Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VI (1929-1930)
- Issue
- 4 (16.5.1929)
- Date
- 1929-05-16
- Page
- Seite 62 (sequence 10)
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'n Punkte der Heiligen 3tabt i'oll bereits degonnen worden sein: die gelbweiße flagge des Vinkan-?ürde aus diese An so vermerken .'i, ..inii'chen Zeitungen zu einem Wahrzeichen' Z? s??-insi-erden. ITA Die jüdische Bauernbevölkerung der Bereinigten Staaten zählt 109600 Seelen. r " viiTh Agricultural rocie(t) verössent nck'i : A.i Iadresberichl, aus welchem zu! das, die-ackerbautreibende jüdische Be .:a dl! V reinigten Staaten 109600 See nnf insgesamt rund eine Million Acker .! beitet. Tie jüdischen Bauerngüter re :: /ine» Wert von 17i* Millionen Tol : ,’.t . Jahren der Nachkriegszeit wand 11 ■-1 jüdische Männer und grauen 'n?!s 3i>7i ngsbüro um Rat und Förderung A-ilrac neuer Farmen. Zn dieser Zeit? i »27 indische Familien aus Farmen an "> Fanulien erkiielte» Tarlehen zum ci-n: ' - 'E.'dens. Zn den jüdischen Farmen -r.!!'!:>7I lüdiichen jungen Leuten seit 1908 X; ‘ :«? >;<- scharlt. Im Fahre 1928 wurden 390 junge?a' -i?? Arbeiter in jüdischen Farmen un >chl. 'diele jüdische landwirtschaftliche Ar . » -.cn nach Beendigung einer gewissen?- : : .Mt in der Lage, aus eigenen Mitteln Far m.'i! ii ci werben. I9L8 ,vurden 2393 jüdische T nie. ,'eraken, 17» Zusammenkünfte und üurse! . ' » lögelialken. Tarlelie» zur Errichtung von 3i!iit's? un un? zur Einrichtung religiösen Un i. n'iKwerde» gegeben. ITA Chassidim gehen zum ersten Male ' ins Kino. 3? n d i? , r' : . l l u n g i ü r eine g a n z e 3 I a d I. - . ' .< > >'. Ä>-:i' cuniebmen wie iol n .m;.-,: Ariitei. -üNi ziit:. ianö IN -Niem Ser vornehmsten,üino rkeal,! der volnischen Hauptstadt eine^einzig da stehende 3ondcrkinovornellung sran. Tie Besucher dieser Vorstellung, die einen streng geschlossenen Eliarakier trug, waren 826 orthodore Zu den, di? zur 3ekle der Chassidim gehörten. 3ie loaren noch nie in ihrem Leben in einem Kinolhearer gewesen, dies ivar ihr erster Besuch. Tie Vorstellung fand aus Bitte der jüdischen Bevölkerung des polnischen 3rädtchens « opk statt. Tie Verwaltung dieser 3ladl, deren Bewohner ausnahmslos Juden sind, hatte kürz lich eine 3onderdelegation nach Warschau ent sandt, zwei Chassidim, die mit den Besitzern des .qinotheaters einen Vertrag abschlossrn, laut dem sich die Tirektion des üinos verpflichtete, eine 3ondervorführung des Films aus dem Leben des Wunderrabbis Mendel, der in Ropk gelebt und gewirkt hatte, zu arrangieren. Tic Vorstellung fand um 1l Uhr vormittags statt. Tic Chassidim bezahlten sämtliche Eintritts Plätze des .üinotheaters, stellten aber folgende Bedingungen: In seinem Raume des Theaters, nicht einmal im Restaurant oder in der »lasse. - 62 darf sich während der Produktion dieses Filmes ein weibliches Wese» befinden. Mein Mensch in Warschau darf von dieser Vorführung erfahren, da sie einen geheimen Charakter trägt. Tie Bedingungen der othodoren Juden wurden eingehakten. Zn dem vornehmen .üinotheater, das aus einer der Hauptstraßen im Zentrum War schaus liegt, strömten vor Begiun der Börstel lung plötzlich von allen 3eiten Leute mit breit krempigen Hüten, in traditionellen langen 3ei denröcken, 3eide»hosen, Typen mit langen Bär len, Figuren einer längst verschwundenen Ver gangenheit. Im Vorführungssaal verhielten sich Sie Ehas iidim still und andächtig ivie in einem Tempel. Tie Besucher nahmen Platz »ach Rang und Wür den. Aus den besten Plätzen saßen die „Zadikim', inahre Patriarchengestalten mit langen weißen Bärten, dann folgten die Gemeindesunktionäre, die (belehrten und rückwärts saßen die Mitglieder der Gemeinde. Ter Filni machte aus die anivesenden Chassidim / einen ungewöhnlich starken Eindruck. Tie Zuschauer verfolgten die Ereignisse auf der Leinwand neugierig wie Kinder. Bon ihren Lippen hörte man halblaute Ausrufe, die bald Entzücken, bald Angst zeigten. Tiefe Zuschauer durch lebten mit Leib und Seele alle dramatischen Mo mente. Sie standen sichtlich im Banne der Fi guren, sie ivarnten die Tarsteller, wenn diesen eine Gefahr drohte, äußerten ihre Mißbilligung, wenn ein Filmdarsteller Schlechtes beging, und applaudierten stürmisch, wenn ein Tarsteller ein Beispiel von Sittlichkeit und Moral gab. Als sich auf der Leinwand die Figur des Wunderrabbis Mendel zeigte, kannte ihr Entzücken keine Grenzen, alle erhoben sich von ihren Plätzen und applaudierten. Tann stimmte jemand ein altjüdisch-chassidischcs Lied an und der Film wurde nun bis zum Ende vom Chorgesang der Chassidim begleitet. Es gab auch -kritische Momente, die leicht zu einer Panik hätten führen können. Als auf der Leinwand der Kamps mit den Kosaken be HEILBRONN BabyaotttoflnMt« Stets Neuheiten in Kindersechen Frilz Gaensslen / Beilbronn i: TEL. 1898 Spezfalit&t: Bleyle - Fabrikate Kaffl* Adolf Lördicr | H Konditorei u. Kaffee B jjj Heilbronn a.Neck. Schulgasse 13 - Telephon 483 Kaffaa MAX MGYE« HEILBRONN a. N. 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