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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1930-04-01 · 1 (1.4.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VII (1930-1931)
Issue
1 (1.4.1930)
Date
1930-04-01
Page
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— 12 - Krämer, wobei er belonte. dafl sidi die heutige Jugend jenen, die ehedem mit anderen Mitteln die gleichen Ziele erstrebten, herzlich verbunden fühle. Hierauf nahm Oberlehrer Krämer das Wort zu einer von warmer I iel»e zur Jugend getragenen Ansprache: mit väterlichen Gefühlen betrachte er heute den Bund, dessen Fntwicklung er mit größter Anteilnahme und b reude \erfolgt habe: er wie-, auf den cor nahezu JO Jahren gegründeten ..Montefiore-\erein hin und knüpfte, zu dem Gedanken des Purinifests uhergehend. an die bisherige \ c-rgangenheit des Montefiore" die Hoffnung auf ein gedeihliches \\ eiterwirken des Bunds. Fs folgte dann ein \on den Junggruiipen aufgeführtes' Purimspiel .Die M e g i I I a h". das allgemeinen Beifall fand. Den Prolog sprach sehr hübsch Nelle Würzburger laus der jüngsten Mädels gruppe), den König Ahasver gab Paul Scheuer, den llämnn Hans k i r eh h e i m e r . beide mit Mir/üglichcm Ausdruck, und F.-thrr war in Gerda Sch» ab stilvoll verkor|iert. Auch die ‘ übrigen Darsteller iKrne l.edr r m a n n . Hans —Schloß. Heinz V o I I w e i I e i. Kult Scheuer. Heinz Maxen verdienen alles Loh Das >tü(k (Begie: Paul Scheuen wurdein höchst moderner \iisMattimg aufgeführt eine bemerkenswerte Leistung der Junggriippen. Im Mitte l milkt des Abends stand da' \iiftieten von ■ riedc-l Krämer als eleganter amerikanischer Student, dein auf seiner Weltreisein Heilbronn mancherlei Dinge aufgefallen waren. Die Songs, deren \ erfasser durchaus ainuivm bleiben wollte-, w urden von f riedc-l Krämer gesanglich wie mimisch ausgezeichnet ■vorgetragen und ernteten reichen Applaus. Nicht dasselbe Schicksal hatte ein darauffolgendes ..ritterliche- Spiel“. Die Nelkenburg’" von lludolf Pick. Das stark parodisti-ch -angelegte Stück, dessen Charakter auch vielleicht in der Darstellung nicht ganz zur Geltung kam und daüberdies unter de r schlechten Aku-tik litt, war ein allzu kühnes Wagnis. Von den Mit wirkenden -eien insbesondere F rl. Lotte B c, h tu und Herr W eil lohend erwähnt. Oer C onferenc ier des Abends. I. r n s t Rosenstein, verstand es in gewohnter Weise, für Stimmung zu sorgen, und brachte später auch noch ein sehr amüsantes selbstverfafltes Couplet zu Gehör. Die Tombola war dankenswerterweise reich beschickt Der Tanz hielt die zahlreichen Teilnehmer des Tests noch lange beisammen. Heilbronn. Die außerordentliche Generalversammlung des .J s r. Armen -Unterstützung-Verein“ fand am IM. März statt. Die Neuwahl, der einzige Punkt der Tagesordnung. brachte folgendes Ergebnis: Vorsitzender: A. S t e ck e 1 m a ch e r : Kassier: H e i n r i ch S ch e u e r : Schriftführer: Moritz Stern. Zu Beisitzern wurden Ludwig Maier. Dr. M. Strauß. Ferdinand Wollenberger und Gerhard Wolf gewählt. Horb. Unser Gemeindemitglied David G i - denn. Begründer und ehemaliger Mitinhaber der Gideol Werke Horb a N. A G . konnte am s. März seinen 70. Geburtstag feiern. Der Jubilar erfreut sich bei allen Konfessionen größter Wertschätzung. Die Bürgerschaft, bei der er das größte Vertrauen genießt, wählte ihn wiederholt in den Geineinderat, dem er über zwei Jahrzehnte angehörte. Dem Isr. Vorsteheranit war er eine Reihe von Jahren ein treues Mitglied. Wir wünschen dem würdigen Mann noch viele frohe und gesunde Jahre! Laupheim. Am 22. März sprach im Jugendbund unter Beteiligung weiter Kreise der Gemeinde Fritz Schwarzschil d-Düsseldorf über ,.B er u f s f r a g e n der j ü d i s ch e n J u g e n d“. Von hoher Warte aus behandelte der Redner das so überaus wichtige Thema in erschöpfender Weise, so daß sich eine lebhafte Diskussion entwickelte. Frau Else Bergmann zeigte die vielen Berührungspunkte zwischen den Bestrebungen des ..Frauenbundes“ und denen der Jugendbünde auf und wünschte eine engere Zusammenarbeit beider Organisationen. R u d o I f Kurz. stud. ehern. Hans Bergmann und Fanni Kahn verbreiteten -ich vom Jugendstandpunkt aus über einzelne Berufsprobleme TAPETEN LINOLEUM VORHXNGE HIENERWADEL ■ UCHIINSTRJISII »«» und Oberlehrer Kahn wünschte, daß auch die mittleren Beamtenberufe (Post. Bahn, Verwaltung. Lehrer an Höheren Schulen) auch in Württemberg der jüdischen Jugend geöffnet werden möchten. Lehrer Einstein, der die Versammlung leitete, konnte erst in später Stunde den sehr anregend verlaufenen Abend schließen. Oberdorf-Bopflngen. Unter freudiger Anteilnahme der ganzen Gemeinde konnte Rabbiner Dr. K r o n e r vor kurzem in voller geistiger Frische seinen 60. Geburtstag feiern. Auch die bürgerliche Gemeinde sandte ein Glückwunschschreiben in Anerkennung seiner Verdienste um die Erhaltung des konfessionellen Friedens. Die jüdische Gemeinde* und der „Isr. Frauenverein“ überreichten mit dem Danke* für seine* 34jährige segensreiche Wirksamkeit als Seelsorger, Lehrer und freundlicher Berater für jung und ult sinnreiche* Geschenke. Wir wünschen dem Jubilar, der sich als Maimonidesforscher auch in Gelehrtenkreisen einen guten Namen gemacht hat. noch viele Jahre gesegneten Wirkens! Oehringen. Am 16. Mürz wurde auf Veranlassung des ..Landesverbands der jüdischen Jugendvereine Württembergs“ durch Obersekretär W’issmann -Stuttgart und R i ch a r d Mavc r- Heilbronn ein Jugendbund gegründet. Die Leitung der Heimabende wird vorläufig durch die Führer der Junggruppe in Heilbronn übernommen. Es ist eine Junegrupue und eine ältere Gruppe gegründet worden. Die Führung der alteren Gruppe wird Frl. Heidenheimer, die der Junggruppe die .Damen Kaufmann, Rothschild, GESRÜDER z D i □■OKljdezd mäßige Wcrudsraten.! -ioe«L*'AO«i* Drucksachen kostenlos durch Sinder Nfibmasdiinen ,<•« STXNDIÜC AUSSTELLUNG*! ■V STUTTGART, LINDENSTR. 14 Stitttart Rraasiustnfta 8Teletu Nr. 26340 RSTE KOSCHERE *120 Mastochsen-Metzgerei Inhaber: L. 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