Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- V (1928-1929)
- Issue
- 19 (1.1.1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
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qxmtllc&e «rtaimtmailttiioeti Der $tifikn( Ut Israelitisch« £a«k(M(rfaBnNliW|. Stuttgart, den 6. Dezember 1928. Die Mitglieder der Israelitischen Landesversammlung werden zur Tagung auf Honntag, den 6. Januar 192 9, vormittags 10 Uhr nach Stuttgart in das Sitzungszimmer des Württ. Wirtschaftsministeriums (Lindenstrastr l, 1. Stock) einberusen. ' Tagesordnung: 1. Bericht des Jsr. Oberrats für die Zeit vom 1. Januar bis 31. März 1928. 2. Haushaltsplan der Israelitischen Zentralkasse für das Rechnungsjahr 1928 29; hiezu a) Steuerbeschluß, b) Besoldungsordnung, c) Anträge: I. der Israelitischen Vorsteherämter Mergentheim, Buchau, Hall, Horb und Oberndorf betr. Rabbinatsbeiträge, II. des Israelitischen Oberrats aus Schaffung einer unständigen, eventl. ständi gen Religionslehrerstelle in Creglingen, III. des Reichsbunds jüdischer Frontsol baten, Ortsgruppe Stuttgart, betr. Siedlungsaktion. 3. Verein Jsr. Lehrer in Württemberg, betr. PensionSvechältnisse für Volksschullehrer. 4. Landesvtrband für Israelitische Wohlsahrts pflege (L J-W.) Stuttgart, betr. Echebung einer örtlichen Umlage für den L J.W. 5. Bericht des Rechnungs Prüfungs-Ausschusses über die Rechnung der Israelitischen Zentralkasse 1926 27 und Entlastung des Kassiers. 6. Beitritt zur Reichsorganisation und Wahl der Vertreter hiezu. 7. Antrag des Israelitischen Vorsicher Amts Stuttgart, betr. Tallis-Tragen. 8. Bericht des Vorsitzenden der Kommission zur Schaffung einer Dienstordnung für die Rab¬ _ 249 - biner und Religionslehrer sDr. Gunzenhauser) und Antrag des Oberrats auf Einsetzung einer Kommission der Landesversammlung zur Schaffung einer Dienstordnung für die Rabbiner und Religionsichrer. 9. Württ. Hohenz. Landesverband des jüdischen Frauenbunds betr. Verlechung des passiven Wahlrechts. Tic Verhandlungen sind öffentlich. gez.: Rothschild. QIh& hu* $*m*W*4* Stuttgart. Am 6. und 7. Januar findet die Tagung der Israelitischen Landesver sammln n g statt. Außer der Entgegennahme der üblichen Berichte und der Entscheidung über die Besteuerung wird sie über eine Reih« wichtiger prinzipieller Fragen zu beschließen haben. Mögen die Entschließungen wie bis her im Geiste der vorbildlichen Eintracht zum Heile der jüdischen Gesamtheit Württembergs getroffen werden! 8a«er«dschas<»ehe. Zu dem Leitaussatz der letzten Rümmer dieser Zeitung ist eine kleine Sintflut von Aeußerunge» ans dem Leserkreise eingegangen, die das erfreuliche Interesse an der behandelten Frage dartun. Ter Abdruck aller dieser Aeußerungen würde zwei ganze Rümmer» der Zeitung sülle». Es ist der Schristleituug zu ihr^tzBedauern daher nur möglich, in einem abschließenden Aussatz 'ans jene Zuschriften zusammensaisend einjugehen. Besten Tank de» werten Lesern und Freunden! - Mischehe» uud Ehescheidungen. Im Jahre 1927 sind in Stuttgart, fünf jüdische Ehen geschieden worden, unter denen zwei Mischehen (40 Prozent) waren. Im Jahre 1928 sind hier acht Ehe» getrennt worden, unter denen vier Mischehe» (ö0 Prozent) ge »vese» sind. Eine bessere Illustration der Gefahr der Mischehe», als sie diese Zahle» bieten, ist nicht denkbar. Sie beweise», daß diesen Ehen j»i»eist die sitl liche» Poranssttzungk» schien, tvelche das Fundament einer Ehegemeinschast bilden solle». Sluligsrl. Tie E h a » u k k