Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VI (1929-1930)
- Issue
- 12 (16.9.1929)
- Date
- 1929-09-16
- Page
- Seite 163 (sequence 7)
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QUiMuXM&tflfitoocti'ihtl)oh4~ (JSjgifmt’^ßoieax wci&atUU* ücu**H*n4*OM4$$»$fyciM 4h&**Uf. Aber tyustp -Borax muß es sein fn der bekannten roten Originalpackung. Überall erhältlich.' Lehrperson angestellt sverde, die der Regierung geeignet erscheine. Regensburger wählte den Rabbinatskandjdaten Jakob Stern aus Niederstetten zum Lehrer des Beth-Hamidrasch. Die Regierung erteilte tzaraus am 12. April 1873 die endgültige Erlaubnis zur Errichtung der Anstalt. Damit schließen die Akten. Bon einer tatsächlichen Eröffnung des Lehrhauses, von einem Beginn des Unterrichts berichten sie nichts mehr Wie kommt das? Ein Grabstein auf dem Haigerlocher „Guten Ort" deutet es an; die alten Männer der Gemeinde berichten es ausführlicher: Alles war zur Ausnahme des Unterrichts im neuen Lehrhause vorbereitet. Mitte Mai sollte es eröffnet werden. Ta brach Jakob Regensburger am Jahrestage seines Vaters, am 30. Mai 1873, am Grabe seines Vater» zusammen. Ein Schlag hatte seinem Leben ein Ende gemacht. Mit ihm sank sein Plan ins Grab. Tie projektierte Anstalt ist nie eröffnet worden. Vielleicht war das ein Glück. Wohl verlangte das Statut des Lehrhauses, daß der Rabbiner ein Mann von streng religiöser Lebensführung sei, und der zum Sttstsrabbiner gewählte Jakob Stern entsprach damals durchaus dieser Forderung. Im Laufe der Jahre hat er aber eine derartige innere Wandlung erlebt, daß er in dem doch wahrlich liberalen Württemberg seines Amtes als Rabbiner (in Buttenhausen) enthoben wurde. Stern ist einer der beiden Rabbiner, die Chiefrabbi Hertz in London vor einigen Jahren als diejenigen nannte, aus deren Aeußerungen hin die Schweiz das -r 163 - Schächten durch Bolksbeschluß verboten hat. So bedauerlich es also astch ist, daß der fromme Plan des Jakob RegenÄUrger scheiterte, so'sehr ist man doch geneigt, zu sprechen: „Gam su l'tauwoh". Auch das wär zum Guten! QM Aut iVftirrrlrrrfVwTrWv Stuttgart. Tie Feier des 200. Geburtstages Moses Mendelssohns fand an SamStag, den 7. September, im Gotteshaus der S uttgarter Religionsgemeinde im Anschluß an den Gott:sdienst statt. Sie tvurde durch Chorgesang stimmungstoll eingeleitet. In seiner Festrede ging der Stadtrabl iner von den verlesenen Schristworten aus: „Ganz sollst du dem Ewigen deinem Gotte angehören." Er sc^lderte die Einheit von Lehre und Leben, von Gottl s-Gebot und Weltgesetz -in der Persönlichkeit als den Erweis ihrer echten Religiosität und stellte dann Meni» lssohn als den klassischen Juden hin, der diese innere E nheit erlebt und verwirklicht hat. Er stützte sich dabei «us die Worte Mendelssohns im zweite» Teil« seines Werkes Jerusalem: „Schicke dich in die Sitten und in die Berhältnisse des Landes, in dem du lebst, aber halte dich standhaft an die Religion deiner Bäter." Währe, d man heute die angebliche Unvereinbarkeit der jüdischen und der staatsbürgerlichen Forderung so oft vkttritt, ihat Mendelssohn durch sein Leben ihre har nonische Vereinbarkeit erwiesen, für die Juden der ideale »or- Urbild der Verbindung zwischen rntum. Aber darüber hinaus ist Mendelssohn der geistige Urheber des politischen und kulturellen Aufstieges der Juden der ganzen Erde geworden, die nach seinem Worte ihre Linder zu jüdischen Persönlichkeiten Und zu nützlichen Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft herangebildet haben. Turch die Gründung von Schulen, durch di« Schaffung von jüdischen Zeitungen, durch di« Erziehung der Juden zur Mitarbeit an allen Ausgaben der Kultur ist er der Schöpfer des Modernen Juden geworden, dessen Anregungen noch he^te segensreich nachwirken. Moses Mendelssohn gehört zu den providentiellen Persönlichkeiten der jüdischen Geschichte. Mit den üblichen Gebeten schloß die eindrucksvolle Feier. St*ttg«ttt. Tas „M oses Mendelssohn-Jubiläum" hat auch in der Stuttgarter Tagespresse erfreuliche Resonanz gesunden. Die Mehrzahl der hiesigen Zeitungen widmeten dem großen Inden und Philosophen ausführliche Artikel, in denen Mendelssohns Bedeutung für die Einbeziehung der Juden in die deutsche Kultur und sein Einfluß aus da» deutsche Geistesleben geschildert wurtl«. «Utttgart. Am 9. September fand im Hotel Wcstheimer die diesjährige!Mitgliederversammlung des „Ber- Er ist schon deshalb bildlich« Typus, das Deutschtum und Judsi Seil Uber TO Jahre bewahrt A HARDT Plaa*. e. neealfahrll» a OearSeSet UH ITUTTQÄlT . FareStr. Na. Ml KARL HARDT let die 1. Fabrik 4ea Laeda*. 