Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VII (1930-1931)
- Issue
- 16 (16.11.1930)
- Date
- 1930-11-16
- Page
- [Seite] (sequence 2)
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184 - Spenden und Ablösungen. Jüdischer Frauenbund ArteltiSemedistfcilt nr wBflidwi Sflnlme Logen-Lokal, Calwerstraße 33 Hths. Mittwoch, den 19. November, abends 8 Uhr Rechtsanwalt Dr. Tänzer: iAfllbaa and Arbcll der «emetade Verwaltung“ Mittwoch, den 26. November, abends 8 Ubr Ministerialrat Dr. Hirsch: „Die Organisation der tsr. Icllilonsgemeinsdiaff Wflrlfcmbergs“ Mittwoch, den 3. Dezember, abends 8 Uhr Jella Lepman: „Die slaalspollllsdien Aalgaben der Frao“ Frauen usd Männer herzlich willkommen! Stadtverband Stuttgart. »ehcn Hiickwimdercr «e'M'iitlieh weniger l nter- 'tiit/iing <rf> r«I«-r 11 .t I ~ ilii' |>alä**tineii'i*ehe‘n > Ii. ~i/im- I i.ic-ngli-thc \\ rißhuch lircle'iite-t ahei nicht ■ii ■■ , Im \ ii : r (I n ii ii g / ii r I! eg e- I n n j: ili'r - di w! r tii \\ i r t ' di a f t - .1 g c . -oiicleni die l'rc,-^.d" di r I>i"iic-riprc'n englischen \ ersuche zur I ig di - I’ il.i'tin.ipriildi'iii'. Da* Weißbuch i>t r.inge - J;i»diii*. welche- Muc-donald mich l>er-ii' iiii : .irI.im=-iit ,I n-ge-prochen h.it. dal! die* I! r! hl. "miiu. diejüdi'ch-nutinn.ile Heini -lall. /:: < "iehtrn und zugle ich die Rechte de r nichtpidi'-ehcn Becülkenmg niciit aiiziita-tc u. die R, ginng er ein nnld-diare- Problem gestellt hat. Vllerdiiig* erklärt -ich die I?t-iric-riuijr bereit. - ib ider . Midbc clari der Traber gedeckt i-t. . uch ‘.iie,er Juden in Palästina -ich ansieeleln zu!u—ea. I iii e Irhlarmm wird aber durch die ~ .rhs s .eie ie:e aufgehoben, daß kein Boden mehr für!ie Juden in Palästina cerfügbar i-t. \ ielleicht h.:: al-o l)r. Paul I! o ll r I) a ch in im \nf-.il/e über daenglische Weißbuch \» . er die Ball- IIr-Deklaration in da- Ilii-enka|iite: der hrieu-liigen aiifniinnit. Mügdi rve i-e hat den Engländern einmal der Gedanke corgesdiwebt. die Araber uns Palästina "ach I ran-Jordanien /u überführen. Der arahi-che Fellache i-t aber für jede Umsiedlung ■ lenkbar niigeeignet. Mau hat eben in jüdischem Kreisen bi-her die Araber alqiiantite negligeaMe b t r. Tuet und geglaubt. dal! England an eiae jadai-ieruiifr Palästinadenkt. Daß dies ni.-iit der Kall ist. bezeugt der Plan der enjrüxfi-rn Regierung. die um Simp-on corgeschlanmi n KontrollniaÜnahirten durch ein Heer neuer beamten durch/ufiiliren. -> sieh’ da- Pala-tinauerk. vorn anderem Ufer iigesehen. zurzeit aus. X ielle icht ist es gut. ■laß ,011111.d die-e andere Seiteoffen gezeigt wird. Nur ■ wird man nüchtern das Ausmaß der jüdischen Möglichkeiten in Palästina beurteilen können. _ R. Zum Gefallenen - Gedenktag. '(> r soeben jäh andem Leben geschiedene „■irdische Dramatiker Hans ( h 1 ti nt h e r g hat ein erschütterndes Drama verfaßt: ..Wunder um \ r d ii n". Kr schildert in dichterischer \ i-ir.n, wie die Totem des Weltkrieges anferst, Fe-,, und schließlich aus der entseelten, durch hm Ki i< - nidielehrten Welt ßnchten. die nur auf neue Greuel und neue Gewalttat sinnt. Ls ist kein Raum in dieser Welt für die Toten, so. daß -ir in da Reich des Todes zurückkehren müssen. Ob der Dichter mit seinem harten Urteil über die Zeit rc;4»t hat? Man muß es ihm leider ohne alle Linsthränkiing zugestehen. daß er richtig geeitert hat. Der große Zusammenbruch des Kriegeist fast spurlos an den meisten Menschen vorübertestürmt. Während des Krieges hatte die gemeinschaftliche Not das soziale .Miterleben der Menschern geweckt. Es i-t leider nur zu schnell fast spurlos verschwunden. Der Egoismus feiert Mieder -eine Triumphe. Die Menschen haben das Erlebte vergessen, und eine kleinliche Gehässigkeit hält die klägliche Nachlese. Spenden, eingegangen bei der Israel. Gemeindepflege: Fritz ßenario, Neujahrswunschablösung; Josef Feigenheimer; Gustav Guggenheimer, Erlös aus der Versteigerung des Benschens anläßlich des 80. Geburtstags der Frau Adelheid Bodenheimer, Kasernenstr. 