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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1931-05-16 · 4 (16.5.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VIII (1931-1932)
Issue
4 (16.5.1931)
Date
1931-05-16
Page
[Seite] (sequence 5)
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Gorndorf da* adalat* Erzaugnls der Schuhindustrie SCHUHHAUSWO LF KönigstraBu 9 von uus, daß in Württemberg von jeher die Vnstellungsverhältnisse geregelter geordnet sind, als dies vielfach außerhalb Württembergs der Fall ist. Der Referent ging auf die Frage der Ausbildung, der Wahl durch die Vorsteherämter, auf Fragen der Besoldung und der Dienstordnung näher ein. Zurzeit sind im Bereich des Isr. Oberrats 21 ständige und 5 unständige Religionslehrer angestellt: daneben sind noch sechs allgemeine Schulstellen vorhanden, die z. B. öffentliche Volksschulen sind, zum Teil Simultanschulen und private Konfessionsschulen darstellen. Auch dieses Referat löste reichen Beifall aus und fand eingehende Aussprache. Nach Erledigung von Anträgen fanden die Wahlen in den Ausschuß statt. Der engere Ausschuß Rothschild -Eßlingen, A d el s h e i m e r - Stuttgart, Adler- Cannstatt wurde wiedergewählt, in den weiteren Ausschuß wurde, neben den bisherigen Mitgliedern Spatz- Rexingen, K r ä in e r- Heilbronn, J a f f e -Stuttgart noch Spier -Haigerloch neu gewählt. Stuttgart. Mitgliederversammlung des „Ve r - eins zur Förderung des Handwerks unddesGartenbaus unterdenlsraeliten Württemberg s“. Die 3 2. Mitgliederversammlung dieses Vereins, die am Mittwoch, den 29. April, abgehalten wurde, war mit einer Vortragsveranstaltung verbunden und wohl deshalb außerordentlich gut besucht. Der Vorsitzende, Rechtsanwalt Dr. H e i n r i di Wolf, begrüßte die Versammelten, unter ihnen Ministerialrat Dr. H i r s di. den Präsidenten des Oberrates, und Gemcindepfleger Dr. Cohn, det in Vertretung des Gemeindevorsteheramtes erschienen war. Er sprach seiner besondere Freude darüber aus, daß zahlreiche Mitglieder des „Vereins jüdischer Handwerker in Stuttgart“ und mehrere Lehrlinge, die zurzeit mit Unterstützung des Vereins ein Handwerk erlernen, erschienen waren. Nachdem in herkömmlicher Weise das Gedächtnis der in den letzten beiden Jahren verstorbenen Vereinsmitglieder geehrt worden war, sprach er von der Notwendigkeit, dem Vereine neue Mitglieder zuzuführen, zumal eine wesentliche Berufsumschichtung gerade jetzt im Judentum geboten erscheine. Mit einer Mahnung, die jüdischen Handwerker tunlichst zu fördern, schloß er den Geschäftsbericht. Den Kassenbericht erstattete der Kassier Sigmund Kallmann. Diesem Bericht war zu entnehmen, daß die Einnahmen des Vereins an Jahresbeiträgen 1256 Mk., an Spenden 480 Mk.. die Ausgaben 1370 Mk. betragen haben. Der 'Verein zählt 189 in Stuttgart und 38 außerhalb Stuttgarts wohnende Mitglieder. Im abgelaufenen Jahre wurden zehn Lehrlinge vom Verein unterstützt und beaufsichtigt, unter ihnen ein Bäcker, zwei Schneider, ein Sattler, ein Werkzeugmacher, ein Modellbauer und ein Mechaniker. Die Auskünfte der Werkmeister über Fleiß und Betragen dieser Lehrlinge waren durchaus zufriedenstellend. Die Versammlung erteilte hierauf dem Kassier die nachgesuchte Entlastung. Im Anschluß an den geschäftlichen Teil der Mitgliederversammlung hielt Stadtrabbiner Dr. - 45 - R i e g e r einen Vortrag über „W e r t und Würdigung des Handwerks in Bibel u n d Tal m ii d“. über den wir in nächster Nummer noch ausführlich berichten werden. Stuttgart. 