Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VII (1930-1931)
- Issue
- 23 (1.3.1931)
- Date
- 1931-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
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- 279 und herzlich. Tatsächlich war es dem Redner 'auch gelungen, aus der Fülle des Materials das herauszufinden, was dem jugendlichen Vorstellungskreis angepaRt ist. und seinen Hörern durch ein klares Bild von den Ergebnissen der Wissenschaft eine gute Waffe gegen 6ü nt bersche Pseudowissenschaft in die Hand zu geben. Stuttgart. Das Bild des früheren Vorstehers Kommerzienrat A d o 1 f W o 1 f s. A. ist von den Angehörigen des verdienten Mannes dem I s r. Varstclicrumt übergeben worden und hat nun seinen Platz im Sitzungssaale des Kollegiums gefunden. Stuttgart. Ant 10. Februar sprach Dr. Martin Cohn im Berthold Aucrbach-Aerein über „Umsiedlung und Umschichtung der Juden im letzten Jahrh u n der t". Der Redner zeigte, wie die wirtschaftliche Neuorientierung des 19. Jahrhunderts auch die Judenheit entscheidend beeinflußte. wie die Juden unter dem Einfluß der fortschreitenden Industrialisierung ihre Wohnsitze immer mehr vom ländlichen Agrargebiet in die wirtschaftlich aufblühenden Städte verlegten und wie sie aus ausgesprochen jüdischen Wohnzentren nach und nach sich in die schaffende Kulturwelt hineinbegaben. Mit dieser Umsiedlung vollzog sich gleichzeitig die berufliche Umschichtung der Juden, ein Prozeß, der auch heute noch in vollem Gunge ist und der durch die wirtschaftliche Lage eine besondere' Bedeutung erhalten hat. Hier gab I)r. Cohn einen sehr interessanten, mit gutem statistischen Material belegten Ueberlilich über berufliche Schichtung der deutschen, osteuropäischen und amerikanischen Juden, der klar erkennen ließ, daß die jüdische Berufsentwicklung einer immer stärker werdenden beruflichen Differenzierung unterliegt. — Die sehr interessanten Ausführungen des Redners fanden lebhaften Beifall. Eine kurze Aussprache, aus der besonders Oberlehrer Adelsheiiners Betrachtung der württenibergischen Verhältnisse im Sinne des Themas hervorgehoben werden soll, schloß sich an. Stuttgart. Berthold A u e r b a ch - \ e r c i n. Am 3. März veranstaltet der B.A.V. eine Purim- Eeier mit Tun/, und Kabarett. Wie wir erfuhren. hat die Vereinsleitung ein abwechslungsreiches Kabarettprogramm zusammengestellt, so daß allen Mitgliedern beste Gelegenheit für einige frohe Stunden gelroten ist. Redakteur Hans Stern heim v\ ird am t». März in einem Ausspracheabend über ..Das neue j ü d i s ch e Bu ch“ sprechen. Rabbiner Dr. Auerbach leitet am 13. März eine Freitagabend-Feier. Wir weisen auf diese Veranstaltung ganz besonders hin. fSiehe Inserat Seite 274.) Stuttgart. Die D e I e g i e r t e n t u g u n g des ..Lundes Verbunds der jüdischen Jugend vereine Württembergs“ findet am 1. Mür^ statt. Dieselbe ist. wie ^edes Jahr, öffcntlidi und sollte aus allen Kreisen unserer Gemeinde besucht werden, da diese Veranstaltung in bester Weise Gelegenheit gibt, einen Ueberblick über den Stand der jüdischen Jugendarbeit in W ürttemberg zu gewinnen. Auf das Referat ,.W i e erhalten wir unser J u d c n t u in?“ von Erich Altmann, Wanne- Eickel, dem 2. Vorsitzenden des „Verbands der jüdischen Jugendvereine Deutschlands“, sei besonders aufmerksam gemacht. (Siehe Inserat Seite 274.) Stuttgart. Der deutschjüdische Wanderbund „Kameraden“ wird am 29. März seinen diesjährigen Elternabend abhalten, um den Eltern und Freunden einen Einblick in das Leben des Bundes zu geben. Wir weisen schon heute auf diese Veranstaltung hin. ' Stuttgart. Die Generalversammlung des 1 s r. Frauenvereins fand am 24. Februar unter sehr starker Beteiligung statt. Anschließend verbrachten die Miglieder noch einige gemütliche Stunden bei Kaffee und Kuchen. Künstlerische Darbietungen umrahmten die Veranstaltung, über die wir in nächster Nummer ausführlich berichten werden. Stuttgart. Frau D. A. G u t m a n n s 7 5. Geburt s t a g. Vielleicht noch nie ist in unserer Gemeinde eine Frau so geehrt und gefeiert worden, wie Frau D. A. Gut mann an ihrem 75. Geburtstage. Kein prunkvolles Fest wurde ihr gegeben, das hätte der schlichten, bescheidenen Art der edlen Frau nicht entsprochen. Aber Hunderte treuer, sie verehrender Menschen pilgerten in diesen Tagen zu ihr. sie beglückwünschend, ihr für ihre nie versagende reine Liebestäti^keit zu danken. Ihr Heim wandelte sich zu einem Blumengarten, Angebinde aller Art sollten kleine Beweise der Liebe und Verehrung sein: sie aber, die Gefeierte, saß mit verklärten Augen da, hatte für jeden einen lieben Blick, ein gutes Wort und dachte wohl im Stillen, während sie all diese Beglückwünschungen über sich ergehen ließ: „Was wollt Ihr denn von mir? Ich tat ja nur meine Pflicht. Wir leben doch nur, um als Gottes Boten in die Hütten der Armen zu gehen. Not zu lindern, den bedrängten Brüdern und Schwestern beizustehen.