Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VII (1930-1931)
- Issue
- 1 (1.4.1930)
- Date
- 1930-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/4904101-5441863-5443129--2613-4906583- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Prctf.Sidtf. KlasKR'UIfcrtc Ziehung 1. KU*$e IS. und 26. April 1930 IMiftlCWlM (I * du amtUdicn Lottericplant) 2 Millionen Reidismark Weitere Haupttreffer: 2 Prtolen ... uK 500000 2 ■aa»IK«lnc ii Je 500000 2 ■aipilewinae ia |c 300000 2 iMptitwiinc io Je 200000 10 ■aapfOewiane ia |e100000 Laipreis pre HlasfC und vkle andere mehr r.- 0.- 12.' 2«?oNo und Leiste e»tra Voppehor 48.. «omvicK Staatliche Lotterie-Einnahme STUTTGART Sdiloftstrafce S und Könifsbau / Fernruf 1I641/4J Posttdiedi - Konto S110 Stuttgart üi-iiiiriiiji'" > <!''»> -amtliche Stuttgarter jüdimIi* Ii Jujiemllnimle Iiiinelx»!» II werden. iSiehe Iii-i rat ->, ii»' 4 Stuttgart. R e i ih - l> :: u <1 i ii ■ I i - «4i <■ i h r<»111- . « ii i (I t c ii. I iiti i 11<• i m ix ii I i'iliiiti: fand am I liinix-i'far. den f». Mar/, im f riedricli-liaij der et-te K a in e r a <1 - »Ii a i l - l> <• n <1 d» - Vereins -liitf. In «einen eiideilenden Worten erläuterte der Veil «it/ejide. Reiht-e a «alt l)r. V Mer/ l> a di e i . we-linlli sitti die l morgani-atioiixle' Vereinalnotwendig erwiesen lullte, legte das l*i <>gi am in für die näiti-te /eit dar und bat alle Kameraden, an dem Neuaufbau des Verein« nach Kräften mit/uarlieiten. In beredten Worten gab -udiiiin der al- C.a-t anw e-eiide l.ande-v erbandser-it/ende I >r metl. ll i r - <h - I lm ein Bild von iier i.itigkeit und V rbeit de- ..Reith-bumiejüdi- -ibi i Frontsoldaten". Kl betonte insbe-omlere. iH gerade der „R.j.F." zufolge -einer kamerad- -di.tftliilieii Idee al- M u mit nippe im Rumpf itejre'i den Viili-emiti-iniigeeignet -ei. Kille Reihe \ ui Kameraden beteiliirten -idi an der V ii —prallte. in, m-ihlieHomleu gemütlichen feil gab Max Mai \ om I amle-tlieater Proben -einer Kun-t. \ er■-eliicdone der aiiwe-enden Kameraden Inigeii iltirib den Vortraf; von Vnekdoten. Gedichten und Krlebni—en /ur Gemütlichkeit Itei. \uih I indperiiht-direktor Stern gab Gelegenlieit. ihn nullt mir alsachkundigen Redner, sondern amh al« glän/eiideu Re/itator /ii bewundern. C h a r I > W immer vom S<hau-pielhaii« II ii fr ebenfall- /nr Unterhaltung bei. «o dal! erst um die Mitterniiilits-tuude der erste Kamerad -ihaft-abend lief Verein- -ein I Ilde fand. Stuttgart. I >ie ordern liehe VI i I g I j e d e r V e r- - a in tu I II II g He- .. V e i e i u - J ii d i - eil e - I ehr h a ii -" fjmd am 2_. Mar/ -tatt. K- «ihlul! -i,h eine von iilii-ikali-ihen und re/itatori-ihen Darbietungen umrahmte f .edenkfeier für Krau/ Ii o - e n / u e-t g an. bei der Mailtrabbiner l)r. It i e g e r in einer < -edenkiede die Persönlichkeit degroßen Gelehrten würdigte. Vn-führlxtier Reridit folrrt in näih-ler Nummer. Stuttgart. I >a- I - r a e I. I ii r - o r g e a m I . Mnilgarl lullet, die fälligen \l itgliedei - Beit rüge für die jüdischen, VV ohlt.M igkeit--V ereine bereit- /nhcdteu damit -i-h mehrmalige- V or-preihen deuii' lern Inka—ir beauftragten Roten ernloigi. StuttKarl. Im Rjihinen eiuei von, ()it-au— ihul! NI ii ii. 