Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VII (1930-1931)
- Issue
- 20 (16.1.1931)
- Date
- 1931-01-16
- Page
- [Seite] (sequence 2)
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sitzender des Council der Jewish Agency im Zustande der I)emi»i»u /um Protest gegen die der Bulfour-Deklarution und dem Palästina-Mandat widersprechende Palästina-Politik der Regierung Mac Drfnald. Bez.-Rabbiner Dr. Tänzer 60 Jahre alt. Wenn ein Gebiirstag'kind -i>h um seinen Lehenskreis besonders verdient gemacht hat. so ist der lag eine gern benutzte Gelegenheit, dem Feiernden Dankbarkeit und \erehrung zu bezeugen. Da» j;dt in vollem Wortsinn für Be/irksrabbiner I )r. A. T ii n/er in Göppingen der am "Vl. Januar »einen ho. Geburtstag feiern darf. D, , tieflii 'dieidene Gelehrte ist /.war allen I i e rlidikeiti'n und I.oljeserhebungen abhold. D diir aber glaubt die Gemeinschaft, der er seine hr ift »eit Jahrzehnten weiht, ein Fhrenanredit /u haben, ihn zu feiern und ihm für alles das zu danken, was er für sie bedeutet, ’länzer ist -nt dem I '»(.ptember l'xC als Rabbiner in Göpn tätig, nachdem er zuvor vom I.De/emb, , l»'Mi bizum 2». Februar iw> das Rabbinat von Ibilieie iii' , \ orarlbergi und von da an bis zum ’l. Augii't I'«i7 das Rabbinat in Meran vorb11• 111<h verwaltet hat. .Der moderne Rabbiner ist nicht nur nach dem In i achti-'teri Morte des Berliner (remeinde- >or»tehers (.omperz ..Kauscherwachter", er hat - 244 - I nicht nur die religiösen Dienstpflichten seines J •ehrwürdigen Amtes zu erfüllen. Er soll seiner I Gemeinschaft Pfadfinder und Wegführer sein; er soll nicht ein weitabgewandtes Dasein in einsamer Klause führen, sondern mit seiner Zeit und für sie wirken. Düs alles gilt für Tänzers Auffassung vom rabbinischen Amte. Seine Streitschrift ..Die Mischehe in Religion. Geschichte und Statistik (Berlin 1913)“. sein Aufsatz über die Organisation der jüdischen Wanderarmenfürsorge in Deutschland (Zeitschrift für das Armenwesen XV.). sein Vortrag „Judentum und Entwicklungslehre (Berlin 1903)“ im berühmten Babel- und Bibelstreit sind charakteristische Aeußerungen eines Xcuzeitrabbiners. Darüber hinaus ist aber Tänzer ein hervorragender Mitarbeiter auf dem Gebiet der jüdischen Geschichte gewesen. Seine archivalischen Studien kennzeichnen den gründlichen Gelehrten; seine vorsichtigen Schlüsse offenbaren pragmatisches Feingefühl. Seine Geschichte der Juden in Tirol und Vorarlberg (Meran 1905). sein Buch über Brest-Litowsk (Berlin 1917). vor allem aber seine Geschichte der Juden in Jebenhausen und Göppingen (Stuttgart 1928) sind Zeugnisse sorgfältiger Kritik und lebendiger Darstellung. Auch seine Darstellung der Philosophie Josef Albos (Frankfurt 1896) war ein wertvoller Anfang, der bedauerlicherweise keine Fortsetzung fand. Tänzer ist aus einem altrabbinisdien Hause hervorgegangen. Sein 1918 verstorbener Vater war Rabbiner in mehreren ungarischen Gemeinden gewesen. Gründliche rabbinische Studien auf Israel. Franenverein Stuttgart Die Ordenflidie Mitglieder- Versammlung ist lur den 24. Februar ds. Js. festgesetzt. Aulr.ige von Mitgliedern sind bis spätestens 27 .:ur K-i der Vorsitzenden, Frau Kommerzienrat Rosa Wolf, Hohengeren 3, einzureicii' n. Die Tagesordnung und alles N iiii r.- wird noch bekanntgegeben. Der Aaiidmt «er israelitischen Franenverelns Staltftar! Offener «rief an rftaurn nnd Minner gebildeter Stände. Li« turnen, welche Bedeutung es für jeden Ehesuchenden bat, den geeigneten Lebenskameraden -u finden. Lie wißen aber auch, wie schwierig es in diesen Zeiten ist, um zu dem Ziel zu gelangen. Hochstehende Männer baden mir zu vielen'Malen bestätigt, daß ne weder Zeit noch Stimmung haben, Gesellschaften und Vergnügungen aufzusuchen in der Hoffnung, den zu ihnen paffenden Gefährten aus solch zufällig« Weise kennen zu lernen. Sie Klage war in meinem Bekanntenkreis so allgemein, daß ich mich s. Zt. entschloß, meine Lebenserfahrung, gestützt aus vielfältig« Verbindungen. tn den Tienst einer jedem ernsten Menschen zugänglichen Eheanbahnung zu stellen. Während meiner Tätigkeit, die ich mit großer Lieb« ausübe und di« mir die Freundschaft vieler Menschen eintrug, hat sich ergeben, daß mein« „Vermittlung" gerade für diejenigen erfolgversprechend ist, die aus Grund ihrer gesellschaftlichen Stellung und einet empfindsamen ffatur ein offenti. Hervortreten scheuen. Zeh lade daher besonders Frauen ».Mädchen etn, welch« di« in guten Kreisen übliche Zurück- - Haltung pflegen, sich vertrauensvoll mit mir * über ihr« Wünsche auszusvrechen, da naturgemäß meine Tätigkeit i. «rst.Linie ihnen gilt »rrto £icffeit-cHi&er« 3 tätig., Ob. Birten»«(>ftr.80, Tel. 22780 Betuch« bin« schriftlich oktr Iriephcnvisch »«melde». 