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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1930-03-18 · 24 (18.3.1930) · p. Seite 323

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VI (1929-1930)
Issue
24 (18.3.1930)
Date
1930-03-18
Page
Seite 323 (sequence 5)
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323 Jahre ehrenvoller Betätigung zur Freude seiner vielen Freunde und zum Glücke seiner Familie beschieden sein! Dr. Sigmund Weil ist am 27. Mürz 1860 in Aufliausen geboren. Bereits in seinem dritten Lebensjahre kam er nach Stuttgart. Nach seinem Abitiirientenexumen ging er 1878 nach Tübingen, um Rechtswissenschaft zu studiere», Nachdem er sein Militiirjahr abgedient, ging er zu dem Studium der Medizin über. Fr prontov ierte 1884 in München. Zu seiner weiteren Ausbildung war er in Wien, dann als Yolontürärzt in Schussenried. in der hiesigen llebaminenschule und hierauf im Fatharinenspital bei l)r. \on l.andenberger und Dr. von Burkhardt als Assistenzarzt tätig. Unmittelbar nach dem Ausbruch des Krieges stellte er sich dem Heere zur Verfügung Kr leitete eine Abteilung im Falkertluzarc*tta Hier »n1- ->*«p->* als C >»-k 7-, ». . 1912 erhielt er den Titel eines Sunitätsrates. Seine Wirksamkeit in den jüdischen \ereinen begann er 189h im Ausschuß des „Israelitischen Waisenhauses“. Kr betätigte sich hier luwvetrrugend bei der Krstellung des neuen Heimes. Ziiiii Dank für diese Wirksamkeit wurde er zum Khrenmitglied des \ereins ernannt. Seit 1892 arbeitete er im Vorstand des Isr. Rrankcuiinterstüt/ungs\ereins“. zu dessen Khrenmitglied er 1928 ernannt wurde. Im Januar 1922 wurde* er in das Isr. Gemeindevorsteheramt gewählt, dem er bis zum Kode des Jahres 1929 a»gehörte. Ks wurde allgemein bedauert, dal! Dr. Weil eine Wiederwahl ablehnte. Seit der Begründung des .. W ürttembergischen Landesverbandes der Isr. Wohlfahrtspflege“ gehört er dessen Ausschuß an. Sein besonderes Interesse widmete er dem im Oktolter 1923 begründeten Arbeitsausschuß des Isr. Fürsorgeamtes. In allen diesen \ ereinigungen stand Dr. Weil an leitender Stelle, stets gern bereit, opferfreudig initz»raten und mitzuwirken. Wahrlich. ein reiches, gottgesegnetes Leben mit wertvollem Inhalt! Kr darf mit berechtigtem Stolze auf sein Lebenswerk zuriicksdiauen und hat ein Anrecht auf die dankbare* Wertschätzung seiner Gemeindegenosse» wie aller Mensehenfreunde. Mögen dem waeke-re*» Manne* mich viele* frohe* und gesunde Jahre vergönnt sei»! Stuttgart. De r n e u c* F r i cm| h o f der Stuttgarter I s r a e I i t i s ch c* n r. e* in e* i » el c*. Der älteste jüdische Friedhof in Stuttgart, der lloppenlaufricdhof. ist seit der Krrichtung der großen Friedhofsanlage auf der Prag (1873) nur noch für Bestattungen in Krbbegrübnisse» benutzt worden. Als dann das große Areal auf der Prag erschlossen ward, wurde der israelitischen Gemeinde ein für die damaligen Verhältnisse sehr geräumiger Teil der Friedhofanlage überlassen. Wenn auch dieser Teil noch Raum zu Bestattungen für etwa sieben Jahre bietet, so war es doch eine Aufgabe der Gemcinüev erw altung. sich rechtzeitig um ein Gelände zur Anlage eines neuen Friedhofes umzusehen. Die Gemeinde hat deshalb von dem Gebiet, welches die Stadtverwaltung für den Steiuhuldeufriedhof bestimmt hat. wie schon mitgeteilt, ein Gelände* von 200 a zu einem (lesamtpreis von etwa 110000 Mk. gekauft. von dem zunächst 100 a zu Friedhofzveecke» hergerichtet werden sollen. Der Kaufpreis beträgt 3.3» Mk. für den Quadratmeter. Kr ist in zwei Hälften an die Stuttgarter Stadtverwaltung zu be zahle». Ks muß dankbar anerkannt werden, daß die Stuttgarter Stadtverwaltung der Israelitischen Gemeinde in der Krfiillung ihrer W iinsche und Forderungen bereitwillig entgegengekommen ist. Die* Friedhofsabteilung des Vor steheramts. welche die Verhandlungen mit der Stadtgemeinde, geführt und die Interessen der Religionsgemeinschaft bestens vertreten hat. verdient die* Anerkennung aller Gemeindegenossen. Der Vertrug zwischen der Stadtgemeinde und der Isr. Religiousgemeinde ist bereits vom Gemeinderat und vom Israelitischen Oherrut genehmigt worden. Stuttgart. K I t e r n u b e n d. Die I ntel richts- und Jugendabteilung des \orstcherumtes der Israelitischen Gemeinde hatten die Klier» zu einem Klternnhend eingeladen, der um Dienstag, den 23. Februar, im kleinen Saal des Gustav Sigle-Hauses stattfand. Fine erfreulich große Anzahl der Fiter» der jüdischen Schuljugend hatte der Kinladung Folge geleistet. Nach einer Begrüßung durch den Studtrabbiner. in der er auf die große Bedeutung der Klternubende als Bindeglied zwischen Schule und Klteri^iiaus hin wies, hielt Religionsoherlehrer J a f f e ctin mit großem Beifall aufiteiiommenes Referat über die* Frage, wie die Schuljugend zur religiösen Betätigung heranerzogen werden könne. Der Redner ging davon aus. daß das Verlangen nach religiöser Vertiefung erst wertvoll wird durch die religiöse* Betätigung. Die Gewinnung der Jugend für die religiöse Betätigung ist ein ernstes Problem vor allem für die kritische* Phase* der Reife*- Die droBe 5Sftzer Limusine braucrit auf 100 km 9—10 Lit. 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Leider fehlUcler Mehrzahl der Kltjern die rechte Kinsicht für die- Bedeutsamkeit j dieser Kinrichtung. die gftr nicht hoch genug »ingeschätzt werden kann. Der Redner machte Fine* Reihe Vorschläge für den weilewe» Ausbau dieser Gottesdienste, die über ohne* die* Mitwirkung der Kltern zur Unwirksamkeit verurteilt sind. Schule und Haus haben auch hier das gleiche IInteresse zu wahre*». Ihr gemeinsames Ziel i(*t. die Vertiefung und Bereicherung der heranvv ejehsendeu Jugend. , Als Vertreter der Jugend äußerte* sieh als e rste*! in elj-r Aussprache* Krnst Kahn. Hr wünschte* für die* Jugendgottesdienste statt ilejr moralisierende» Ansprachen die* Darstellung ger- Die bekannte Handelssdiule C. G. Zimmermann Stuttgart Schloßstraße 48 Kernr. *23238-?!# beginnt Anfang ApPll mit den bewahrten Handelsklassen mit Uebungskontor — 9 und 6 Monate — Am 17. 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