Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VII (1930-1931)
- Issue
- 3 (1.5.1930)
- Date
- 1930-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
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1 I Thea^r und Kunst. Wiirtt Ijindestheater. Ein Gastspiel des Gurt Goetz-Ensembles brachte ein wirkliches Theaterstück-' »Der Lügner und die Nonne“ von Curt Goetz. Gut gezimmert, aber von unbefriedigendem Material. Unwahrscheinliches wechselt mit Unmöglichem. Zusammengehalten wird das Ganze durch eine Fülle von guten, sehr guten, aber auch weniger guten M itzen. die das Publikum sehr amüsieren. Ausgezeichnet der Verfasser in der Doppelrolle als Charlv und Kardinal. Von den übrigen Mitgliedern des Fnsembles verdienen Frl. v. Mart e n s (Angela). Frl. K n g I (Frau von Schicketanz). Frl. Sagau (Aebtissin). und Herr Gron a i, (Mönch) besonders ane rkennende Erwähnung. Der Beifall war sehr stark. In einer eingehenden Zuschrift über den in Nr. 1 der „Gemeindezeitung“ unter dem Titel „Wohltun und Wahrhaftigkeit“ veröffentlichten Aufsatz erhalten wir von geschätzter Seite folgenden bemerkenswerten Vorschlag. Die Schriftleitung. Wichtig erscheint mir. da sich bei der heutigen schlechten Wirtschaftslage die Gesuche um Unterstützung vermehren werden. dnH sich der E.J.W . einer Beorgaiiisation unterzieht, um in viel weiterem Umfang helfen zu können: er müßte' mit den Aemtern. die im Lande den gleichen Zweck verfolgen, mehr Fühlung haben, billige Male im Jahre müßte er mit den Beauftragten der ein /einen Organisationen des Landes Zusammenkommen. Die Delegierten wären dann imstande, über ihre Tätigkeit Bericht zu erstatten und siet, über eine gemeinsame Methode in Wohlfuhrtsfrugen auszusprechen. Auf diese Weise könnte* ein Gedankenaustausch stattfiudeu. der zur Abstellung vieler Schäden anregen würde. Jedenfalls wären diese Zusammenkünfte schon int Interesse aller Ortsgemeindegenossen dringend notwendig, weil ja die örtlichen Kassen durch die Durch wunderer in reichem Maße in Anspruch genommen werden. Hier könnte durch gegenseitige Aussprache über die einzuschlagendejn Wege sicher viel erreicht werden. St. l - Martin Buber und die Jugend. [Man muß Herrn II. St. schon fragen, woher er dqs Recht nimmt, für die gesamte, Buber anhörende Jugend zu sprechen und zu sprechen, wje er es tat. Ich habe — abgesehen von den ..Zwanzigjährigen“, die Martin Buber ausdrücklich gemeint und getroffen hat — viele andere junge Menschen gesprochen und nicht einen gefunden, d^r nicht entrüstet gewesen wäre über die Art, in der Herr St. einen Mann kritisiert wie Martin Buber. zu dein auch die Jugend, die* ihn noch nicht ganz verstehen kann, in Verehrung uufschaht. |Hat Martin Buber nichts ..Originäres“ gebracht? Es hat zu allen Zeiten nicht so sehr gefehlt an Menschen, die etwas Neues sagen, als ui!i solchen, die das Längstgesagte wiener neu lejieu. und darum auch wieder neu sagen können. Und dies Empfinden hat ein großer Teil unserer ULM Max ReUjcnweber, sxS^fe7 Geschäftsstelle Ulm a. D. der Firma: Wilhelm Gallion / Stuttgart Haus für TAPETEN, LINOLEUM WANDNATTEN, STOFFE usw. AIBERI WIELAND Ziment, TnuMbn mrf Biisdntoent ‘ Laufende» »e 9 » Ulm a. D. * TeL SA. 2X70 Friedr.Eydunflller Baugeschäft Neubau * Umbau * Bauberatung CHMID’S Bilderstube ULM, HIRSCHSTR. S Kunstu. Kunatoawarbaheua Qaeonmackvoila Qaaohanka - 39 — jüdischen Jugend: In Martin Buber steht wieder ugei ein solcher Mensch vor uns. Darum möchten ich und noch viele andere aufs ausdrücklichste betonen, daß wir uns in schärfsten Gegensatz stellen zu der Haltung, die die Kritik des Herrn St. entnimmt. P. L. Zn dieser Einsendung bemerkt H. St,: Ich freue mich, daß außer den zahlreichen mir zugegungenen Stimmen von jung und alt. die meinen, Ausführungen rückhaltlos zustimmten, sich nun auch eine gegenteilige aus der Jugend meldet. In ihr kommt zum Ausdruck, daß glücklicherweise die Ehrfurcht vor Autoritäten noch nicht erstorben ist. Im übrigen beglückwünsche* ich d e n Teil unserer Jugend, der den Ausführungen ’Bubers über ..Jugend und Zeitgeist“, wenn auch nicht ganz, folgen konnte: diese Jugend hat sich der Mehrheit wohl auch der-erwachsenen Zuhörer überlegen erwiesen. FAMILIENNACHRICHTEN! Stuttgart. 15. 4. 1930. II 15. 4. 1950. I. ULM — Kronapoffleke, Ulm a.D. cmsaeui makramraalL NmntMte. MaAilAsar. mrtttiinnah» Ha na kte tatet.V, Fte B. 3.- tohna mi na »Mate- Mt H.LM m «Hte i. acte. «MUreilM. llttt- . i st st i- Hans Maler/Ulm a. D. Elektr. InstallatlonsgesohMft u. Radio Fernsprecher 3040 nur Kornheuepletz 8 Ausführung elektr. Licht-, Kraft-, Klingelu. Telefon-Anlagen sowie alle einschlägigen Reparaturen Verlobung: ildc* l.evi. Arminstr. 15. mit Professor Arthur Adler. Karlsruhe. Eheschließungen: 16. 4. 1950. If)r. med. Ernst Bentheim. Berlin Stuttgart, mit Marianne* Dessauc Berlin. 26. 4. 1950. jlinni Hainianu. New York-Stuttgatt (Seidenstr. 6). mit Nathan \. Marx. 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