Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VII (1930-1931)
- Issue
- 22 (16.2.1931)
- Date
- 1931-02-16
- Page
- [Seite] (sequence 5)
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267 Den TladuniüagssJCaffee im SMofigacteH=Ca(e, JJicz Einkäufe JUuut im SMofigadeHaJeinAost, alles im SMofigadenscKotel, Stuttgart, Jel.2$351~54 Stuttgart. Die /weite Hälfte seines Winterprogramms eröffncte der B e r t h o 1 d Auerb u ch - V c* r c i n mit einem Vortrag von cand. arih. Walter K o di über ..Ernst T ol 1 e r“. Der Redner gab eine ebenso klare wie sprachlich hervorragende Darstellung des Menschen. Dichters und Politikers Toller, die über den Rahmen eines rein biographischen Referats weit hinausging und in ihrer sachlichen und von jugendlichem Elan getragenen Weise starke Eindrücke vermittelte. Walter Koch verstand es besonders, Ernst Tollors Weltanschauung und poli- * tisches Bekenntnis aus seinem dichterisdien Schaffen selbst zu entwickeln und zu zeigen, wie Toller stets im Sinne seines Denkens auch zu leben sich bemühte. An die Stelle fruchtloser Passivität, die vielleicht Unheil gebiert, setzte er die selbst mit Schuld beladene aber produktive Ganzheit des Lebens, und aus dieser Haltung heraus schrieb der Dichter seine Gedichte und Schauspiele, die noch heute, und besonders bei der proletarischen Jugend, starken Nachhall finden. Der Redner erntete für seine feinsinnige biographische Studie, an die sich noch eine kurze Aussprache anschloß. herzlichen Beifall. Stuttgart. Von den nächsten Veranstaltungen des B e r t h o 1 d A u e r b a di - V e r e i n s ist besonders ein Vortrag von Frau Dr. Vilma K o p p am 24. Februar übejr ..Der Mittelstand im p o 1 i t i s di e n Machtkampf hervorzuheben. Die Rednerin ist weit über Stuttgart hinaus als führende Persönlichkeit auf politischem Gebiet bekannt. Der Vortragsabend verdient also stärkstes Interesse. Ebenso machen wir auf die F r e i t a g a ben d- Feier am 20. Februar aufmerksam, die w ieder von Rabbiner Dr. A u e r b a di in dankenswerter W eise geleitet wird. Für den 3. März ist eine Purim-Feier mit Tanz und Kabarett im grollen Festsaal des liindenburgbaus vorgesehen, auf die wir heute schon hinweisen. (Siehe Anzeige in dieser Nummer.) Stuttgart. Der „Landesverband der jüdischen Jugend vereine Württembergs“ hält am 1. März in Stuttgart seine Delegiertentagung ab. in deren Mittelpunkt ein Referat des zweiten Vorsitzenden des „Verbands der jüdischen Jugendvereine Deutschlands“, Erich A 11 in a n n . Wanne-Eickel, über „W i e erhalten wir unser Judentum?“ stehen wird. Die Tagesordnung der Delegiertentagung, zu der unsere Gemeinde herzlich eingeladen ist, veröffentlicht der Landesverband in einem Inserat der heutigen Ausgabe. Stuttgart. Wie der „Verein Jüdisches L e h r li a n s“ in dieser Nummer bekannt giBF, spricht am 28. Februar Privatdozent Dr. Ludwig Strauß, A a ch e n , über „D as Judentum und das Schrifttum der Gegenw a r t". Dieser Vortrag stellt die erste Sonderveranstaltung des Lehrhauses im Rahmen , des neuen Arbeitsplans dar. Wie wir schon früher mitgeteilt haben, ist 'Privatdozent Dr. Ludwig Strauß — der Schwiegersohn Professor Dr. Martin ßubers — als Literarhistoriker in weiten Kreisen bekannt. Er ist auch selbst als Dichter hervorgetreten und außerordentlich anerkannt worden. Erwähnt seien seine Bände: Wandlung und Verkündung (1918), Die Flut, Das Jahr, Der Weg (1921), Das Ufer (1923). Ruf aus der Zeit (1927). endlich die mit großem Beifall aufgenommene Novelle „Der Reiter“ (1929). Eine Auswahl aus