a Feier i m .I ü d i scheu Schwestern heim. Tie Ehannkka Feier im Jüdischen Schwesternheim hat ihre eigene Rote — sic ist ein« Familienfeier, zu der sich die Schwestern mit den Mitgliedern der Verwaltung und den Freunden des Schtvesternheimes alljährlich zusammensindrn. Sie ist eine schöne Unterbrechung der überernsten Schwesternarbeit und zugleich eine Huldigung der Gemeinde für die stille Liebesairbeit der Schwesternschaft. Seit Jahren findet sich in den schönen Räumen des Heimes die gleiche Freundesschar ein, sodaß die Feier den behagliche» Eharakter einer familiären Veranstaltung angenommen hat. Schwester Oberin und der Vorsitzende, R. A. Tr. Gunzenhauser, begrüßten die Gäste in der altgewohnten Liebenstvürdigkeit. Tann tvurden die Chanukkalichter entzündet und der alte Festhymnus mit fromwer Be geisternng gesungen. Im Anschluß hieran sangen Frau Irma Flegenheimer und Frau Tr. Reis klangschön und lies empfunden einen Mendelssohnschen Psalm. Tann saß man an gastlich gedeckten Tischen in bunter Reihe, die Schwestern und ihre Gäste, und nun folgte eine lange Reihe köstlich gelungener Vorträge. Di« Schwestern und die" Gästeschar wetteiferten in harmlos fröhlichen Darbietungen. Tie Schwestern Anna und Ruth trugen ein lustiges -Zwiegespräch mit hochwohlweisen „Resolutioneit" vor: Schwester Grete kam als leibhaftiger Zeitungsbon und verteilte eine.witzige Feftzeitung und erklärte die Inschriften einer Litfaßsäule, beide mir famosen Zeichnungen, die eine schöne Talentprobc darstellten. Feinsinnige Lieder von Frau Tr. Reis und ein ulkige« Bänkelsängerlied von Fbau Louis Ullmann boten «ine hübsche Abwechslung. Tie geschmackvolle Begleitung der Lieder hatte in liebens würdiger Weise Frau Paula Mar; übernommen. Ein lustiger Sketch „Tic Barschwestcr", versaß! von einem bekannten Rechtsanwalt und reizend vorgesührt von Schwester Gertrud und Frl. Gunzenhauser, eine von Frau Lberpostrat Scvloßbcrger gedichtete SoloszeneT' ebenfalls von Frl. G. vorgctrage», versetzten di« Zuhörer in die lustigste Stimmung. Rette Reden von Tr. Gunjenhauser, Louis Hirsch, Tr. Rosenfcld, Tr. Rieger und Tr. Wols unterbrachen die vielen Tarbietungen: kurz, e« u>ar ei» reizender Abend. Wann man sich trennte? ... Ich freue mich schon heule ans doS nächste Chanulkasest im Schwestcrnheim. kk. Chanukka im Berthold Auerbach-Bere i». Tas Channkkasest im B. A. B. zeigte sich in diesem Jahre in einem neuen Gewandt. Ein glänzendes Programm, ausgezeichnet durchgesührt, fröhliche Stimmung der großen Festleitnehmerschar, mit einem Eine Hausfrau Ist kein Chemiker Erst im Gebrauch, also meist. Wenn es schon zu spät ist,vermag sie zu erkennen, ob ein als unschädlich angepriesenes Waschmittel auch tatsächlich unschädlich ist. Das Vertrauen, das die gesamte deutsche Hausfrauenwelt dem Dr.Thompson's Seifenpulver entgegenbringt, wird seit Jahrzehnten immer wieder aufs neuegerechtfertigt. B JULIUS HIRSCHFELDER Wintermäntel besonnen forfcllluH %£\ 1 [CLrmf.1 IUI ■preiswert J FORMENSCHÖN ■flRÖSSTES B 8CHILPKNECHT 8 CIE 8TUTT8ART Bäckerei Conditorei und Ca(6 icc» ass Stuttgart »US FriedrtdwpUJs FcnspredMr JIEM Stets frisch liefern wir frei ins Haus: Torten, Kuchen, Kränze Teegebäck, Konfekt Creme- und EUspeisen Gustav Niedergail Anruf Jäger Nr. 238 03 Kanzleistraße 10" Colide Herren- und Da men- * T Bekleidung nach Maß Sdiuhbesohl-Anstalt Inhaber: HE INR. DIETZ ßß k/ »besohlt Ihre Schuhe mit Ia. 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