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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1931-04-01 · 1 (1.4.1931) · p. Seite 8

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VIII (1931-1932)
Issue
1 (1.4.1931)
Date
1931-04-01
Page
Seite 8 (sequence 12)
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Arterienverkalkung, hoher Blutdruck? Unübertroffene Heilwirkung durch die etJiten. fast geruchlosen „Riforma" - Balkan - Knoblauchzwiebeltropten Zur FrOhjahrs-Blutreinigungskur nur den echten, (rarant. naturrein. „Riforma"- Schwarzwald-Wachholderbeerexlrakt Allein echt zu haben im Wbrishofener Kräuterhaus e. m. b. h. Stuttgart a. Bollwerk,Seidemtr. 1, Tel.60172 kfanfr ».ink tler Nirjr in «Iii- Tiefe. Dann Imnim ikI. Oryekikkiirtle. und <li<- 1"<-irr hatte ihr I mle scfiiiiili-ii. \ni Nachmittag wurde nach einei kiii/cn (>t^i.uhtiii^in>t»riuvhe ehe \sche eles _\ er«li>i heneu .inf ilem l*raeliti»then I' rirtlhnfc r< ivrlit.il Irt-i^i-M-i/t. .• Iii - ii in 1.11 i )i k .1. i I ,\ ö r «II i iijr e r \\ ar .hu 2\ Vliir/ ls»i7 im Mintirarl /weiter Sohn ■ jef Kaufmann* Salomnn \ ö r tfj f n g e r pe-!...tcn. Vach ilei; lleeniliiiiinjr «filier (»ymnusial- . ii Mini dein Fjnjähripf reiw illigen-l)ienstjnhr -trklierle i i in Berlin, München, i'iihinjreii und i eip/ia lietlu«« issensehnfi. Im r'rühjahr 1*94 ■ _h i i »i-iii /»ritt- Staatsexamen, all und lief? -hIi in Mull2.in al« l!rilit«anuali niecter. Bereit* i'ni" liafle ••! .il- Slellvertrelei de» \erru iirlen ( »hm ii-friernnu-rale« Dt. S eh in a I in iler da-, ',i di-i Ii I « i. O I» e r k i r eh e n l> <• Ii r «I e Cierj\oll niilj:i'.ii heilet, dal! et allgemeine C rt-nn;:- luiln^ lier\<n rief, .il* n ,iui II». Juni l'llll tlineh . köitfcliihi' Kiit»*hlieRun;r /um OherLirtheimir- -n lu i In i dei l»r. < >l>ei -kiiifa-iihehfirile iM iiannl u urdi'. \m J«. >i |>li inln i IVI I wurde er dann . lorir.iireucle» jm i»ti»«hes \lililietl dei-i IIm-Ii Be- (i<ir«)i \m Mi. I rliru.ii l'Mti erhielt er den Titel lim] K.iiil lim« lleuii-runj;«rale-. Mit dein Inki.iftllelei! der in nen \ i-rf.i—unti v» tirtle er nicht nur in «einem!>i«lii riceii Vinte l>ela»»en. «tiiidern rilüiliiiiiiii^ .im "n. Juni I'IJ4 /um Präsidenten de» l«r."Oliei iate« fi1».ihll. \i> i der am Jl>. Januar l*l"ti lalligen Vnu.ihl /uiii ()l>eirat hat Dr. Niinllingei. w ii liereit» i t w.ilini. au» Gesuiiilhcit«- ■ in-k-ulili n »l im \\ ii dcrw .ihl abgelehnt. Am "i I ein n.u l'»"u erfolgte dann »ein Ausscheiden au» dem ()l>ei i ate. I i hlieb aller auch in der I-.ilge/eit HliI die»;ni al« Her.itei freuntl»chafl lieh t i-r I>n lule-ii. Jsidor Flegenheimer, Heilbronn, 75 Jahre alt. /u rinei ini|M>»aiiten kiiiidgeliiing gestaltete -ii Ii -du r eier. die der I » r. Ohe r r a t /u».imnien mii dem l*r. \ .i r » t e Ii e i u ml II e i I b r o n n jjllkiRlith de* "">. (.el)iiil«tage« de» allseits »erehrten lli illiniiint i <.i iiu indeniitglied« Isidor I I iTp <' Ii Ii e i in e I \eranstültete. Ks galt, dem verdienten Senior de» Isr. Oherrni» und \oisil/emleii