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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1930-12-16 · 18 (16.12.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VII (1930-1931)
Issue
18 (16.12.1930)
Date
1930-12-16
Page
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Der Kursplan ist weiter unten abgedruckt. Für die Mitglieder der israelitischen Religionsgemeinde Stuttgart und der benachbarten Religionsgemeinden: Cannstatt, EBIingen und Ludwigsburg steht eine beschränkte Anzahl Karten zur Verfügung, die zum Eintritt auf die Galerie des Vortragssaals berechtigen und vom 13. bis 19. Dezember ds. Js. zwischen 9 und 12 Uhr sowie 3 und 9 Uhr auf der Kanzlei des Oberrats Königstraße 82, I. Stock, ausgegeben werden. Programm: Sou n tag, 21. Dezember 1930: na Hi mittags )43 Uhr: Begrüßung, na ch mittags 3 bis 6 Uhr: Vortrag von Professor Dr. Paul Rießler- Tübingen über ..Die Bedeutung des altjüdisihen Schrifttums außerhalb der Bibel für die Erkenntnis und Erklärung der Heiligen Schrift.“ Montag, 22. Dezember 1930: vormittags 449 bis TI Uhr: Vortrag von Professor Eugen Täubler- Heidelberg über ..Quellen der Makkabäergeschichte." vorm. 11 bis 1 Uhr und n a ch m. 3 bis 4 Uhr: Vortrag von Seminar-Rabbiner Dr. Jakob Neubauer-Würzburg über Spenden, cingegangen bei der Israel. Gemeindepflege: Rechtsanwalt Dr. Eugen Flegenheimer, (Montags Kegelklub) Chanukkaspende zur sofortigen Verteilung und für den Dispositionsfonds; Louis Hirsch, anl. d. Jahrzeit für seinen sei. Vater; Max Levi, Urbnnstr„ anl. d. Hinscheidens seiner Frau (für 18 Vereine); Moses Lichtenberger; Paul Lichter; Oberrechnungsrat Max Meyer, anl. des 1. Todestages seiner Frau; Frau Thekla Meyer, Urbanstraße; N. N„ Telegrammablösung für den Lehrerwitwen-Unterstützungs-Verein; Frau Selma Sahm, anl. d. Ablebens i. sei. Mannes; Frau Ruth Sichel-Meyer, anl. d. 1. Todestages i. sei. Mutter; Frau Thesi Wertheim-Meyer, Enschede, anl. d. 1. Todestages i. sei. Mutter: Jakob Wolf, Kronprinzstraße. Anläßlich des Aufrufen» zur Thora: November 1930: Rel.-Oberlehrer Alexander Adelsheimer; Rel.- Oberlehrer Leo Adler; Max Bamberger; Dr. Martin Cohn; Hugo Davidsohn: Vorsteher Ludwig Ebstein: Albert Flegenheimer; Max Fuld; Max Furrhheimer; Julius Gattmann; Hugo Gerson; Sally Goldschmidt; Sali Heß; Adolf Hirsdiheimer; Rel.-Oberlehrer Jakob Jaffe; Bernhard Keller; Synagogen Verwalter Bernhard Krämer; Richard Krämer; Max Levi, Lenzhalde; Adolf Lewinnek; Heinrich Liebmann; Artur Sänger; Gustav Sax (2mal); Alfred Weil: Jakob Wolf, Olgastr.: Max Wortsmann. A n I ä ß I. d. Gefallenengedenkfeier: Berthold Böttigheimer; Hugo Davidsohn; Ludwig Guggenheim; Heinrich Hirsch, Hegelsträße; Synagogenverwalter Bernhard Krämer; Wilhelm Levi; Gustav Löwenstein; Ludwig Marx; Max Mayer, Tübingerstraße; Albert Scheuer: Moritz Scheuer; Rechtsanwalt Dr. Paul Tänzer. i Ati ubsece £esee! In dieser {Zeit politischer Hochspannung W und wirtschaftlicher Depression ist es be- greiflich, kenn beunruhigende Gerüchte §§ aller Art in Umlauf gesetzt werden. W So sind uni in den letzten Wochen wieder- W holt Mitteilungen zugegungen. in denen j§ angesehene: Stuttgarter Firmen antisemi- M tischer Tci|donzcn geziehen werden. Ge- §§ wissenhaftö Nachprüfung unsererseits hat Z in allen Füllen die Grundlosigkeit dieser M Verdächtigungen ergehen. U Wir empfehlen unseren Lesern, sich bei W ähnlichen f allen jeder Verurteilung und W Mulinuhme izu enthalten, bevor sic sich von W der Stichluutigkcit solcher Gerüchte selbst W überzeuge! konnten. In der heutigen Zeit W ist es mein wie je erforderlich, ungerecht- fertigten n ic| die Geschäftswelt schädigen- W den Ausstt ['uungen entgegenzutreten und §| sich vor i bergroller Empfindlichkeit zu hüten. Ü Ohne geg ‘iiseitigcs Veitrauen ist eine W Ueberw ind mg der derzeitigen Nöte an- W ,nüplid' Der Verlag. 