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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1929-12-16 · 18 (16.12.1929) · p. Seite 249

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VI (1929-1930)
Issue
18 (16.12.1929)
Date
1929-12-16
Page
Seite 249 (sequence 3)
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3mHme 9(KI«tawr, AteUoMt KtfUrt t» 71 gebennlatzrr Redner bot Ministerialrat Tr. Otto Hirsch ei» meisterlich ausgebautes Referat über „Die Ausgaben der L a n de s v e r s a m m l u n g". Die Ber fassung ist nur der Rahmen, den mit lebendigem Inhalt zu füllen, Ausgabe der Gremien und Berwal- , tungsbehörden ist. Die Bersassung hat sich bewährt, so daß tiefgehend« Abänderungen nicht geboten erscheinen. Drei Punkte aber sind es, mit der sich die Landroversammlirng zukünftig doch wird zu befassen haben: l. Heraushebung von Stuttgart bzw. den Großgemeinden, obwohl Schwierigkeiten durch gleichmäßige Behandlung der Groß» und Landgemeinden bis jetzt nicht zu verzeichnen waren; - 249 - 2 Gewährung de i passiven Wahlrechtes an die Frauen, auch für d e Borsteherämter. Redner, enip ■ stehlt den Frauen, * rößerc Intensität, alt bisher zu entwickeln. Sie solle» nicht nur Mitarbeiten, wo sie willkommen, sondern euch da, wo sie nur geduldet sind. Dann dürste nach bt« Redner« Ansicht diese Frage in für di« Frauen günst gem Sinne erledigt werden; 3. Lin Antrag, „«Steuerzahlern, deren Berpslichtung btlo/o der Steuersum ne übersteigt, eine Mehrzahlung zu erlassen" dürfte an der Staatsversossung scheitern. Zur Rabbinerun> Lehrer-Dienstordnung liegt ein Antrag beim Oberrat vor. Gegen eine Regelung der 9V Jahre alten Gottesdienstordnung ist der Redner, da diese durch die Praxi « so fest gefügt ist, daß Debatten nur zu Unfrieden f ihren könnten. In Fragen der Steuerpolitik bekennt sich Referent zu dem Grundsatz der Sparsamkeit, die aber ihre Grenze findet, sobald es sich um lebenswi htige Fragen zur Erhaltung des Judentums handelt, siabbiner und Lehrer dürfen nicht schlechter gestellt sein als in entsprechenden Stellungen stehende Staatsbeamte. Eine der schwierigsten Fragen ist die Erhaltung der kleinen Gemeinden. Wenn Aus» sicht vorhanden ist, bas Beischwinden einer Gemeinde durch Anstellung ein« s Lehrer« zu verhindern, so darf das Gebot der Spirsamkeit nicht davon abhaltenc All« anderen Ausgab« n ergeben sich zwangsläufig. Mit Bedauern stellte der sichtigten Reichrarbei «gemeinschast fest und legte entschiedene Berwahruns einer solchen unsere gestellt werden. Für und Lehrer sei durch kursen bereits ein we dagegen ein, daß bei Bildung Organisationen in den Winkel Hebung der Qualität der Rabbiner die Einführung von Fortbildungsientlicher Schritt getan, und es sei mit Genugtuung fe tzuslellen, daß die Kurs« duvch eigene Kräfte geleitet der Ruf einer zwar wußten Gemeinschaft «erden. Mit Recht genießen wir kleinen aber festgefügten, zielbe Stürmischer Beifall dankt« dem Redner für seine gehaltvollen und klaren AuSsührun gen. Das zweite Reserai über „Tie Ausgaben des Gemeindevorst «Heramt«" Halle Eduard Redner das Scheitern der beab, Glass i Stuttgart/N ü Welt ittnachtbau | Spezialhaus kür I Herren' und 1 Knabenbekleidung Weil übernommen, der gleichzeitig für da« Borsteher anll und die Landesversammlung kandidierte. Durch diese Toppelwavl soll eine wirkungsvolle Vertretung de« Stuttgarter Borsteheramtc« in der Landesversamm«- lung bezweckt werden. Eduard Weil, der durch seine langjährige, tatkräftige Mitarbeit im Borsteheramt sich schon große Verdienste erworben hat, betonte in erster Linie die Pflicht zur Sparsamkeit, die aber nicht an fal scher Stelle geübt werden dürfe. Als eine brennende Angelegenheit »zeichnete er die Frage der Errichtung eines neuen Friedhofs, da der alte nurmehr für acht Jahre ausreichi». Aus Wunsch des Borstchers Karl L e v i verzichtete der Redner aus weitere Ausführungen in dieser Angelegenheit im Hinblick auf die z. Z. mit den städtischen Behörden gepflogenen Bcrhandlungen. Dagegen trat er kraftvoll für einen Reubau des Gemeindehauses ci)>, dessen' Rolwcndigkeit er zu belege» vermochte. Zur, Errichtung eine« Baufonds müsse als bald geschritten» werden. Weil erkennt die wesentliche Besserung der Verhältnisse im Religionsunterricht an, verlangt aber, daß dieser Frage auch weiterhin besondere Beachtung geschenkt werde. Durch Borträge sei das Interesse her Jugend für die (Gemeinde zu erwecken und zu starken. Das Fürsorgeamt habe die Pflicht, die Ortsarmen zu versorgen. Ter Beschluß, des Wegfällen« der Spenden beim Aufrufen zur Thora zwinge zu neuen Maßnahmen zwecks Ausbringung der für die Wohlfahrtspflege benötigten Mittel. Tie Anregungen de« Redners fanden allgemeine Zustimmung, was der starke Beifall bekundete. 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