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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1929-04-01 · 1 (1.4.1929) · p. Seite 15

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VI (1929-1930)
Issue
1 (1.4.1929)
Date
1929-04-01
Page
Seite 15 (sequence 13)
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pH *'•'* 1 I.JI iWH.MlülHill rr^w^fn u. im* > «>»' —. muj U 15 - Stuttgarts schönste LergnügungsstLtte HSavitton Cxcelfior ^loßstr. 40 a Fernsprecher )lr. 216 39 nomen und Arztes Maimonides (Moses den Maimim, auch „Rambam" genannt). vergangen sein. Dr. Cyrus Adler, der Präsident des Dropsie College (Lehranstalt für hebräische und orientalische Wissenschaften) in Philadelphia, hat in einer Ansprache am Gründungstag dieses Colleges den Vorschlag gemacht, daß aus Anlaß des 800. Geburtstages des Rambam eine kritische Ausgabe seiner Werke, von denen viele noch unveröffentlicht sind, veranstaltet werde. Herausgeber sollen Männer der arabischen und der hebräischen Wissenschaft sein. Die Ausgabe soll enthalten die vier Bände der hebräischen „Mischneh- Thora" oder „Jad Hachasakah", sechs Bände seines arabischen Kommentars zur Mischnah, einen Band „Seser ha-Mizwoth", einen Band „Dalalat al-Ha'irin", einen Band Briefe und Responsen, vier Bände medizinischer und astronomischer Werke und einen Band kleinerer Abhandlungen. Eine kritische Ausgabe aller dieser Werke, sagte Dr. Adler, werde eine Ermunterung für alle jene sein, die sich für jüdische Wissenschaft interessieren (J.T.A.). Ei» Amerikanisch-Jüdischer Gelehrter Ehrendoktor der Berliner Universität. Professor Abraham Flexner auS Newyork, eine hervorragende Autorität auf dem Gebiete der medizinischen Pädagogik, hat die sehr seltene Auszeichnung der Verleihung des Ehrendoktorats der Medizin von der Universftät Berlin erhalten. Prof. Flexner ist weltbekannt geworden durch sein Buch über die Prostitution, das er im Aufträge der Carnegie Foundation geschrieben hat und durch seine Werke über die münzinischen Fakultäten Amerikas und Europas. Er hat sich um Deutschland ein besonderes Verdienst erworben dadurch, daß er während der schlimmsten Jnflations- und Nachkriegszeit eine Stiftung Rockefellers nach Deutschland gebracht hat, mit deren Hilfe die Gelehrten auf. dem Gebiete der Medizin sich weiter ausbilden und zu ihrem künftigen Beruf als Universitätsprofessor voibereiten konnten. Das wäre bei den Verhältnissen der Nachkriegszeit und Inflation unmöglich gewesen. Prof. Flexner befindet sich gegenwärtig auf einer Studienreise durch Europa, um die Reform der amerikanischen Universftäten im modernen Sinne vorzubereiten. Er hat dazu die Universitäten Hamburg und Berlin besucht und wird noch in England und in Frankreich sowie Skandinavien für sein neues Werk Studien machen. Prof. Abraham Flexner wurde am 13. November 1866 in LouisviUe als Sohn von Morris und Ester Flexner geboren und dozierte im Jahre 1906/1907 u. a. auch an der Berliner Universität (J.T.A.). Berthold Auerbachs Mutter. Dom S. Rothschild-Worm». Berthold Auerbach hat sich warme Freunde und Verchrer ges^ofsen, Freunde, die ein besseres Gedächtnis haben als die Großen: die Kinderwelt. Wie der alemannische Dichter Peter Hebel, den er in einer Schrift vecherrlicht und mit dessen Wesen er ga: manches gemein hat, so hat auch Auerbach es verstanden, kindlich zu fühlen, kindlich zu denken, kindlich zu sprechen, und so begegnen wie kaum einem Schullesebuche, in welchem sich nicht neben Hebelscher Arbeiten auch Auerbachsche Gaben finden, die dem „Schatzkästlein des Gevattermannts" und dem „Deutschen Volkskalender'" entnommen sind. Erzählungen, wie „Das Glück durch die Gelbwurst", „Die Posaunen des Gerichts", „Der Notpfennig im Gesangbuche", „FlektttcrtfidK Apoflukc LUDWIG SÜNDER EkUftrMB a.H feit und Risse in den Kleidern" usw. werden den ndern dauernd in Erinnerung bleiben: Wer er im Kreise der Jugend seine Befriedigung fin- , der fühlt sich selbst als Kind, wenn auch die cken des Greisenalters seine Stirn schon umahmen. Wer sich in der Auerbach-Literatur nur i rigermaßen umgeschen