Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VI (1929-1930)
- Issue
- 10 (16.8.1929)
- Date
- 1929-08-16
- Page
- Seite 137 (sequence 5)
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Uutttart Matts*. tllihuw / TM. >8344/45 HECHINQEN / TÜBINGEN / SIGMARINGEN FOp dl« RdtlMlIl Reisekreditbriefe auf alle PUtze des In und Anslandes, Traveller Sdieafes, ansländ. Geldsorten, teuer- und dlebessldiere Stahlkammer blieben sie „eine exotische Erscheinung auf deutschem Boden und in einem unüberbrückbaren Gegensatz zu der jüdischen städtischen Bevölke rung". Ein neuer Weg kann damit dem deutschen Judentum nicht erschlossen werden, zumal diese Bewegung „in krassem Widerspruche zu der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands steht". Tie Entwicklung der jüdischen Landwirtschaft in Rußland und in den Ueberseeländern weist einen anderen Weg als einzig gangbar: die Ueberleitung jüdischer Arbeitskräfte zur Jntensivkultur, zum Garten- und Gemüsebau und — was Brutzkos übersieht — zur gärtnerischen Blumenzucht. Das ist an dieser Stelle anläßlich der Propaganda für die Siedlungsaktion des Frontbundes und anläßlich des Planes einer landwirtschaftliche Kolonie für jüdische Arbeitslose nachdrücklich ausgesprochen worden, hat aber heftigen Widerspruch von deutscher Seite gefunden. Um so interessanter ist die Tatsache, daß ein ausgezeichneter russischer Fachmann den gleichen Standpunkt fast gnit denselben Worten vertritt. Es ist hossentlich noch an der Zeit, die großen für diese beiden Zwecke benötigten Mittel, die zum Teil schon beschafft sind, nicht an ein Experiment zu verschwenden, das sicher erfolglos ausgcht. Wer jahraus, jahrein mit jüdischen Arbeitslosen und Wanderern zu tun hat, der weiß, daß sich unter diesen kaum ein Prozent befindet, das sich für die Landwirtschaft eignet, der weiß aber vor allem, daß diese jüdischen Arbeitslosen lieber auf der Landstraße verhungern, als daß sie in eine ackerbauliche Arbeitsstätte gehen. Tie Um schichtung von städtischen Juden und von Kleinstadtjuden zur Moorbauernkultur ist sicher eine schöne Idee, aber nicht mehr. Wenn sich in Südrußland und in Biro Bidschan scheinbar ein anderer Prozeß entwickelt, so handelt es sich bei diesen Kolonien um einen kleinsten Prozentsatz der jüdischen Gesamtbevülkerung der Sowjetstaaten, der in äußerster Notlage diesen setzten Weg versucht. Das Gleiche gilt für die jüdische Bauernbevölkerung Palästinas. Aber auch sie strebt zwangsläufig der Jntensivkultur zu, dem Weinbau, der Tabakkultur, dem Orangen- und Bananenbau sowie der Gemüsezucht. Tie kritischen Bemerkungen des russischen Sachverständigen sind praktisch von höchster Bedeutsamkeit. Hoffentlich werden sie gehört und beachtet. _ - 137 - nennen find, von denen diejenigen drei, weichst die meisten Stimmen erhallen, als gewählt gelten, während die anderr drei in der Reihenfolge ihrer Stimmenzahl als Ersatzmänner figurieren, entspricht dem Antrag, der s. Zt. von Ludwigs* burg gestellt wurde utzd dürste meines Erachtens analog auch auf die Wahlen zur Landesversammlung ausgedehnt werden. Max Dreyfus. QIM 4m WUtUumStunt# Stuttgart. Tiksrr Tagt des „Vereins i f t. der fl" veranstaltete Reihe endet, um deren Zustand« des Vereins, Oberlehrer Eßlinflen, besonders verdi früher schon mitgeteilt, kannte Studicnrat Dr. E der in weilen Kreisen den Fachgelehrten genießt. Di« wurde die aus Veranlassung iehrer in Württem« psychologischer Borträge bekommen sich der Vorsitzende Theodor Rothschild, nt gemaiht hat. Wie hier var als Referent, der beo » r a d gewonnen worden, Ruf eines ausgezeichneten Borträge fanden allmonatlich statt und wurden von einem großen Teil der isracl. Lehrer sowie Aeijtnst und christlichen Pädagogen besucht. Dank der finanzielles Beihilfe