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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1929-03-01 · 23 (1.3.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
V (1928-1929)
Issue
23 (1.3.1929)
Date
1929-03-01
Page
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Pkofo UdJmUmJ ** stuttopot königstr.-io ge'etzlich geregelt ist, sondern auf die Gewährung Polizcilrchc-i Schutzes für die Einhaltung der Äufiftni Ordnung und Ruhe an den Sonn- und Festtagen. Gewisse störende Arbeitsverrichtunge.i und öffentliche Beranstaltungen sind an die'en Tage» verboten» teils überhaupt, teils nur für die Zeit de? Gottesdienste?, ^nz allgemein ist angeordnel, das; in der Nähe der evangelischen und katholi'cheu Kirchen an Sonn- und Festtagen je.'e geräuscherre-ende Handlung, die den '>-ot:esdienst störe» kann, zu unterlassen ist und käst die Ortspolirei eaörde zur Fernhaltung sol^ chec Störungen Bor'estr»ng zu treffen hat. Während im übrige», die Borschristen der Sonntaqsordnnng den Gottesdienst und der herrschenden chri'liche» Be'enntniTe gezen S örun'en sichern, enthält ne eine Bestimmung auch zum schütze der andere» Religionsaesellschasten. indem die Ortspolizeibehörde vervslichtet wird, die öffentlichen Gottesdienste disi'er anderen ikkeligionsge 'elsschaiken an deren rezelmä^i'>en Festtagen auf Antrag de; Reli'ions'emeinden dadurch zu schul en. kost ft - Störungen durch Lärm in der Nähe des Gotteshauses verhindert. Zu den Voraussetzungen die'es auch unseren israelitische i Reli-n'ons-e iieinde» nikommenden Schutzes ist folgende? z i bemerken: , •i. G? ■ must sich nm einen ö f f e n t l i ch e n^ d. h. einen von der Gemeinde ausgehenden, all-n Reliaionsgenoffen offenstehenden Gottesdienst handeln: Minian, Lernen und dergl. im Privathau',' sind nicht geschützt. 2. Wenn von den reqelmästigen Festtagen di> Rede stst. so sällt darunter sinnie' wüst a"ch' der sabbatbaotkesdienst ein' schtiestl'ch des niTtt der Gottesdienst an Werktaaen. -'s. "Tie 'Trt-nol'zei e 'S'de bat nicht aus eigenem An t riech, sondern erst aus Antrag der Reliffgus-e»einde ein'U'ret'en' der Antrag must non> Borstebe-amt ansaeden. Ob der Antrag n»r >n' einen Ein elial' od--r für einen grüneren Zeitraum im Voraus gestellt wird, ist Sache der irakii-chen Erwäqnn-'. '- Störungen durch Lärm in der Nähe des Gotte-bauseS 'i"d roli-ei'ich v verhindern. Andere Sterlingen als?tche durch Lärm kommen bser n!ch; in Betracht. Unter Gotteshaus istzu »er''eben nicht nur die snnanooe. sondern wohl auch ein in einem an sich vroranen Gebäude ge le'ene^ Raum, soffr,, er von Gemeinde ve'en anssch'i?sts-ch nr amre-^ienstst ste Zwe^e eingerichtet und be''immt ist. also auch ein Betsgnl -st srransich ist. ob der vaff.estj-S-e schun auch >'ür den Gottesdienst einer Tissidentengem rinde Gergl. Ist unserer Verfassung) an aernseii werden kann sofern eine organisierte Gemeinde vorhanden ist. wird die'e Frage zu be sahen sein. Ter Boklständigkeit halber sei noch hervor gehoben. dast neben den anrerührten l.andesrechtlichrn Bestimmungen d>e einen vor^eu-en^en polizeilichen sch"K det Gottes^i-nstes bezwe^en. d>e altoemei"en Bor^ch-iffen b?s Rei-F4'traf"e'ezbuchs zum schütz der freien Rel'-i>n-ansünlns (ner'l. S-i 166. 167. auch 8 860 Z4ff. 1l StGB.) ihre volle Ge'iunq behalten und daß. wenn irgend welcher da^e-en verkokender Unmg Vorkommen sollte, ans Grund die>er krimin-llen Borsch'isten die Täe' -ur strasrechtlschen Verantwortung gezogen werden könnten. WmU yHfanlÜHtS (JHne Dvienlnr ffhr die 38{freitf<ftaff bti Judentum^ am der MLnckerner An der Mü"chener Universität H aus Veronlassnna de? Ordina-nns kür semitische Phiknso-'ie. ProkeUor Tr. G. Berastraßer, eine Dozentur für die Wis^enschaff vom Judentum errichtet worden. Zum Dozenten wurde Dr. Prys ernannt. 