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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1929-04-01 · 1 (1.4.1929) · p. Seite 6

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VI (1929-1930)
Issue
1 (1.4.1929)
Date
1929-04-01
Page
Seite 6 (sequence 4)
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- 6 - r > Baokcommandiie Siegmund veil fflUttm, KMttltr. 19S IbinnMal / Tel. 28344 45 HECHISGES s TUR1SÜES / S/GHARISG£.V In>u. ausl. Wertpapiere / Einlagen zu günst. Zinssätzen / Industrie-Kredite / Hypotheken flfiiiiHiit werde» müssen. Aber noch bedenklicher al - diese Berutsbettler sind die Sammler, die mit ci iäiiditfii Ulapieren nnd mit echten Zeug nissen naiver Menschen herumreisen, die itzren Angabft (Glauben geschenkt haben, und für Ein richiungen, Lehranstalten, -irankenhäuser usw. ><eld sch»me.». die übethauvt nicht besteben. 2o veretfentlicki die Tresdner flemeindezeiuing in ibrct Februaruummer eine Warnung vor einem >:■ iiiler, sei tiit ei» Unternehmen in tote. nambaiic Beträge gesammelt bat, das »ach Anträge» »ich: existiert. .-**■ Tiise Mitieilniig gibt erneut' Anlaß, vor den üi»ich. : Sammlern ernst zu ivärnen, die mit .'ine: ^üiic von Zeugnisse» auitreten. von denen . eine Teil gefälscht, der andere von leichtglä» .^ijj.ii Ralbinern und Einzelversoncn ausgestellt .ist. o vor wenigen pTagen bat bicr ein angeb. iidier Tr ,'t. mit gewischten oder gestohlenen .,r„rt»iur: tiit eine indische Lrganisation in Brativl.ici groste Beträge gesammeit, der dem Tia u fr nach a».- We-'ivrenße,/ stammte, kein Wort bebräisch vernand, also wohl nicht Jude war, und nick! die geringste .>le„ninis seiner angeb licken Heimatstadt Hane Turck sein sichere; Aust treten uno seine nntstempeln versehenen Au;- weise ist erihm geglückt, hier auch von Leuten i'ielc tu erhalten, die sonst für wohltätige Einrichtung-a nicht; übrig haben. Es must immer wieder von neuem darans hin gewiesen werden, dast diesen Sammlern keine Beträge tusgebändigt werden, ohne da; Israelitische Fürsorgi.tmt vorher angeiragt zu haben, da;, io 'iveit seine .üenntntsse reichen, sofort Anskuii't;u eneileo-bereit ist, in Zweiiel;fällen aber an Um betrcisendcn Stellen Aachsrage hält. In den roten Zähren sind hier iviederholt Samt» ,r ausgetreten, die für nichtdestchende Anstalten in der Tschechoslowakei, in Rumänien usw. Tausende eingesammell haben, die damit wirklichen Armen entzogen ivorden sind. Ein Budapestcr Schwindler ist im vorigen Jahre hier dingfest gentacht worden, der sür einen angeblichen Shnagognibau in einem ungarischen Orte Beiträge sammelte. in dem überhaupt keine Juden wohnen. Ter Arbeitsausschuß de; Fürsorgcamte; hat in ernster Würdigung dieser oder ähnlicher skan dalöscr Borgänge beschlossen, Wohlfahrtsschecks mit dem Wortlaute drucken au lassen: „Ich ersuche, dem Ueberbringer diese; Scheck; . . . Zn Buchstaben! Mark auszuhändigen, fall; sich seine Angaben al; richtig erweisen, und mir ditscn Be-rag in Rechnung zu stellen. Schecks mit durchstrichenen oder korrigierten Angaben werden nicht honoriert. Unterschrift/' Tiefe Scheck-, iverden den Gemeindegenosscn, die sie wünschen, in beliebiger Anzahl zur Verfügung gestellt. Ihr Gebrauch ist so gedacht, daß die Ueberbringer ihre Ausweise dem Fürsorgeamt zur