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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1929-04-16 · 2 (16.4.1929) · p. Seite 28

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VI (1929-1930)
Issue
2 (16.4.1929)
Date
1929-04-16
Page
Seite 28 (sequence 8)
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ßculiü lucrbi’u Dürfen, Ire »innert an Die bei Den juDiicfeii ^iiitßlinnc Crto Brau» uitD Paul iWaud, Die tpcijfii ihrer 'uifintD, ihrer hohen Begabung ii»D ihre« ruhmreichen Sterben« ein Heiliges 'Jlurcd t .auf ein DaiternDe« AnDeiileu beiigen. Er erzählt von Dem IuDcu ManfreD BcuDil, Der als Kriegsfreiwilliger in kie Reihen Der Mäntpfer für XentfcbUuiD eingelreien nno feine Liebe zum VaterlanDe mir Dem Tode de siegelt hat. Er meint. Daß Der Mjährige Jude Emanne: iKsiDichmidt -aus Würzburg, Der schon Den Krieg 1*70 7t al» Leutnant milgemackt niiD am erneu Mobilmachungstage au« Basel zu Dcu Iaiiiii» geeilt war, zu Denen gehört. Die unvergessen bleioen müiien. Tas Leben Walther ,>>eni»aun« schreibt in y"sün gers Bud^ sein Tvren 11D SiegsrieD von Der Trend. „Walther venmaiin war IuDe. aber er war auch STtpreuße, niiD er war vor allem anDeren jetzt Teulschcr.' t^eraDe Diese Lebeusbeilbreibung iliugt wie eine ilammenDe BeneiDigungsreDe vom An , redtt Der Dentfdu’n IuDen an ihr BarerlanD. , Xacganze Buch jünger«. Da» gewiß eine Er lveilerung unD Ergänzung DriirgenD verlangt, i' ei» wundervolles Zeugnis ehrerbietiger Tank barkeil gegenüber Den Deutschen Helden Des Kriege«. Es in aber zugleich ein schöner Beweis kameraDschastlicher Besinnung, Daß in chm ne i bei. Den christlichen Tapferen,anch Die jüDischen genannt werben. Es wäre schon, wenn Da« Buch Dazu beilragen würbe. Die gehässigen Beschimp : jungen her Deutschen Juden zum Schweigen zu : bringen. 'Es kämmt in Kriegszeiten wahrlich nicht aus Die Zah>, sonbern aus Den Oöeift unb Die Ge . sinnung, fürs Barerlanb an. Tie Juden haben es . an Diesem gute» irtei'ie echter Vaterlandsliebe in Krieg unD Atieben wahiHd' nicht fehlen lassen. Martin Dübels Werberede für denKerenHajeffodinStnttgart. Tie Versammlung, Die am Montag, Den K. Avril, im Aufträge Des Keren HajeijoD >Iü - 28 — . Dische« Palästinawerk e. B.) stattsanD, bot ein getreue« AbbilD Der Spannungen, Die in Den letzten Wochen in Den großen Lrganisationen Der Deutsden IuDenheit gegenüber Dem nationalen Palästinawerk zutage getreten sinD. Erregte Zwischenrufe unD Unterbrechungen Der Weiner, wie sie sonn hier kaum varzukvmmen pflegen, zeug ten von Der inneren Anteilnahme Der Zuhörer schar an Den Weseraten Des AbenDs unD an Der Aussprache, Die sich an sie anschloß. Zu einem Teil war allerDings an Dieser Weizbarkeit Die Er klärung Bnbcrs schulD, mit Der er sein Weferat einseitere. Er erinnerte an ein Gespräch mir WabiuDranarh Tagcre in Prag, in Dem Dieser sich Darüber geivunDert, Daß es Juden gibt, Die nicht für Den Äufbau Palästinas einlreten. Seine Damalige Antwort, Daß es solche IuDen gäbe, wenn er Deren Einstellung auch nicht verstänDe, erweiterte Buber wohl in Der Erregung Des Augenblids Dahin, Daß Die am Palästinaaufbau innerlich nicht be eiligten IuDen solche sinD, Die Da« Judentum überhaupt nichts angeht. T r lebhafte WiDersxruch Der Versammlung gegen über Dieser Erklärung war Der Auftakt zu Der nervöse,' Spannung Des AbenDs. Buber wollte von Drei Perspektiven aus Den unlösbaren Zusammenhang Palästinas mit Dem IuDentum beweisen. Tie erste Perspektive, Daß Da« IuDentum geschichtlich mit Palästina unlösbar verwachsen, war für Das Altertum sicher richtig gesehen. Ter Webner vergaß ober. Daß Die IuDenheit, säst zweitausend Jahre vom BoDen Palästinas gelost, ein starkes Eigenleben in allen LänDem Der Erbe entfaltet hat, währenD es in Palästina nur etwa 1500 Jahre gelebt. Ge wiß hüt es Die Erinnerung an Palästina in Dieser Zeit niemals aufgegeben. Aber Stimmun gen, wie sie jener apokryphe Brief Der Deut scheu IuDen an Esra bezeugt. Der sie aussorDerte, nach Palästina zu kommen: „WormS ist unser Ierusalen: unD Der Rhein unser Jordan" beweisen Die lebenDige BerbunDenheit Der IuDen mit Den LäuDern ihres Aufenthaltes. Wenn from- ~ Eröffnung! Bekannten und Geschäftsfreunden zur gefl. Nachricht, daß idi mich im Hansabau neu eingerichtet habe. Bis auf weiteres gewähre idi auf die meisten Artikel Prozent Einführungsrabatt in Waren und hoffe meine alten Kunden bald wieder bei mir begrüßen zu dürfen Parfümerie Kocpff Hansabau / Paulinenstr. 44 me Lehrer Des Mittelalters unD Der Neuzeit Die Deutsche Sprache Der hebräischen für gleich wertig erklärten, so spricht ans Dieser Erklärung ein gesunDes Heimatsgesühl. Wenn Buber Das JahrhunDert seit Der Emanzipation, Das bi.- PalästinaiDee bewußt abgelehnt hat, als eine Entartung Darstellt, so klingt aus solcher Darstellung Der Mangel Der inneren BerbunDenheit mit Deutschland oDer eine innere Unklarheit. Tenn wer wie er „eine stille Liebe für Die Deutsch-e Sprache" empfinDet, Der liebt mit chr Den Deutschen Geist unD Die Deutsche ErDe, aus Der beiDe herausgewachsen. Wenn er gar behauptete. Daß Das JahrhunDert Der Emanzipation unfruchtbar gewesen, so vergaß er Die großartige Entfaltung j Der jüDischen Wissenschaft infolge Der Emanzi paiion, Das Entstehen Der großzügigen Organisa tionen Der IuDenheit unD Den ibeetten gedanklichen Ausbau Des Judentums im >9. Iahrhun Dert. BRAUER & WIRTH Kunstgewerbliche Werkst Sit en MÖBELFABRIK Stuttgert, Charlottenstraße 21a laden höflichst zur Besichtigung ihrer ftusstellun gsraume an der O/gaecke NEU ERÖFFNET» Färberei» und ehern. Waschanstalt Alfred Thiemf, Stuttgart WEBfcRSTR. IM ( *■* /Mutiuti** iktsktumc! 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