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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1929-04-01 · 1 (1.4.1929) · p. Seite 17

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VI (1929-1930)
Issue
1 (1.4.1929)
Date
1929-04-01
Page
Seite 17 (sequence 15)
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Seil Ober 70 Jihre bavCbrl HARDT ru*oa. FMMbMk » OatHMd 185 f STUTTGART » Ftn&r. No. Ul KARL HARDT W «* 1. Fabrik das Landet. die Mlltsca rit SperiahUt krcatseUlec Plaue bont ■» e— AS. ——A— - - —--«j mm iiüwm» /W» /nTMK» schütteln könnte, ohne daß dabei die Blüten abgehen, dann wär's schon recht, aber so, wenn du den Schnee abschüttelst, bekommst du ganz gewiß keine Zwetschgen, wenn du ihn aber liegen und zergchen lassest, wer weiß! Der da über uns, der den Schnee hingelegt hat, wird ihn auch wieder weg tun; laßt ihn nur dafür sorgen!" Der Jörg-Toni folgte dem Rat der Mutter. Im Herbst hatte er einzig und allein im Dorfe Zwetschgen und er brachte uns davon. Noch heutigen Tages wird diese Geschichte neben vielen anderen im Dorfe von meiner Mutter erzählt. _ Ir. A. Eckstein, Rabbiner in Bamberg. Haben die Juden in Bayern ein Heimatrecht? Eine geschichtswissenschaftliche Untersuchung mit kriegsstatistischen Beilagen. 2. verb. Auflage. Geleitwort zur Kriegsstatistik von Dr. Alfred Werner, Vorsitzender des Landesverbandes Bayern des Reichsbundes jüdischer Frontsoldate». - Philo Verlag, Berlin. RM. 2.— Tie Frage, ob die Juden in Bayern Heimatrecht haben, auswersen, heißt sie bejahen, denn nur Böswilligkeit kann dies bestreiten. Da es nun aber leider solche Böswilligkeit gibt, ist eine Schrift wie die vorliegende vollauf berechtigt. Sie wird die Hetzer und Hasser nicht überzeugen, weil diese nicht überzeugt sein wollen, weil bei chnen eine Ueberzeugung vielleicht auch gar nicht notwendig ist, da sic — soweit es sich um Männer von Verstand handelt — selbst ganz gena i wissen, wie wenig zutreffend ihre Anklagen, wie sadenschrinig ihre Behauptungen sind. Aber es gibr tausende und abertausende von Mitläufern, die blindlings dem Führer folgen, seinen Worten Glauben schenken, auf eigene Prüfung des Tatbestandes verzichten. Diesen soll die Tr. Eckstein'sche Schrift die Augen öffnen, sie zu eigener Meinungsbildung veranlassen. Ter Verfasser, dessen Tarlegungen im vornehmsten Tone gehalten sind, will nicht überredm, er will überzeugen und er wird es unvoreingenonimenei! Lesern gegenüber. Tr. Eckst ei i befleißigt' sich in seiner Schrift einer hochanzuerkennenden Zurückhaltung. In seinen Aussührungen über die Leistungen der bayerischen Juden als Glieder der bayerisch-deutschen Schicksclsgemeinschast, Sprachgemein^chrft, Kuliuegemeinschast, Willensgemeinschast legt er sich weitgchende Beschränkung aus. Und doch wirken seine Darlegungen, die auf gründlichen Studien und Forschungen beruhen, zwingend. Aus Einzelheiten der Schrift wollen wir an dieser Stell« nicht eingehen. Eines aber sei ganz besonders betont. Aus jeder Zeile dieses Buches spricht das Herz des Verfassers, nicht nur das Herz, das seinen Glaubensgenossen entgegenschlägt, sondern das Herz, das für Bayern, für Deutschland sich entflammt. Was der Verfasser über Heimat, Liehe zur Heimat sagt, das findet sicher tausendfaches Echo bei Jud und Christ, das ist edelste Begeisterung für ein großes Ideal. Wer diese Heizens-Bekenntnis, das hier einer für alle ablegt, liest, und dann noch Zweifel an de: Heimatliebe der deutschen Juden zu ihrem Vaterlande ausspricht, der-wird zum Verleumder. Tie kriegsstatistischen Beilagen mit einem Geleitwort von Dr. Alfred Werner sind ein erhebenderes Denkmal für die gefallenen jüdischen Männer und Jünglinge als das herrlichste Monument aus Stein und Eisen. Tie Schrift klingt mit einem ergreifenden