Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VII (1930-1931)
- Issue
- 2 (18.4.1930)
- Date
- 1930-04-18
- Page
- [Seite] (sequence 7)
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neue Orguuisutiou bat die Aufgabe, die gemeinsamen Interessen der ihr angeschlossencn jüdischen Jugend Stuttgarts wahrzunehmen, d. h. eine Organisationsbasis für alle jungjüdtMhcu Bestrebungen zu schaffen, die durch gemeinsame Arbeit zu besonderer Wirkung und Entfaltung gebracht werden können. Im Brennpunkt dieser Bestrebungen steht das zu schaffende J ii d i s ch c Jugendheim, das, wie zu hoffen ist, mit Unterstützung des Vorsteheramtes in absehbarer Zeit erstellt wird. Daneben soll durch den Jugendring noch eine Reihe anderer Aufgaben gelöst werden: es sind dies: gemeinsame Durchführung von Vortragsabenden und künstlerischen Veranstaltungen, Gründung von Sprechchören und Orchestervereinigungen. Berufsberatung. Stellenvermittlung, soziale Tätigkeit. Sport usw., Aufgaben, die nicht zuletzt d i c jüdische Jugend, die den Jugendvereinen noch fern steht für die gemeinsamen Bestrebungen werben und sie in den Verantwortungs- und Arbeitskreis der Bünde eingliedern sollen. — Leider war cs nicht möglich, die orthodo x e n Jugcmlgruppen. deren Vertreter sich aus weltanschauliche» Gründen dem Jugendring nicht auschlielieu wollten, für die Mitarbeit zu gewinnen. Es ist aber zu hoffen, duß ein für beide Teile befriedigendes Arbeitsverhältnis noch gefunden wird. — Dem neu gegründeten King gehören an: der Bert hold Auerbach-Verein, vertreten diirdi Dr. Walter Einstein. Hans Sternheim und Herbert Schiftan: die „Karner a d e n“. vertreten durch Ernst Kahn und Ernst Sänger: der Jugendausschuß des ,.C e »- t^al-Verein s". vertreten durch Dr. Fritz Bauer: der „J u n g j ü d i s ch e Wunderb u n d". vertreten durch Walter Koch, und das Israel. Vorsteheramt Stuttgart durch dessen Jugendabteilung. Stellvertreter sind: für den B.A.V. Obersekretär W i fl m a n n und M i 1 - ton Scheuer; für den C.V. Rudi B a ch. Zum 1. V o r s i t z e n d e n des „Jüdischen Jugendrings Stuttgart" wurde Dr. Walter Einstein gewählt, zum stellvertretenden Vorsitzenden und Schriftführer Ernst Kahn, zum Kassier — vorbehaltlich seiner Zustimmung — der am Gründungsabend abwesende Dr. Fritz Bauer. Nach dem Wahlakt übernahm Dr. Einstein den Vorsitz und brachte Dr. Tänzer und dem Isr. Vorsteheramt den Dank für die rasche und sachliche Durchführung des Jugendringgedankens zum Ausdruck. Damit fand die Tagung der neuen Organisation, über deren.erste Veranstaltung — Martin Buber über „Die Jugend und der Zeitgeist" — wir in gleicher Ausgabe berichten, ihr Ende. Stuttgart. Direktor Th. Bäuerle sprach am 25. März im B e r t h o 1 d Auerbach -Verein über „Sinn und Aufgaben der Volksbildung“. In der ihm eigenen feinen Art erläuterte Direktor Bäuerle den Sinn der Volksbildung aus den Begriffen „Volk" und „Bildung", zeigte die Bedeutung der Volksbildung auf und legte dar, wie sich aus dem Mißverstehen ihres Wesens kulturelle Notstände ergeben. — Verantwortung und Gebildetsein bedingen sich gegenseitig. und der demokratische Gedanke fordert eine Vielzahl von Persönlichkeiten, die Bildung und Verantwortung in sich vereinen. Erkennen der natürlichen Anlagen des Schülers auf der einen und Persönlichkeit des Lehrenden auf der andern Seite sind von entscheidendem Einfluß und machen die Doppelseitigkeit der Bildung aus. Das „Volk“ vom Redner als Schicksalsgemeinschaft definiert, hat noch verborgene Formungskräfte, die durch echte Volksbildung wieder geweckt werden müssen. Nur ein sinnerfülltes Leben wird zur Gemeinschaft führen. Herzlicher Beifall dankte dem Redner für seine vortrefflichen Ausführungen. Stuttgart. Berthold Auerbach-Verein. Am 22. April veranstaltet der Verein einen A y sspracheabend, der unter der Leitung von MiltonScheuer steht. Sodann wird Dr. W a 1ter Strauß am 29. April über „F ranz Werfels Roman .Barbara' als Entwicklungsbild der modernen Jugend“ sprechen. (Siehe Inserat 8.22.) Stuttgart. Der Ortsgruppe Stuttgart dis R.j.F. ist cs gelungen, den bekannten militärpolitischen Schriftsteller Generalleutnant u. D. K a b i s ch für einen Vortragsabend zu gewinnen. Dieser wird am 16. April im Bürgermuseum stattfinden. Das Thema — „Abrüstung und Wehrproblem“ — dürfte für jeden unserer Leser von besonders aktuellem Interesse sein, weshalb wir den Besuch des Abends bestens empfehlen. (Siehe Inserat Seite 22.) Stuttgart. Der „Isr. Männer verein für Krankenpflege und Leichen bestu tlange. V.