25 $abre „Verein ebeinolifler Vblemer*. Der „Verein ehemaliger Ahlems, deffen Mitgliedet ehemalige Schüler der vom Konsul Sif - 306 - man begründeten israelitischen Gartenbauschule Ahlem sind, hat zu seinem 25jährigen Jubiläum einen mit Bildern reich ansgestatteten Bericht herausgegeben, der Einblick gibt, in das, was die Anstalt erstrebt und was deren ehcma lige Schüler praktisch im Leben leisten. Güter- Tirektor 2. Dyk-Berlin führt unter der Ueöer schrift „Wege zur eigenen Scholle" u. a. aus: Mit der Gründung der Garten-Lehranstalt in Ahlem durch den unvergeßlichen Konsul Simon ist zum ersten Mal in Deutschland mit der syste malischen Ausbildung jüdischer Jugend im Gar tenbau begonnen worden. Tie Ahlemer Institution hat bewiesen, daß junge Juden, sofern sie gesund an Körper und Seele eine normale Lehrzeit von dreijähriger Tauer untsr beruflich tüch tiger Leitung durchmachen, an Berufstücht'gkeit und Leistungsfähigkeit in ihrer Gehilfenzeit dasselbe erreichen wie njcht'üdische Gärtner. Es ist zu bewundern, mit welcher Anhänglichkeit und Zähigkeit die ehemaligen Ahlemer trotz oft widerwärtigsten und schwierigsten Verhältnissen an ihrem Berus festhalten. Gü'er-Tire'tor Dyk ent wirft den Plan der Schaffung jüdischer Sied lungen in Deutschland, deren Pioniere gut ausgebildete jüdische Landwirte und Gärtner sein sollen. Neben anderen Auffätzen berichten mehrere ehemalige Ahlemer Schüler unter der Gesamtüberschrist „Erreichtes" über die Entwicklung ihrer gärtnerischen Betriebe. Tie meisten Berichte stammen von ehemaligen Ahlemern in Deutschland, das Heft enthält aber auch interessante Berichte über die Arbeit ehemaliger Ahlemer in Palästina, Italien, Polen. Amerika und Australien. (J.T.A.) Ik«rp*a»«lfter Levy»D1ehin « 22 jährig »erstorben. In der Nacht zu Samstag, den 16. Februars verstarb in Berlin plötzlich der junge hoffnungsvolle Kapellmeister Levy-Diehm im Alter vom 22 Jahren durch Selbstmord. Noch am 'r Abend vorher hatte er eine Ausfühi rung der „Manon" in der Städtischen Oper, an der er seit 2 Jahren als Kapellmeister Is« wirkt, dirigiert. Er galt als einer der talentvöll^^lT sten und zukunftsreichsten Kapellmeister der deutscheu Bühnen. Er stammte aus Stuttgart. (ITA.) Deutsche Einfuhr nach Palästina. Deutschland war an der Einfuhr Palästinas in den ersten 9 Monaten 1928 mit 468 905 Pfund beteiligt, gegen 412 524 Pfund in der gleichen .Zeit 1927. Es hat also eine Zunahme um 13,7«« stattgefunden. Ausgesührt nach Deutschland wurden Waren im Werte von 39395 Pfund '' gegen 49 732 1927. Tie Folgen der Krisen zusammen mit dem Kapitalmangel im Lande wirkten *5 einer stärkereil Belebung des Geschäftes mit Deutschland entgegen. (J.T.A.) Ei« Rabbiner spricht im Wiener Erzbischöfliche» Palais. Vor zahlreichen Zuhörern, die sich zumeist aus katholischen Geistlichen zusammensetzten, hielt auf Einladung des Rektors der Wiener Universität, » Hofrat Tr. Jnnitzer, Rabbiner De. Armand Ka **. minka in der Katholi chen (Leo-) Forschungsgesellschaft im erzbischöflichen Palais einen Vortrag über die-Entstehungsgeschichte der Psalmen. Der *? HEILBRONN ■ FRIT7 $FFI kaiserstr. is S ■ 11X1 1 A, JCLL FERNSPR. M7 ■ ■ Feine Schreibwaren M J Elegante Lederwaren » ■ Kunatgrw. Gegenstände » * Sämtliche Büro - Artikel ■ Bruckmann-Best ecke [ -p Silberwaren ^-«V» -Trauringe Alpina- Uhren Herren- Unterwäsche jeder Art Herren-Sodcen Sport-Strümpfe ln nur guten Quxlttgicn zu blllifiten PreUen mopl-fcnditl Sdlmcninte 6# Wilhelm Bauer Parfümerie Toilette - Artikel Kaiserstr. 27 Telephon 510 Rob. Hchncr Uhren o. Goldwaren Reparaturen Heilbronn a. N. 12 Gerberttrabe 12 CBRfBBANDl HOFPHOTOGRAPH HEILBRONN «. N. KUraitr. X . 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