8e HIT1 n «emaaaUSptdaMIlfcrenmim«Flappebaut Beete Oemdkr ftrgete, gediegene'/IrbeU. 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Landesvcriammlung deren Präsident, k Julius Rothschild, für den Israel. Oberrat dessen Mitglied Leopold Levi und für das Jsr. Vorsteheramt und Iden Verein Jüdisches Lehrhaus Lberi rechnungsrat Meder teil. Auch waren Rabbiner Tr. Auerbach und R iA. Dr. Gunzen Hauser anwesend. Rach herzlicher Begrüßungswarten des Vorsitzenden Oberlehrer Roths child, Eßlingen, wies Leopold Levi daraus hin, daß!«r Israel. Oberrat immer Verständnis für die Aufgabe, des Vereins habe. Turch die Ausschreibung einer ständigen Lehrerstelle in Mergentheim sei ein alter W> nsch des Vereins erfüllt worden. Oberlehrer Rot jschild berichtete, daß die Mitgliederzahl dieselbe geblieben ei. Tie Frage der neuen Tienftordnung beschäftige di« i ehrer natürlich intensiv und es sei heute Gelegenheit gegeben, sich darüber auszusprechen, um dem Jsr. Oberri t die Wünsche des Lchrcrverein» bei der Beratung d« Entwurfs vorzulegen. Im verflossenen Jahr hat dar Jsr. Oberrat es ermöglicht^ daß «in Fortbildungskurs an acht Nachmittagen abgehalten worden ist, der von I Studienrat Tr. Conrad geleitet wurde und in die motzerne Psychologie einführle. Zu Ehren des verstorbenen! Mitglieds Ferdinand Heß-Würzburg erhebt sich di« Versammlung. Anläßlich de« Feriensortbildungskurses dis Jsr. Oberrats wurde die Kluft gekennzeichnet, diel oft zwischen Elternhaus und Schule herrscht. Dies ist (natürlich im Interesse eines gedeihlichen Religionsunterrichts sehr bedauerlich, und solange ein Zwiespalt zwischen, Elternhaus und Lehrer besteht,' ist auch ein Erfolg Ides Unterrichts in Frage gestellt. Die Frage der zukünftigen Lehrerausbildung berei, tet dem Verein lernstliche Sorgen. Tarüber, daß unser« Religionslehrer dieselbe Ausbildung haben müssen wie die Bolksschulleltrer, dürste kein Zweifel bestehen. Wenn für die Bolksschullehrer ein akademische« Studium vorgcschrirben wir», so darf auch sür die Religion», lehrer keine A«nahme gemacht werden. Warme Won« de« Gedenkens isand der Vorsitzende für die jüngsten Vorgänge in Palästina. Nach weiteren Ausführungen verschikdener Rtzdner berichtet Oberlehrer Spatz-Rexingen über di« I Dienstordnung. Er bejahte die Notwendigkeit einer neuen Dienstordnung, da die bisher vom Jahre 1811 geltende veraltet sei. Er wünscht an Hand des Entwurfs verschiedene Aenderungen, insbesondere kittete ler ein: Klärung darüber, welch« Stellung der Lehryr, der in den rabbinerlosen Gemeinde» die Ausgaben es „es Geistlichen habe, in der Ortsarmenbchörde bezw. jim Fürsorgeaml einnehme. Er wünsch» auch, daß in jZukunst der Religionslehrer das Recht haben soll, dick Konfirmation von Mädchen »orzunehmen, da ja auch der Unterricht ihm übertragen sei. Im Großen und Ganzen betrachtet er die neu« Dienstordnung ils brauchbar und spricht dem Vorsitzende» der Kommissio t, Rechtsanwalts Tr. GunzenHauser, den Dank für dies« Arbeit au«. Nach einer Aussprache geht Tr. Gunzenhauser aus 3)Imn ien DriKocn grretsfte in# 4Xm#( BLU KONI find. «1081IA HENFI8CHEB Ul TKL 80071 ■tat« preiswert* OMohankal Original- Junker u. Ruh-Gasherde Prometheus QashelzOfen j Komplette Kücheneinrichtungen Auf Wunsoh bequem# Zahlung*-Bedingungen ichenmayer RotebOhMh 7 Tel. 61254-56 Ledenjvaren, Koffer jBuchmüller & lohn jKarlstr. 15 17, Fernspr. 24308 Besuchen Sie isere Austeilungsräume und Musler- Zjmmer, Sie finden in jeder Preislage is Sie suchen, und werden fachmän- :h beraten, bei mobeiUkoch. «