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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1929-01-16 · 20 (16.1.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
V (1928-1929)
Issue
20 (16.1.1929)
Date
1929-01-16
Page
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Jeden BUcherwunseh erfüllt Ihnen die SCHWÄBISCHE BÜCHERSTUBE Schneider & Truckenmüller CharlottenHtr. 1 / Telephon 250 34 nicht wieder in die Teballe hineinzuwersrn. RA. Tr. Welf ste.'lle den Anteils, heute schon den Kranen das passioe Wahlrecht zn gewähren. Tie sec Antrag wurde edich gese» die «timnie Tr. Wolss a':ge e >n'. Taraujhin wurde sollende Enl sch.iestung des Min.Ra 4 Tr. Hirsch mir Mehrheit angenommene ,.Tie Lan"e;rcr'ammli!Ns hält eine Aendernng tc: i n Jahre lil'24 leschlossenen Per sassung hinsich lick, einer nach eingehenden Be ratungen durch Tlimmenmehrheil lcschl-issencn Bestimmung noch jnr verfrüht, würde es aber lrgrüsten. wenn' wriiigsirn.« in den grjstercn Oie Ihcindrn die Borstehcramter zur Beratung hiezn besonders geeigneter Gegenstände weibliche Ge ineindegriiossen zuziehe» ivürdcn, wozu 8 tl? Ab sah 2 der Persassung die Möglichkeit gibt." Ter Präsident der Jsr. Landesversammlung, Julius Rothschi d, wies noch daransbin, dast der Hausha tv an mit 2‘e er e ch'nst einstimmig und vhne Widerspruch angenommen ,vorden ist. Ei» Antrag der Zentralivohlsahrtssteile der deutschen Juten zwecks Unterstützung bei dec Schaffung eine? Arteiterlolenie wurde nicht zur Aussprache gesellt, da die Jraze selbst »och nicht genügend ge'lärt sei, »in he ite schon einen Be schlust darüber zu fassen. Eine Anfrage über dir itzcmeindeatende in den Bezirksgemcinden und die Beranstallung von Elternabenden beantwortete daS thcilog. Mitglied de> Llberrats, Ltadlrabbiner Tr. Rieoer Ter Schristsülirer, Llerlchrer Adler Eann stall, verlas hieraus die gesastien Beschlüsse. Mit Freude wurde sestgestellt, das; die Tagung auch diesesmal wieder unter der bewährten Leitung des nach schwerer Krankheit wiederhergestellten Präsidenten Julius Rothschild gestanden. Ter Präsident schloss mit dem Tank an de» Präsidenten des Llerrats und de» Borsitzcndcn des Finanzausschns'cs sür ihre mühevolle Arbeit, sowie an die Mitglieder der Landcsversammlung und des Lbcrrats für ihr reges Interesse, die Tagung. - 2V l - Der Zarismus und die Judenfrage. Erinnerungen an Paul Nathan. Ernst S c b e t, drr bekannte und aiigesclienc Publizist, schreibt in einem kleinen, reich iUn strierten Buche die interessante LebenSgeschichte de» grasten Menichensrcundes und einikustrei» chcn Politikers Paul 4t a t h a n, dem er bis zu dessen Tode im Jahre r.127 in Areundschast nahe gestanden hat. Wir bringe» mit freundlicher Genehmigung de« P erläge«, der Teulichen Bcrlagsanstalt für Politik und »ic ichichie m. b. H. i» Berlin, aus du» gerade in diesen Tagen erscheinenden Buche *) einige frei,interessante Abschnitte zum Abdruck. l'Vkl. TaS Studium der klcinasische» Perhält' nissc, der Anatolischcn Bahn, des wachsenden ivirtschastliche» und politische» Einslusses, den Teuischland in der Türkei und in Kleinasien gkwann, hatten in Paul Rathan den Gedanken nachgerusen, neben die Pariser jüdische Alliance »»d ihr sranzösisches Schul» erk eine deutsche Al liance mit deutschem Schul» erk zu stellen. Im Jahre 18!lil sragte er bei dem Ausnärtigen Amt an, ob das Reich einer solchen Alliance Schutz gewähren würde. Ohne diese» Schutz ,var die Arbeit im Ausland unmöglich. Tas Anit gab znnöchst eine ausn eichende Antwort. Natha» er fuhr nur gelegentlich, dast man die Botschaft in •) Ernst Jeder, Politik und H u m a » j t a i. Paul 4tatha». Ei» Lebensbild. 1!>26. Tcutsche Berlagsg, iellschafi sür Politik und Geschichte m. b. $>., Berlin \V H. Konstantinopel und die Konsulate in Klcinasirn »in Gutachten ersucht halte. Er selbst tat, wie das seinem Charakter entsprach, von sich auS keinen weiteren schritt. Ta tritt im Herbst 1900 das Ausnärlige Amt an ihn heran: ans Grund der vorgenommenen Prüfung erscheine cs zweck»,ästig, dast eine, den! sche Alliance mit de» dargclcgte» Zielen ins Leben treten das A»s,rärlige Amt seigreren, rin solches Nntcrnchmen zu fördern. Er erkennt natürlich sofort, dast sür die Rrgiernng Erwägungen nicht der Humanität, sondern der polilischr» Rütz lichkrit den Ansschlag geben. Aber er bemerkt dazu: „Wenn die Rützlichkeil