seinen Dichtungen, mit einer schönen Einführung von Wilhelm Michel, erschien 1927 im ..Kunstwart“, In derselj)£^ Zeitschrift veröffentlichte ,PauF Alverdes eine verständnisvolle Besprechung der Novelle „Der Reiter". Leber die ersten beiden Gedichtbünde von Dr. Strauß hat Albrecht Sdiaeffer in seinem Buche „Dichter und Dichtung“ (Leipzig 1923, Inselverlag) eine ausführliche Abhandlung geschrieben. Dr. Strauß, der 1892 geboren „ist, hat fernerhin wissenschaftliche Abhandlungen zur deutschen Geistesgeschichte in der .Fachpresse publiziert sowie dichterische Arbeiten in vielen Zeitschriften. Namentlich auch seine Hölderlin Forschungen haben lebhaftes Interesse erweckt. J' Mau darf darujm dieser Sonderveranstaltung des Lehrhauses mit größtem Interesse entgegensehen. ' Stuttgart. Der „Ve r,e i n z u r A u s s t a 11 u n g vonBräute n“, der in aller Stille seine Arbeit verrichtet, konnte auch im vergangenen Jahre trotz der schweren wirtschaftlichen Lage seiner segensreichen Aufgabe gerecht werden. Der Yerein verdient auch weiterhin die. Förderung aller Gemeindegenossen. Stuttgart. Am 18. Februar darf Frau Rosa KiraiIsheimer Wwe., Cakverstr.28, in voller geistiger und körperlicher Frische ihren 75. Geburtstag feiern. Die Jubilarin kann auf ein arbeits- und erfolgreiches Leben zurückblicken, war sie doch bis zum Jahre 1912 Teilhaberin des angesehenen Teppichhauses LKruilsheimcr & C o. Frau Rosa Krailsheimer erfreut sich überall hoher Wertschätzung. Ihr 75. Geburtstag, den sie im Kreise ihrer Familie begehen darf, ist für viele erwünschter Anlaß, die würdige Jubilarin zu ehren. Wir wünschen ihr noch viele frohe und gesunde Jahre! Göppingen. Die Feier des 60. Geburtstages von Bezirksrübbiner Dr. Tänzer nahm einen sehr erhebenden Verlauf. Im Kreise seiner Angehörigen wurden dem Jubilar Beweise der Verehrung und Wertschätzung in reichstem Malle entgegengebracht. Der Israelitische Oberrat. die Stuttgart-Loge, die A orsteheräinter der Israel. Religionsgemeinden Stuttgart. Cunnstutt. Ludwigsburg. Eßlingen und Gmünd haben in anerkennenden Schreiben die reiche Lebensarbeit des Jubilars anerkannt. Das Israel. Vorsteheramt unserer Gemeinem war vollzählig erschienen und sprach durch seinen Vorsitzenden, J. G-ugg e n h e i m , seine Glückwünsche aus. Ebenso nahmen alle unsere vereine, wie die Mitglieder unserer Gemeinde herzlichen Anteil an dem Ehrentag unseres hochgeschätzten Rabbiners. Eine Fülle von brieflichen und telegraphischen Gratulationen von nah und fern, zum Teil auch von ehemaligen nientjüdischen Kriegskameraden. zeugten für die Wertschätzung und Verehrung. die der Jubilar überall genießt. So war die Feier des 60. Geburtstages für Dr. Tänzer der Tag. an welchen« ihm die wohlverdiente Anerkennung für alles das zuteil wurde*, was er dem Judentum, der'Gemeinde und der Wissenschaft mit nnermHellseher Kraft geleistet hat. Göppingen. Am .8. Januar konnte Samuel D ö r / b a ch e r in bewunderswertei* geistiger und körperlicher Fr sehe die Feier seines 80. Gehn rtstuges begehen.! Erst vor kurzem konnten wir bei der Feier seiner Goldenen Hochzeit der ■'■■r1 1 cfCeit&coiw Nikolai-Drogerie Telefon 270 GUSTAV BRANDEL SQlmersfr.70 Die Fachdrogerie für Ihren täglichen Bedarf 1 TEL. 430 Julius Rüdeyauer, Kieseliuarkl 1 Grofjwäfdterel i Badsirt$€62 i feraspr. 307 liefert erstklassig« Wäsch« bei schonendsier Behandlung Carl Binder, Hofdekorateur Karlstraße 7 - Telephon 226 Geschmackvolle Fenstervorhänge Feine Polstermöbel und Teppiche v. Luft jr. 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