Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VI (1929-1930)
- Issue
- 4 (16.5.1929)
- Date
- 1929-05-16
- Page
- Seite 54 (sequence 2)
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- 54 Verreisen Sie? IDann deckende Ihren Bedarf bei Offenbacher Lederwaren OSKAR BECKER CHARLOTTENSTR. 2 Rotebühlstrasse 1B direkt b.d. Königstr. da vor? Nun, ihm ift es Iaiiq-Lfi(i(i. iio'r Unlust iiirft anr öi'it Üeniffluiifletrifb h^nt inend .'illc WiiiMriuiijjfii a» den Willen, sich zu s,nnn>-'uzi-nel!inen. helsen »ur für eine Weile. Ti. .Nudigkeii wird großer Die kann ntrtit durch .nii behoben ,rerden, Ta begegnet der >>le-..!e >. nein Dchuik-mieiaden. Tie Weende bei .r •;<: austeri-.all.' des rdmJin'ff“, auf dem iie fielt täglich :>et Umschlagen. sehr groß, und der »,ude wandere: vee--andell >irft plötzlich in einen;d-iu'. Läui 3eide Schlinge: spielen Aula IN i: Ls ist 'einiidl ausiill isios, sieb mir ibneu n> e-ii-n I^lUaui einzuiaiien. vrin niedlichem lir £:-• -eder daraus die nom endige Lehre 2 •:». und Erziehung gezogen l!i!^ .- r.n d'm Willen die Stoßkraft der" Seele, niid .. e kemm: £&.. nng und Macht. Ls fei;•um . rdiut öaui:: iMirmi'rfiam gemach,,;niü!i: Mil' .-lnudesge'-ost'-en, die man dem Wu:»:- 'i:. r-'iiau h-'ieben mutz. Ter Wille -:h- --lui.!-!» Verein mii der Angst er -u ^nunini-:i zinageförderu. Bon Bcr ,ni - .• ii hat ich an io mancher Un . , . u; - L-o.*-r,i . I.UltHI die iilif Neael: dem ti.. A.-iu.' -?--!> oiiiifeti zu bauen. Toch >n . tt: der .sten Zen die Lei neeeine dauernde Leistungs :. i: "r: i T- -truu’ri, ie nein es mii den n " u:>o ithffülUtii. nie vorüoergebcnd . irr. i emmendei Natur find! Seelenfunde die asthenischen . nd-.-.i Aiiekie genannt melden. ..Lun .. , :'n.' n. die ,viniche zu grauen Taten". - .- .,i Aiirchi. Tie>-' vergifien vielmehr - . und - stovie» £.ue.!c» des Seelen ■: -eine .leu-eit erledigt, nur aus Furcht, oder aus Pilichigeiühl und . ü A.,.,1 selbst Freude macht der Lebensfpruch Rankes lautete: ,A!abar ipfe voluntas ii-irb zuletzt ein verdrossener, schwer fälliger, in seiner Arbeitskraft geschwächter Mensch n erden. Wer aus Angst arbeitet, weil hinter sei nem Rücken der Hunger mit der Peitsche stellt, büßt es mit seelischer Erschöpfung, mit Neurose. Ter >tamvf zwischen Hemmung und Erregung Abneigung gegen die Arbeit ist die Hemmung, und Durchbrechung dieser durch die Furcht ist die Erregung kann nicht gut enden. Es gibt aber nichts, was -dem Willen solch über menschliche Heilkräfte verleiht, wie die Religion. Ter Wille tut dann mit einer Leichtigkeit, die der Unreligiöse nicht begreifen kann, Wunder. Abra liam sollte auf Geheiß Gottes sein einziges gind, feinen Lohn Isaak opfern. Wäre die Liebe zu Gon nicht so groß gewesen, so würde sich der Wille an der Baterliebe der Hemmungserre gungskonflikt wundgekämpft und der Stamm varer in seinem Seelenleben gelitten habe». Un ablässig schmerzen zu unterdrücleu, tut nicht gut. Rabbi Akiba, dem von den Römern die Haut mit glühenden Zangen vom Körper gerissen - — urde, spürte die schmerzen nicht. Beseligt lä chelre er. Tenn er stand sie für Gott aus. Liebte er doch Gott mit seiner ganzen Seele. Die Krankenschwester bleibt nicht seelisch gesund, iveun sie sich jedesmal bei widerlichen Berrichtunge» nur aus dem (tzrunde, ,reil der Dienst es von ihr ver langt, überwinden muß. Ganz anders sie, der ibr baber Beruf Gollesdienst, Betätigung ihrer Gonesliebe ist. Ter religiöse Mensch kennt nicht den Erregungshemmungskonflikt. Tenn die front men »iemütskräfte sind übermächtig. Zie lassen die w-iderstrebenden Triebe gar nicht aufkommen oder läutern diese, um sie dann in sich auszuneh men und so die eigene erhabene Macht zu vergrö ßern. Dublimierung. - Do bleiben die Irommen von der Neurose verschont. Ter bekannte Nerven arzt in Iranksun a. M., Tr. Prinzhoxn, behaup tct in seinem vor et.va einem Jahre Erschienenen Buch „itlespräche über Psychoanalyse", daß in der