Prüfung vorzulegen haben, das verpflichtet ist, gegebenenfalls an Ort und Stelle über die Würdigkeit und Richtigkeit der Angaben der Sammler Auskunft einzuholen. Falls sich die Angabett als richtig erweisen, ist das Fürsorgeamt berechtigt, den im Scheck genannten Betrag gegen Quittung dem Sammler auszühä» digen und diese Quittung am Ende des Vierteljahrs bei dem betreffenden Gemcindegenossen zur Honorierung einzureichen. E; ist durchaus versehlt, Berussschnorrern und Sammlern Gaben zu reichen, durch die nur Un fegen und Schädigung herbeigeführt wird. ES ist ein falscher Grundsatz, dem Ersten Besten Geld zu geben, da; dadurch wirklichen und würdigen Armen entzogen wird. Stuttgarter Veranstaltungen. Mitgliederversammlung des Vereins zur Abwehr des Antisemitismus. Tie diesjährige ordentliche Mitgliederversamm lung de; „Verein; zur A b >v e h r des A n 1 i s e nt i t i s m u s", Ortsgruppe Stuttgart, fand am 1-. Mär; im Eharlottenhof statt. Stadt pfarrer a. T Lamport e r, der verdienstvolle Vorsitzende de; Abwchroereins, begrüßte, die zahl reich erschienenen Mitglieder und erteilte sodann deai Landiagsabg Johannes Fis ch e r das Wort r» seinem Bortrag über „Tie national sozialistische Zerievungspolitik". Wntiitst auf ein umfassendes Material, mit der erhebenden Freimütigkei- und Begcisternng, mit der Iohs. Fischer sich stets für die Sache de; Rechts »ity der Wahrheit entsetzt, entrollte der Redner ein Bild von der gegenwärtigen nationalsozialistischen Bewegung und schi derte ein drucksvoll die in ihr begründeten Gefahrenque! len für das deutsche Staats-, Volks und Geistesleben. Mit scharfen Worten wandte er sich ge gen die nationalsozialistische Ehrfurchtslosigkeit. die selbst vor Schändung der Toten und der Gotteshäuser nicht zurückschreckt und vor den reli : giösen llebcrzeugungslrästen der Religionen nicht , halt macht Gegen diese Zustände muß im Im; teressc der religiösen Innerlichk-i! und der kul turellcn Sauberkeit des deutschen Volkes Front gemacht und Tinters „Geistchristcntum" muß als das, lvas es ist nämlich als Schund .und i Schmutz gekennzeichnet werden. Auf allen Gebieten des Lebens richtet die na! tionalsozialistischeZersetz'ingsto.i.ik schwerste Schä den an. Tas allgemeine Volksleben in die ■ sein Zusammenhang weist Johannes Fischet ' ans einen Schmähartikel im Stuttgarter „Evan; gelischen Sonntagsblatt" hin, der Inhaber jü , bischer Warenhäuser de; Mißbrauchs ihrer lveib 1 liehen Angestellten beschuldigt — wie das Staats lesen werde durch die Umtriebe der National Kleiderstoffe I | ä I io unerreichter Auswahl I I Eiu,|ej Spezialgeschäft Rirtttlitrfl I zu vorteilhaften Preisen I I Wr I I; I garantiert indanthrenfarbige I I A P U I : I d. h. wasch-, liehtnnd wetterechie Stoffe I sTu” ""..f: I I Indanthren-Haus Stuttgart H I 9 I U I I usn I / unaaaSTaaSSC tl > U Könlgstr. 12, gegenOb. d. Marslall M X C. E. Hoff & CO. X Kohlenhandelsgesellschaft m. b. H. FlirrtrtrtlltmQr 8. (am Frledridispletz) LAGER: saninnrtreSfl (k. Msaea aarten) FERNSPRECHER 20700 Nur ersflflalßge Brennmaterialien aller Arf Sorgffiltigste Belieferung) Unbedingte Garantie für abgeliefertes Gewicht Sllberburgstrafr* 07 Kauft Bet nuferen 3 nf er ent ent EHt Frischkost! 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