Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VIII (1931-1932)
- Issue
- 1 (1.4.1931)
- Date
- 1931-04-01
- Page
- Seite 12 (sequence 16)
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$QN UNNAUS and KÖM IG STRASSE 43 Seit 40 Jahren da* Haus für gediegene Sehahe \|i iis(h< nliiT/cn in rrc-iuV iiihI (cid erzitterten. I iiiiti-r-tc Stimmede» \olks. Ve-hnlkhe» erfühlte mau bei Kdith Modi: in bunter Kolge erkliinireii italienische, französische iukI englische Linier, elaun höchst reizvoll«! Ge- ■jßagv in ihinesiHctter. japanischer and hawaischer «jprache. welch' letztere Lncie Weinmann mit Giiitarrc und Mandoliae. ~til\oll herleitete. Kdith Hochs bie-psamer. besonders in der Mittellifre in klang-satter Breite strömender Sopran, des-en crescendo und ilescresc-endo besonders dem «itkalreithen Französischen und italienischen Med perecht wird, macht selbst ans der musikali»eli «iii»|>riiehlosen ...Serenade du Passant" von Vfasscnel ein kleines Knnsfwerk. Nur wer -.i kultiviert in fremden Sprachen spricht» und ii« ilei Sprachatmosphäre heraus Wort und Ion .ct-t.iltcf. -injrt original und \ermittelt L'rlebnfcwe. I in »olche-s Krlebnis war \or allem die fien i-ii-i " vcw CttciarcL eine für Cello komponierte. >on Kdith Hoch aber auf einen fran- /ci-i-cheu lexl gesungene, von lyrischer We'iehheil und dramatischer kraft erfüllte- Melodie. I 'litli Hoch* au sich nicht grolle, dafür aber auch in der Höhe klare, tragende und schön timluieite Stimme k.im auch in Liedern von Sefc- I e.s . (. r i e a und \\ e i II m a n n /u voller Lntf.ifttmg. Ilic-r erntete die Künstlerin besonders mit den entzückenden, auch musikalisch -ehr _iiitere»»anteir Miniaturen von Sekles und Weili- '■ mann grolhii Beifall. Die Grenzen ihrer Stimme uareii in dem drauiatisdr dur'chwopten ..Dein ll.it i»t wohl '^ut"' von Grieg allerdings deutlich zu erkeiliieii. Kdith Hoch ist eben Meisterin intimer, nn lii ^nf das Lyrische abgestimmter I ieilkim»!. Dei \beml vxar für Ldith Hoch ein i Iii i Lrfo|g. Line /nealie in französischer . *>|>fiiihc quittierte den stürmischen Applaus. \tn Hügel waltete Ka|>ellnieistcr Martin l'jh ii mit gewöhntet Meisterschaft. Linen bes- -• i< ii Kt'gleitc i kann »ich eine Süngc-rin nicht v llixllell. II. St. Crailsheim. Viu ll.Maiz, hielt Huuptlehrer ■* i I I i S i I b e r in a n n im J u gc n ilvcrci n einen \ mtrag über ..k u I t u i i in J u d e tl t u m". De» llednei suchte nachzuweisen, wie -ich das Judentum /u rillen /eilen »ehr Mark an der Kntwiotluiig de- Kulturleben» beteiligte, und zeigte, w i«f »ich di i \nteil di i Juden an der kultttr so- "hl im inneijüdischen wie auch allgemeinen I ehen .dler Volker verfolgen lüRt. Der »orgligi n Ite.iibeituug des I hl'Bias schlol! der Kceluei eine iüidi ingliclie Mahnung an die Jugend ii. fedei einzelne »ei verantwortlich für das ' ..:!•/.• und habe deshalb doppelte Pflicht, mit- ■ niifa n .iin (.Uten und Hechten. Dei \ot»taii(l I r i e (I e I Stein dankte clt'iii I" fei( ii'«'i, Im »einen anregenden \ ort rag. < roppingen. in . einen - l nscre (n ineincle hat cor knrhwerefl Aeilu»t erlitten. Wenige I .iui nach \ oilendHng seini •» sii. Lebensjahre» i*t S a tu it e I D ö r z b a ch e r au» dem Leben gesehieden. Lin kurze-», aber »diu eres Krankenlager hat diesen bis /ulet/i erstaunlich rüstigen Mann dahingerafft. Lin Leben reicher und vielseitiger Verdienste, deren bereits an die»ei Stelle anlefttich seiner Goldenen Hochzeit gedacht wHerder, hat damit »einen Abschluß gefunden. In tiefempfundenen \S"iien schilderte llabbiacr Dr. Tanzer vor .«•iiier überaus zahlreichen Iraiiergemeinde das göttge»egnete Leben und Wirken des seltenen Manne», dem ein ehrenvolles Andenken gesichert Meil.t. Haigerloch. \ or einem grollen Publikum »prach auf \ eranlassung der \ ortragsgemein- -diaft der hiesigen jüdischen (.enieincle Be/irksrabbiner Dr. T ä n z e r - Göppingen über ..] ii - 'dis ch-e s Denken in d e r G ■• g c n w a r t." Der Redner forcierte vom Juden unserer Tage geschichtliches Denken, da.» sich gründen uiü»se auf die Kenntnis der jüdischen Geschichte und auf tla» Gefühl der-Verbundenheit mit der (iemeinschaft. An einer Reihe von Beispielen .in» der Geschichte des Judenha»»e» zeigte der Redner, wie historisches Denken imstande ist, die Geschehnisse der Gegenwart in neuem Lichte zu zeigen und Kräfte freizumachen, die geeignet »ind. über schwere Zeiten hinwegzuhelfen. Reicher Beifall lohnte die interessanten Ausführungen. Kine rege Debatte schloß »ich an. - 12 - J lleilbronii. Am 16.Februar fand die Genera I v e r » a in in I u n g der hiesigen Ortsgruppe des ( e u t r a.l - \ e r e i n s statt. Rechtsanwalt Dr. <)s k a r \l a \ e r begrüKte die Erschienenen und gedachte dann des verstorbenen Mitglieds \ Ii i ,i Ii a in (< ii in Ii e I. In seinem Rechenschaftsbericht fanden dieim (ieschäftsjahr behandelten lokalen Ereignisse Lrwuhmiiig. soweit der C.