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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1929-05-16 · 4 (16.5.1929) · p. Seite 63

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VI (1929-1930)
Issue
4 (16.5.1929)
Date
1929-05-16
Page
Seite 63 (sequence 11)
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CÖÄ jtöjistUMP 4H44* Tic '*+*+S'#n+*+f i^ußAuoi4f^^Akcjfi^W0c^4^*^ Wlii (ßjcujnie’eßcieax cdUU*. Aber kAt$£fl&arax muß g sein in der bekannten roten Originalpackung. Übera/t erhofft ich! gann, entstand im saal Unruh«, viele der Besucher wollten sich durch Flucht retten. Mit Mühe gelang es den Führern, die Gemeinde zu beruhigen. Katl Sch»«»,: ®it I»d«u hl Wf «»»ft Mi, 50 Bildlafclti in Tiefdruck und 9 Textbilder». Ter Hrinebund, eine jüdische Buchgemeind«. Berlin W. .57, Pallad. st rage 10/11. — „Wenn wir uns bestrebe», diese» im Judentum wirkenden Kräften weiterhin Form und In halt zu geben, dann toird cs und auch gelingen, einc jüdischc Kunst zu schassen." Mil diesen optimistischen Lätzen schließt Schwarz seine klein« „jüdische Kunstgeschichte" und wir möchten säst sagen, daß uns an seinem Werk« der zukunstsfrohe Ausgang besser gesällt als manches Kapitel, da« die im Vorwort vom Verfasser gehegten Befürchtungen rechtsertigt und tatsächlich zu „komprimiert" erscheint. Alles in allem: Tos Büchlein ist dankensivert in doppelter Hinsicht. Es zeigt, daß überall, wo eine Eiemeinschasl unter starken religiösen Impulse» steht, sich ei» knnstierischer Wille entsaltcn und betätigen kann, während die allzugroße Hingabe an die Umwelt zu einer Verflachung de« Individuums und zur Aufgabe ureigenster Lebens und Kunstgestaltung führt. Heute, da uns das Problem der Iudenheit in der Frage zu liegen scheint, wie man ohne Ghetto das Judentum erhalten kan», wird von allen Seile» die Forderung nach einer jüdischen Renaissanee erhoben, die Forderung nach „gelebtem" Judentum. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet liest man das, was Schwaiz über die jüdische Kunst der Neuzeit berichtet, mit besonderem Interesse. In den Bildern eines Joseph Budko, in den kraftvollen Holzschnitten Jakob Steinhardts, in der Plastik Samuel Friedrich Beer« liegt, wie in der iveihevollen Gestaltung der Bruchfaler Synagoge durch die Wandmalereien von Leo Kahn und die feinsinnige Formgebung de« Almemors und der Leuchter durch Benno Elkan, eine zu Herzen sprechende R e l i g i o s i « t ä t, die uralte (stefühlsinhalte in würdige, geschmackvoll« Formen gießt. Die künstlerische Situation des jüdischen Menschen ist, wie Schwarz sehr richtig sagt, heute so, daß sie aus jüdischem Selbstbewußt sein ruht und sich wieder frei enlsalten kann. Die Zeuge» dieser Neuorientierung finden wir überall, wo spezifisch jüdisch« Slossc künstlerisch gestaltet werden sollen. Jede jüdische Seele verspürt da irgendwie den Hauch einer Jahrtausende alten Kultur und geistigen Artung, und die Hossnung, daß die ganze jüdische Gemeinschaft zurück- und vorwärts blickt und einem gemeinsamen Lebensideal nachle I, keimt stark und froh aus den Werke» unserer moderne» jüdischen Künstler. Weiten Kreisen diese Erkenntnis vermittelt zu haben, ist das Verdienst von Karl Schivarz und des jüdisch aktiven „Heine- Bundes". H. St. Heinrich Kurhig: Kaufmann Frank. Roma». Gustav Engel Verlag, Leipzig. Heinrich Kurtzig ist der briusene Künder jüdischen Lebens und Arbeitswillens i» der ehemaligen deutschen Ostmark. Aus jeder Zeile auch des vorliegende» neuen Roman sprechen Liebe »nd Treue, zur Heimat, klingt das Bekenntnis zn Menschen mit unermüdlicher Schassenslust und festem ZukunstSglaubc». uausmann Frank, ein jüdischer Kullurpionier des deutschen Osten, kämpft sein Leben lang gegen die Mißgunst des Schicksals. Aufrechte christliche Freunde halse» ihm über manche schwere Stunde hinweg, aber immer