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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1929-03-16 · 24 (16.3.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
V (1928-1929)
Issue
24 (16.3.1929)
Date
1929-03-16
Page
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Skine materielle Zukunft bereitete dem Jüng. ling Sorge. Er studierte an der Lehramtsschule de- Züricher Technikums vom 17. bis 21. LebenSjahre, um sich für den Lehrerberuf vorzubereiten. Er konnte aber eine Lehrstelle an einem Gymnasium als Nichtschweizer, der seit dem Mailänder Aufenthalt sogar „vaterlandslos" geworden war, nicht erlangen. 1901 erwarb er nach fünfjährigem Aufenthalt in der Schweiz das Bürgerrecht der Stadt Zürich. Er kam an das Schweizer Patentamt, wo er sich 1902 bis 1909 als technischer Experte betätigte. MUten in seiner Praxis, 1905, lösten sich seine jahrelang in Forschung und Nachdenken gewonnenen Erkenntnisse in einen unwiderstehlichen Arbeitsdrang: in diesem einen Jahre entstanden die umstürzenden Werke: „lieber einen die Erzeugung und Verwandlung des Lichtes betreffenden heuristischen Gesichtspunkt"; „Udber die Trägheit der Energie"; „Das Gesetz der Brownschen Bewegung"; „Zur Elektrodynamik bewegter Körper"; diese Abhandlung behandelte bereits die Theorie der speziellen Relativität. Tann kam im gleichen Jahre seine Doktordissertation: „Eine neue Bestimmung der Moleküldimensionen". Nachdem ihm zuerst ein Lehrstuhl in Bern bereitgestellt worden war, wurde er 1909, als a. o. Professor für theoretische Physik an die Universität Zürich berufen. 1911 folgte er einem Ruf alr ordentlicher Professor an die Prager deutsche Universität. Im Herbst 1912 kehrte er nach Zürich zu einer Professur am Polytechnikum zurück. Im Frühjahr 1914 wurde er an die Preußische Akademie der Wissenschaften nach Berlin mit Lehrfakultas an der Universität berufen und zum Direktor des neugegründeten Kaiser Wilhelm-Instituts für Physik ernannt. Hier vollendete er seine Relativitätsarbeiten mit dem großartigsten Ausbau der Gravitationslehre. Durch die Relativitätstheorie ist die Physik auf ein völlig neues Fundament gestellt worden, und die wichtigsten neuen Errungenschaften, insbesondere aus dem Gebiet der Atomphysik, wären - 317 - ' ohne sie unmöglich gewesen. 1917 stellte Einstein Beziehungen zwischen der Bohrschen Atomtheorie und der Plancksrhen Strahlungsformel her. 1925 gelang ihm die Verallgemeinerung seines Gravitationsgesetzes zu einem allgemeinen Ausdruck, durch den das Gravitationsfeld und das Elektromagnetische Feld unter einem Gesichtspunkte zusammengefaßt werden. Diese Arbeiten gipfelten in der „Neuen Feldtheorie", deren vor kurzem erfolgte Veröffentlichung durch die preußisch« Akademie der Wissenschaften auf die gesamte wissenschaftliche Welt fast ebenso revolutionierend wie die Relativitätstheorie gewirkt hat. 1921 erhielt Einstein den Nobelpreis für Physik. Er ist ordentliches Mitglied der AmsteQ damer Akademie der Wissenschaften und Pr^ fessor an der Universität Leyden, wo er alljährlich eine Reihe von Vorlesungen hält; ferner Ehren¬ oder korrespondierendes Mitglied fast aller wis senschaftlichen Akademien der Welt. Albert