de« l»i. \ or«tehei .inile» I leilluoiin die geben reiule Urning zuteil werden /u lassen. l*idoi Hege Ithe-imei wurde am 24. Mar/ I«*lf> in (Idenheim i. B. gelxueii. I r ist. seit Mitglied <lei llalitlelskannnei in Heilhronn. /rhu J.dtre spater nfulgte »nur Wahl in da* \or- -tt her.nnt ilei Iteillooniier Israelitischen (>< iniinelr. Vln I". \|iii! l'HJ wurdier auf .illeihixhsite I nl-diln l'iuig /um (Mierkirchenvorstehei . I>ei «ler daiii.illi.-en Küitiei. Israel. (Mierkinhriiliehörde lirrufrii. Seil Mai l'*J4 i«l er \orsit/endi i «Ii » |sr. Vor»teheramts. \atli der Kinfiihriing Jri nruen Verfa»sung winde er durtli die l.an- <11 -s ci ».iinm11111_ .hu "Ii. Juni l'J24 /um ehrtMi- .iinttichcn Mitglied de» Olu rrats gewählt und .im Jh. Januar l'fio in gleiihei I' igen»ihafl wiedei- •-■ w iililt. I )ie /ii I hren de» Jubilar» •eraii«taltete Jeier. .in der die Mitglieder de» l»r. Oberrat« und de» lleilbronnei S or*teheramt» iMMiiahe \otl/ählig teiliiahmeii /engte von der \\ erl»ehat/ung. tlie _ 8 - IsiÜOt r legenhemier im Isr. Oherrat. als \orsit/eiider de» Nr. \ orsteheranits Heilhronn und in der Gemeinde penießt. In rastloser Arbeit- »amk«>it und Mirbildlnher I rene hat er sidi als ein idealer Sachwalter der Ist. Beligionsgemein- «ehaft \\ iirtteinhergs in beiden Vemtern bewährt. Güte und Kriedfertigkeit /eithnen ihn in gleithein M<d*e aus: kein Wunder also, wenn seine Mitarlieiter untl (iemciiidegenosseli in daakbarer \erehrung in ihm aitfblkkcn. Ileelit».inualt Dr. (i u m b e I. der Stellvertreter des Jubilar* im (ieineindekollegiiim. eröffnete die Feier mit begrüHenden Worten au die vielen, die »üb im festliih resdiiiiüdkten Saal der Adleißrauerei eingefundiMi hatten. Sodann gab dcT Redner seiner Freude über den Anlaß dü'Ser Feier Ausdruck und erstattete dem Jubilar ih n Dank der (.einfinde für steine aufopfernde I .iti^kejt. Oan/ besonders rühmte er die Klugheit und lm«ieht. tlie der Gefeierte in seiner \iiit»führuiig »tet» bekundete. Der Präsiden lies Israel. Oberrat*. Ministerialrat Dr. Otto II i r s (h - .Stuttgart, würdigte dann die Verdienste de» Seniors, der siel» /um Wohle der Uiirttrmhergi*then Jndenheit gewirkt, und sowohl durth »ein überlegte» Betleu al» auch sein klugr» Sdiwrigen bei oft schwierigen Beschlüssen fördernd wirkte. Der Präsident überreichte Nfil.iiin im Namen de» Oberrats und des \orsteherauits lleilbronn eine kunstvoll ausgeführte \dre»»i'. die eine mpii den beiden körperschaftei zu Fhren de» Jubilars ins Leben gerufene ..I I e g e ii h e i in e r - S t i f t ii u g" litMirkundete. Du- /weikbe»timmiing dre«er Stiftung ist: För- ■ I e r ii n g d e s w ii r t t e in b e r g i s dl e n J u - d r M l u in » n a ch ii ä h e irr Bes t i m in u n g lies Jubilar«. (Wie wir erfahren, «ollen die Hrtrfignisse der Stiftung in ersttM- Linie tlen jüdischen Seminaristen der Heilbronner Lehrer» liildiiug«au«talt /ugute konimen. Die liednktion.) Ile/irkrabhiuer Dr. B <■ e r in a nn führte tlunn in g|ei»tMilltM- W ei«r. ,iu»gehend von dein ht'briii- *<hen /ahlworl au», wie schwierig für tlen Jubilar der Weg /um Gipfel war. wie er aber Mlntählich /iir Berge«hiihe hinaiifklomm und tiunii al« ein wahrer ..Lvetl Ilaschem" ein Diener Gottes als Vorbild echter Bediturhkeit. Frömmigkeit und Friedlichkeit Ausbiirk lullten durfte. Hierauf dankte Isidor Liegenhrimel »iihtlich gerührt allen Rednern mit hrr/- lifien Worten. I■- folgte ein Indult bei we lchem von Ami*- lichiei Di. F ins t ei jn -Stuttgart. Julius l.ö- Wi'itearl uiul J. Dan/igc-r Toaste <iu»- g«»rachj wurden. Am Vorabend des GebnrtN tage* hrucht«' der hiesige S \ n a go g e n ch o r im l|au»e de« InbiliirS ein Stündchen. VnscMieieiid hielten der Vorstand de» >v nagogeiichors. Meier Stein im \amen der ("hOrmitglieder. Oberkmrei kr a m e r namens der Beamten und I ehit r k a r I k a h u für di u Jugeiulbund her/- lithe Ansprachen. >i> wurde l»idor I'legeiiheiiuer von .dien Seiten reich geehrt. Mögen dem verdienten Jubilar, der darch die Ankuiifi eines /weiten Enkels dieser Fage hoch erfreut wurde, muh viele Jahre tatkräftigen Wirkensäum S'gen tler Isr. Gemeinde Heilbronn und der Isr. Religionsgemeinschaft Württembergs be«thieden sein! Oberrechnungsrai Max Meyer Zu seinem Ausscheiden aus der Gemeindepflege. Mit dem I. Vp'ril scheide! Oberrechnungsrat \l .i \ M e \ e i .in« dem Amte des Gcmeindemjegers der Stuttgarter Isr. Ciemeinde. um in dt^ii rrdlkh verdienten Buhestand einzutreten. We nn je das Wort der Alten auf die Rast nach einem Leben der Arbeit galt: ..Wer sidi in den sechs Arbeitstage n de* Lebens gemüht hat. der darf am siebenten Tage Sahbath feiern'*, so gilt es für die*e* dem Dienste der Gemeinschaft geweihte Dasein. Wer immer in den % Jahren, in denen Meyer hier gewirkt hat. mit ihm in Verbindung getreten, we r den Mann kannte, der für alles und alle Zeit hatte — und wer kennt hier nicht ..L e h r e r M e y e r"? — der wird ihm die Ruhe nach Jahrzehnten unermüdlichen Schaffens gern gönnen. Meyer war nie der Beamte im herkömmlichen Sinne, der kalt und sehematisch seine Dienstarbeit leistet. F> gab jeder seiner Arbeiten einen Teil seiner Persönlichkeit. We r als Batode r Ililfc suchender zu ihm kam. fühlte, dal! er nicht nur einen klaren Verstand und ein gesundes Urteil hatte, sondern ein aufgeschlossene* Her/, ein menschlidies Verständnis, den Willen zum Helfen für alle, die sich ihm anvertrauten. Dabei war seine Arbeit so vielseitig, dal! jeder Eingeweihte bewundern mußte, wie e-r allen Anforderungen gerecht zu werden Wallte. Iiier galt es Rat untl Auskunft in einer Steuerfragc. ehirt Hilfe in ernster seelischer oeler w irtschaftlicher Bedrängnis, hier die Beratung in Erziehungsfragen, dort eine Aeufiernng in e iner religiösen Angelegenheit jetzt war er der gefeierte- und beliebte Jugendlehrer und morgen schon stand e-r auf dem Katheder, um über ein bibelw issenschaftliches Problem zu sprechen; der eine wünschte e ine Grabschrift für die- Ruhestatt seiner Lieben und ein zweiter eine Zeichnung für ein Pnrnmcnt. Fs ist unmöglich, auch nur anzugeben, wo iberall sein