zu können, begreiflich erscheinen. Der gedruckt vorliegende bericht, wie die Betriebsrechnung geben ein deutlich«— Bild, der in jeder Hinsicht vorbildlichen Leitung nnd Verwaltung des Vereins wieder Vn-talt. wofür dein Ausschuß, mit Landgericht-direkten- Stern an der Spitze, und dem Hall-' ater. ()berle jirer R o t h - eh i 1 d. voller Dank und Anerkennung gebühren. Der Bericht gedenkt dankbar der auch in die—c m Jahr voll I ran D. V. (entmann den Kindern ge botenen Veranstaltung. Die feierliche Begehung de- ( haiinkkaf«—1<— bilde!c den Mittelpunkt de- Anstaltslebc-ns. Der hingehenden, segensreichen Tätigkeit der atn 9. Januar I93t aus dem Leben geschiedenen Hausmutter. Frau J «• t t «* Rothschild. wird in warmen Worten gedacht. Da keine Einwendungen gegen den Be richt erfolgten. wurden dem Ausschuß und Kassier Entlastung erteilt. Die nun folgende Wahl für die turmi'geniäß aitsscheidendc-n Mitglieder des Au»s«hii'ses ergab einstimmige Wiederwahl von I.andgr-richt'direktor Stern. Louis Hirsch. Artur Saeiiger. Dr. Otto Einstein. Frau Louis I. a n «I a u e r.-sämtliche Stuttgart, und Gerhard Wolf. Sontheim. Neugewählt als ADOLPH mOOS m HanptwaffiDlatz Wischt- ». Assslsttssgsgsschift Fabrikation von Leib- und Bcttwiacbc Betten — Matratzen — Gardinen Anfertigung von modernen Fcnaterfl.rntturcn Teppiche — Vortagen Reparaturen preiswert Langestrasse 31 OamBii' B. Grelner Steragaaae Nr.22 Talaphoa Nr.3478 und Herren Frlsior» Salon iltsstt KtUnhMAni m Hat» Neutorstr. 21 - Tel. 2S23 Brennstoffe nur erster Qualitäten Wilh. Kölle SS-L2 Kronapofheke aus Allopathische und homöopath. Vollapotheke mit Labiratiriom Hr deatsck-fhTsikal. Ditemchuiei Br. Walle, «ppr. Apotheker a. Nahrungamlttelrhemiker Bo—- m. 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