mit humanilären Beslrebnngen zusammensälll, um so besser und um so nutzbringender." Er rntnirst den Aus rus und die Satzung der neuen Lcganisation Ter 20. Mai 1901 wird der- Geburtstag des .hilfsvcceins der deutschen Juden, der in einem Umsang, wie kaum eine bumanitärc i?rgan; satio» vor dem Krieg, Menschenhilse geleistet und den Paul Rathan fast ein Menschen alter geleitet hat, znsanime» mit seinem Freunde, dem Berliner Grostkaufmann James Limo», einem Philanthropen »nd Kunsikenner. der in Selbstlosigkeit seines Charakters »nd der schlichtheit seines Wesens manche ihm verwandte Züge hat. — J Als die russische Rcvolnlion von 1905 nnsbrach, war nach allen bisherige» Ersahrnnge» anzm nehmen, dast man den Pcrsnch machen würde, sie im Blut der russischen Jndejbzu ersticken. TcS> Verlag M. Osterberg & Co. Stuttgart * Richard Mager: Bergsträger Holzsdinitte Herausuepehen von Hans S t e r n h e i m unt. Mitwirkung bekannter HelmatsrhriftsteJler Preis M. 1*50 Erhältlich ln allen Buchhandlungen. Berlhoid Auerbadi-Verein Dienstag, den 22. Januar, Stultgart-Loge, Calweitir. 33 Hht. abend* 8' , Uhr Vortrag von Direktor Karl Adler „Gedanken zur Kunsterziehung" Diemtag, den 29 Januar, Stuttgart-Loge. Catweritr. 33 Hthi. abend* 8 1 < Uhr Orden tiidie General-Versammlung Anträge hierzu sind bis 11. Januar an Obersekretär Julius Wihmann, Stuttgart, Reinsburgstr. 19, zu richten. Der Berthold Auerbach-Verein dankt allen Gemeindemllgliedern. die in so liebenswürdiger Weise Gaben für die Tombola enlfibllch der Chanukkafeier gestiftet haben, auf* herzlichste. TMU'n pp EIN GROSSER KULTUR-FILM: DER AUFBAU DER JÜDISCHEN HP nD'Pu irrapb Dieser Film. der in der gesamten deutschen und jüdischen Presse glanzend« Besprechungen gefunden* Imt und |n vollendeten Aufnahmen das Lehen in Palästina in seiner ganzen Kulnirhreitc nufzeigt. Kluft am Sonntag, den 3. Februar, vormittags 11.15 Uhr in den Kammer-Lichtspielen, Marienstr. 18-. Vorverkauf: Bücherstube Buetow, Hotehühlstr. 21 und Sülze & Galler. Kairzlcistr. in In Cannstatt: Hofbuctihandlimg, Reitzel. Wilhelmsplatz. QlrtOnr tSffluoer-Gttfiuno. Auf 28. Oltiri d». g». werden dt» angtsalttn»» Ztn.erlrigniffe btt Arthur ffflingcr-etiftung zur dtrustichtn Ausbildung jiidischtr jungte titult wiirtlcmdtrgischte Llaat»»ngthöelgdtit oder solcher, die In WUrlltmbtrg wohnhast sind unter ooezug». weiser Btriicksichligung derjenigen, die mit Stern Arthur ekssingrr oder dtsstn Lhtsr.n oerwondl sind, oerttill. Bewerbungen sind di« spiittsten» I. Atdruar d». g». an e»trrn Arthur Cffingtr, Stuttgart, Sophlrnstraht 33, »in« guteichtn. Stuttgart, dtn >0. zonuor IV2«. Drr Deru>aitung»ra«. r„. 9öd. Kinderlieio LaftftHrort aoftaaseD (Linie Stuttgart-NSrdUngen) Idyll, im Walde gelegen / / Sonnig und staubfrei Streng rituell ✓ Prospekt / Erstkl. Referenz. Letnrag: PrL Um Nager Fernruf Nr. 119 Ami Dopfingen in Württemberg Nach äriilither Tätigkeit *n der medizin. Universitäts-Klinik München, Chefarzt Ptof.\Dr. Friedrich v. Mütter, an dem pathotog. Institut des stddt. Katharinenhospifais Stuttgart, Direktort Obermtdisinatrat Dr. Walz und anschließender sechsjähriger Fachausbildung an der Chirurg. Abteilung des städt. Krankenhauses Stuttgart-Cannstatt (zuletzt als Oberarzt), Chefarzt t Geheimrat Dr. Grosse, und an der geburtshilflich-gynäkologischen Abteilung des städt Katharinenhospitals (sthdi. Frauenklinik) Stuttgart, Chefarzt t Prof. Dr. ßaisch, habe ich mich als Facharzt fiirChirurgie u.Frauenkrankheiten in Stuttgart» Friodrlohntr. 16,1« niedergelassen. Tut. 2926t Dr. med. S. Gideon Sprechstundent Werktags 11 — 1 u. 4 — 6 Uhr. Samstags nur 11-2 Uhr, außerdem nach telephonischer Anmeldung StrahlenbehandlungJ Nach mehrjähriger Tätigkeit an der inneren Abieilung des Diekorussenhauses Frcibutg i. Br. (Prof. Dr. Sdiüte), als Hausarzt am Sanatorium Villa Dr. Herwig, Hrosa (Dr. O. Herwig), als Assistenzarzt an der inneren Abteilung des städi. Krankenhauses Stutigart- Cannstatt (Geh.Mcd.-Rat Prof. Dr. Arnold Cahn u. Prof. Dr. IU Wciiz) habe idi midi in Stuttgart, Friedrichstraße 16, als Facharzt für innere Krankheiten niedergelassen. Dr. med. Jul. Ottenheimer Sprechstunden/ Werktags eon 12— 1 u. 4-6 Uhi Somstags von ll'-2 Uhr (u. nach besond. Vereinbarung) Röntgenuntersuchungen Diathermie Lichtbehandlung Fernspr. 29201^

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