'uii V ig-burg de- V uflraii vv erkin Palä- -lina am J*. l ebruar in Mumhon v eran-talteten Vu—praihe ii bei I! a - V e r h a I I n i - d e r d ent- <h e „ N i itr t / i o u i - t e n /nt K r a g e d e - j ii d i - di e u P a I ä - t i n a" hielt Mini-teri.dr.il l)i IM I o 11 i r - <h - St nttgurt einen mit großem Beifall auf^eiiorntnenen Vortrag: iilrer die Beziehungen /w i-dieii ileiit-diem Judentum und Palä-tniaaufbau. Stuttgart. Vor kur/eui v i-ian-talrete die bekannte Kon/ert-anserin R o - v S o u t h e i ui e r - P in - ei mm I jede raheml in dem -ie in der I laupt-aihe I.jeder von Riahm-. siliumann und I ran/ /lim Vortrag: brachte. Die un-eren Lesern amh diirdi den Rundfunk bekannte, mit hervorragenden Stimmitteln au-ge-tattete Sängerin - 10 - zeigte sich wiederum als vorzügliche Interpretin Ire sonders der klassischen Arie. Ungewöhnliche stimmliche Begabung, hervorragende technische Schulung und ein feiner künstlerischer Sinn bringen ihre Arien und Lieder zu vollendeter Wiedergabe. Der Künstlerin wurde stürmischer Beifall gespendet. Am Klavier waltete Franz K o n w i t s di n v als feinsinniger und mitgestaltcntler Begleiter. Stuttgart. I)r. med. ‘L u d vv i g We i 1 und seine Gattin begingen am 23. März das Fest der Silbernen Hochzeit. Wir wünschen dem vorbildlichen Arzt und edlen Menschenfreund noch viele Jahre gesegneten Wirkens an der Seite -einer verehrten Frau Gemahlin. Braunsbach. Unsere kleine Gemeinde hat am “.März wiederum einen schmerzlichen Verlust erlitten: VI e i e r Frey ist nach einem schlichten und religiösen Leben im Alter von 77 Jahren gestorben. Rabbiner Dr. Berlinger-Hall schilderte in -einer Trauerrede den Verstorbenen als aufrechten Juden, der zu den eifrigen Besuchern des Gottesdienstes gehörte und überall gern ge- -ehen war. Buchau. Am 13 März hielt die Gesellschaft ..Harmonie” in Form einer gemütlichen Zu- -ammenkunft ihre Purimfeier. Der Ehrenvor- «tancl. Sanitätsrat Dr. \ ö r d I i n g e r . begrüßte die Vriwe-enclen mit launiger Ansprache und pries da« Purimfest als Frendenspender und Sorgenbrecher. R c, s e I Dreifuß brachte ein hübsches Tanzlied, in welches auch lokale Begebenheiten eingellochten waren, in anmutiger Weise zum Vortrag. Hede Kahn erntete als Malerin ohne Farbe und Pinsel mit ihren prachtvollen Bilder aus bunten Stoffresten großen Beifall. l.-o t h a r M a r x entzückte die Anwesenden durch den Vortrag von Beethoveil-. Schubert- und Schiimaunliedern. Der Khrenvorstand brachte den Vlitw irkenden den gebührenden Dank zum Ausdruck. So verbrachte man in festlicher Stimmung einige gemütliche Stunden. Eßlingen. Bei der letzten Wahl zum Yorsteheranit wurde der seitherige Vorsteher Moritz K eigenlr a u m einstimmig wiedergcwählt. — Ruth Moses sprach vor kurzem im ..Frauenvereilt“ iilier ..Die Rechte der Kran“. Die junge Rednerin hatte ihren Vortrag sorgfältig ansgearbeitet und erntete für ihre Ausführungen verdienten Beifall. — Bezirksrabbiner Dr. Tänzer- Göppingen sprach im Bürgersaal des Alten Rathauses