-X. eingegriffen hatte, /um Zwecke der Aufklärung hat sich zv% i»ihen ( .-V.. R.j.F. und Jugendbuiicl eine Arbeitsgemeinschaft gebildet, die »ich bewährt hat. Ferner sind innerhalb der Junggrappe Schulungskurse in Aussicht genommen. Rechtsanwalt Dr. G um bei hielt sodann ein Referat über das Thema „WaR soll geschehe n '." Kr betonte die .Notwendigkeit einer öffentliches Auseinandersetzung mit den Gegnern und regte /u diesem Zweck einen Anflclärangsabend vor geladenen Gästen an. In der anschliehVndcn Diskussion wurde son trerschiedenen Seiten für und gegen diesen \nrschlag gesprochen. Die Abstimmung ergab jedoch. daH die Mehrzahl der erschienenen Mitglieder für die Abhaltung einer derartigen Veranstaltung stimmte. Mit den Vorbereitungen hierzu wurde der Ausschul! beauftragt. Die hierauf folgenden Wahlen hatten folgende» Ergebnis: Dr. G u m be I. Dr. (). M a y e r. Dr. Hugo Kern. Dr. Max R o » e n g a r t. (). I g «• r s h e i tu e r . A. S t e ck e I m a ch e r und I ehrer k .i r I k a Ii II. lleilbronii. Der hiesige- Israel, l'aters t u t z u n g s v ereli hielt am 2K Februar »eine Ge ■ e w a l.v e rsamni lü B g ab. die zahlreichen Be»uch aufweisen konnte. Der Vorsitzende, A. St e ck e I in ach e r. begrüßte die Anwesenden und gedachteder durch den Tod abberufenen Mitglieder, besonder» des Vorstandsmitgliedes Ludwig Mai er. Im Reehenschaftsbenchl wurde vom Vorsitzenden auf die schwere Wirtschaftslage hingewiesen, dieeine »ehr »tarke Inanspruchnahme der Vereinsmittel mit sich brachte. In erster Linie sollen in Zukunft die ortsansässigen Glaubensgenossen Hilfe erhalten. Schlechte; Erfahrungen wurden mit dem Wanderbettel gemacht. Da S. Schloß sein Amt als An weiser der Unterstützungen an Durthw anderer niederlegte, wurde zum Nachfolger H. Horw itz. bestimmt. Den hiesigen jüdischen Organisationen w ie t rauenrerein, Herderloge und Wohltätigkeitsverein dankte der Vorsitzende für die Hilfe*, die sie dem Verein in der Linderung der Not leisteten: ebenso dankte er dem I..J.W . Der Kassenbericht wurde von Heinrich S ch e ii e r erstattet. M. Stern sprach über das \ ereinsv ermögen. Die Neuwahlen ergaben die Wiederwahl des alten \orstandes unter Hinzuwählung von Dipl - Ing. Otto G u in b e I. In der Diskussion Sprüchen Dr. B e.e r in a n n . J. K 1 e ge n hei ni e r. Dr. M. Scheuer und II e i n r i dl S ch e ii e r. ■» Heilbronn. Am 5. März sprach Krau II a u u u Ii R a in s f e I d e r, Heilbroiiii-Bruchsal. über ..De i HeiIsweg de s B u dd h u". Die Rednerin entwickeltedie- Le-hrc Guutuma Buddhas, die uuf der These- ..Alle s Leben ist Leid" fußt und darin gipfelt, völlige l.eidlosigkeit zu verheißen. Die Referentin zeichnete auch das Leben des Religionsstifters und führte durch eine Legende in die Atmosphäreseiner--Gcistcswclt ein. Der aiisgezeidinete \ortrag war äußerst instruktiv und w urde sehr beifällig aufgenommen. Heilbronn. Der J. A u f k I ä r u Bf SB h e n el . veranstaltet vom C.V.. R.j.K. und Jugendbuiicl. brachte am J>. März einen Vortrag des Vorsitzenden des Landesverbands des R.j.F.. Dr. F r u II z Hirsch-Ulm. über ..Das P r o g r a in in des N a t i c> n a I s o z i a I i s in ii s". Der ausgezeichnete \ ortrag stellte eine kritische Untersudiuug des 'nationalsozialistischen Programms dar und fand herzlichen Beifall. In der Diskussion QöppUiqea Adolf Fischer & Sohn Obere Mjntalljtr. 28 und 28 a. Fenupr. 788 Kohlen, Koks, Briketts Buchenu. Tannenholz Lioforuno frei ins Haus KARL SEYBOLD, In«ur «Sanitäre cattnrt«t>tnnarn egtlrftr. f!«*>*-, Krafta. etgnolanlaorn 19elruct>tana0( Arper GÖPPINGEN/ leSreTerfe2! 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