des Ist. Oberrats wurde auch den fern von ( Stuttgart wohnenden Lehrern der Besuch de» Kurses Ermöglicht. Rabbiner Dr. Schorsch, Hannover, der dem „Lerein israelitischer Lehrer in Württemberg" in früheren Jahren als Mitglied angehört«, hielt am letzten Lehrtag ein interessantes Korreferat, das, wie dse immer klaren und interessanten Ausführungen des Äirsreserenten Dr. Eonrad, lebhaften Beifall fand. Stuttgart. Die hitzige Ortsgruppe des „Central- Vereins" versammelte vor kurzem einen Teil der erwachsenen Stuttgatter Jugend zu einem Bortrags- Rachmittag, dessen Leitung Ministerialrat Dr. Otto Hirsch übernommen hate, im Bahnhossturm. Im Mittelpunkt der Zummmenkunst stand ein Referat von Ludwig Tietz, Berlitz, über „Jüdische Jugend in der deutschrn Jugendbewegung", das eine lebhafte Diskussion auslöste. Die' gutgelungene Veranstaltung wurde duvch musikalische Darbietungen umrahmt. Stuttgart. Am 7. August konnte S a l l y Müller, Militärstr. 17, in voller körperlicher und geistiger Frisch« seinen 70. köeburtrtag feiern. Anläßlich dieses GÖPPINGEN Gfl.GcgMirr Inhaber: «aftap Tausch Das SpeziahGeschäft für Glas, Porzellan Cmit and CondUorei SpesUlmarke: FBODORA! gcgcBadoi H*«pipocl«Bl FEZER Bahnhof-Hotel DETTELBACHER Göppingen Altbekanntes Haus - Vollständig renoviert - Freundliche Zimmer mit Niesendem Wasser - Groß« Vereins- und Qesellsdiaftssflle - Kaffee » Restaurant > REUTLINGEN Drofait Slali Wilhelmstr. 72 Partflmerlen Tolletlearflkel kfifimi )er, Reafllmten - Rathausstr. 4 II SanlUUsarttkel II Droien ndwaren Auto-Haus LederstraBe 46 - F Anlor. Ford-Verl Aul o-Reparalur-Werk Ersatz!« E. Gänsslen emsprecfaer SA 2089 iaof'HindcndicBst iMtte sUntltdier Wagen eU-Lafer MÖBEL i n a I I e]n Prelslaoen MÖB^L- FABRIK A. SCHIRM INHABER: J. SPEIDEL REUTLINGEN Schulstr. 33 (Jn. d. Oberamt) Tel. 3651/52 Unverblndl. Beslchtlguno erbet. HEILBRONINI Kirchliches Wahlrecht. Zu dem Artikel „Kirchliches Wahlrecht" von Herrn Dr. Hirsch H Ulm a D. in Nr. 9 dieser Zeitschrift gestatte ich mir zu bemerken, daß das Vorsteheramt Ludwigsburg bereits im Oktober 1926 an den Jsr. Oberrat bezw. die Landesversammlung den Antrag stellte, „bei den jedesmaligen Wahlen zum Vorsteheram* auch ersetzende Vorsteher zu wählen." Ter Eintrag wurde damit begründet, daß bei längeres Erkrankung von Vorstehern der Fall öfters jeinttat, daß wichtige Entscheidungen bei ungenügender Besetzung des Vorsteheramts getroffen werden mußten. (In Lstdwigsburg waren damals von ix Mit» gliederst 3 schwer erkrankt.) Ferner handelt es sich um Ausübung der Dienstleistungen beim Gottesbienst. Tie!Jsr. Landesversammlung hat in ihrer Tagung vom 28. 29. November 1926 beschlossen, ditsem Antrag nicht stattzugeben, „da eine zweieinhalbjährige Erfahrung es nicht gerechtfertigt erscheinen läßt, eine Aenderung der Verfassung cherbeizusühren." Ich begrüße die erneute Aufiollung der Frage, zumal durch die Wahl von Ersatzmännern zum Vorslehpramt der Kreis der Gemeindemitglieder erweitext werden dürfte, die sich für Gemeindeangelegfnh eiten interessieren. Der lWahlmodus, daß z. B. bei der Wahl von briet Vorstehern sechs Kandidaten zu be- Karl Gertler Juwelier Spezialität i Bruckmann. Kaiserstr. Sllber-Bastecke L. -! kurzwaben | Bekannt eratkLeulUUce M I Strümpfe, 6*™ ■ > | TrlttetwasdM ■ M \ WeUWarea W Bakyarttkei aCfRVOCDIKT I. Nim TN. sis 6. «61 Dewald's Nachfolger Fabrikation a. Xcyaratar »o» Uolitca unb Ialoafie» SklMermahIstrahe 37 Kerasprrchrr Sir. 804 OTTO BANTZHAFF HEILBRONN «. N. FERNSPRECHER Nr. 1915 GÄRTNEREI BLUMENLADEN Sdmbart-Strasse 8 Psnlinen - Strass* 8 Grübele Optiker billig« Preise LOHTORSTR. 40 FechmAnn. Bedienung Pdiralbmiclitotii» I Reparatur» f Werkstitte - aller Systeme - M. 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