Mannheim
Compact Memory

Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1930-06-01 · 5 (1.6.1930) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VII (1930-1931)
Issue
5 (1.6.1930)
Date
1930-06-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/4904101-5441863-5443137--2668-4906634
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

! \ L und Papierverarbcitnng finden die Zöglinge ebenfalls Beschäftigung. j. , Wie bei den meisten chantativen Instituten]ist auch beim Wichernhaus die Vermögenslage nicht gerade günstig zu nennen. Es wird denn auch im Jahresbericht an alle Freunde des Vereins die Bitte gerichtet, doch auch zukünftig ihr Scherflein zu der so bedeutsamen Vereinsarbeit beizutragen. Auch unsere Leser sollten die Bedeutung des Wichernhauses erkennen und von ihm seine hochwertigen Korbwaren usw. beziehen. Auch sonstige finanzielle Unterstützungen treffen bejim Wichernhaus die richtige Stelle. Wir verwelkten auch noch auf die Anzeige des M idiernhauSes (Seite 62). Stuttgart. Gemeinschaftlich mit dem „Südwestdeutschen Rundfunk" führte der „Süddeutsche Rundfunk“ am 18. Mai ein Purimspiel — betitelt „Esther“ — von Religionsoberlehrer Adelsheimer auf. Das Stück behandelte die Puriknfesdiidite und vermittelte durch seine einfache ünstlerische Sprache sehr starke Eindrücke. Unseren jüdischen1 Jugendvereinen darf eine Aufführung des Spiels bei passender Gelegenheit warm empfohlen werden. Heilbronn. Die Konfirmation der jüdischen Mädchen findet am ersten Tage des Wochenfestes statt. Die Namen der Konfirmandinnen führen wir unter „Familiennachrichten“ (Seite 62) auf. Horb. Vom „Israelitischen Fraue^iverein“ aufgefordert, sprach Fräulein J t> - lianna Bach - Mühringen über „ J ü d i s d) e F rauengestalten des 18. JahrhuAd e r t s“. Es war ein sehr gut aufgebautür, reiches Wissen verratender Vortrag. Die zahlreichen Anwesenden zollten warmen Beifall. An der von der Referentin angeregten interessanten Diskussion beteiligten sich ander verschiedenen Mitgliedern auch unser Gast. Bezirksrabbiner Dr. S ch w e i z e r. Buchau. Am 11. Mai verstarb nach kurzem schweren Leiden?6jährig Leopold Einstein, der früher 28 Jahre hindurch Mitglied des Vorsteheramts ' gewesen war. Die ungewöhnlich starke Beteiligung an der Begräbnisfeier legte von der Wertschätzung Zeugnis ab. deren sicjh der Verewigte bei der ganzen Bevölkerung unserer Stadt und darüber hinaus in der ganzein Umgegend wegen seiner großen Rechtlichkeit erfreute. Unsere Gemeinde hat durch seinen Ton einen schweren Verlust erlitten und wird sein Andenken dauernd in Ehren halten. I i Battenhansen. Bei der am 18. Mai stattgefunldenen Nachwahl zum Vorsteheramt wurden Sajlomon Löwenthal und Simon Neum a n n mit 23 von 23 abgegebenen Stimmen zu Vorstehern gewählt. t Hecfaingen. Vor kurzem nahm sich der Voisteher der Israel. Gemeinde Hechingen. Jakob L e v i, durch einen Sturz aus dem Fenster dals Leben. Vor wenigen Wochen erst konnten wir anläßlich seines 85. Geburtstags auf die großen Verdienste hinweisen. die sich der langjährige Führer der Israel. Gemeinde Hechingen um seine Gemeinde erworben hat. Jakob Levi, der aus Mühlen a. N. stammte, in seiner Jugend in verschiedenen Orten Württembergs, zuletzt in Buchau, als Volksschullehrer tätig war und später die Trikotwarenfabrik Liebmann & Levi ip Hechingen