Schlußakkord aus, dem das Psalmwort „Die Wahrheit wird aus der Erde wachsen" zugrunde gelegt ist. Mit einem leise geflüsterten Amen! legt de- Leser das Buch zur Seite, das einen Ehrenplatz in allen jüdischen Büchereien verdient, dem wi: aber vor allem recht viele nichtjüdische Leser wünschen. Max Osterberg - 17 - Aus der Geschäftswelt. Aach der Krone» Zs« ist 1» Stuttgart! Biel« hunderte von Zuschriften au« allen Kreisen der Bevölkerung haben Direktor Krone veranlaßt, auch den gesamten Zoo, der wegen eventuell zu erwartender Stätte vorerst noch in den festen Münchener Stallungen geblieben war, nach Stuttgart zu beordern Schwierig war auch hier die Platzsrage, denn da« Stadthallengelände reichte natürlich bei weitem nicht aus, um die etwa einen Kilometer langen Zellbauten zu fassen, in denen Krone'« .Zoo untergebracht ist. Da« Stuttgarter Gastspiel gewinnt dadurch natürlich noch ganz erheblich an Bedeutung, denn Krone'« Tierschau, die die kostbarsten und erlesensten zoologischen Raritäten ausweist, ist eine, in der ganzen Welt kaum ein zweites Mal vorhandene Sammlung, die auch ziffernmäßig einen Rekord austqeist. - Da« Hensationsprogramm im „Circus untcr Wasser" hat in Stuttgart, wie nicht ander« zu erwqrte» war, glänzend eingeschlagen, und die Stadthalle ist täglich da« Ziel ungezählter Tausende nicht nur au« Stuttgart sondern auch au« dem ganzen Hinterland:- Die Züge in die nähere und weitere Umgebung sind überfüllt, und alle Berkehrsinstitute haben umfassende Borkehrungen getroffen, um > dem zu erwartenden, noch stärkeren Andrang gerecht zu werden Für Auswärtige empfiehlt sich besonder« auch der Besuch der Nachmittagsvorstellungen, die. in jeder Woche! am Mittwoch, Samstag und Sonntag stattsiiiden. Da« Gastspiel ist nur noch aus kurze Zeit beniksstn und wird «egen der feststehenden Reise dispositionen keinesfalls verlängert werden können. E» empfiehlt sich! mir einem Besuch nicht zu zögern, zumal da Krone auf Jahre hinaus kaum wieder in Stuttgart od:t in Württemberg bevorstehender Auslandsreisen tsegen gastieren wird. (S. Inserat.) I« fegt isah z» den Mineralbäder» jeder Art, welche zweise los bedeutende Werte besitzen, anderseits es aber fraglich erscheinen lassen, ob die Mineralien bei starker Ailagecung der KrankheitSstosse vom Körp.-r ausgenommen werdrn, da letztere oft einen stärkeren Faktor darsteilen und. entsprechend Widerstand leisten, werden hier hie Arzneistosse zwangsläufig imprägniert, weshalb da«j' Reu« Heilbad Sedanstraße' 6 in S t u t t g a r j (System Bauer) den Mineralbädern in vielen Fällen viduell dem weit überlegen ist. Dazu kommt noch, daß da« Bad sich. nie ungünstig auswirtz und sehr indi einzelnen Krankheitsfall angepaßt werden kann. Teshaly stellt da« Heilbad Bauer, da« in seiner ULM iKlON-lFOTHEKE! Dr. Wallfc, Apotheker u. Nahrungsmitteldiemiker Telephon 4090 / SyrllnstraAe 9 lllopaihtsdK u. hMnöopaik. AMctloM Spexl.llabor.toH um IBr Hu-, Auuil-, Blutetc. Uaterandiungen / Chemlsch-tediaiMhe Anmlyxea | KONDITOREI UND CAFE ' I 1 TRÖGLEN / ULM | S GemtUUdte neu renovierte Lokahi&ten z | Spezial - Geschäft für Beftellungen f Gegr. Pünktlicher Versand nach auswärts I | 1811 Feinste Praline eigener Herstellung i luiiiiiniiiniuiiiiiiniiuniiiiiiuiniiuiiiiiiiniiiiiuiiiiuiuiiiuiiniiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiil *- AusbiKdung in allen kaufm. Fächern u. Sprachen finden Sie. in der bestbekannten UHner nandelstactKchule "—Jur ** ' ■ ■ ■ =j= MERKUR Km Hauptwachpl. Direktion: JERG im :Mpril Inhalt u (21 g vorneinnflen ll^loclelle i IN REICHER AUSWAHL Modehaus Alfred Walz BAHNHOFSTRASSE 4. i Uhren Gold-L Sllhcrwaren j billigst hm WILH. FRANK, Uhrenmadiermelster j Herrenkellerstraße 33 Reparaturen gut und billig! 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