Rut gesucht und immer liebenswürdig erteilt wurde-. Dabei war er nie ungeduldig, für je-elcn fand er ein freundliche« Wein. So war es kein Wunder, daß sein Büro der Mittelpunkt eles gemeindlichen Lebens wurde. Ls war einher nur eine- Anerkennung und Würdigung seiner vielseitigen segensreichen Tätigkeit, dal! ihm der Oberrat der Isr. Reil-, gionsgenieinschaft Württembergs den Titel eines Oberrechnungsrates verlieh, und daß die Gemeinde ihn. eineselteMie- Ehrang für einen Beamten, durch die W ahl zum G e m e i n el e \ o r - s t eher auszeichnete. Fs ist fast selbstverständlich, daß sich ihm bei seinen Scheiden aus dein Amte noch einmal die dankbare Liebe der gesamten Gemeinde zuwendet. Die Genugtuung ist allgemein, daß der ans seinem Amte Scheidende wciteMals Berater im Gemeindevorsteheramte und vor allem in dessen Fürsorgcamt tätig verbleibt. Mögen ihm noch viele Jahree-ines geachteten uiul beglückten Ruhestandes besehieden sein! * \la\ Meyer ist am 22. Mai 1865 in Bibra in Sachsen-Meiningen als jüngster Sohn desSchnittw arenhändlers Simon Abraham Mc-\er geboren. Nach ele-m Besuch der allgemeinen Volksschule in seinem Heimatsorte besuchte er das Lehrerseminar in Hildbtirghausen. das er nadi vier Jahren mit dem Reifezeugnis verließ. Mit \l) Jahren übernahm er ihs> die Religionslehrerstelle in Rheinbach bei Bonn, die er nach einem Jahre verließ, um die jüdische Elementarschule in Bentheim zu leiten. Hier war er bis IS94 tütig. Er bewarb sidi von Bentheim aus um die Religionslehrerstelle in Stuttgart, die ihm aber als Nidit- Wttrttemberger nicht übertragen ward. Dafür erhielt er die ebenfalls damals ausgeschriebene- Schächterstelle. die ihm am 1. Dezember 1894 anvertraut wurde. Gleichzeitig wurde er als Lehrer und vertretungsweiser Vorbeter angestellt. 1901 w urdeer vom .Schächtdienst befreit. Dafür übernahm er die Aufsidit über tlas Sdtächtwesen. Am I.Oktober 190> wurde er Kirchenpfleger der Stuttgarter Gemeinde. Im Jahre 1915 war er eine- Zeitlang auch Sekretär bei der Oberkirchenbehörde. Während der kriegszeit lag die Versorgung mit rituellen Lebensmitteln in seinen Händen. Nach und nach ward ihm dann das gesamte Wohlfahrtswesen der Gemeinde anvertraut. Am 31. März hat er seine Tätigkeit als Gemeindepfleger niedergelegt. Sein Nachfolger r --Odilia -!K inuiuVd — amer~mo2er Ji alffjai Wcltiicairafie 18 0*tel>.t Ü27SC J Wilhelm Jacobinski Fernr. 63846 STUl^GART Schlonitr. 6« Ihren Bedarf in Photo- Radio- und Schallplatten decken Sie am besten im Spezlalhaus n^" __/ Stuttgart Wilhelm VOring / Mildärstr. 32 Oas Haus der guten Bedienung und Beratung 0 M ^Vk in großer ivc<l Auswahl vom einiachslen bis zum feinsten Qenre zu bekannt billigen Preisen <%for/ian/&m, Umcabeilen von Hüten, nach wenr. tolche nichl bei an« geksafl sind, prornpl and biUisti Condiiorei / Cafe METTENLEITER am „Alten Postplatz" Alles QcbSdt nur mU Tafel-Butter Feines Familien - Ca/6 Anlage - Pfleg i von : Herrschaftsgärten A. TREU LIEB - Gärtner der Isr. 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