Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- V (1928-1929)
- Issue
- 17 (1.12.1928)
- Date
- 1928-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
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224 Pliofo IftildeTiVrcmcL ** STUTTGflBT KÖNIGSTR.-IO und ■'■'ciclm-irro upar uuerir iglich '.'tim L-c iianii die Wiriin auf Mandelnein zu idiimm.n ...vaf- , ri.'i da Roienstein, „Ihr tut dem .v>erfd)ic nnrechi „2», rfshr wallt dem roten Huch? noch Hesse? , schrie die Wirtin, ohne jede 2eibnbe Hirschling Be'iustigeud legte der Machbar der Wirtin die Hand aus die 2chuller „Hörer ein mal, Fra» Löwennirlin, und laßl doch ein ver nünstigc.- Wor: mii En«1> reden, wir na reu doch immer gni^ stlachlarslenl'. „Iaivohli Ja. Ter Hcrschle iagii. meuil ich meinem \?aie;c de» (ilja mittolnidm-r anzünde, ieht ^br in meiner 2t»fcc uel e einzig. Tvfii-'n*' Jawohl! Rosennein, io hat er grad' n«'iaiUder rote 2vitzbnb'- „Ja, wißt ohr, Lcneinvirlin, der rote Herschle macht-? halt wie alle Jude». Meiste»? Mille Tezember haben wir Ebonutka. und da zündet er seinem Haiele den Ehaiinkkaleuchier au, und um diese Zeit gibt e? ivobl net nur in der 2tub' vom roieu Herick>!. keim Fliegen, sondern die Lüwenwirlsn wird nohl um diese Zeit von der Mückenvlage äu befreit feilt. Ich habe Euch den Leuchter geboll und angczündek, damit Ihr Euch von dem über-.,>oa-? ich Euch sage." r>,un verstand auch die Loi.eniviliin den 3inu von Hklichie? Rede. Be'd.amt stand sie da und murmelte: „Aber a ro ier 2r"»bub' ttrhi er doch", ,uud dabei eulseriue I Blut verdirbt, seine 2itten und seine natio uale Selbstachtung herabzieht, dann ist es kein | Wunder, da'? von (Keschrei und Alkohol um nebelte (Gesellen die deutsche 2chmach an ibreu „Urhebern rächen Aber wenn nun gar tih jü dische Friedhöfe in kurzer Frist geschändet iver den, so überüeigt solch tollwütige?, jedes mrnsch liche Enipsiudeu verleugnende Gebaren alle?, wa? ein deutscher Mensch begreisen kann ... Es ist die denkbar größte 2chmach der Teutschen, des EKrisiv.annes, daß solche Tinge in deutschen Lan den Vorkommen. Nur da? vennag ich mir nicht anzneignen, daß wir solche tollwütigen 2eelen vernichten sollen. Tenn diese unreisru jungen Burschen Kondelu im Fanatismus, der durch die Fülle flammender, aufreizender Neben und Lchrijrcu entzündet ist. Wer durch die Pflicht der Abwebr de? Aiilisemitismus veruneilt ist, jene Nedcil und 2christen zu lesen, der kann in solchen Robeirsakien nur zwangsläufige Felge Wirkungen einer Aufhetzung erkennen, die im »n emwegteu suchen der schuldigen an unserem „Unterer,ug' die jüdischen Bolksgenossen, deren tiefste letzte Absichten die „Protokolle der Wei scu von Zion enthüllt haben, dem Berdammungcurlei' der Teutschen und Christen preis gegxben: e.rase. l infame! Es sollen diese schändlichen Pcrirrungen für uns Fanale werden zum Kamm gegen die undcuEcheste, unchristlichste Erscheinung unsere? össentlicheil Lebens: die anlisemiliiche Tollwut.' Zionisten gegen den Zionismus. Zu dem Aufsatz „Zionisten gegen den Zionismus" in der Gemeindezeitung v. 16. 10. 1928 wirb uns die folgende Entgegnung eingcsandt, die wir aus Gründen der Neutralität hiermit zum Abdruck bringen. Wen» es sich auch in dem Aussatz „Zionisten gegen den Zionismus" um eine „Buchbesprechung" handelt, so geht er doch sowohl durch die Steife, an die er gesetzt ist, als durch seinen subjektiven Ton über den Rahmen einer solchen hinaus. Zudem ist die anspruchslose Broschüre, der die Ehre allgetan wird, sie in einem Leitartikel zu w> böigen, weniger ein Tokument gegen den Zionismus, als für die geistige Unselbständigkeit ihrer Verfasser. Sie erlagen der Ideologie Brunners in reiferen Jahren, genau wie ,ie ui ih er Jugend der Ideologie eines nur halb verstandenen Zionismus erlegen waren. 