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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1929-08-01 · 9 (1.8.1929) · p. Seite 129

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VI (1929-1930)
Issue
9 (1.8.1929)
Date
1929-08-01
Page
Seite 129 (sequence 11)
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konnte, ahnte er, daß der Tod ihn mit sich nehmen würde, daß er allein dasein würde, in dieser Stube, in den Räumen ihrer Freundschast? Wer kennt sich aus in der Seele eines Tieres. Sie haben keine, sagen die Menschen. Weil wir uns um die eigene schon so wenig kümmern. Der Mann starb. Betrauert von der ganzen Gemeinde. Betrauert von seinem treuen Freunde, der das Singen für immer verlernt zu haben schien. — Wir Menschen haben ein geschriebenes Gesetz, daß wir in besonderer Trauer eines Toten gedenken, ein Jahr lang, und daß uns der Todestag ein Merktag sei. Ter Kanarienvogel trauerte ein Jahr lang, aber am Jahrzeitstage beganit er wieder sein Lied, als habe er seine Pflicht getan dem toten Freunde gegenüber und als besänne er sich aus seine Pflicht für die Lebenden. . . Wir wollen mit Niemanden darüber streiten, ob das ein Zufall war. Wir haben berichtet der Wahrheit gemäß. Mache ein jeder sich seine Gedanken darüber. Der 8r»ß« Brocktzau», Laos 1. Nachschlagewerke geboren zu den meistbenutzten Büchern, nicht nur in össentlichcn Bibliotheken und Lesesälen. Ter Griff nach dem Lexikon in Fällen des Zweifels oder Nichtwissens ist für jeden modernen Menschen zur Selbstverständlichkeit geworden. Doch - in Abwandlung eines alten Spruches kann man sagen: andere Zeiten, andere Konversationslexika, d. h. die Ansorderungen, die man heutzutage an ein mustergültiges Nachschlagewerk stellen muß, sind im Hinblick aus unser erweitertes Wissen und Xönncn und aus die ganz andere Einstellung zum Lebe» - von Grund aus andere als noch vor zehn und zwanzig Jahren! Ta die vorhandenen Borkriegslexika längst von den Tatsachen des vorwärtsjagenden Lebens überholt sind, ist es zu begrüßen, daß!der älteste deutsche Lexikon-Verlag Brockhaus nach jahrelangen mühevollen und kostspieligen Vorarbeiten ein völlig neues großes Nachschlagewerk herausbringt, von dem der erste Band soeben erschienen ist. Ein Gang durch den Bäbd, dessen geschmackvolles Aeußere Erich Gruner- Leipzig entworfen hat, gibt eine flüchtige Vorstellung vo» der Vielgestaltigkeit des Werkes; es ist ein Gang durch unsere Zeit, ein Gang durch alle Gebiete zwischen Himmel und Erde. Die Artilel sind kürzer und übersichtlicher, dafür aber wesentlich zahlreicher, die Sprache ist knapper und klarer geworden. Nicht« ist von Lebcnssrcmdheit, von einseitiger iviiienschastlicher Sprödigkeit zu merken, die früheren Nachschlagetverken oft anhingcn; überall enge Verbindung mit Leben und Praxis. Es ist nicht möglich, Beispiele anzusühren, die auch nur annähernd all das Neue und die Mannigfaltigkeit des Bandes zeigen. Tarüber unterrichtet man sich am besten durch die Ankündigung des Verlages, die in jeder größeren Buchhandlung kostenlos zu haben ist. Wie sehr der „Große Brockhaus" gerade für das tägliche Leben unentbehrlich | sein wird, zeigen z. B. die umrandeten, also schnell aussindbaren Ratschläge jür erste Hilfe bei Unglnckssällen, Ratschläge bei Krankheiten, sür die Hausfrau und Mutter (Stichlvörtcr wir Abstillcn, Amme), Winke für Bastler oder Aquarinmsliebhaber mit praktischen Anleitungen, Berussbcratungsartikcl (Apotheker, Arzt), Aufklärung über brennende wirtschaftliche und juristische Tagessragen (z. B. Altbesitz). Mit ejnem Wort: ein Werk, das in die Hand von jedermann gehört! Taß dabei alle Artikel trotz ihrer volkstümlichen Fassung den Anforderungen der modernen Wissenschaft standhalten, ist bei einem „Brockhaus" selbstverständlick». Besondere Erwähnung verdienen die überaus zahlreichen Bildbeigaben, die das Werk zu einem unvergleichcn Bilderbuch unserer Zeit machen. Tiefen Band zu durchblättern und seine Abbildungen zu beschauen, bietet allein schon ästhetischen Genuß. Zum ersten Male in einem großen deutschen Lexikon finden ivir Autotypien — also die Wiedergabe von Photographien —• int Text, sehr zu begrüßen sind die zahlreichen Bildnisse sowie die technisch vollendeten Landschasts- und Städtebilder (j. B. die Tafeln Alpen und Alpinistik). Dazu hat der Verlag die Möglichkeit geschaffen, alte Lexika in Zahlung zu geben, wodurch sich der Bandpreis ermäßigt, (In Ganzleinen Mk. 26.