sind die Verhältnisse stärker als die Menschen. Oft wird sein Vertrauen enttäuscht, nur zu oft muß er erkennen, daß wahre Freunde in der Not selten sind. Aber den Glauben an die Menschen verliert er nicht; weiß er doch eine Frau an seiner Seite, die willig mit" ihm lebt und strebt, die mit iveiblichen Heroismus Sorge und Entbehrung aus sich nimmt und die Freitagabendlichter auch fern der Heimat zukunstsgläubig entzündet. — Nach einem Leben, da« reich an Mühen und noch reicher an Erkenntnissen ist, strahlt auch Frank noch einmal die Glückssonne. Aus dem Kaufmann Frank wird ein Tichter, dessen Schriften beachtet werden und ihm endlich einen sorgenfreien Lebensabend sichern. Ti« schlichte, ungekünstelte Sprach«, viele kulturhistorische Tetails und manches gut beobachtete Bild aus der Berliner Geschäststvelt machen Kurtzig« neues Werk lesen«- und empfehlenswert. H. St. Kerl «laser. T e r Welt. Nr. J liegt Jude - 63 - Jude i» d c'r europäischen Ta» Proilem seiner Sendung. Al« der Schristei reihe der „Jüdischen Rundschau" jetzt eine Bros höre von Karl Glaser vor, „Der in der europeische» Welt. Tas Problem seiner Sendung." Ter B« lasser geht von der These au«, daß nur lebendige po «lischt und soziale <Gebilde imstande sind, eine zur Fü »rerschast berufene »nd befähigte Schicht hervorzubrin, e». Tie anormale Situation d«S jüdischen Volkes wir) dadurch am stärkste» charakterisiert, daß die jüdi che Gemeinschaft des bestehenden Europa keine führe» >e Schicht hervorzubringen in der Lage ist, trotzdem cs eine Fülle von Juden gibt, die zur Führung ruf allen Gebieten des geistigen und politischen Lebe, s geeignet sind. Tie Broschüre be schästigl sich im v inzelne» mit dem Judenproblen, Jakob Wassermanns Walter Rathenaus, Heines, Lassalles, Georg Brand'», Bergson usw. Ta» Leben Lord zur Illustration für da« Problem Staatsmann. In der Opposition findet ker vorübergehend Betätigiingsmögder Jude fick nicht dauernd mit eit abfindcn will, wen» auch e r Lebens Vordringen will, ereilt auch Braconsiclb» lvird de« Jude» als der Jude als Polil lichkeit, aber ivenn einer Scheinwirlsam zur Gestaltung de» nur durch Umkehr ihn das Judenschicksill. Aenderung dieser Situation kann erfolgen. Normalisierung der jüdi Nr scheu Situation Familie der können dem jfibfl zur Erfüllung kurzen Tarsirst schließt, stellt so umstrittene, l Körperpflege zwei unzcrtren die einige Waschwasser sage damit wird nicht wollen Wähle jegliche schädli gestellt ist, n i s ch W a s s pflege hervorr. Einordnung des jüdischen BolkeS in di« tiouen, wie es der Zionismus erstrebt, sch-schöps«rischen Menschen die Möglichkeit geben. Tie Broschüre, drr mit einer ung der Ideenwelt des Zionismus l^nen interessanten Beitrag zu dem heute Judenproblem dar. Nick Kilukfth Wasser sind heutzutage »ich« Begriffe. Wer die Wohltat kennt Tropfen Kölnisch Wasser inr Hervorrusen, und wer eine Masnach dem Bade ^versucht hat, mehr aus diese Genüsse verzichten Sie aber ein Fabrikat, welches ohne >', die Haut reizenden Bestandteile, herhmen Sie Fochtenberger Köle r, das bekanntlich auch für die Augennd« Tienstc leistet. BOdettsee-FebrieftddMpser „Ueberltugen". Tie Innenausstaltung dch zur Zeit auf der Werft in .Konstanz liegenden neuesten Bodensee-Dampfers „lleberlingen" wurde der Stuttgarter Firma Brauer u. Wirth, Möbelfabrik, Kunstgewerbliche Werkstätten, Charlottenstraße 2t a, übertragen. E« ist dies der siebente Boden- U L M Mfinster.Drogorie Apoth* L. PEES Hlrschshr*(e 26 Sämtliche Artikel z. Körperpflege, Verbandsstoffe, Drogen und Chemikalien in nur bester Qualität bei fachmännischer Bedienung o © o o o o 0 o 0 © o MOHREN-APOTHEKE AUGUST HEISS ALLOPATHIE UND HOMÖOPATHIE GROSSES SPEZIALITÄTEN.LAGER; FERNSPRECHER Nr. X29S ■luM«ntadM Hermann Vielzen Ulm / PrauMitriS« 81 neben d. 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