in fesselnder Weise über ,.J ü d i s di c I a nt i I i e n f o r s ih u n g“. Der Redner schloß seine mit großem Beifall nufgenommeneii Ausführungen mit der Aufforderung an die Anwesenden. nicht nur einen Familienstammbaum an/ulegen. sondern auch in einer Familienchronik alle bemerkenswerten Ereignisse des familiären Lebens für die Nachkommen zu erhalten. — Im ..Fraiionv erein“ hielt Frau Ida Marxtann- -tatt einen Vortrag über ..D ic Stellung der Krau i nr Wandel der Zer t“. Ihre Ausfüh-, ningen. die wir an dieser Stelle kürzlich schon gewürdigt hallen, fanden dankbaren Beifall, dem die V or-itzende. Frau Kranze Moses, nochmalbesonderen Ausdruck verlieh. — Vor kurzem fand im ..I s r. W a i s e n h a u *“ eine Schulpiiifimg -tatt. iin der verschiedene Damen und Herren vom Ausschuß des Vereins teiliiahmcu. \m Abend de« Prüfmigstagrs versammelte ein l.ichtbildervurtrag von Onermedizinalrat Dr. Sihott alle! Teilnehmer an der Prüfung. Der Vortragende sprach an Hand von klaren und in- -truktiveii I icfltbildcrn über ..Verdauungsw e r k / e ii |: e d e s VI e n s ch e n“. Der Vortrag war ii in rah nt von Darbietungen der älteren Sihiiler: Ge äuge. Gedichtvorträge. Reigen, turneri-che Dr rbietiingen und Ansprachen. Beim gemeinsame l Vlittages-en sagte Landgerichtsdirektor Sl - r n Oberschulrat Köhler herzlichen Dank für all die Arbeit, die er für die Schule der Anstalt geleistet habe und für die reichen Vnregungen die von ihm ausgingen. Fs sei ihm immer eine {besondere Freude gewesen, die ver- -ländni— n id liebevolle Art seiner Prüfungsl>'w undern. Die Anstalt sehe Ober- ' der mit großem Bedauern von seitcheiden. Am 13. März veranstalteten die Zii dinge des „I s r. W a i s e n h a ii s e s“ P ii rinfeier. zu der auch Gemeindemitein| eladen und erschienen waren. Die weise zu -chulrat ko nein Vinte eine gliede die An wese ten und kl damit ihren Vllerkleinst-n. Kleinen und Großen unterhielten iden durch den Vortrag von Gediehenen Theaterstücken und machten Lehrern und Pflegerinnen alle Ehre. Eßlingen. Am 17. März sprach Fritz Schwarzs eh i I d - Düsseldorf über ..Neue Bücher, ii e ii e VI e u s ch e n“. Der Redner schilderte den- Weg des Buchs der Nachkriegszeit, das den Leser mitten in die Wirklichkeit des Lebens führt, ihm helfen und zur Gemeinschaft erziehen will. Dies Das ewige Israel. Von Adolf Berger. Trotz Verfolgung, trotz Inquisition, Bestehn wir fort, dem Feinde zum Hohn. Das ewige göttliche Walten. Hat uns bis heute erhalten. iahrhunderte voll Schmach und Schmerzen, Irtrugen wir mit frommem Herzen. Und wenn die Not am größten war. ' Beschützte Gott die heil ge Schar. Uiid dröhn die Feinde noch so sehr. Wir halten treu zu unserer Lehr. Gott, auf den wir uns stützen. Wird weiter uns beschützen. Wir sind die Erben der heil'gen Lehre. Wir wollen ihr dienen, sie halten in Ehre. Wir wollen treue Juden sein Und bleiben bis ins Grab hinein. Wir wollen pflanzen fort und fort In unsere Kinder Gottes Wort; So bleibt in den Jungen erhalten Der Glaube unserer Alten. Und sind der Feinde noch so viel. Sie kommen trotzdem nicht zmn Ziel. Dazu ist Israel ersehen — Es wird für immer fort bestehen. * (Anmerkung der Schriftleitung: Der Yerfaser des Gedichts ist ein sechzehnjähriger eifriger Leser der ..Gcmcindezcitung“.) zeigte der Referent an den Biographien von C'olimibus. Lassalle. Ruthenau n'svv. Line rege Ansspruche beschloß den wertvollen Abend. Haigerloch. Am I. April tritt Lehrer Herrn u ii n A d I e r in den Ruhestand. Geboren in Meßdorf in Unterfranken, besuchte A. das jüdische Seminar in Würzburg und ist seitdem 30 Jahre lang im Dienste Jüdischer Gemeinden tätig gewesen. Er wirkte nacheinander in fränkischen. nassanischc-n und badischen Synagogen » gemeinden Seit 1903 amtiert Adler in llaiger- Fcxh als Religionslehrer. 2. Kantor und Schochei und seit längerer Zeit auch als Gemeinderechner. Besondere Liebe hat er dein jüdischen Gesangverein und dem Sviiagogenchor zugewandt. Altersrücksichten veranlassen ihn nun zum Leber tritt in den Ruhestand. Fine öffentliche Ehrung seitens der Gemeinde hat er bescheidenen Sinnes abgelehnt. Die Gemeinde wünscht ihm von Herzen einen friedlichen Lebensabend. — Zum Nachfolger ist ein Schüler der Kultusbeamtensihiile des Preuß. Landesverbands in Berlin berufen worden. Heilbronn. Am II. März sprach Erl. Hilde l’eiscr'. Stuttgart-Heilbronn. iin Rahmen dc- ..K r a u e n v ereins“ über ..E d m o n d F I e g und seine Werk c“. Sie schilderte die Jugend Flegs mit ihrem Suchen nach religiösen Erkenntnissen. um dann zu einem bewußten Judesein zu führen. Die Rednerin zeigte dann an Flegs Werken. hauptsächlich an seinem ..Warum ich Jude bin“ und an seinem ...Moses“, wie Fleg die hohe Ethik und sittliche Kraft des Judentums erfaßt und uns vermittelt. Die Gestalt seines Moses er -teilt ihm aus der Vereinigung der schriftlichen Leberlieferung mit Mythen und Legenden und sein Buch, geschrieben um die Sendung dieses begnadeten Führers, steigert sich zu einer Vision des Yölkerfriedens. Die junge Rednerin verstand es ausgezeichnet, die angeschnittenen Probleme aufzuzeigen und sie mit gutem Stil und einer Sprache, die sich oft fast bis zur Rezitation steigerte, zu vermitteln. Der starke Beifall bewies ihr die Dankbarkeit der Zuhörer für den außerordentlich interessanten .Abend. Heilbronn. Der Bund jüd. Jugend ..Montef i o r e“ veranstaltete am 13. März im Festsaal der ..Harmonie“ ein Purimfest. zu dem sich June lind alt in großer Zahl eingefunden hatte. Nach einem einleitenden Klavierstück. Webers ..Aufforderung zum Tanz“, von Frl. Hanauer gut gespielt, würdigte Dr. Lutz Rosengart kurz nie Bedeutung des Festes und erinnerte daran, daß der Bund unter dem Namen ..Jüdischer Schülerbuncl“ vor etwas inehr als zehn Jahren gegründet worden sei: was man in all dieser Zeit, in welcher der Bund die verschiedensten Stadien durchlief, „erreicht“ habe, sei kaum zu sagen, aller er glaube an eine starke Zukunft des Bunds, der. die höchsten Ideale vor Augen, mutig seinen Weg weitergehe. Schließlich gedachte der Redner des früheren „Monte flore-Vereins“ und seines ■ Gründers, Oberlehrer ZU BILLIGEN PREISEN HERRENZIMMER EUQEN MAAS SPEISEZIMMER SCHLAFZIMMER SILBERBURGSTRASSE 96 TEL 62204 DEKORATIONEN