—; bei Umtausch Mk. 23.50.) Das bandweise Erscheine» erleichtert jedem die Anschaffung, denn die Kosten verteilen sich auf längere Zeit und ergeben bei frühzeitiger Bestellung im Monat einen Betrag von nur wenigen Mark. Also schneller Entschluß ist anzuraten. Der Band verdient cs, einen Ehrenplatz in jeder Hausbibliothek rinzunehmen. Westen»««»» M»»«tshest«. Es gibt wohl kaum ein deutsches Haus oder Heim, das Westermanns Monatsheste nicht kennt. Diese erst« und schönste deutsche Mv- - 129 - natsschrift hat schon viel heutigen Zeit brauchen gute Zeitschrift, die in ausbauendem Sinne das Freude und hohen literarischen und künstlerischen Genu s gespendet. Gerade in unserer vir mehr denn je eine wirklich unterhaltender Form und in Kulturleben fördert, die Fortschritte in Kunst, Wisset schast und Technik scsthält und in die weitesten Kreise unseres Volke» trägt. Heute liegt das soeben erschienene Augusthest vor, das die letzte Fortsetzung von Max Tsreyers fesselndem Roman „Der Weg durchs Feuer" bringt. Daran schließt an Tr. Wilhelm Kleefelds Beitrag! „Tas deutsche Volkslied in Elsaß-Lothringen". Eint Reihe von Beispielen mit Notenprobcn zeigen, daß deutsches Wort und deutscher Ton in Elsaß-Lolhringm schon immer seinen festen zähen Untergrund fand. Werner Suhr ist mit dem durch 12 Ticsdruck-Bilder illustrierten Aussatz „Lächeln der Frauen" vertreten. Der Aussatz „Farben sind Taten des Lichts" von Franz Langheinrich sühn uns in das große Schassen des Malers Otto Pippel ein. Ter Beitrag „Frauenersahrungen aus der Strasgesangenensürsorge" gibt uns einen Einblick in die Beobachtungen wiede holt zur freiwillige» Tiensti zugclassen war, um dort die Aus die vielen Kunstbilder h weiter einzugehen, läßt leider Frau, die leistung in Strasanstalte BerhältNisse zu studieret und anderen Beiträge no noch die Kartende, age 2 (Deutsche» Reich) vom Westermanns Monatshe t-Atlas, den jeder Bezieher dieser Zeitschrist kosten!», in Teillieferungen erhält. Tie gegenwärtige Zeit ist s lr den Bezug von Westermanns Monatsheften befände s empfehlenswert, da mit dem nächsten 'Kest der 74.! Jahrgang beginnt. Ter Berlag von Westermanns,Moi«tshesten in Braunschweig hat sich bereit erklärt, unser«» Lesern, sofern sie ernstes Interesse an Westermanns! Monatsheften haben, ein Probeheft im Werte von Mk^ 2.— gegen Einsendung von Mk. 0.30 Porto jn überlas«». der Raum nicht zu. Best »der» hervorhebcn möchten wir Briefkasten. Ei. I. Ter Ra, übergehend verhinl 2. Ter R-bbin lesung der Thora übernehmen. 3. T-r Rabbinc, Gottesdienste zu Tätigkeit als Räl lediglich Gemeind Berpslichtungc» n meinde. biner ist nicht verpflichtet, den vor» crten Vorsänger zu vertreten. ’t ist nicht verpflichtet, die Vorsür den verhinderten Vorsänger zu ist nicht verpslichtet, die regelmäßigen suchen. Er ist, abgesehen von seiner biner, Prediger und Religionslehrer Mitglied und teilt als solches die it sämtlichen Mitgliedern der Ge- Pelzhaus Fritz Hilbl Spezial- WerksiStte für feine Pelz-Bekleidung Aufbewahrung / Umarbeitung =t Anfertigung nach Maß e, um a.D. «mmh «>tit»»w»1» Vas «u '/, Floth* Kt- 3. hr Ntnra nt |«ya tebtaifbit. ISd. Kt I SO aOm mrkmta •. andUI. «HkraMtl. I lck. It. 2. . . I Sdi. «t. I- Hans Maier/Ulm a. D. Elektr. InstallatlonsgesohKft u. 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