Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VI (1929-1930)
- Issue
- 24 (18.3.1930)
- Date
- 1930-03-18
- Page
- Seite 324 (sequence 6)
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schichtlicher Erc-igiii>;»e und <1 it* Schildc-.rung religiöser Persönlichkeiten. Kr forderte mehr Schultals Erbauung. vor allem aller eine erhöhte Betätigung der Jugend im Gottesdienste. Rabbiner l)r. Auerbach findet die Schwierigkeiten der religiösen Kr/ielniiig weniger in der Zweifelsucht der Jugend. als in der Gleichgültigkeit der f Item An der weiteren Aussprachebeteiligten -ich I n I .i ii der. Krau l. u c i e l. e v v . die cor allem die Zulassung der Kinder /um Svnagogengiittc-sdieii't an den hohen Feiertage n w naschte. 1, o I d s ch m i d t, der für fliehendes hebräisches I esen eintrat: Krau low i II s k c . Hugo I) a - c i d ' o Ii n . Krau I )r. L i n s t e i n und K. I e Ii - Jtu .1 ii ii. I ).ic idsolin empfahl, den Kindern an den!leihen l eiertagen die Plät/e unmittellmr am Altar /u überlassen. I ehniaun wünschte, daff die Lehrer auch all Sport und Spiel der Jugend leilneliinen. uni -<> >-ii, freundschaftliches Verhältnis /wischen Lehrern und Schülern /u schaflen. /um Schlüsse falfle der Stadtrabbiuer noch einmal «die Vnregiingen des Alreuds /usanimen. I i schloff mit der Bitte, daff die Litern an der leblosen l nterweisnng der Kinder erhöhten \iileil nehmen mul dadurdl die Vrhc-it der -sdinlc «in der Jugend fördern. Der Abend hat in dieser Richtung wesentliche fort schritte ge /■ nigt. Stuttgart. -Studientag n n g /ur J u d e u - f i «i g c. Neun ’. bis V Mär/ hielten die cier Jiideumi"ioii'gcsel|schuften in Deutschland und in der -Schweiz e ine gerne iiisame Stiidientagiing ab. Sic begann nach den üblichen Begrüßungen mir einem Vortrag des Pfarrers A'kani über seine Kci'eeindrtitkf in Palästina. A'kani hatte diesen Voitrag an Stelle des cerhinderten Pfarrei s |- a b e r. Korntal. der den Lesern unserer Zeitung bekannt ist. übernommen. Der Vortragende äußerte sich in wenig erfreulicher Weiseüber die derzeitige Arlw-it der Juden im Heiligen Lande. Besonderes Interesse rief der am Dieii't.ign.ichmittag con I Ir. Martin B u bei cell.diene Vortr.ig über ..Die Seeledes Judentum'" licrcor. dem gegenüber Prof. Di. V Kbherle. Ba-c I ein Referat über „Die Seeledes ( h r i ' t e n I u III s " gleidi'am als Vntwort auf Bobers I )ai legiingen übernommen hatte. In seiner bekannten anregenden Weise schilderte Bubei die innere Gemeinsamkeit /w i'cfien C >ott und Menschen und die Lrlösung alc-w ige. niemals coll/ogene Zukunft, als wesentliche Inhalte de r Seele de- JndcntCiins. Kr schloff s,-ine D.irlegunge-n. iiachdc'tn c-i die l nter- '«fdc-dc cl.11 gestellt, mit dem Hinweis, daß zweierlei dem Judentum und dem ( hri'tentum gemeinsam ist das Buch und die- Lrwariung. Kr forderte I lirfurchl cor der fremden Wahrheit, ibei nicht matte- Tnlcr.in/ in dei Krkenntnis. .1 Lift das llaii' unseres himmlischen Vaters uiidei' ist al' unsere menschlichen Grundrisse", "-ein Gegenredner cersuchte com Standpunkt sein« - Bekenntnisses aus Bubet' Darlegungen zu < utk lüften. In dei Au."piathe äußerte 'ich Buber iber.iii' leinperamentcoll gegc-nülier einer Vc nlfi lang de s Professors Jeremias. Leipzig, ge-i n die Ide eder Erbsünde. Kr endete seine I tklariing mit einem stark w irkendc-n Glaubensbekenntnis: ..Gott i-1 nicht stumm geworden, wie hoberle gesagt, sondern w i r sind taub und hören eien immer redenden Gott nicht. Wir glauben an die ewige Offe nbarung, d. h. die ewige Begegnung göttlicher Wahrheit mit menschlicher |-1 kenntni'." Die weiteren Referateder Tagung uitti n i im n rein theologischen Inhalt. Stuttgart. In der ordentlichen Mitgliederer- '•i m ml urig de- ..V e r ii n ' J ii il i s ch e s S ch w e- 'ternhei in" macfite der Vorstand. Rechtsanwalt Dt. (i ii n/c n h a ii 'ir . unter Hinweis ans die gedruckt cerliegenden Berichte des \erw.ultmig'i.ites und Kassiers dankbar anfgenomiiic'iie Vii'fiihriingen übe r die gedeihliche Arbeit im Verein. Die liingebiing'colle Tätigkeit der Schwestern