3901ttoer_tmbrftet* Qiiter und in gesicherter Lebensstellung, sucht Lebensgefährtin mit entsprechender Mitgift aus guter Familie. Zuschriften erbeten unter P. M. 31 an die Gemeindezeitung. Vertreter ,V Besuch von Privatkundschaft f. bek. Wein-Zmport- Gesellschast b.g. Verdienst gesucht. Fachkenntn. n. erf. Off. erbeten uni. 97t. A. 30 a. d.Erp.d. Gemeindeztg. verwold SuervsiH-Vereln Dienstag, den 20. Jan. 1931, Stuttgart-Loge, Calwerstraße 33 Hhs., abends 8'/» Uhr, Ausspracheabend „Die Seelenknntfe des lodendlldieii“ Leitung': Dr. med. Richard Ney * Dienstag, den 27. Jan. 1931, Stuttgart-Loge, Calwerstraße 33 Hhs., abends 81/« Uhr, Ordfl. Generalversammlung Wir bitten um zahlreichen Besucht 305. Gdjretner mit besten Resere»-e» übern. sL»N. Schreinerarbeite». Repariere». Aufrichte» ». Poliere« ». Möbel». — Anfr. erb. a» IAH. Ber»f»Her»t»»D «u VrDcitMuUbmei», etsttg«rt, -»spitMlseraste 36. releptza» 21979 Nach langjähriger Tätigkeit sh Assistent and Prsaisieiter, xulcist bei Herrn Dentist Weigte habe ich meine Praxis Olgasfr. 87 eröffnet A. Wallenstätter / Große; mb Meines ges»ch». Offerten unter R. V. 41 an die Expedition der Gemeindezeitung. Gymnastik und Heilgymnastik Gertraut Wagner Diplom- Mensendietk Mitglied des Deutschen Gymnsstikbandes STUTTGART Dennedcerstr. 7 - Telephon 265 65 GRAPHISCHE ARBEITEN VON HERMANN FECHENBACH liegen ständig nachmittags von 2—6 Uhr im Atelier Batzke, Stuttgart, Militärstraße Nr. 44, Telephon 613 37, zur unverbindl. Ansicht aus Bankcommandlte Siegmund (Dell mmut ■MM’. 1»» iTilimiMMi / TM. MS44/41 HECHTNQEN / TÜBINGEN / SIGM/UUNGBN inu. ausL Wertpapiere / Einlagen zu gfinst. Zinssätzen / Industrie-Kredite / Hypotheken der berühmten Rabbinerhochschule in PreBburg bereiteten ihn auf seine Amtsbetätigung vor. Seine akademischen Studien hat er in Berlin und Bern abgeschlossen. hs ist für die ernste Auffassung Tänzers von seinem Amte bezeichnend, daß er sich im ersten Kriegsjahre freiwillig zum Heeresdienst meldete und bis zum Schluß des Krieges als Armeerabbiner der Bug-Armee und zuletzt in Kiew eine überaus segensreiche Tätigkeit entfaltete. Tänzer ist als bedeutender Kanzelredner, als ausgezeichneter Lehrer und Organisator ebenso bekannt wie beliebt, so daß er sich der einmütigen Zuneigung und Wertschätzung seiner Gemeindegenossen erfreuen darf. Die Kollegen sehen in ihm eine Zierde ihres Standes. Das Schönste in seiner Persönlichkeit ist aber doch seine große Bescheidenheit und seine Herzensgüte. Unser Wunsch, daß er seiner Gemeinde und der Gesamtheit des Judentums noch viele Jahrzehnte in ungebrochener Kraft erhalten bleibt, ist allgemein. Verein JOdUdics Lehman» Sonntag, den 25. Januar, Großer Saal des Bßrgermuseums, Langestraße 4B, abends 8 Ubr, spricht Professor Dr. Martin Buber über „Das Judentum und die politischen Triebkräfte der Gegenwart" * Eintritt: frei für unsere Mitglieder und Hörer. Die übrigen Besucher zahlen RM. 1.—, Jugendliche RM. — .50 an der Abendkasse. r Radium-Bäder und Radium-Trinkkuren mit echter Emanation, ferner herxtdionende Schaumbäder mit Massagen, DarmspOlungen, Diathermie, Bestrahlungen, Inhalationen usw. im elektro-physilcaL Institut von Dr. L Slcnrcr / Slotttarf Olgastrafe 71 z Fernsprecher 254 78 Behandlung »selten von */>9 — */» 7 Uhr. CidmrRisdi'Oraopadisdic Privafldlnik von Prof. Dr. B. Lange, Alexanderstraße 5 Gebe hiermit bekannt, daß von heute ab auch Angehörige der Allgemeinen Ortskrankenkassen in meiner Klinik behandelt werden. Behandlung sämtl. orthopäd. Leiden und frischer Knochenbrüche Sprechstunde: F» 12v-‘/sl, nachm. 5—6 Uhr j Zahnarzt Dr. Dr. Äug. Reiss Silberburgstr. 104 (Ecke Sdiloßitr.) Nunmehrige Sprechzeiten t Privat t 3-12 und 3-S Uhr Kat3enmUgtteder(audi Erraixkasaen)/ 12-2 n 3-1 Uhr/ MUhvorh und Samsiag nachmii/ags Ms 3 Uhr.