49, für das Isr. Waisenhaus; Louis Hirsch, anläßl. eines Familienfestes; Kart Hirschfelder. Genf, aus dem .Nachlaß; Familie Simon Krautkopf. .Neujahrswunschablösung; Dr. Gustav Löwenstein; Carl Mandel, anläßl. seines ”0. Geburtstages: Frau Sofie Marx, anläßl. des Neujahrsfestes: Möbelfabrik A. May; N. N.: N. N.; Benjamin Rosenfeld: Siegfried W. Rosenfield; Frau Carrie Sontheimer Wwe, anläßl. des Hinscheidens ihres Gatten, des Herrn Leopold Sontheimer: Rechtsanwalt Dr. Paul Tänzer, anläßl. der Jahrzeit für seine* selige Mutter: Direktor Alfred ITlmann. Anläßlich des Aufrufens zur Thora: September 1930: Abraham Baer: Lazarus Baum: Samuel Ebstein: Amtsrichter Dr. Ernst Einstein; Arthur Essinger; .Michael Fischmann; Karl Furdtheimer; Max Furchheimer: HugoGerson; Jakob Gutstein: Louis Hirsch: Josef Jüdell; Alfred Kahn; Ernst Kahn: Ludwig Kiele. Kronprinzstr.: Adolf Kohn: Bernhard Krämer; Richard Krämer; Josef Levi, Kanonenweg; Hugo Löwenthal; Hugo Oberdörfer: Stadtrabbiner Dr. Paul Rieger: Artur Rothschild. Kernerstr.: Julius Rothschild. Marienstr.; Lehmann Rothschild; Dr. med. Siegfried Sänger; Julius Schmidt, Werfmershalde; Julius Stern, Wiederhotdstr.: Fritz Udto; Nathan Weil. Oktober 1930: Religionsoberlehrer Alexander Adelsheimer: Religionsoberlehrer Leo Adler; Hermann Apt; Albert Bach: Adolf Barurh; Gustav Beckhard; Salomon Berlinger: Moritz Bieringer; Josef Burgheimer: Emil Daniel; Hugo Davidsohn; Samuel Ebstein: Karl Ellenberg: Alfred Eppstein; Ludwig Epstein; Salomon Felsenstein; Moses Flegenheimer: Karl Furchheimer; Max Furchheimer; Hugo Gerson; Elias Gideon: Sally Goldschmidt; Bert hold Gottlieb; Gustav Gottschalk; Emanuel Grünwald: Adolf Gumbrich; Heinrich Henoch; Rudolf Herz; Sali Heß; Ministerialrat Dr. Otto Hirsch: Hans Jaffe; Alexander Kahn: Sigmund Kallmann; Karl Kanffmann, Gaisbnrgstr. (2mal); Fried r. L. Kiele; Ludwig Kiele, Kronprinzstr.; Man hat die Frage aufgeworfen, ob es gerechtfertigt ist. die Trauer um die Toten des Weltkrieges alljährlich zu erneuern, ob es nicht besser wäre, den Krieg und seine Wunden zu vergessen. -tatt alljährlich die alten Wunden wieder auf/tireißen. Die K rage, ob wir einen Totengedächtnistag für die Gefallenen noch nötig haben, muß mit einem ernsten J a beantwortet werden. Aber die Feier gilt leider mehr den Lebenden als den Toten. Die Lebenden brauchen sie zu beschämender Selbsterkenntnis und Einkehr in -ich selbst. Sie brauchen sie, um an den furchtbaren Opfern der Kriegszeit die eigene Liebe zum Volk und Vaterland zu messen. Sie brauchen sie als eine stumme Warnerin für die ..entseelte und unbelehrte“ Zeit. In ihr sollen die Toten des Weltkrieges mahnend vor die Seelen der Lebenden hintreten und sie fragen: Wir gaben das Letzte für euch, das Herzblut. das Leben — und wo ist eure Gabe? In seinem Buche ..Zum ewigen Frieden“ sagt Immanuel Kant: ..Nach einem beendigten Kriege, bei einem Friedensschlüsse möchte es wohl für ein Volk nicht unschicklich sein, daß nach dem .Dankfeste ein Bußtag ausgeschrieben