Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- V (1928-1929)
- Issue
- 22 (16.2.1929)
- Date
- 1929-02-16
- Page
- [Seite] (sequence 5)
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— 289 - HilSbach, der der erste jüdische Leutnant in der preußischen Armee gewesen ist." In der jüdisch-theologischen Gruppe sehen wir Bilder von Salomo Abraham Tiktin und Abraham Geiger friedlich neben einander, die einstmals in Breslau schwere geistige Kämpfe miteinander aussochten, die die ganze Judenheit in Erregung setzten. In weihevoller Stimmung betreten wir die Räume, die mit Kultgeräten angesüllt sind: Ter Silberschatz der heute nicht mehr bestehender^Zül zer Gemeinde, Mokaum Zaddik genannt, Ort der Gerechten, weil diese Stadt nie diese Juden vertrieb, erzählt von einer einst blühenden heiligen Gemeinschaft. Ter Almemor ist hier wieder aufgebaut, wie er einstmals in Zülz gestanden hat. Prachtvolle Kidduschbecher (einen von ihnen zeigen wir im Bilde), herrliche Rimmonim (auch von ihnen sind wir in der Lage, einen unseren Lesern vor Augen zu führen), berichten von. der Innigkeit unseres Gottesdienstes und von der Liebe, die man der Ausstattung der Tinge widmete, die man zum Kult gebrauchte. Tas Eigen ff»;/« I * * ** ^V\\\VVV\\\\\\WWVv.w.'t.i >' artige im Aufbau der Ausstellung tritt hier besonders hervor. Jeder Festtag zeigt sich dem Beschauer als ein geschlossenes Ganzes. Und wer diese Räume durchwandert, läuft durch das ganze jüdische Jahr. Beobachtete man die Gesichter der Besucher, unter denen sich sehr viele befanden, die nicht unseres Stammes waren, so konnte man sehen, daß sie hier etwas Neues erlebten. Hier stieg ihn« eine andere Vorstellung vom Judentum aus, und wenn der Museumsgedanke heute fast überall, wo Juden wohprn, festen Fuß faßt, so beweist gerade diese Breslauer Ausstellung seinen doppelten Sinn: Uns selbst gibt er Vertiefung und Einkehr, den Menschen aber, unter denen wir leben, zeigt er, wie wir sind. QU*$ faw SlHllgort Siguiig des Borsteheramtes am 30. Januar Nacli der Be lesung und Genehmigung de» Protokolls berichtete Tr. Flegenheimer im Namen des kleinen Rates über denen Stellungnahme zu der beantragten Wiedereinsührnng des Talli«. Tie Landes- Versammlung hatte die Anfrage de« Borsteheramtes über die Zuständigkeit der Entscheidung über die Wie dereinsührung des Talli« dahin beschieden, daß das Borstcheramt in dieser Angelegenheit zuständig ist. Im Interesse einer friedlichen Lösung der strittigen Frage schlug Tr. Flegenheimer im Namen de« Kleinen Rates vor, daß eine. Kommission aus dem Kleinen Rat und dem Stadtrabbiner gebildet tverden soll, um die Borsragen zu erörtern, ob sich in einem der Räume des Gemeindehauses ein würdiger Gottesdienst nach altem Ritus einrichten lasse, und ob die Einsührung eines Frühgottesdienstes vor dem eigentlichen Gemeindegottosdienst im Betsaal oder in der Synagoge ermöglicht werden kann, um so beiden Richtungen der Gemeinde Rechnung zu tragen. Gleichzeitig sollen in anderen Gemeinden Erkundigungen eingeholt werden, wie weit in deren Gottesdiensten das Tragen dei Talli« verboten ist. Aus eine Anfrage von Feliz Wolfs über den letzten Teil de« Vorschlages, ob die Bescheide der Gemeinden etwa die Entscheidung über die Frage herbeisührcn sollen, cntspinnt sich eine Aussprache, in der sich Arthur Essinger für diese Auffassung, Tr. Flegenheimer gegen sie ausspricht. Bei dieser Gelegenheit wird ein früherer Vorschlag erneut vorgetragen, daß die