hat, der wird finden, wie nter allen Gestalten seiner geliebten Heimat die stakt seiner Mutter immer im Mittelpunkte cht. Nach chr ging all sein Sehnen, zu ihr kehrstets seine Gedanken zurück. Nachdem chm s Weib seiner Liebe anvertraut war, eilt er Nordstetten, um es von seiner Mutter inen zu lassen. Wie glücklich fühlte sich später der Dichter, als er, gelegentlich seiner ersten Audienz bei der Königin von Württemberg, von diiser mit den Worten entlassen wurde: „Wenn iä/ nach Nordstetten komme, besuche ich Ihre “ utter." Am besten lernen wir den braven Sohn mit m warmfühlenden Herzen aus folgendem kenn: Im Jahre 1881 feierten der Großherzog und Großherzogin von Baden das Fest der silrnen Hochzeit. Unter anderen sinnigen Gaben te dem Großhetzoglichen Paare eine Schrift erreicht werden, welche nur Beiträge von badien Schriftstellern enthalten sollte, oder von scheu, die dem Grobherzoglichen Hofe nahestan- . Zu letzteren gehörte in erster Linie Bert- )ld Auerbach, der sich, wie aus seinen iesen an Jakob Auerbach hervorgeht, mit allei Plänen für diese Schrift trug, schließlich alle fallen ließ, und sich zu nachstehender erarischer Gabe entschloß, welche, da das Werk nicht im Buchhandel erschien, nur wenigen beal bi t, Lp r e u @|r st te dc nich s-r N bei ni die be soll Geschichten meiner Mut- >ei echten Menschen wohl und heiile ich gerne von meiner Mutier, ich, ich dürfte auch dem herzlich erzoglichen Paare zu seinem Eherzählen. starb 1810, meine Mutter 1852. Geschwister, sechs Schwestern und Meine Mutter hat von uns allen ül sä s°! d h Br le:l Q lit brr könnt wurde ter. Wenn mir misch ist, erz und so mein verchrten Gr rentagc davoi Mein Bäte Wir waren 1 fünf Brüder. Lfnkel erlebt. ' Ms wir Geschwister noch zu Hause waren, gab es natürlich auch Reibereien und Streitigkeiten unter uns, und da erzählte die Mutter gern eine Geschichte. Sie hatte iit ihrer Jugendzrit viel im Hause des Rabbi Jehudst gelebt, der neben meinem.großelterlichen Hause, dem Gasthofe zum Ochsen in Nordstetten tbohnte. Wenn meine Mütter den Namen des Rabbi nannte, verbeugte sie sich stets chrfurchtsvoll >und sagte di« üblichen hebräischen Wort«, die ist deutscher Sprache lauten: „Das Andenken detz Frommen sei gesegnet." Wenn wir Geschwister also in Streit geraten waren, sagte sie: „Kinder, laßt euch erzählen, was ich von Rabbi Jchudi, gesegnet sei sein Andenken, gchört habe." Aus Grund und BÄ>en der Geschwisterliebe ist der heilige Tnnpel in Jerusalem erbaut Wochen. Ms König Salomo den Tempel bauen woflte, lag er eines stachts unruhig in seinem Bette und konnte nicht chlafen, denn er wußte nicht, wohin er den Tempel bauen sollte. Da rief ihm eine Stimme vom^ Himmel zu:' „Sich' auf und gch' hinauf ans de>, Berg Zion, da ist der Boden. Dort HEILBRO Eugen Kaiser, Heilbronn » DEN SOLMEBSTKAME 1, TELEFON M7 ad Bl» lektr. Beleuchtungskörper Koch« lind Heizapparat«, Staubsauger uad Bohner iaipfaegsgerite Heilbronn er Möbelfabrik ■ Heilbronn & FR. STRIENZ S KndgevtrM. VabUltci I. J| des ,w>rn lua-AutM W Fabrik! MtaKtaUUr. 41/47 Mn», ad Vcriuib. rtaaae, Paelteorirat« Nr. 9 CHOLL NACHF. UHIUINaUIl 1 asch- und Putzmittel strample, •« rrtkefw*s<hc ChCBdCT a. Naru.'Ve rs NÄGELE SCHO MOL ADE NH AUS HEILBRONN a. N. Kabmir. tt, Telefon 1866 Kaffee / Tee und Kakao OHof 3$rännliug 0 steifem*, ai, Zd. 10a Das Hans für schöne Blnmen Tapeten Linoleum, Wand spann Stoffe Salubra, Tekko « ADOLF FREIHARDT SOImerstr.i - Hellbroaaa.N. .Telefon 929 Photomangold Spcsial- GestMft für Photobedarf Atelier für moderne Bildnisse KAISORSTR. NS. SO miPHON 1000 Ißermcmn oßade W M EIGENE SCHIRMFABRIKATION I Herrenhfite / SpasientBcke fei. 644 1 Ecke Kaiseru. SOlmentr., Aug. Romann I Konditorei un d Cafe UleetMltU, pnl hUtrisn Spezialgeschäft für Beste Schokolade — Pralinen Langen j R OESLEN'S FEINKOST Ucfart Mr da UCkdBdc Adlac nur das AM er beste I FERNSPRECHER Nr. ISS H ALLEE Nr. 19 BB CHR. BRANDT HOFPHOTOGRAPH HEILBRONN a. N. KUraUr.S - TcLlOd* Sender-Aht4llnng «Or APPARATE 234853482323535348232323534823235353

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