Einstein nimmt an allen geistigen und politisch-freiheitlichen Bewegungen der Jetztzeit lebhaften Anteil. Er hat sich große Verdienste um die.Wiederbefestigung der Verbindungen innerhalb der internationalen Gelehrtenwelt nach dem Kriege erworben. Er spricht sein gewich tiges Wort, wo es gilt, Unrecht an Einzelnen und an Gemeinschaften abzuwehren und für Menschenrecht xeinzutreten. Er ist Mitglied des „Komitees für geistige Zusammenarbeit" beim Völkerbund und stand einige Zeit diesem Komitee vor. Im April 1914, auf einer Rückreise aus Ja pan, weilte er in Palästina, und dort wurde %t von dem Erlebnis jüdischer Arbeit im Lande ^der Väter ergriffen. Leidvolle Jugenderlebnisse zusammen mU biesem neuen Erlebnis verdichteten sich zum Verständnis der jüdischen Renaissance, für die er seither wiederholt in Wort und Schrift eingetreten ist. Er gehört dem Kuratorium der Universität Jerusalem an, deren in Gründung be griffen«« physikalisches Institut nach ihm benannt ,, wird. 1921 nahm er an Weizmanns Propa¬ L Entzückend! ruft jedermann unwillkürlich, wenn ihm das neue HANOMAG¬ CABRIOLET begegnet. Es ist der Reisewagen des Geschäftsmanns, wie der bequeme Wagen der Dame und kostet nur RM. 2800.- _ Wir laden Sie zur Probefahrt ein. STUTTGART KONIGSTRASSE 3 gandareise nach. Amerika zugunsten des Keren Hajessod teil. Auch anderen jüdischen Wohlfahrt» bestrebungen ist er stets hilfsbereiter Freund. Während der ersten Nachkriegsjahre wurde gegen Einstein von völkischer Seite eine wüste anti semitische Hetze entfaltet; er stand auf der -„schwär zen Liste" zusammen mit Rathenau und anderen jüdischen Persönlichkeiten. Tic Verehrung der Judenheit für Albert Ein stein kommt in einem Aufmf führender. jüdi scher Persönlichkeiten Deutschlands aus allen La gern'zur Begründung eines Einstein-Waldes in « BRAUER & WIRTH Kunstgewerbliche Werkstätten MÖBELFABRIK Stuttgart, Charlottenstraße 21a laden höflidtst zur Besichtigung ihrer Ausstellungsräume an der Otgaedce ein BlhrfeaMOnch Otf. SCHMITTS NACHFOLGE« Haeeabcr tßtr.U Feraspr. SOS 71 Werkstatt« Pobter- ■Oel im Statt and Leder, NeesellUAe Immem»D«kor«iioa Aettkml «SwH. Lteoteema. Tapesicr-Arbeiten EineHausffrau ist kein Chemiker Erst im Gebrauch, also meist, wenn es schon zu spät ist,vermag sie zu erkennen, ob ein als unsd&dlich angepriesenes Waschmittel aitch tatsächlich unschädlich ist. Das Vertrauen, das die gesamte deutsche Hausfrauenwelt dem Dr.Thompson’s Seifenpulver entgegenbringt, wird seit Jahrzehnten immer wieder aufs neue gerechtfertigt. a - 4 RicxtxnmR r-:- Steuerberatung Bfidterrevision, Recht» beratnng, Organisation lüddeutsdie Treuhand fld-Ges. * FERNSPRECHER Nr. Mi2t, 2772t STUTTGART, KÖNIGSTR. 11 Photo Apparat« u.Zubabfir Pboto-Arbaltaa Radio Apparat« «. Zubabfir montags ♦ Reparaturen kauft man am besten im Spazlal-Kaus Wilh.Dörlng ■MOrstr.32 Hub*) TH. E2B65 Dm Htas itr nuten Bsntoai s. iMIni •rtcil- TCgMC Rrtesetbortc A /Ä7 Bauet Ru» O. m. b*H* J Relnsbargstr. 1t Kein Ladeal EXTERIKULTUR Vornehme Pflegestfitte f. weibL Schönheit Individuelle Geaichtamuskelpflege, Pflege des Halses und der BOste. Kopfmassage, Hand- und Nagelpflege. 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