1 Das siegende Licht. Ein Versprach zum Chanukkafest. Unter den Religiösen Symbolen, in denen da- Judentum seipe Leitgedanken versinnbildlichen will, ist sicher eines der schönsten das Sinnbild des Tempels eihefestes: die wachsende L i ch t e r r e i |Ji e am C h a n u k k a I e u ch t e r. Von Festtug -pt Festtag wird je ein Licht mehr an der McnoRu entzündet, bis am achten Tage des Festes ullp ihre Lichter ihren milden Strahlenglunz verbreitert als Sinnbild des siegenden .,Probleme des halachischen Midrasch." lachm. von 4 bis 4 Uhr: Vortrag von Professor Dr. Kroh-Tübingen über „Die Epochen der abendländischen Bildung*- gesdiichte.“ Dienstag, 23. Dezember 1930: vorm, von 149 bis 1411 Uhr: Vortrag von Professor Dr. Paul V o I z - Tübingen über ..Die Bedeutung der Ausgrabungen in Babylonien und Aegypten für die Erklärung der Bibel.“ vorm. 11 bis 1 Uhr: Vortrag von Rabbiner Dr. Beermann-Heilbronn über ..Die Talmud-Exegese Baruch Epsteins" (Mekor Baruch). n a ch ra. 3 bis f Uhr: Vortrag von Stadtrabbiner Dr. Paul Rieger-Stuttgart über ..Der älteste Kommentar über das erste Buch Mose.“ Die Vorträge werden durchschnittlich 1 bis 144 Stunden dauern. An die Vorträge soll sich eine Aussprache anschließen. Weitere Mitteilungen werden bei der Tagung bekanntgegeben. Spenden, eingegangen bei den Vereinen: Durchreisenden-Verein: i Sigmund Kallmaun. Israel. Frauen verein: Frau Julie Epstein, anl. d. Todes ihrer Mutter; Frau Flora Haarburger; Israel. Vetiagsanstalt; Frau Therese Joseph, anl. der Geburt ihres Urenkels; Fräulein Mony Kahn, Klopstodcstr.; Frau Stern aus Horb; Herren Landgerichtsdirektor Ludwig Stern, Julius und Max Stern, anl. des Todestages i. sei. Mutter; Frau Kommerzienrat Moritz Wolf, Kranzspende-Enthebung anl. des Todes d. Frau Edith Levi. Isr. Landesasylu. Unterstützungs- Verein: Apotheker Neuburger, Göppingen, aus Kalendersammlung; Vermächtnis des verstorbenen Herrn Ludwig Raff; Rud. Strauß, Waldbach. Isr. Ortsarmenverein: Sigmund Kallmann. Verein zur Förderung des Handwerks: Senator Edgar Pick. Isr. Waisen - und Erziehungsanstalt Wilhelmspflege: Frau Anna Einstein-Stern, anl. d. Todestags ihres verew. Gatten; Dr. Gustav Löwenstein; Frau Kommerzienrat Selma Wolf. Lichtes. Man hat in Israel in (len ältesten /eiten da> Weihefest geiyidczu das Lichterfest (pliotu) genannt. weil ihpen sein Symbol mehr galt als sein Ursprung. Mit feinem Bedacht erzählt der Dichter der Channkkahymne davon, wie der syrische Tyrann die heiligen Oele entweiht, damit das Irrlicht heidnischer Welterfassung das Gotteslicht Israels Rerdrängc, wie aber ■ das heilige Licht wunderlich aufflammte und den heidnisdien Sdieinblanz siegreich überstrahlte'. Nicht die Feier derf Siege der Makkabäer über den mächtigen Feipd, nicht die Erinnerung an die Weihung des [Tempels nach dreijähriger Entheiligung erschienen ihm als der eigentliche Sinn des Festes. Iijm war es das Tr i u in p h f e s t des siege nklen Lichtes. Das Licht war in Israel von jeher Sinnbild der reinen, struhhjnden göttlichen Wahrheit gewesen. Von frommen [Priesterhänden ward es im Heiligtum vor dem (Eingang zum Allerheiligsten entzündet und erfüllte mit seinem Leuchten den heiligen Raum. Es kündete, daß Israels Wahrheit kein DünRmerleuchten duldet, kein Zwielicht im Halbdunkpl, daß es strahlende Erkenntnis bedeutet, Feu^r vom Sinai, Abglanz der Göttlichkeit. Gleichsam eine Erinnerung an dieses hochheilige Licht Ist das „ewige Licht“ in unseren Gotteshäusern^ das einzige Symbol in Israels!Biichec Fürstenstraße 1 Fernspr. 2117B Bitte besichtigen sie meine 7 Schaufenster und die sehenswerten Qesohattsraume

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