gründete, konnte den tragischen Top seines Sohnes Paul Levi in Berlin, der vor einigen Monaten im Fieberwahn aus dem Fensteg stürzte, nicht überwinden. Er stürzte sich aus dem zweiten Stock seiner im israelitischen Schulgebäude gelegenen Wohnung in den Hof, wo ep mit zerschmetterten Gliedern tot liegen blieb- Kurz zuvor hatte er noch eine Besprechung, in der er verschiedene Anweisungen in Verwalltungsangelegenheiten der Israel. Gemeinde erjteilte. Jakob Levi, der lange Jahre dem GeL meinderat angehörte und im öffentlichen Leben Hechingens eine große Rolle spielte, hinterläßt noch einen in Berlin lebenden Sohn. Weiteste Kreise nahmen an dem tragischen Hinscheiden des Mannes, der in dem verstorbenen Reichstagsabgeordneten und Rechtsanwalt Dr. Paul Levi dem deutschen Volke einen seiner trefflichsten Söhne gegeben, und der zeit seine? Lebens für seine engere und weitere Gerneim sdiaft unermüdlich gearbeitet hat. wärmsten Anteil. Michelbach. Am 21. April wurden die sterb liehen Reste Hermann Gundelfin gers eines der angesehensten Bürger unseres Ortesi, der Erde übergeben. Die für ländliche Verhältinisse überaus zahlreiche Beteiligung zeugte vo(i der großen Wertschätzung, deren sich der Yer- Heilbronn "SSO Karl Lay Buchdruckarui 6USTAV (DBDFUSS NACHFOLO.) MatKghral nmmasM 2i /w. im H ÖLBE Kalsaratrasaa <2 a Tal.477.eagr.1W4 | Beate Anfertigung all. Druekarbaltan - 59 - blichene erfreuen konnte. Oberlehrer Straus aus Talheim rühmte am Grabe seinen gerechten, geraden Sinn, sein mannhaftes Eintreten für Wahrheit und Frieden und endlich seine erprobte Menschenfreundlichkeit. Hermann Gunaelfinger hat 43 Jahre ununterbrochen dem Ge meinderat. 42 Jahre dem Vorstand des Versicherungsvereins als Vorsitzender und 40 Jahre dem Israel. Vorsteheramt angehört. Tübingen. Am 6. Mai sprach Oberlehrer Wochenmark im „Isr. Frauenverein Tübingen-Reutlingen über „Die Bedeutung des Sabbaths und seine Ge - s ch i ch t e“. Er bezeichnete nach Hermann Cohen den Sabbath als den Schutzengel des Judentums und zeigte, wie der Sabbath in der Vergangenheit tatsächlich für die Juden ein Schutzengel gewesen. daß aber dieser Schutzengel in der Gegenwart die Judenheit zu verlassen droht. Jüdischer Optimismus läßt aber hoffen, wenigstens die wichtigsten Einrichtungen des Sabbaths, seine häusliche Feier und den öffentlichen Sabbathgottesdienst mit ihren versittlichenden und erzieherischen Wirkungen neu beleben zu können. Denn die Geschichte des Sabbaths und des Sonntags zeigen, daß dieser den Sabbath nicht ersetzen kann, daß vielmehr bis auf den heutigen Tag von nichtjüdischer Seite erstrebt wird, die Ideen des Sabbaths im Sonntag zu verwirklichen. In der Diskussion führte stua.jur. Erlanger aus. daß die bestehende Form des Sabbathgottesdienstes das Gemüt nicht mehr zu erfassen imstande sei. und daß eine Reform des Gottesdienstes die Voraussetzung dafür bilde, daß die Jugend mit größerer Teilnahme sich ihm zuwende. Vom Verband der Jüdisdien Jugend vereine Deutschlands. Die 8. Ordentliche Delegiertentagnng des Verbandes der jüdischen Jogendvereine Deutschlands, die an den beiden Pfingsttagen in München in der Tonhalle abgehalten wird, wird nach den bisherigen Meldungen durch die Delegierten und Gäste von etwa 150 Bünden ans ganz Deutschland besucht werden. Im Mittelpunkt der Verhandlungen des ersten