“ (Chevra kadischa) hält seine 55. Generalversammlung am 26. April ab. Auf der Tagesordnung steht u. a. die Beratung neuer Satzungen. Wir machen unsere Leser auf diese Veranstaltung besonders aufmerksam. (Siehe Inserat Seite 22.) Stuttgart. Das bestbekannte Konfektionshaus Glaß & Wels, Mittnachtbau, konnte in diesen Tagen auf sein 40jähr. Bestehen zurückblicken. Von HermannGlaß seinerzeit gegründet, hat sich die Firma in vier Jahrzehnten zu ihrer heu- - 27 - tigen Größe und Bedeutung entwickelt. Das (übiläum bot weiten Kreisen willkommene Ge egenheit, der Firma ihre Sympathien zu bezeugen. Stuttgart. Als Mitbegründer und Präsident der Süddeutschen Textil- und Bekleidungs-Messe konnte Fabrikant Carl Strauß (Untertürkheim) in dieser Eigenschaft mit der 10. Jubiläums-Messe gleichzeitig die Vollendung seines 50. Lebensjahres feiern. Bopfingen.' Der in weiten Kreisen durch seine Wohltätigkeit und Frömmigkeit bekannte Großkaufmann Sally Pappenheimer konnte am 1. April bei voller geistiger und körperlicher Frische seinen 70. Geburtstag feiern, an dem Freunde und Bekannte von nah und fern freudigsten Anteil nahmen. Seit fast 20 Jahren ist er führendes Mitglied des Isr. Vorsteheramtcs und in der Vorstandschaft der L.J.W. Im Januar d. J. wählte ihn das Vertrauen der württ. Judenheit als stellvertretenden Abgeordneten in die „Isr. Landesversammlung“. Er hat sich um die würdige Ausgestaltung von Synagoge und Gottesdienst große Verdienste erworben. Rabbiner Dr. Kroner ehrte ihn durch ein inniges Gebet in der Synagoge, das Isr. Vorsteheramt sowie der Isr. Oberrat durch ehrende Dank- und Glückwunschadressen, in welchen die Verdienste des Jubilars dankbar anerkannt wurden. Welk faepfZeofbejf des ist ha. Wer, Kennzeichen einer gut gewählten Hautpste,«. twa» auf seinen Teint hält, nimmt für hie täglichen Waschung» nicht nur gewöhnliche» Ldiungswasser, welche« weist Hart und sür den nanismu» schädlich ist, sondern achtet dara ,s. i» Waffe» »an weicher wilder DeschaffenH fit [eben Sie regelmäßig Ihrem Waschwas er Urinal Mül ooit Hjkaiser-borax" dem Wasser sofort afle Härte nimmt und den sehen, daß Ihr Teint nach kurzer Zeit tft, frisch und zart, weich und elastik it, frei non allen Unebenheiten, wie S“ ickel. Sommersprossen usw.. Aatser-B« unsehlöare» Mittel höchste natürliche Schöi schaffen. — An haben in allen einschlägig! ften. Heinrich MnA Rächst «I» Buchau. Auch in diesem Jahre soll über das geistige Leben in unserer Gemeinde während des Winterhalbjahres kurz berichtet werden,. Zuerst ist die Tätigkeit des „FTü uenvereinp“ zu erwähnen, der sich hier zum Hauptträger HEILBRO Karl Gertler Jwwalitr Brudunaim- $HO«r-BRStedM Kaiserstr. Paul Ulbrich Das Spssialhaus für Pelze u. Schirme Labtaratr. 28 - Talafaa 888 Slrflmple, m. TriiMiwasac WtllVMf eherner«. mruhTiu KOI Pfer-Grauev| SQImerstraeak Daa Spezialhau» für j Reisei coffer und Lederwaren Jakob Moser : | kleiner»tr. 40/42 » 1 Telefon Nr. 1035; : : | Flaschnerei : r; fchralbMicbhiM« Rapantur* Werkstatt« »Har Syateae - H. ZIHHER BadstraBe4 Tel et 1087 D> C. Brenner-Sdiill TR Sämflidie TennisArtihel ng FLEIN ERSTRASSE sj/37 1 in großer Auswahl s Knaupp, Heilbronn JK Paulmenatr. 5 Telefon 1843 D88 führende j Friseur-Geschäft arp Platze N Talafon-Ansohluss In «tmtllchln Kabinen I Telefon 133 Heior. Renile Clarastc. 17 Teleforv-666 Malerarbeiten allerHrt in beiter Ausführung K#ff„ Adolf Lördicr jj ■ Konditorei u. Kaffee W W Heilbronn a.Neck. Sthulgasae 13 - Telephon 433 Kaffee Ernst Bader Dekorationsmaler PrankfurtcrtttaMe M Telefon MS •Ct Ausführung v. Maler¬ und Hnstricb-Hrbeiten GrUbele Optiker billig« Pr«iM LOHTOR8TR. 40 Fa ch m ■ > a. 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