Thoraspenden beim Ausrufen an den Sabbathen und Festtagen nicht mehr genannt werden sollen. Für diesen Vorschlag treten Felix Wolss und Leviein. Ter Vorschlag de« Kleinen Rates aus Bildung der Kommission wird hieraus angenommen. Ten weiteren Bericht des Kleinen Rates erstattet Oskar Rothschild. Tic Bauangclegcnheit Fürchte gott soll von der Verwaltung erledigt werden und das Plenum nicht mehr beschäftigen. Die Genehmigung des Steuerbejchiusses mit den vorgeschlgenen Rücklagen für den Friedhoserneuerungssonds und für den Betriebsfonds ist eingtgange». Danach beträgt die an die Israelitische Zentralkasse von- Stuttgart zu leistende Umlage M. 160 282, von denen bereit« M. 100 000 bezahlt sind. — Tem Borsicherarnte wurde vom Ober rate die Entschließung der Landesversammlung mit geteilt, daß de» Gemeinden da« Iiecht zusteht, Frautn zu den etnzelnen Kommissionen zuzuzichen. Ter Jü dische Frauenbund hat ein entsprechende« Ersuchen an das Vorstehtramt gerichtet. Es wird beschlossen, dem KEIN AUTO KAUFEN ehe Sie den neuen CHEVROLET . 6 ZYLINDER gefahren haben. Er ist kaum teurer, als der 4 Zylinder. Wenn General Motors, die täglich 5000 Wagen herstellen, einen neuen Wagen herausbringen, lohnt es sich, ihn zu kaufen. Sie haben für wenig Geld bei Chevrolet den größten Gegenwert^ Erscheint am 20. Februar 1929 Besuchen Sie uns. Wir vertreten außerdem HANOMAO u. ROHR 8ZYLIND. STUTTGART KONIGSTRASSE 3 Frauenbund mitzuteilen, daß die Gemeinde stets zur Erledigung von Wohlsahrtssragen Frauen z. B. in das Fürsorgeamt hinzugezogen. Falls sich -in praktisches Bedürfnis ergibt, sollen weitere Fraue.i von Fall' zu Fall zur Mitarbeit ausgesordert werden. — Der bisher benutzte Raum für den Filialgottesdicnst an den hohen Feiertagen ist wieder gemietet worden. Di«' Koste» für die notwendigen Wiederhcrstellungsarbciten im jüdischen Teile des Hoppenlausriedhoses sollen in der Friedhossabtcilung durchberaten werden. Die Landesversammlung hatte beschlossen, an die Gemeinden di« Aussordcrung ju richten, 1 Prozent ihre» Steuereinkommens dem Landesverband für jüdische Wohlfahrtspflege zur Verfügung zu stellen. Da die Gemeinde in ihrem Fürsorgramt die Büroarbeiten des Landes ' verbände« aussühren läßt, so ist die Leistung der Gemeinde bereits höher als I Prozent ihrer Steuereinnahmc. Essinger schlägt vor, de» bisher yom Landesverband geleisteten Bürokostenbcitrag von M. 1000 herabzusetzen. Die Finanzabteilung wird mit der. Vorbereitung der Angelegenheit-beauftragt. An,einer Aussprache über die Umgestaltung des Betsaals beeiligen sich Essinger, Meyer, Ebstein und Tr. Flegenheimer. Eine Kommission, gebildet aus dem Stadtrabbiner, Ebstein und Meyer, soll eine geeignete Lösung Vorschlägen. Nach der Mitteilung mehrerer Zuschriften findet noch eine nichtössentlichc Sitzung statt. i“ TAPETEN-HAUS UEMPEN d KBECTZMANN EBERHARDSTR. 12 Säuglingswäsche muß nicht nur SfirgNAUlVCR weiß sein, sondern sie muß vor allem der Hygiene entsprechen. Bei gleichzeitigem Waschen und Bleichen ist diese notwendige Sauberkeit nicht zu erzielen. Waschen mit „Dr.Thompsons Seifenpulver“ und Bleichen mit „Dr. Thompson» Seifix“ bietet Gewähr für gesundheitfördernde, peinlichste Sauberkeit. Berücksichtigen Sie unsere INSERENTEN Zum spanischen Garten INHABER: LUIS CARDBLL TBbiageratraBe lli - Tel. 7*174 Spexlal-Qesdiaft f*r SBdfrflchte Jeder Provenienz Weine a. Ollveafll. Aofmerks. prompte Bedleaaag Telef. 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