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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1929-05-01 · 3 (1.5.1929) · p. Seite 47

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VI (1929-1930)
Issue
3 (1.5.1929)
Date
1929-05-01
Page
Seite 47 (sequence 11)
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- 47 — nnb t*"“lWrb "oMT eine harmonische Persönlichkit auf«j wachsen, die fSr sich selbst und das Jübcntum Freundschaft und Achtung erwirbt. In der regen und interessanten Aussprache und im Schlußwort der Rednerin wurde noch mancher wertvolle Gedanke berührt. Die Aussprache war ein Beweis dafür, daß die Zuhörerinnen an den behandelten Problemen stark beteiligt gewesen und daß die Frage der Jugend und mit ihr die Frage unserer Zukunft ihnen eine Angelegenheit ernstesten Nachdenkens ist. A.R Stuttgart. Am 14. April hielt der Israel» »ton« ken-Unterstützung-verei» tt. 93. feine 76. G e» neralversammlung ab. Borstand Adolf Kops konnte, nachdem er der im letzten Bereinsjahr verstorbenen Mitglieder ehrend gedacht hatte, von der segensreichen Tätigkeit in dem zur Berichterstattung varliegeuden Zeitraum berichten.. Den großen Anforderangen, die in immer sich steigerndem Maße an den Berein gestellt werden, konnte nur durch Berwendung aller Mitgliederbeiträge und Spenden nachgekommen werden. Die Ausgaben für Spital, Apotheke, Heilmittel. Kurkosten, Bäder, Aerzte usw. zeigen trotz «eitgeheudster Sparsamkeit einer immer mehr.steigende Tendenz. was in der in weiten Kreisen herrsehenden Verarmung hinreichende Begründung findet, Es ergeht deshalb an alle begüterten Mitglieder unserer Gemeinde die dringende Bitte, den Berein durch Erwerb der Mitgliedschaft und Spenden zu fördern, um auch für die Zukunft den Armen und Kranken die so dringend gebotene Hilfe in bisheriger Weise angedeihen lassen zu können. Durch einige interessante Fälle beleuchtete der Vorsitzende die Schwierigkeiten, die der praktischen Durchführung der Unterstützungen oft im Wege stehen. Hierauf erstattete der Kassier Fr. L. Kiese den Kassenbericht. Für seine mühevolle, mustergültige Tätigkeit wurde ihm herzlicher Dank ausgesprochen. Nach erfolgter Entlastung schritt man zur Ersatzwahl. Es schieden turnusgemäß aus: Hugo Kahn, Arthur Rothschild, Eduard Weil. Die beiden erstgenannten Herrn nahmen zur allgemeinen Befriedigung eine Wiederwahl an, während zu allgemeinem Bedauern Eduard Weil eine solche ablehnte. Der Borsitzende zollte dem aus dem Ausschussc^Scheidenden herzliche Worte des Dankes und der Anerkennung sür seine jahrelang geübte hingehende Mitarbeit, die man schmerzlich vermissen werde. Neugewählt wurde Bankdireftor Robert Levi und dem Ausschuß die eventuelle Zuwahl zweier weiterer Mitglieder anheimgegebeu. Möge der Berein, dessen segensreiche Tätigkeit unter der mit besonderem Danke anzuerkenuenden Leitung seines Vorstandes Adolf Kops nicht hoch genug gewertet werden kann, auch in alle Zukunft jene Förderung finden, die geboten ist, um den armen. Kranken Hilfe zu leisten und ihnen den Weg zur Gesundung zu bereiten. M. 0. Stuttgart. In der am 21. April stattgefundenen Mitgliederversammlung des Jüdischen Schwesternheims (*. B.) konnte der Vorstand, Rechtsanwalt Tr. Gunzeuhauser, erfreulicherweise seststellen, daß die Schwestern gut gearbeitet haben. Es wurden geleistet von den 10 Pflegeschwestern bei 114 Kranken 12051/2 Tagpflegen, 511 Nachtpflegen und 853 Bollpslegen, insgesamt 25691/2 Pflegetage und zwar 2410 Pflegetage bei 93 jüdischen Familien, 1391/2 bei 13 armen jüdischen Familien, 1591/, Pslegerage bei 21 nichtjüdischen Familien, 9 bei 5 armen nichtjüdischen Familien; ferner 3325 Besuche bei 175 jüdischen Familien, 1377 bei 55 armen jüdischen Familien, 171 Besuche bei 26 nichtjüdischen Familien und 114 bei 21 armen nichtjüdischen Familien. Vergleichshalber sei bemerkt, daß im Jahr 1927 von 10 (teilweise 11) Pflegeschwestern nur 3050 Besuche und nur 3123 Pflegetage erledigt wurden. Die Schwesternzahl wird durch zwei weitere Schwestern, die nach Vollendung ihrer Studien das Examen mit „sehr gut" bestanden haben, vermehrt werden. Die Fortbildung der' Schwestern wurde durch Vorträge von Rabbiner Dr. Cohn, Dr. Heilbronner, Dr. Hammel, Sanitätsrat Dr. Ries und Dr. Fritz Rosenfeld gefördert, wofür ihnen der wärmste Tank der Versammlung bekundet wurde. DauitätSrat Tr. Ries bemerkte hierzu, daß für die rege Anteilnahme der Schwestern die von ihnen anschließend gestellten Fragen der beste Bew:is für den Wert solcher Vorträge seien und legte nahe, auch auf anderen kulturellen Gebieten Borträge sür die Schwestern. zu veranstalten. Der Borsitzende entgegnete darauf, daß der VerwaltungSrat auch hierauf bedacht fei, doch dürsten die Schwestern bei ihrer so anstrengenden Tag- und Nachtarbeit nicht mit Borträgen überlastet werden, weshalb man sich aus sachwissenschastliche Vorträge und solche ethisch-religiösen Gehalts beschränken zu müssen glaube. Ter Kassenbericht weist eine Steigerung der Ausgaben und einen Betriebsabmangel von RM. 6223.83 auf. Die polizeiliche Auflage zur Errichtung einer neuen Stützmauer erfordert eine größere einmalige Ausgabe. Da durch Eintritt zweier weiterer Schwestern für das kommende Bereinsjahr eine weitere Erhöhung drr Ausgaben in Aussicht steht, ist der dringende Ruf an die Mitglieder geboten, durch freiwillig«, den Mitgliederbeitraz - übersteigende Zuwendungen und durch Werbung neuer Mitglieder auf weitere Einnahmen bckacht zu sein. Besonder« dir Glaubensgenossen außerhalb Stuttgarts, die doch auch Anteil an den Dienstleistungen der Schwester» haben, sollten in größerem Umfange als bisher dhs Schwesternheim durch Zuwendungen Löwen-Apotheke WWWWWMWWW O. HONIG aeuttonratruB» » ✓ F«fn«pr. 17 Großes Lager pharmazeutischer Präparate > Herstellung und Versand von Freudenstüdter Abführpillen und von SohwarzwHIder Flohtennadel - Spiritus _ _ ^_mit jedem Comfort I Restaurant mit ersticl. Küche Cajtt mit eigener Konditorei Das ganze Jahr geöffnet. Pensionspr. v. 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