und die sparsame- Wirtschaftsführung verdienen colli- Anerkennung. Die Kinnahmen und.Ausgaben bilanzieren mit cOOOO VIk Besonderes Augenmerk richtet der V erwaltungsrat ahf die Stärkung des Pensionsfonds, um die V ersorgung der Schwestern für die- Zukunft /u sichern. Dem V or't.uul und Kassier winde Kntla'tung erteilt. Der Mitglic-dc-rcersamnilung scJiloß 'ich ein aus Anlaß des 23jährigen Bestehen' des Schwe- 'ternheinis veranstalteter Festakt (s. Sonder- bericht) an. Der Verein kann als werte ollsten Posten in seiner Bilanz die Sympathie und Anerkennung weitester Kreisebuchen. (Iberschwester Krän/iska wurdeder Titel Schwester Oberin verlieben. VI. O. Stuttgart. Ka s ch i n g s ve r a n ' t a I t u n g des ,.K a m i I i e n - \ e r e i n K. V. . In den Sälen des .Stadtgartens hielt der Verein am 22. Februar sein diesjähr. Kostümfest ab. unter dem Motto Im Zirkus Familien! . Schon im Vestibül wurden die zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäste durch einen famos aufgemachten Zirkushingang überrascht, zumal vier ..Zirkus-Angehörige" ia entsprechenden Kostümen den lustigen Begriißuiijttsrummel mit viel Geschick durchführten. Im Saale sah inan dann einen richtigen Zirkuswagen, der allgemeinen Beifall fand. Die Bühne war in ein Zirkii'/elt verwandelt, worin - 324 - sich später ein ganz vorzügliches buntes Progruiuin abspielte. Das Programm wurde von den Familien-Girls“ mit einem schmissigen Tanz eröffnet, den Frau K. H oderlein und M. Pole o r n y einstudierten. Beide gefielen auch selbst in einer originelle n Tanzschöpfung (Vogel-Duett) außerordentlich. Die Haupt-Attraktion bildete der Clown von Fritz Sdiätzler von den W’ürlt. I.andestheatern. der durch schlagfertigen Witz und Humor die Zuhörer ganz in seinem Banne hielt und großen Beifall erntete. Frl. Lore Bailmann tanzte zusammen mit Herrn Pokorny einen rassigen Niggertanz. Von den übrigen Mitw irkenden seien noch besonders erwähnt; K ran Gran als lustige Akrobatin. Frl. Heddv Simon als tapfere Dompteuse-, die ihre zwei kleinen Bären glänzend dressiert hatte; Frl. Margret W e i I als musikalisches Medium, das auch im Trance-Zustand noch entzückte. Außerdem machten sich verdient die Herren Bach und G ran. letzte rer als Zirknsdirektor. Paul W olf als kühner Seiltänzer: ferner die Damen l.isu K i ii s t e i n . Kilo K m r i ch . Ruth I ec j . I. i s c- I. ö w e n s t ci n . Lotte Metzger. Hilde Jacobs. Lotte Simon als lustige Clowns und (Uris. Das Gesamt-Arran gement und die Leitung des AIh-iicIs lagen in den bewährten Händen von Krau K rna B a d m a n n Gründliche Handelfku ne (Bachffihning, Stenographie, Masehinen- Riahtig-Schönaohreiben) 37Jihiige Praxis Handelsschule Paul Vogel Friedrichstrafte 13, Telephon Nr. 25087 und Herrn Fried r. B rod u. Es herrschte echte, fröhliche Kamee aisstimmimg. zu der die Kapelle- Krämer mit ihrem ausgezeichneten Repertoire das ihre beitrug. Der Verein darf stolz auf diesen wohlgelungenc-n Abend zuriickblickcn. Stuttgart. Iin „K n io n k I u l>" hielt Konsul Max Straus in der ihn aiiszeichnc-iiden lebhaften und anregenden Form einen Vortrag über clen Philanthropen Dr. Paul Nathan. Er schildertedas Eelreii dieses großen Mannes, sein Eintreten gegen die Blutbeschuldigung und seine bleibenden Verdienste um das deutsche Vater land. Er schloß den mit herzlichem Beifall auf genommenen Vortrag mit einer Darstellung von Paul Nathans Anteil an der Schaffung des .«Hilfsvereins der deutschen Juden“ und seines russischen Hilfswerkes. Dr. Rieger dankte ihm im Namen des Hilfsvereines für die überaus wert- CANNSTATT Cusifift, WaibUagentr. 7 Einzige rein IromOopatMsdie Apotheke UOrttembergs horaöopathisdiG Zentralapotheke L!LL Vorbeugungsmittel gegen Grippe and Halscrkranknngen Drogerie E. Wegele, Königstrasse 46 AUTO Telephon Nr. 50482 CANNSTATT GROSSE Reparaturen Fische, Wild, »glich ■ dCnflQT frisch gsschlachtstss u. geachüchtetea Oeflügal - Lieferung frei Haus HohsnstaufenstraBs 24 - Lager KarlstraBe 40 Fernruf 60661, Malermeister W. 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