11 u u p t v e rs a m m lung des ..Isr. Ortsarmen- und Durchr eisen d e n v e r e i n s“. Am Sonntag, den 2. Mai, wurde die Hauptversammlung der beiden Vereine, die unter gemeinsamer Leitung stehen. abT gehalten. Der Vorsitzende, Otto B u m b e r g e rl begrüßte die Versammlung und besonders die Vertreter der hiesigen jüdischen Wohlfahrtsvereine. Das Gedächtnis der im letzten Jahre verstorbenen Mitglieder der Vereine wurde in üblicher Weise durch Verlesen der Namen und Erheben von den Plätzen geehrt, ln besonderen Dankesworten wurde des verewigten Gottlieb Sontheim er gedacht, dessen 100. Geburtstag vor kurzem war, und der sich um die Wohlfanrtpflege. vor allem aber um den Ortsarmenverein bleibende Verdienste erworben. In dem Jahresbericht teilte der Vorsitzende mit, daß der Rückgang der Eingänge mit dem Anwachsen der Gegenwartsnöte eingetreten, daß darum durch einen besonderen Aufruf zu Spenden aufgefordert werden mußte. Dieser Aufruf, dessen Kosten das Vorstandsmitglied Wilhelm Stettiner in dankenswerter Weise übernommen, hatte einen recht erfreulichen Erfolg, so daß die Winterhilfe des Fürsorgeamtes mit diesen Mitteln durchgeführt werden konnte. Um die noch nicht gedeckten Kosten des DurchreisendenVereins, zu beschaffen, mußte ebenfalls ein Aufruf erlassen werden, dessen Erfolg noch nicht bekannt ist. Die enge Verbindung der Vereine mit dem Fürsorgeamt hat sich auch im letzten Jahre bestens bewährt. Der Vorsitzende sprach dem Fürsorgeamt für seine Betätigung im Interesse der beiden Vereine seine dankbare Anerkennung aus. Die Kassenberichte erstattete in der gewohnten gründlichen Weise Sigmund Kallm a n n. Der Ortsarmenverein hatte Ausgaben und Einnahmen in Höhe von 7 043.94 Mk., von denen er 282.98 Mk. an den Durchreisendenverein zur Deckung seines Fehlbetrages vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung überwiesen hat. 571 auf 426 Mitglieder gefallen, hat also im letzten Jahre 145 Mitglieder verloren. Ebenso büßte der Durchreisendenverein im letzten Jahre 77 Mitglieder ein. Dieser Rückgang, der allerdings zu einem großen Teile durch die wirtschaftlichen Verhältnisse erklärt wird, ist tief Der Etat des Du rch reisenden ve rei ns balunziert in diesem Jahre mit 3571.27 Mk. Ueberaus bedenklich ist bei beiden Vereinen der Rückgang der Mitgliederzahl. Der Ortsarmen verein ist von bedauerlich. Eine lebhafte Werbetätigkeit muß versuchen, diese erheblichen Mitgliederverluste aiiszugleichcn. In der Aussprache übte Adolf Kops Kritik an der Ausführung der Tätigkeit der beiden Vereine durch das Fürsorgeamt. Er bedauerte den Aufruf des Durchreisendenvereins, in dessen eventuellem Erfolge er eine Beeinträchtigung der Einnahmen der andern jüdischen Wohlfahrtsvereine erblickte. Gegen diese Anschauung verteidigte Arthur