Tages steht, unter dem Motto „Jugend hilft der de s Er ci Ix C rar ti n Jugend“, ordentlich Aus der Situation Lebenagesti nicht mehr heilen hanfl Möglichkeit nähme diesti frund. Del ann Gerne für zwei die, von vei unter dem bensgestali Tages bilde! Ergebnisse form vorge I- „Gestaltung gebnisse z die sich am tung der J werten, Der zweite In ausführli nisse der vi Richtlinien arbeit neuen Lei ihren Absch Am Pfing « rische Arbei ~ Vereins Dü auf. Hierzu zugesagt, rungen und c er. festel V s: Der Präsii bekannten wald in Ch nebst einem wald der reichen groll! I für die jüdische Jugend so außefri chwierig gewordene Berufsproblem, cenntnis, daß es sich in der heutigen J Fragen, die Wirtschaftskampf und ttung berühren, für den jungen Juden nur um rein persönliche Angelegenen, stehen Erörterungen über die einer gemeinschaftlichen Inangriffr schwierigen Probleme im Vorder- Vortrag von Martin Buber „Wlie; nschaft werden“ bildet den Auftakt ppen von Arbeitsgemeinschaften, schiedenen Grundfragen ausgehend, Thema „Beruf und Leben“ und „Leig“ stellen. Den Abschluß des ersten eine Vollversammlung, in der die r Arbeitsgemeinschaften in Thesebegt werten. In einem Schlußwort. durch den Bund“ werden diese Er engefaßt und die Konsequenzen, ihnen für, die zukünftige Gestaltend bundarbeit ergeben, aufgezei^t Tag ist Verbandsfragen gewidmet, i eher Aussprache werten die Ergeh e rgan^enen Arbeit überprüft und dje c Tganisatorischer Art für die Weiterlegt werden. Mit der Wahl der g des Verbandes wird die Tagung uß finden. I itsonntagahend führt die Künstleagemeinschaft des Jüdischen Jugendeldorf „Jeremias“ von Stefan Zweig hat der Dichter seine Anwesenheit ranstaltungen geselliger Art, Füj- Ausflüge umrahmen die Tagung. | (XUS 4* t WMl M Jäh*iä**6 Reichspräsident Hindenburg und Julius Rosenwaid. ent der deutschen Republik hat dem jüdischen Philantropen Julius Rosenicago eine wertvolle Vase gesandt Schreiben, in welchem Julius Rosenank Deutschlands für seine zahl imütigen Spenden zugunsten deut- HEILBROMN KRAFT / LICHT / RADIO REPARATUREN JEDER ART ELEKTRO-KAISER Ladens SOImeretreBe 1. Telefon 820 Hauptgeschäft: Wllhetmstrsfie 21, Telefon 807 C. Brenner-Sdiilling FLEIN ERSTRASSE 35/37 * Tennis-Artikel in großer Auswahl Wilhelm Bauer Parfümerie Toilette - Artikel Kalserstr. 27 Telephon SIO KU BZW AM EN Sfrfmglc, TrUMtWlMM ’CfcCÜCr a. mrulnüni MAX Brxunling Kalserstrat« 91, Tel. 109 vorn nus 1. Mhtae Blnmci CJ» rif» Möbel -Transporte Stadt'Umzöge Kauftrr bei unseren Inserenten! SCHIRME IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIUIIIIIIillllllllll JOHANNA GR Fabrikreste in Seide für kaiserst Kleider, Futter u. Wäsche telefot ESS «ASSE 04 1 NR. 1064 Liederkranzhaus, He Erstklassige Küche - Münchner an bronner Biere - Regie-Weine - 8 Festlichkeiten - Schöner Wirtschaft* A. STIRN, Koch, ALL Ibronn 1 Heiltal für garten *E70 HEILBI HEILBRt ONNER MÖBELFABRIK FR. STRIENZ Kaaitgawerbl. Warfca litten t. dea gesamtes Iaaen-Aasbaa INN a.N. Fabrik > SBlaiermIhlatr. 43/47 Btroand Verfcaafarlaaiai PaallnaaatraBa Nr. 3 Hdi. F Kalsei Fischer Nachf. ^CHQESCHÄFT für moderne Optik und Photo Straße 16, Telefon 480 mm Die neue Linie Marke hyg. prslsgefcrtnt Wische,Handschuhe Dauentrfimpfe Ofl.Jooss,“5* Oknlta, lata ras* .Namhaft uöaäödui 4905

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.