würde, den Himmel im Namen des Staates um Gnade für die große Versündigung anzurufen, die das menschliche Geschlecht sich noch immer zuschulden kommen läßt, im Verhältnis auf Adolf Kops; Albert Levi, Hermannstr.; Josef Levi, Kanonenweg; Leopold Levi, stv. Präs. d. Oberrats; Moritz Lieblich; Richard Loeb (2mal); Hans Mayer, Lindenspürstr.; Max Mayer, Tfibingerstr.; Paul Mayer; Julius Merzbacher; Oberrechnungsrat Max Meyer; N. N.; Max Osterberg (2mal); Moses Pohoryles; Stadtrabbiner Dr. Paul Rieger; Adolf Rosenfeld; Leo Rosenfeld; Lehmann Rothschild; Max Rothschild, Cannstatt; Gustav Sax (2mal); Jacques Sax (2mal); Prof. Dr. Julius Schmidt; Oskar Schwarz; Julius Simon: Direktor Felix Sontheimer; Leo Stern, Johannesstraße 62; Isidor Sternberg (2mal); Julius Uhlman; Emanuel Wertheimer. Spenden, eingegangen bei den Vereinen: Israel. Frauenverein: Frau Heinrich Einstein, anläßl. ihres 70. Geburtstags; Frau Betty Elsas; Frau Moritz Hammel; Frau Philipp Heim, Neujahrsspende; Frau Rosalie Hellmann, zur Erinnerung an ihren verstorbenen Gatten; Frau Oberkirchenrat Dr. Kro ner, anläßl. des Todes ihres Sohnes; Frau Pani Mayer; Senator Edgar Pick; Rechtsanwalt Dr. Pani Tänzer, aus Max Osterbergs Kalender- Sammlung. Kranken - Unterstützungs-Verein: Isaak Bauer; Adolf Kops, Kranzspende-Enthebung anl. des Todes des Herrn Leopold Sontheimer; Adolf Kops, Neujahrsgratulation-Enthebung: Frau Sofie Kramer, Kranzspende-Enthebung anl. des Todes des Herrn Leopold Sontheimer; Norbert Weißberg. Isr. Männerverein für Krankenpflege und L e i ch e n b es t a 11 u n g : Max Elsas; Willy Elsas; Josef Levi. ans Max Osterbergs Kalendersammlung. Isr. Waisen - und Erziehungsanstalt Wilhelmspflege: Max Elsas; Willy Elsas; Dr. med. Gustav Feldmann, anl. d. Jahrzeit f. s. selige Matter; Frau Rosalie Hellmann, zur Erinnerung an ihren seligen Gatten; Julias Lämmle, anl. d. Ablebens seiner Gattin; Fran Bertha Rosenfeld, für die Feiertage; Er an Emanuel Rosenthal, anläßl. d. Jahrzeit für ihren seligen Vater; Rechtsanwalt Dr. Paul Tänzer,-aus-Max Osterbergs Kalendersammlung. andere Völker das barbarische Mittel des Krieges anzuwenden.“ Ein solcher Bußtag für unser deutsches Volk muß der Totengedächtnistag auch in d e m Sinne sein, daß er die Menschen menschlicher macht und sie an die große Gemeinschaft des Vaterlandes liebevoll mahnt. Noch kann die Menschheit, noch kann insbesondere das deutsche Volk einen solchen ernsten Bußtag nicht entbehren. Möge er viele zur Einkehr und Umkehr mahnen! Die Schönheit des Friedhofs. Ruhe, Würde, Friede und Schönheit sollen an der Stätte walten, wo unsere Geliebten zum letzten Schlaf gebettet sind. Sie geben dem heiligen Orte seine erhabene Weihe. Fehlt dem ..guten“ Orte eine von diesen vier Eigenschaften, dann fehlt ihm etwas an seiner stillen Größe. Auch die Schönheit hat ihr Heimatsrecht auf unseren Friedhöfen. Der ..gute Ort“ soll auch ein schöner sein. Darum ziert dankbare Liebe die Grabstätten der Toten mit feinsinniger Schönheit. Stein und Inschrift sollen den Stätten ihren düsteren Ernst nehmen und innere Harmonie in dem Beschauer wecken. Nur eins bleibt unverständlich. Das alte Herkommen ist vergessen, und zitternde Hände schmücken die Gräber mit Blumen. Seltsam, sie bringen den Blumenschmuck auf das Grab, aber sie vergessen, den BiOX-UITBA-ZAHNPASTA L dl« richtig«, »I« macht di» Zähn« bl«nd«nd »«IW u. beealttgt Mundgeruch, spritzt nicht. Ist hochkonzentriert, daher ae sparsam. Kleine Tube SO Ptg. Maz Elb A.-8. Drasdaa