Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VI (1929-1930)
- Issue
- 11 (1.9.1929)
- Date
- 1929-09-01
- Page
- Seite 146 (sequence 4)
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. - 146 FRITZ BERGER STUTTGART e Feinfte Herrenjchneiderei MARKTPLATZ 4 für den verwöhntesten Geschmack SchUlehaus Lager^ ng - Sc^uistr. - Anruf 25099 in deutschen und •ngli«ch«n QualICÄtaatoffen '•‘■uii und ivrfttai]>?rDiiiijir(iru veröfseiulicht reim fi'icn Tickiliingen crfcfiirncu im „Jvtätifi ii.1;;i v.iiiiininlmnitncl)Seine erite größere T ich fiii::t war „Tic Vorsebuiig, ci» Lehrgedicht a» ‘ietne Miibürger unter dem Truck kümmerlicher;KH" 1772 in Hildbiirghansen . Auch eine Neide ialirischer und Immoriftiicher Tichtiiugeu ift von .'Im ‘I. '.Ingim luiirr fi-icrlirtj.'i Sd'Iui; . ■ in ’iiridi Uii!■'i vict'nitn*1!>rs 'l'iitl,-:- Erweilerung ■ c - ro i ■ V! * ii c y ..i,n Tie i;.n um n;} .illo 2tuf f: fa!-?!’ - .- .t jiöii.fi." ii tu en'ülleii £ rflanc ii»9 Cot 3iat, der alle liiiiiJ! ju'ummciitriii, >as in je ■„ •; i,' 'de APniiiiislralive Storni ■■ (fri’uiip. Sie.in Permanenz itr im,ä fr;r iiii!<ii-:.ifki ,aile jührl. Tie : ■.'■!!;!niitiiiiip.il Xomiieee criolflt dirrai ■ «um, i? 'iipiiiüfii aus ihrer Mitte >?a!tte. Sie Nnlilzionislcn die andere ■ ii» ir . ” Jedenfalls ioll Sieier Modus für erste lyrtfiitis: der '.t.inten manqcbend fein. ipaiei.;V5ft’n >on der Rai die gesamle . * :::••• ans seiner Mitte ^emein'am wählen, r e Iisi.i adndaei wira vopt Stere» -L'aiei- '?'ni ieinanzorcian de^r ^ewi'li Ajienev ab' a » wni c-,r EaS nkaui aus Mitteln "i aeku ,™ den Aam.'N des Ralionali! das uiiper.iiii', ,' e>e Sigemum de» jii- .n n i-ol!es Ci.-e Äenderung der Berfa»- ,1, ' "S kann nur mil ,t,weidriiielln,hr .! ' .r„ einer Ae -eerring der BefliM i,i.e-, ..,ü der Praiidem -er Zioniittictien Lr a-"- >!!-".! .li.'ich »eilig Prä'illeiri der ^iewiid ei . ne -u. soll iu . T eivierrrlinedrheil er I i '.'ui Ar r iron Sieier Benimmung xfi T ilie.i-e der neuen Äe.n.e ein Zeugnis da '.v 7ier valrri'^e ,r!ri"smus der früheren n . >e .’r Bergan i: 'i: a .a .iöri rd- I perorr-'iiiliMe» Iiaaiiiehenv IM Auszug e-eeii. die bei Ser Eröiiliuiigsilkung e 1.S am Ii Augun gcdalleu wurden 1 e- .^i, rreu e-s ff;- -:.i, zukünftige Beden i " ■? auf ' .n Boden d,. I wiili Agenen a e „ > , i, Palasrinawerksi ihm uerfaftt ltmbnt. Leine Sprache und Aus« drudsform ist nicht ohne Reiz und Witz. Lein Hauvlwerk bleibt allerdings sein „Mönch vom Libanon". Es verdient, im Jubeljahre M e n d c l s s o b n s als ein wertvoller Beitrag zur Zeitgeschichte aus der Vergessenheit g c w e ck t zu werden. Wir alle süblen. dast wir Heine einen großen Tag erleben, und ich möchte versuchen zu sagen, worin ich die Größe dieses Tages sehe. Ich sehe Sie Tragik des modernen Juden darin, daß er wohl eine Nation repräsentiert, aber eine Nation, welche atomisiert ist. Ter einzelne Jude ist rereinsamt und er leidet die Not der Vereinsamicn. Tiese Not hat sich zu einer tragischen Situarion gestaltet. Wie sollte aber ein Ausweg geschaffen sein, ohne zur Errichtung eines eigenen Heim» zu kommen? Ter Mann, welcher dies mit voller Klarheit gesehen hat, war Herzl.. Was er gesehen bat war so einfach und wir haben ihn doch nicht verstanden. Tenn nur ein kleines