2ie tvar'ir Zionisten geworden von außen her, nicht aus der Wucht des den Menschen verwandelnden E r l e b u t s s e - heraus. Tas wird ganz deutlicli daraus, das sich alle drei mit Nachdruck als dem Religiösen abgekehrte Nature n bezeichnen. Und ist es zulässig, von einem Urteil zu sprechen, das hier über den Zionismus aus seinen eigenen Reihen gefällt sei, wenn abgefallene Vertreter der materialistisch-„völkischen" Richtung des Zionismus mit dieser — allein ihrem Weift gemäßen Richtung sich auseinandersetzen? Taß ein rein aus TageSwerte, rein politisch gerichteter Zionismus, ein Zionismus, ne iul'. \iv.•;•?!’<!'?:;ablie sie i.iren («irren nichts lu-ii P. iMiuiiiMaitihe. Mein («roßvaier war abe. ,!!> Freund des vsiisigen roien -V'.erfcliK’ und de? 've:',» Ndseiistein.-.und beide habe» den Vor oan.' e eicluel. Mein i«'.oßvalce Hai ihn mir erzählt. und ich >^be ihn Euch ausgevlanderi. Qln$ faut WtUi M UnG 5>a& Ende eines Rcligionsprozeffes. Tee - .n-rs-t' rcüe, :eii> te . de:: :>eeligionsviniosopl,en Werner den Verfasser de? Werke? „Ter ge b.iüu? . wegen Gotteslästerung einge '?hre>' ,n nun eingenehk ivorden. Tas : gegen Hegemanii bat in der dentsciien 2ei',::: i:n. Aussehen erregt Werner Heg.mann '.ti - ■ ihfei und Bruder, hat ein El'.'istnsbn?! geschrieben, in dem er da? Faktum .-ungnug Jesu bestreitet, dagegen leugnet .r ::v i.:::. Ei inein. '.'iiid: seiner Tarstel ...Mi eedlinki ui, st statt de? Barraba? einem 2ch fenrl'.e „-re Eristenz, In den aramäischen Ul'ch".'/eü :.j? Wort „Barnascri gleich et da? 'iw im Talmud finde:, '.fisch ,i,l> enrafeb getefe», woran? dann „Baroa?" . Barraea? geivorden ist. In Wirtlichkeit bni, r .- Volk von Pilatus die Befreiung von „E-ar .stafch" Menschensohn, wie sich , Jesus nannte, v.rlangt. nicht aber des Barraba?. der. eristien. Jesus lebte und lehrte dann :: ein:. l i-. er eins,, natürlichen Todes narb Icge man.! gell! darum, nachzuwcisen, daß da? Heil der M-'n'-liheit nicht durch Blutovser zu er kaufen fei Lbjekirr geht aus seiner Tarsteliung hervoc. das. da-- Voll von Jerusalem nicht die Kreuzigung Ieiu, sondern dessen Befreiung her beige:nr: i : at Ein neuer Mahnruf gegen den Antisemitismus. 1'.‘.Mi') Walter von Molo ergreift nun der Pro feifor bei Theologie an der llniversilät Kiel, Tr. Lni> 'Baiimgarten, das Wort, um Heil maßnahmet: gegen die antisemitische Pölkssenche zu fordern. Er schreibt im „Berliner Tageblatt": „Es mehren sich in den letzten Wochen die Zeichen einer verhängnisvollen Wirkung der anti semitische» Hexerei ans die Bolkssiltlichkeit. Niemand ireipch konnte sich wundern, wenn in Bre men wk' in Lvpenheim im Zusammenhang mit anlijcmilischen Raudauversammlungen Mißhand lnngen von Juden oder jüdisch ausfehenden Men scheu sich wiederholen. Tenn wenn einmal die ganze 2chuld an unserem nationalen und wirtschaitlichem Elend aus diese „elende Rasse ge Häusl wird, die die Wutmütigkeit des deutschen Herren und Wirtsvolkes mißbraucht und sein HEILBRONN Damenun4 Herrenfriseurräume, Parfümerie L. HUOFF Inh.i EUGEN BOHM Kaisarstr. IO Bruckmann-Bestecke Trauringe Alpina-Uhren Linoll Oreifig / Messern eeJ üirjierei Klostergasse Nr 21, empfiehlt fortwährend Ia. Wurstwaren, feinsten Aufschnitt Spezdaität: Kodiwunt, Frankfurt. Leberwurrt Über die Winlermonafe prima Fettgfinse Wilhelm Bauer Parfümerie Toilette - Artikel Kaiserstr. 27 Telephon StO EICHBERGER L WALZ FLEINERSTRASSE 46 / FERNSPRECHER 194 Kolonial- und Materialwaren Zigarren u. Tabake » Spirituosen u. Konierven Spezialitäten: Kafiee, Tee und Kakao a S Je rin ci nn zJ^cicle - EIGENE SCHIRMFABRIKATION | HerrenKöte Spazierstöcke M Ecke Kaiser, u. Sülmerstr., Tel. 644 ti Heilbronner Möbelfabrik FR. STRIENZ ■ Kanstgewerbl. 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