Regel weder gläubige Katholiken noch ortho dorc Juden der Neurose verfallen., Das gilt selbstverständlich vdn allen i^ollessürchtigen, wel cher Richtung sie auch angehören. Tie niederen Leidenschaften und Triebe veredeln sich und gehen zu den frommen über. TaS ist auch der Sinn des Mifchnafatzes: „Tu sollst Gott lieben mit deinem ganzen Herzen, das bedeutet mit deinen guten und bösen Trieben."10) Ter Fromme wird es Er dient Gott in der Tat mit seinem ganzen Herzen, mit allen seinen Trieben und Leiden schäften. Ter gefährliche Erregungshemmungskon flikt kann bei ihm nicht ausbrechen oder muß schnell aufhören. In ihm wohnt ein froher, le bensvoller, schaffensfreudiger Friede. Aus Zer rissenheit und Zwiespältigkeit wird Einheit und ttsanzheit. Deine Deele ist gesund und, um in der Sprache der heiligen Schrift zu reden, er wandelt mit ungeteiltem Herzen vor Gott. ' szclir Mciiicr. Leipzig lULtz. -) ÄUgemciuc ärzN. Zische, für Psychotherapie und psych. Hyg. Juli >!>-'«, S. virzel-Lcipzig. B. M., M. 4, P. 10. : A. 1, P. <i. *" Lpiüctie der Pater, Abichn. III, Pers 2. Jiiob Ofi, 11. Sprüche der Pater, Ädschn. IV, Pers l. \: Icremia S. 20, P.!t ' Pertug (knie, Ziuitgart, Z. 20. Berachoth 51 a. Bericht deS Israelitischen Fürsorgeamtes über den Mona» April Sprechstunden der Fürsorgerin: Donnerstag norm. O'/.-I I'/^ Uhr Mittwoch, Freitag nachm, von 3—5 Uhr Das Israelitische Fürsorgeaml hat im Monat April 19Ä unter Mitwirkung der angeschlossenen WohltätigkeitSvereine folgende Tätigkeit entfaltet: Laufende Unterstützungen..K 901.84 Einmalige Unterstützungen.. 754 75 peßachgaben in bar.. „811.44 Mazzenverforgung .. 311.20 Gefundheits- und Erholungsfürsorge . . „ 47.65 Anstaltsfürsorge. 207 15 Durchreisende ..„ 124.96 An 25 Erwachsene und 10 Kinder wurden insgesamt 120 Kleidungs- und Wäschestücke abgegeben. An Spenden erhielt das Fürsorgeamt Mk. 525.— von: Herrn Leo Goloschmidt. Frau Doris Kaufmann, anl. des Hinscheidens von Herrn Salomo Strauß- Eannftatt, Frau Berta Rothschild zur Verteilung an Pepach. r- Berlhold Anerbadi-Verein Dienstag, den 21. Mai, Stuttgart-Loge, Calwerstr. 33 Hhs., abends S * Uhr, spricht Hans Hirschberg Ober „Der nahe Orient" Dienstag, 2$. Mai, Stuttgart-Loge, Calwerstr. 33 Hhs., abends S i Uhr spricht Frau Jella Lepman über „Neue Lebensform der krau" Um zahlreichen Besuch wird gebeten llllllllllllll!llllllll!lllllllllllllll!lllllll!IIIIUIIIII!l!!l; Phofoapparafe Ptiotobedarf Pfiofoarbetlen narienst»4/ 2. Photo f Filiale Ffledridisfeafea Besucht die Veranstaltungen v. jüd. -Vereine. lsraeLWalfen> n. ErzIetaQnganifalf Wllhclmspflcge Ehlingen * Die Mitglieder Versammlung findet am Sonntag, den 16. Juni, vorm. 10'/s Uhr im Gemeindehaus Stuttgart, Hospitalstraße 36, statt. Tagesordnung: 1. Vorlegung des Rechenschaftsberichts und Entlastung des Kassiers; 2. Neuwahlen für die im Turnus ausscheidenden Mitglieder; 3. Verschiedenes. 30jähr. Fräulein 5 Jahre in ungek. Stellg . perfekt In Küche u Haushalt, wUnscht sich zum 1. Juli zu verändern, wo Zweitmfidchen vorh. Mitbetät. in Geschäft bevorz. Off. m. Gehaltsang. unt. D. 102 an dte Exped. der GemeindezeKung. Für 20 iahr. (üd. Mädfflcn von besserer Bildung, kinderlieb, gewandt in Geschäft und Haushalt. Halbwaise, suche ich geeignete Stellung. Dr. J. Cohn, Rabbiner, Ulm (Linie Stuttfart-NOrdllngen) Idyll, im Walde gelegen ✓ ✓ Sonnig und staubfrei Streng rituell / Prospekt / Erstkl. Referenz. Lettn*: rrL Lisa Säger Fernruf Nr. 119 Amt Bopfingen ln Württemberg ..OKI" Gesellschaft zur Förderung des Handwerks und der Landwirtschaft unter den Juden. Abt. Deutschland e. V. Donnerstag, den 30. Mai, abends 8 Uhr, kleiner Saal des Bürger museums, Langestrafje 4 B, spricht Dr. Michael Traub, Berlin über „Vom Luftmenschentum zu produktiven Wirtschaftsformen" mit Lichtbildern. Hierzu sind sämtliche Gemeindemitglieder herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Der vorbereitende Aktions-Ausschuß.