Häuflein von Männern hat fich um ihn geschärt. Er sah, daß ein gemeinsames Werk nur möglich sei, wenn sich daS Volk selbst jene Gemeinschaft schaffen kann, welche die Vereinsamung des Individuums aufzuheben imstande ist. Er sah auch mit dem sicheren Instinkt des politischen Geistes, daß dieses Werk nichts anderes sein konnte, als' der Ausbau P a l ä st i n a s. Fast alle von uns sahen das nicht. Fast alle Juden haben ihn bekämpft, in der Angst, ihre bescheidenen Positionen in ihren Wohnländern zu verlieren oder zu gefährden. Herzl wußte, daß dem nicht so war, und fing mit einem kleinen Häuslein Getreuer das schwierige Werk an, welches zunächst vom politischen Gesichtspunkte unmöglich schien. In diesen Tagen aber sehen wir, daß er gesiegt hat. Wir sehen, daß alle Juden eingeschen haben, daß er die Erlösung gebracht hat. Und das wollen wir mit vollem Herzen anerkennen und uns vor ihm neigen. Ebenso wollen wir anerkennen, daß ein Groß teil der Schwierigkeiten, die sich auf dem Wege, den Herzl wies, türmten, unserem großen Füh rer Weizmann zu überwinden beschieden lvar. Wir dürfen auch nicht vergessen, daß der Palästinaaufbau nicht nur eine große Aufgabe für alle Juden bedeutet, sondern daß diese Aufgabe auch eist großes Geschenk bedeutet. Tas verdan ken wir nicht nur den beiden großen Führern, sondern auch der tapferen und begeisterten Minorität, welche fich Zionisten nennt. Wir andern müssen dessen eingedenkt sein, daß wir diesen. Männern unsere nationale Solidarität zu ver danken haben, und ich glaube, wir sollen dessen auch eingedenk sein, daß sie ein moralisches Recht habe», -auch in Zukunft bedeutenden Einftuß aus die Arbeiten, die wir leisten wollen, zu üben. * L6on Blum: Sic werden sehr erstaunt sein, aus der Tagung der Agency einen Mann zu sehen, dessen ganze öffentliche Tätigkeit und persönliche Arbeit der Sache des internationalen Sozialismus gewid met ist. einen Mann, von dem ich ehrlicherweise erklären muß, daß er niemals seinen Ursprung und seine Religion verleugnet hat, sondern im Gegenteil bei allen Gelegenheiten und in alle» Kämpfen mit Stolz auf sie hinwies. Und doch muß ich zugeben, daß ich von jedem Glauben und jeder Religionsübung losgelöst bin. - Es gibt Menschen, die in dem zionistischen Werk nichts selien wollen als den Ausdruck von jüdi schem Nationalismus und Fanatismus. Wenn dem so wäre, hätte ein Sozialist nichts dabei zu tun. Ter internationale Sozialismus sucht die Originalität aller Nationen zu wahren, die Integrität aller Sprachen, aller Kulturen und Ras sen, aber er versucht auch, sie in einer höheren Menschlichkeit zu vereinigen, er versucht, aus ihnen eine Harmonie zu schaffen, die alle höheren Gedanken des gemeinsamen Le bens umfaßt. Es geschieht, daß durch eine Art Wunder der Geschichte das jüdische Heim in Pa lästina, diese Heimstätte, bestimmt, die leidenden und verfolgten, aber auch die hesmwehkranken Juden auszunehmen, aufgebaut wird. Jaur-s hat dieses jüdische Volk einmal das große Opfer der Geschichte genannt. Aber durch alle Zer strcung und du«h alle Wechselfälle des Lebens ist der Geist der Nation intakt geblieben. Ter Judenstaat in Palästina, das jüdische Volk in Oie neugebildete Jewish Agency. 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