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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1930-11-01 · 15 (1.11.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VII (1930-1931)
Issue
15 (1.11.1930)
Date
1930-11-01
Page
[Seite] (sequence 9)
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177 SldKrtr’sdie Apofteke LUDWIG SÜNDER HcUkrtu a.1 Sommersdiule des Jüdischen Frauenbundes in Bad Dürkheim vom 6. bis 9. September ds. Js. In bekannt klarer und fesselnder Rede gab Frau Bergmann ein Bild dieser auf hohem geistigen Niveau stehenden Tagung und brachte die wichtigsten Gegenwartsfragen der jüdischen Frau der gut besuchten und gespannt lauschenden ersammlung nahe. Frau Dr. Trcitel. die den Abend leitete, stattete der Rednerin den wohlverdienten Dank ab. Laupheim. Am 14. Oktober starb in München SigmundRosengardtim Alter von 85 Jahren. Mit ihm ist eine in weitestem Kreise auch unseres Landes bekannte und hochgeachtete Persönlichkeit aus dem Leben geschieden. In Buttenhausen geboren, gründete er in Blaubeuren die Handweberei Rosengar dt & Wolf, die später nach Ulm übergesiedelt ist. Auch in München, wohin er 1895 verzog, bewahrte sich der Verstorbene ein lebhaftes Interesse für seine schwäbische Heimat, die er auch im hohen Alter noch gerne und oft besuchte. In seinem Bestreben, die enge Fühlung mit seiner württembergischen Heimat aufrecht zu erhalten, war ihm die „Gemeindezeitung für die Israel. Gemeinden Württembergs“ besonders wertvoll, und er verfolgte mit hohem Interesse deren Gemeindeberichte. Von der grollen Zahl seiner Geschwister erfreuen sich heute nur noch drei Schwestern ihres Daseins. die heute das seltene Alter von zusammen 260 Jahren erreicht haben. Durch eine dieser Schwestern. Frau Fanny LeopoldSteiner, genannt die „alte Gerberin“; stand der Verewigte auch hier in hoher Achtung und Verehrung. die ihm auch über den Tod hinaus als treues Angedenken l>ewahrt werden wird. Rottweil. Am 26. September verstarb an einem Herzschlag Adolf 1 ran kl, der sich als Vorsitzender des „Jüdischen Jugendbunds R o 11 w e i 1“ große Verdienste erworben hat. Seine Freunde veröffentlichen im „Jugendbund“ einen warmherzigen Nachruf, den wir nachstehend im Auszug veröffentlichen; Ausgezeichnet durch seltene Begabung, großen Pflichteifer und außergewöhnliche Herzensgüte, versah er das Amt des Vorsitzenden mit bestem Erfolg, so daß unter seiner Führung unsere kleine Gruppe zu einem schönen Gemeinwesen gedieh. Zuerst die Heimabende, später die Wanderungen waren uns immer eine Erholung vom Alltag, denn die hohen geistigen Fähigkeiten und der unverwüstliche Humor unseres Führers ließen uns jede Stunde des Zusammenseins mit ihm zu einem wahren Genuß werden. Der Schlag traf uns um so härter, als Adolf Frankl noch tags zuvor mit uns allen zusammen war, ja noch am Abend vor seinem Ableben im Bekanntenkreis musizierte*, und das schreckliche Ereignis so vollständig unerwartet kam. Seine fassungslosen Eltern eilten von Berlin aus an seine Bahre. Adolf Frankls plötzlicher Tod bedeutet für uns einen unersetzlichen Verlust, und wir werden sicher nie wieder einen solch hervorragenden Menschen w ie ihn als Führer bekommen. Wir bitten alle Freunde und Bekannte, dem Verblichenen ein ehrendes Andenken zu bewahren, wie auch wir ihn niemals werden vergessen können. Ulm. Am 20. Oktober fand im Bahnhofhotel der erste Vortrag im hiesigen „Israel. Frauenv e r e i n“ statt. Frau Else Bergman n-Laupheim berichtete zunächst über die Sommerschule des Jüd. Frauenbunds in Dürkheim und beschäftigte sich mit dem dort von Rabbiner Dr. Dienern a n n gehaltenen Referat über „D i e neue Lebensgestaltung der F rau in Beruf und Eh e“. Die Rednerin stellte die jüdische Frau vergangener Tage, die nur ihrer Familie lebte, der berufstätigen Frau von heute gegenüber und zeigte, wie sie in vielen Fällen sich ihrem heiligsten Beruf nicht genügend widmen kann. Die Rednerin schilderte dann die Stellung der jüdischen Frau vom Mittelalter.bis zur Neuzeit, sprach mit warmen Worten von der bewährten Vorkämpferin der jüdischen Frauenbewegung. Frl. Pa pp e n h e i m , und warb zum Schluß für regelmäßige Zusammenkünfte politisch ungeschulter Frauen mit Einschluß des Jugendbundes zwecks Aufklärung durch erfahrene Kräfte. Frau Bergmannhat nicht nur durch ihren Vortrag, sondern auch durch die von hohem Idealismus getragene Art ihrer Ausführungen ihren Hörerinnen einen genußreichen Abend bereitet; es ist zu wünschen, daß diesem erhebenden Anfang der Veranstaltungen des Israel. Frauenvereins eine Reihe gleich wertvoller Abende folgen werden. Ulm. Am 28. Oktober feierte Isak Neuburger unter freudiger Anteilnahme unserer Gemeinde seinen 82. Geburtstag. Mögen dem allseits geschätzten Jubilar noch viele gesegnete Lebensjahre im Kreise seiner Kinder und Enkel beschienen sein! SieiiAconn j FRITZ SEEL SSKgfi* { 8 ** f 11 i ifkm1 | JUWEL Silbe rtroTz ▼ nelnerstr.33 ir-Bestecke Wilhelm Bauer Parfümerie Toilette - Artikel Kaiserstr. 27 Telephon SiO Liederlc Erstklassige bronner Bie Festlichkeit« A. STIR ranzhaus, Heilbronn Küche - Münchner und Heilri - Regie-Weine - Saal für i - Schoner Wirtschaftsgarten Koch, ALLEE70 CABL LEHNANN ■•■aratnrea Sonnengasse 4 Optiker Fisch FACHGESCH/ für moderne Opt ™'m’Tr und Photo Kaiserstraße 16/ Telefon << Br :,FT i< 80 OttUte Sssft iNtfnfUatf M Wy' H<»» fit mH* m/V) Imwih R«rf«Utfcaaft S. N. Lisi« Stall, aaS euftfxswt. CShibtR, M. Hältst, clt,., IctMcUil., ktsarai, pwi,- otbrlat. Ah- Milch», «,d. iMaUctlöl ». r. W.lc, (fiHrt. M«c», aupßeatcfte e<ib« «. ,1dl. etrUk- JHeitaag. la. ÜMliUaktfcaafe aa» *aa» 6i*U. 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