“ Ihre Bescheidenheit lehnt alles Lob. jede Ehrung ab. Die Gemeinde aber weiß, was sie Frau D. A. Gutmann schuldet. Dies kam so recht zum Ausdruck in den Ansprachen der Delegationen, die zur Beglückwünschung erschienen waren, und in den vielen telegraphischen und brieflichen Grüßen. Für den I s r. Ober rat überreichte dessen Präsident. Ministerialrat Dr. H i rsdi. ein Glückwunschschreiben: ein solches hatte auch das Isr. Vorsteheramt .Stuttgart übersandt. Abordnungen waren erschienen vom Isr. Waisenhaus unter Führung von Landesgerichtsdirektor a. D. Stern. Isr. Frauenverein. geleitet von Frau Kommerzienrat Moritz Wolf. Für den Isr. Krankenu n terstütz ii n gs verein sprach der Vorstand Adolf Kops, der auch eine künstlerisch ausgestattete Adresse überreichte, für den „I s r. M ä n n er verein für Krankenpflege und L e i ch c n b e s t a 11 un g“ Vorstand Leopold Levi. für den Verwaltungsrat und die Schwestern des J ü d i s ch e n Schwesternheims Vorstand Rechtsanwalt Dr. Gunzenh a ii s e r . für den Ortsarmen verein Vorstand Otto Bambrrgrr. Die Vereine widmeten der Jubilarin teils schöne Ehrengeschenke, teils übergaben sie ihr größere Beträge für ihre Armen. So wurde der Jubilarin von Behörden und Einzelpersonen gehuldigt. Wer aber zählt die stillen Wünsche, die an diesem Tage von Annen und Bedrängten aus tiefstem Herzen zu Gott gerichtet w u rden? „S egue un s e r e liebe F r u ii G ii t m a n ii . erhalte uns n o ch lauge u n s e r el W o h 11 ä t e r i n.“ Mö Flehen Erfüllung linden! oge u M.O. ihr Stuttgart Die I| mit: Es wird hii wissen Israel L die Jeschiwah in sammeln. Eine Teresva hat erg, Sammlung von Spe nicht beauftragt Cannstatt. Am Strauß Wwe. das gehen. Frau. Strai glied und zuletzt' des Isr. F r u i Verein große Ver| Ausscheiden aus vorigen Jahre zu rael. Gemeindepflege teilt uns mit gewarnt vor einem gebowitz, der behauptet, für eresva (Tschechoslowakei) zu Anfrage bei der Gemeinde ben. daß Lebowitz mit der den für die dortige Jeschiwah ist. t. Februar konnte Frau Minu est ihres 75. Geburtstages bell. langjähriges Ausschußmitstellvertretende Vorsitzende Vereins, hat sich um den lienste erworben. Bei ihrem em Ausschuß wurde sie im Ehrenmitglied ernannt. onnsiaii. .im m junuur versauert uuai Kur- Krunkheit Julius Rosenthal, der bis wenigen Jahr«! als Direktor der Maschinenrik Eßlingen tätig war. Rosenthal trat als Cannstatt. Am Ho. Januar verschied nach kurzer Krankheit vor fabrik Eßlingen tätig junger Ingenieur lin das genannte Werk ein. Seine ausgezeichneten Fachkenntnisse und sein unendlicher Fleiß fanden bald die Anerkennung seiner Vorgesetztem. Er gründete und organisierte in dem Eßlingcr Werk die Abteilung für Hebetyerkzcuge. deren Erzeugnisc bald großen Absatz fanden .Nach seiner Zimihesetzung vertrat Rosenthal'eiife Anzahl der bedeutendsten Industriewerke seipes Faches. Xeilkotut ■fei 3876 SU JA »rEs- 3^}&rch2nrocLer 3NH- EUGEN Z ICGL&R STR: 11* Sie bitte dos Cafe Nägele Bahnhofstr. -16 / Telefon 1806 JUWELIER MMrsträl Silber-Bestecke CTOTZ ▼ F1«inerstr.33 Liederkranzhaus, Heilbronn Erstklassige Küche - Münchner and Heilbrunner Biere - Regie-Weine - Saal für Festlichkeiten - SchSner Wirtschaftsgarten A. STIRN, Koch, ALLEE 70 CAM sasaratnrea Sonnengasse 4 Optiker Fischer FACHGESCHÄFT ifür moderne Optik und Photo Kaiserstraße 16/ Telefon 480 OtflHelMU M Vollkommen« Carsolctkamat Hygienisch. Wasche, Unterkleidung / Moigenklelder. Kleidsame Sportmoden Elegante Handschuhe ‘ ‘ S.F EU Q SCHWEIZER das Farhgesdilft für gute Uhren FlilseNtr •SaSr.44 M risiaei iar*^e - -» Talapkaa Br. 1717 JUptntM! 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