Essinger die Vereinsleitung. Auch Stephan Strauß erklärte die Verbindung mit dem Fürsorgeamt für eine sachliche Notwendigkeit, eine Anschauung, die auch Direktor Sontheimer energisch vertrat. Insbesondere meinte Kops, daß das Fiirsorgeanit die vom Ortsarmenverein erhaltenen Xusäiisse getrennt verwalten und verrechnen sollte. Zur Angelegenheit sprachen MaxOst erb erg und L e o p o I d L e v i. Der Vorsitzende vertrat die bisherige Vereinsübung, die auch von der Ver- Auch den Gartenschirm von Hugendubel Stuttgart/Hirschstraße Nr.25/27 Ein Beispiel: 180 cm, 10 teilig ^|50 buntgestreift, indanthren... Mk. d£l Propaganda äußerte sich F riedmann l Hierauf wurde dem Kassier, Vorbehaltlich djer Revision durch Schl essinger und Sonjtheim e r, Entlastung erteilt und die Uebervcteisung des Ortsarmen Vereins an den Durchreisjendenverein von der Versammlung gutgeheißen). Nachdem die turnusmäßig ausscheidenden Au&schußmitglieder Essinger, Kallmann. [Stettin e r und Strauß durch Zuruf wiederriewühlt worden, schloß der Vorsitzende die Versammlung mit besonderen Dankesworten u|n eleu Kassier und alle Mitarbeiter im Ausschuß. Stuttgart, lin Rahmen eines vom B e r t h o I d A u c r n a ch - V e r e i n veranstalteten Aus s p r a ch e a b e n d s sprach Rechtsanw'ajlt Dr Hein z H a y u in - Tübingen unter großejm Beifall über „G c s e t /. u n d V o 1 k s in c i ß u n g“. Der Referent zeichnete in überaus instruktiver Weise die hauptsächlichen Grundlagen deif Volks- Überzeugung und zeigte an Beispielen, ivie die Volksmcinun£ durch religiöse, staatlich-politische und soziale Einflüsse bedingt und gebildet wird Solange ein Gesetz mit der Volksmeinung im Einklang bleibt, gibt es keine Reformbestre- ~ .sich auc^i erst baue In der Regel entwickelt 'gen. „ die Volksmeinung und dann wird das |Gesetz geschaffen. Die Reformwünsche ergebein sich nicht zuletzt daraus, daß auch oft in umgekehrter Weise verfahren wird. Die Aenderungsbestrebungen unserer Zeit beweisen, daß die Gesetze vielfach zu der Volksüberzeugung in Widerspruch stehen. Die Gründe hierfür liegen, in den veränderten sozialen, politischen, wirtschaftlichen und auch religiösen Verhältnissen. Aucj) hier zeigte Dr. Hayum wiederum an Beispielen, wie diese Reformbestrebungen sich aus den Verhältnissen entwickeln. — I Die interessanten Ausführungen des Referenten gaben die Grundlage zu einer lebendigen Aussprache, deren Hauptgesichtspunkt^ von Phofoapparafe Phafafecdarl Pfcofoarbelfen Jeder Tag bringt neue Modelle, gerade jetzt bringen wir entzückende Neuheiten In verblüffender Auswahl zu zeitgemfiß billigen Preisen: Entlüftend fesfte Stroükapiien and Nützen Sftüne Gliften-Hfite, Kleidsame Franen-Hflte 3« 5«» 875 1250 14*° 18SÄ O. m. b. H •JAKOB PFÄNDER HUTMACH ER-MEISTER Narltaiiral* 2 seither TUblngerstr. 1 ejl£ •GERÜSTBAU* Filiale mcflrfttttafCB Fritz KRISCH, Baugeschäft Inh.: R. Ra I o h I •, Baumelutar Ausführung sAmtl.Gerüstu. Bauarbeiten SohubartatraBe 8 » Fernspr. 42438 I Kaufte I I bei unteren I I Inserenten 11 Medebaos Fräste es Narienstr.36 Toftal-Au$verkauff m u.«».., Seiden-Stulz ä

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